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Springminengehäuse Die Erfindung bezieht sich auf das Gehäuse für
eine Springmine, bestehend aus einem äußeren Werfertopf und einem Innenbehälter
für die Sprengladung mit einem dessen Bodenplatte und Deckel verbindenden Standrohr.
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Es sind Springminen bekannt, die aus einer Bodenplatte, einem Deckel,
einem äußeren Zylinder, einem inneren Zylinder, einem Standrohr und dem Zünderkörper
bestehen. Bei diesen Minen werden die genannten Teile zusammengesteckt und durch
das Standrohr zusammengeschraubt und gehalten. Die Bodenplatte und der Deckel des
Minenkörpers bestehen aus Gußteilen, in die der schmale Führungsfalz für den inneren
Zylinder eingedreht ist. Die Herstellung derartiger Minengehäusekörper ist sehr
umständlich und teuer. Sie haben ein sehr hohes Gewicht und, z. B. für die Herstellung
der schmalen Führungsfalze, einen sehr großen Drehstahlverschleiß. Um außerdem zwischen
Minenkörper und Topf eine gewisse Verdämmung zu erreichen, sind beide durch zwei
3 mm dicke Schrauben auf der Unterseite miteinander verbunden, die infolge des Gasdruckes
abreißen. Diese Schrauben rosten jedoch beim Liegen in der Erde verhältnismäßig
schnell durch, sie verlieren dadurch ihre Verdämmungseigenschaft und machen die
Mine undicht. Ein weiterer Nachteil ist, daß der in dem Abzugsbolzen befestigte
Draht im unteren Hohlraum des Werfertopfes liegt. Es kann hierbei sehr leicht vorkommen,
daß - unbeabsichtigt - der Sicherungsstift herausgezogen und der Schlagbolzen abgeschossen
wird.
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Man ist deshalb auch dazu übergegangen, Minengehäuse aus starkem Blech
herzustellen, und zwar besteht hierbei der Zylinder, der eine Wurfgranate aufnimmt,
und der aus zwei Teilen zusammengeschweißte Tellerfuß für die Treibladung aus Blech.
In der Oberseite des Tellerfußes sind zwei Öffnungen verschiedenen Durchmessers
angebracht, über dessen größerer Öffnung der Wurfgranatenzylinder und über dessen
kleinerer Öffnung ein den Zünder enthaltendes Rohr sitzt. Der größere Zylinder ist
um die Öffnungsränder im Tellerfuß herumgebördelt, während das Zünderrohr auf die
hochgezogenen Ränder der kleineren Öffnung stumpf aufgeschweißt ist. Dieser Ausführung,
die an sich keine Springmine darstellt, wie sie der Anmeldung zugrundeliegt, zeigt
die Vorteile einer Blechkonstruktion gegenüber einer Ausführungsform in Guß, ohne
aber Dichtung und Verdämmung zu berücksichtigen.
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Um jedoch auch für Springminen in Blechkonstruktion neben einer guten
Dichtung gegen Feuchtigkeit auch eine genügende Verdämmung für die Sprengladung
zu haben, ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß der Innenbehälter zur übertragung
des Druckes der ihn auswerfenden und auf die Bodenplatte 8 wirkenden Treibladung
einen konzentrischen Innenzylinder aufweist und daß die Bodenplatte mit dem Deckel
des Werfertopfes durch einen angefalzten Außenmantel und eine Schweißnaht zu der
geschlossenen Einheit des Innenbehälters verbunden ist, wobei zwischen Werfertopf
und Außenmantel eine dichtende Schweißnaht als Abreißverbindung vorgesehen ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der Bodenplattenrand einmal und der
Deckelrand doppelt gebördelt. Weiter ist der Rand der Bodenplatte so weit umgebördelt,
daß ein Bodendeckel, der den Abzugsdraht mit Halterung enthält, Platz findet. Die
Stärke der miteinander verbundenen Deckel ist so bemessen, daß ein genügend langes
Gewinde für den Verschlußstopfen einer zentralen Pulveröffnung vorhanden ist. Durch
diese Merkmale gemäß der Erfindung ist ein billiger, leicht und schnell herzustellender
und gut zu montierender Minenkörper geschaffen, bei dem eine gute Verdämmung und
Dichtung vorhanden und in dessen Bodendeckel außerdem der Abzugsdraht sicher und
ohne Gefahr für den Zusammenbauenden gelagert ist.
