DE1120876B - Verfahren und Geraet zur Herstellung von positiven Photokopien - Google Patents

Verfahren und Geraet zur Herstellung von positiven Photokopien

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DE1120876B
DE1120876B DESCH23437A DESC023437A DE1120876B DE 1120876 B DE1120876 B DE 1120876B DE SCH23437 A DESCH23437 A DE SCH23437A DE SC023437 A DESC023437 A DE SC023437A DE 1120876 B DE1120876 B DE 1120876B
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Klaus Pfister
Georges Schwienbacher
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C5/00Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
    • G03C5/08Photoprinting; Processes and means for preventing photoprinting
    • G03C5/10Reflex-printing; Photoprinting using fluorescent or phosphorescent means

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description

  • Verfahren und Gerät zur Herstellung von positiven Photokopien Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und ein Gerät zur Herstellung von positiven Photokopien mit auf einem transparenten Schichtträger vorhandenen unterschiedlich lichtempfindlichen Schichten, bei dem das Negativbild unmittelbar nach seiner Entwicklung auf die Positivschicht kopiert wird. Es sind Verfahren bekanntgeworden, bei denen auf derselben Seite des Schichtträgers zwei verschieden lichtempfindliche Schichten angeordnet sind. Die obere lichtempfindliche Schicht hat dabei die größere Lichtempfindlichkeit, so daß ein photographisches Bild durch Momentanbelichtung in der Kamera erzeugt werden kann, ohne die Barunterliegende Schicht merklich zu beeinflussen. Wenn dann die obere Schicht entwickelt und die Barunterliegende Schicht durch das Negativbild hindurch belichtet ist, muß die obere Schicht durch Auflösen in warmem Wasser entfernt werden. Erst dann kann die Barunterliegende Schicht entwickelt, fixiert und ausgewaschen werden. Da Negativ und Positiv immer gleichgerichtet sind, entsteht nach diesem Verfahren nur ein seitenverkehrtes Positiv. Dieses Verfahren ist daher nur für Portraitphotographie brauchbar, nicht dagegen für positive Photokopien, bei denen das Positiv immer seitenrichtig sein muß. Ein solches Verfahren ist auch nicht bei der Herstellung von positiven Photokopien im Schnellkopierverfahren wegen des großen Zeitaufwandes verwendbar. Endlich ist es nachteilig, daß sich das Papier nach dem -Weglösen der einen Schicht auf Grund des Spannungsausgleichs zwangläufig einrollt.
  • Es sind auch Verfahren bekanntgeworden, bei denen auf einem Schichtträger beidseitig unterschiedlich lichtempfindliche Schichten vorgesehen sind, die jedoch den Zweck haben, ohne daß der Negativfilm zerstört wird, dem Kunden eine Positivprobe des aufgenommenen Bildes zeigen zu können, um ihm die Auswahl von verschiedenen Aufnahmen dadurch zu erleichtern. Das Positivbild wird, ohne daß es mit irgendwelcher Entwicklungslösung in Berührung kommt, allein durch starke Ultraviolettbelichtung, die mehrere Minuten dauert, erzeugt, das jedoch bei weiterer Lichteinwirkung z. B. durch Tageslicht allmählich geschwärzt wird.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich demgegenüber dadurch aus, daß die Empfindlichkeitsbereiche der beiden lichtempfindlichen Schichten des Schichtträgers nicht im gleichen Spektralbereich liegen und zur Belichtung nacheinander Lichtquellen verschiedener spektraler Emissionen verwendet werden, die im Empfindlichkeitsbereich der ersten bzw. der zweiten Schicht liegen, und dadurch, daß das auf die erste Schicht durch die erste Lichtquelle belichtete und entwickelte Negativbild durch die zweite Lichtquelle als Positivbild durchbelichtet und entwickelt wird.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhält man haltbare Positivkopien auf Dokumentenpapier im Schnellkopierverfahren, wobei die Ablichtung des Negativbildes als Positivbild auf die zweite Schicht sogar während der Entwicklung der ersten Schicht erfolgen kann, so daß das Negativbild sowie die Positivkopie in einem Entwicklungsvorgang erhalten werden und die ganze Entwicklungs- und Kopierprozedur in einem einzigen Durchlauf erledigt wird.
  • In der Zeichnung ist als Beispiel ein Verfahren und ein Gerät zur Durchführung des Verfahrens dargestellt, und zwar ist Fig. 1 ein Längsschnitt durch den beidseitig mit einer lichtempfindlichen Schicht versehenen Schichtträger, Fig. 2 ein Längsschnitt durch den beidseitig mit einer lichtempfindlichen Schicht versehenen Schichtträger zur Erzeugung des Negativbildes, wobei gegenüber der einen Seite desselben das angelegte Dokument, zum besseren Verständnis in einer bestimmten Distanz davon; angeordnet erscheint, Fig.3 ein Längsschnitt durch den beidseitig mit einer lichtempfindlichen Schicht versehenen Schichtträger während des zweiten Belichtungsvorganges zur Erzeugung des Positivbildes, und Fig. 4. ein Längsschnitt der Ausführungsform des Apparates zur Durchführung des Verfahrens, wobei das Dokument auch wieder zum besseren Verständnis in einer bestimmten Distanz vom Schichtträger entfernt dargestellt ist.
  • In der Fig. 1 sind 1 und 3 die lichtempfindlichen Schichten auf dem Schichtträger 2. Die Empfindlichkeitsbereiche dieser beiden Schichten liegen nicht im gleichen Spektralbereich. So ist 3 beispielsweise eine unsensibilisierte, blauempfindliche Schicht und 1 beispielsweise eine gelbempfindliche Schicht; die eine Schichtseite des Schichtträgers ist höher empfindlich ah die zweite Schichtseite desselben.
  • In der Fig.2 legt sich gegen die erste Schichtseite 1 das Dokument 4 an, das durch eine Lichiquelle 5, deren spektrale Emission im Empfindlichkeitsbereich dieser ersten Schicht liegt und deshalb eine Belichtung zuläßt, als Negativbild abbelichtet wird. Die Ablichtung des Dokumentes 4 auf die erste Schicht 1 erfolgt im Reflexverfahren durch die unsensibilisierte blaue Schicht 3 hindurch und ergibt ein seitenverkehrtes Negativbild, ohne die blauempfindliche Schicht 3 zu beeinflussen.
  • In der Fig. 3 wird das auf der ersten Schicht 1 entwickelte Negativbild auf die zweite Schicht 3 durch eine Lichtquelle, deren spektrale Emission im Empfindlichkeitsbereich der zweiten Schicht liegt und deshalb eine Belichtung zuläßt, als Positivbild abbelichtet. Die Ablichtung des Negativbildes auf die zweite Schicht 3 erfolgt im Durchleuchtungsverfahren durch die erste Schicht 1 hindurch und ergibt ein seitenrichtiges Positivbild.
  • Die Belichtung des Dokumentes zur Erreichung des Negativbildes auf der ersten Schicht 1 kann auch im eingangs erwähnten optischen Verfahren sinngemäß erfolgen, was in der Zeichnung nicht dargestellt ist.
  • Die Ablichtung des Negativbildes auf die zweite Schicht 3 kann nach der Entwicklung der ersten Schicht 1 erfolgen; daran schließt sich die Entwicklung der zweiten Schicht an.
  • Die Ablichtung des Negativbildes auf die zweite Schicht 3 kann aber auch bereits während der Entwicklung der ersten Schicht 1 vorgenommen werden, wodurch in einem Entwicklungsvorgang die Positivkopie erhalten wird.
  • Um eine rasche Entwicklung zu erreichen, werden in die beiden lichtempfindlichen Schichten mit Vorteil in bekannter Weise Entwicklersubstanzen eingelagert, wodurch die Entwicklung mit Anfeuchtwalzen vorgenommen werden kann.
  • Das Durchkopieren des Negativbildes auf die zweite Schichtseite könnte mit einer normalen Lichtquelle, welche Licht aller Spektralbereiche emittiert, erfolgen; bei einem solchen Verfahren würde jedoch die gesamte Negativseite völlig schwarz. In diesem Falle muß das geschwärzte Negativ durch einen an sich bekannten Bleich- oder Abschwächprozeß, beispielsweise mit Quecksilberchlorid oder rotem Blutlaugensalz mit Thiosulfat gebleicht werden. Zweckmäßiger ist eine Ausführungsform, bei der die beiden Schichten 1 und 3 voneinander abziehbar sind, was in der Zeichnung nicht dargestellt ist, so daß nach der Herstellung des Positivbildes die geschwärzte Negativschicht durch Abziehen von der Positivschicht entfernt werden kann; dabei sind die beiden Schichten auf je einem der miteinander verbundenen zwei Schichtträger angeordnet.
  • Bei dem als Beispiel angegebenen Apparat zur Durchführung des Verfahrens ist, wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, dem Entwicklungsbad 6 in der Durchlaufrichtung des lichtempfindlichen Papiers die Belichtungsvorrichtung, beispielsweise eine gelbe Lichtquelle 5, zur Erzeugung des Negativbildes vorgelagert. Die Lichtquelle 5 zur Erzeugung des Negativbildes befindet sich unterhalb des Schichtträgers 2, und das Dokument 4 ist an die obere Schicht des Schichtträgers angelagert, so daß die Belichtung der ersten Schicht im Reflexverfahren erfolgt.