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Die Erfindung ist in einem Ausführungsbeispiel in einer Abbildung
dargestellt und beschrieben. In dieser Abbildung ist ein Minenwerfertopf in einem
Längsschnitt aufgezeichnet.
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In einem Werfertopf 1 befindet sich ein Innenzylinder mit einem
Außenmantel 2, dessen oberes Ende 3 und unteres Ende 4 um die hochgezogenen Enden
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und 6 eines Deckels 7 und einer Bodenplatte 8 herumgefalzt sind.
Während der Rand der Bodenplatte 8 nur einmal gebördelt ist, ist der Deckel zweimal
gebördelt und hat im Querschnitt gesehen einen U-förmigen Rand. In den Zwischenraum
der beiden U-Schenkel 5 ist der obere Falz 3 des äußeren Zylindermantels eingesetzt.
Ein Innenzylinder 9 trägt oben einen Deckel 10, der vorzugsweise nur durch
einzelne Punkte an den Deckel für den äußeren Zylinder angeschweißt ist, und eine
Bodenplatte 11, die vorzugsweise lose auf dem Boden 8 des äußeren Zylinders aufliegt.
Durch die beiden Bodenplatten 8 und 11 ragt das Gehäuse 12 eines vorzugsweise
mittig angebrachten Zünders, das im Boden 8 vernietet ist. Damit dient die Bodenplatte
11 als Zentnerplatte für den inneren Zylinder 9. Die Wandstärke der beiden Deckel
ist so groß gehalten, daß ein genügend langes Gewinde für den Verschlußstopfen einer
zentralen Pulver-Einfüllöffnung 13 und außerdem ein Gewinde für den Verschlußstopfen
einer seitlich daneben sitzenden Standrohröffnung 14 vorhanden ist.
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Die Bodenplatte 8 des äußeren Zylinders ist, wie schon erwähnt, mit
einem nach unten gezogenen bzw. umgebogenen Rand 6 versehen, der so lang ist, daß
ein zur Spirale aufgewickelter Abzugsdraht 15 in dem so entstandenen Hohlboden aufgenommen
werden kann. Ein Bodendeckel 16 mit ebenfalls umgebogenem bzw. hochgezogenem
Rand 17 wird, wie es die Abbildung zeigt, in die Bodenplatte 8 eingepreßt, so daß
also der hochgebogene Rand des Bodendeckels 16 neben das umgebogene Ende
4 des äußeren Zylinders 1 zu liegen kommt. Durch diese Konstruktion ist erreicht,
daß der Bodendeckel fest in der Bodenplatte liegt und auch nicht zufällig herausfallen
und damit z. B. den sichernden und an dem Abzugsdraht 15 befestigten Abzugsstift
18 aus dem Schlagbolzenschaft herausziehen kann.
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Die Springmine wird in bestimmter Tiefe in den Erdboden eingegraben.
Im Standrohr 14 ist ein Zünder untergebracht, der auf bestimmte Lasten oder Berührungselemente
an der Erdoberfläche anspricht und eine Treibladung zündet, deren Pulvergase auf
die Bodenplatte 8 des Innenbehälters einen derartigen Druck ausüben, daß dieser
Innenbehälter an der Schweißnaht 20 vom Werfertopf 1 getrennt und aus dem Erdboden
ausgeworfen wird. Durch das Ausstoßen wird der verzögerte Zünder 12 über Abzugsdraht
15 und Abzugsstift 18 betätigt, der die Hauptsprengladung im Innenzylinder 9 in
vorbestimmter Höhe über der Erdoberfläche zündet.