  • Die Belichtungsvorrichtung zur Erzeugung des Positivbildes, beispielsweise eine blaue Lichtquelle 7, ist zwischen den beiden Anfeuchtrollenpaaren 8 und 9 des Entwicklungsbades 6 angeordnet, so daß die Belichtung der zweiten Schicht 3 für die Erzeugung des Positivbildes im Durchleuchtungsverfahren erfolgt.
  • Die Belichtungsvorrichtung zur Erzeugung des Positivbildes kann auch in der Durchlaufrichtung des Schichtträgers nach dem Entwicklungsbad 6 für die erste Schicht 1 angeordnet sein, während sich an diese Belichtungsvorrichtung das Entwicklungsbad für die zweite Schicht anschließt; dies ist in der Zeichnung nicht dargestellt.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von positiven Photokopien mit auf einem transparenten Schichtträger beidseitig vorhandenen unterschiedlich Eichtempfindlichen Schichten, bei dem das Negativbild unmittelbar nach seiner Entwicklung auf die Positivschicht kopiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Empfindlichkeitsbereiche der beiden lichtempfindlichen Schichten des Schichtträgers nicht im gleichen Spektralbereich liegen und zur Belichtung nacheinander Lichtquellen verschiedener spektraler Emissionen verwendet werden, die im Empfindlichkeitsbereich der ersten bzw. der zweiten Schicht liegen, und dadurch, daß das auf die erste Schicht durch die erste Lichtquelle belichtete und entwickelte Negativbild durch die zweite Lichtquelle als Positivbild durchbelichtet und entwickelt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablichtung als Negativbild auf die erste Schicht im Reflexverfahren durch die zweite Schicht hindurch und das Kopieren des Negativbildes als Positivbild auf die zweite Schicht im Durchleuchtungsverfahren durch die erste Schicht hindurch erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablichtung als Negativbild auf die erste Schicht im optischen Verfahren und die Ablichtung des Negativbildes als Positivbild auf die zweite Schicht im Kontakt-Durchleuchtungsverfahren durch die erste Schicht hindurch erfolgt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopieren des Negativbildes als Positivbild auf die zweite Schicht während der Entwicklung der ersten Schicht erfolgt und das. Negativbild sowie die Positivkopie in einem Entwicklungsvorgang erhalten werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in die beiden lichtempfindlichen Schichten in an sich bekannter Weise Entwicklersubstanzen eingelagert werden und die Entwicklung mit Anfeuchtwalzen vorgenommen wird.
  6. 6. Gerät zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß dem Entwicklungsbad (6) in der Durchlaufrichtung des Schichtträgers (2) die Belichtungsvorrichtung (5), deren spektrale Emission im Empfindlichkeitsbereich der ersten Schicht (1) liegt, vorgelagert ist und daß die Belichtungsvorrichtung (7), deren spektrale Emission im Empfindlichkeitsbereich der zweiten Schicht (3) zur Erzeugung des Positivbildes liegt, nach dem Einführungs- und Anfeuchtwalzenpaar (8) oberhalb des Entwicklungsbades und hinter dieser Belichtungsvorrichtung (7) ein zweites Anfeuchtrollenpaar (9) zur Erzeugung des Positivbildes angeordnet ist.
  7. 7. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Belichtungsvorrichtung (5) für die erste Schicht (1) unterhalb des Schichtträgers (2) für das Reflexkopieren angeordnet ist. B.
  8. Gerät nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurchgekennzeichnet, daß die Belichtungsvorrichtung (5) zur Erzeugung des Negativbildes Gelblicht und die Belichtungsvorrichtung (7) zur Erzeugung des Positivbildes Blaulicht emittiert.
  9. 9. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Entwicklungsbad aus zwei getrennten Bädern je für die erste und zweite Schicht besteht und die Belichtungsvorrichtung (7) zur Erzeugung des Positivbildes zwischen beiden Bädern angeordnet ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 314 571; USA.-Patentschrift Nr. 2 036 369.
DESCH23437A 1957-05-08 1958-01-24 Verfahren und Geraet zur Herstellung von positiven Photokopien Pending DE1120876B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE314571C (de) *
US2036369A (en) * 1931-10-30 1936-04-07 Noel Associates Inc Quickproof process film

Patent Citations (2)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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