DE1122014B - Verfahren zur Anreicherung von Kainit durch Flotation - Google Patents
Verfahren zur Anreicherung von Kainit durch FlotationInfo
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Description
- Verfahren zur Anreicherung von Kainit durch Flotation Gegenstand der Patentanmeldung M 21760 VI/1 c ist ein Verfahren zur Trennung des Kainits von Natriumchlorid durch Flotation, dadurch gekennzeichnet, daß als Flotationsmittel aliphatische, langkettige Amine verwendet werden.
- Der Verbrauch dieser Amine, der zum Teil abhängig ist von dem mehr oder weniger hohen Tongehalt des Minerals und seiner Kornstruktur, erweist sich im Ergebnis stets als größer im Vergleich mit dem durchschnittlichen Verbrauch, wie er bei der Flotation anderer Kalisalze, z. B. Sylvin, bei Verwendung gleicher Amine, festgestellt wird.
- Es wurde nun das Flotationsvermögen normal gesättigter und ungesättigter Amine, d. h. solcher mit 4 bis 18 C-Atomen, in eingehender Forschung untersucht. Verwendet wurden dabei folgende Salzlösungen:
Als Ergebnis dieser Untersuchungen wurde überraschenderweise gefunden, daß Amine mit 4 bis 12 C-Atomen im Vergleich zu anderen Aminen ein bedeutend höheres Flotationsvermögen besitzen. Insbesondere gilt diese Feststellung für die n-Amine mit 9, 10 und 11 C-Atomen; die für eine gute Flotation notwendige Menge ist nämlich bei ihnen fünfmal kleiner als bei anderen längerkettigen Aminen (-C14, -C16, -C18).Lö- K Na Mg Cl SO4 sung g/ g/ g/1 g/l g/l A 7,32 5,6 100 280 34,8 B 14,7 8,04 91 250,7 60,0 C 26,3 20,0 75,5 210,2 92,0 D 32,8 21,5 61,35 213,4 66,85 - Es wurde ferner gefunden, daß das Flotationsvermögen der Amine mit 8, 9, 10, 11 und 12 C-Atomen bei Änderung der Zusammensetzung der die Trübe bildenden Salzlösungen nahezu unverändert bleibt, ganz im Gegensatz zu anderen, längerkettigen Aminen, bei deren Verwendung das Flotationsvermögen erheblich schwankt.
- Das Diagramm 1 zeigt die Verschiedenheit der Flotationsausbeute in Beziehung zu der Anzahl der C-Atome in den Aminen. Abszisse: Anzahlder C-Atome der Amine; Ordinate: Ausbeute an % K2O.
- Das Diagramm zeigt, daß den Aminen mit 9, 10 und 11 C-Atomen ein maximales Flotationsvermögen zukommt.
- Der diesem Diagramm zugrunde liegende Versuch wurde durchgeführt bei konstantem Aminverbrauch und konstant gehaltener Zusammensetzung der Salzlösung. Diagramm 2 zeigt die verschiedene Flotationsausbeute in Abhängigkeit vom Verbrauch der verschiedenen Amine.
- Abszisse: Aminverbrauch als in Gramm ausgedrückte Chloridmenge je Tonne Kainit; Ordinate: Aubeute in % K2O.
- Auch aus diesem Diagramm ist deutlich zu ersehen, daß die Amine mit 9, 10 und 11-CAtomen das beste Flotationsvermögen aufweisen und der Verbrauch, bei im übrigen gleichen Bedingungen, etwa fünfmal kleiner ist als bei längerkettigen Aminen-(Cl,, -Cls, -C18).
- Das Diagramm 3 zeigt als weitere Alternative den Einfluß der Zusammensetzung der Salzlösung auf das Flotationsvermögen der Amine. Auf der Abszisse ist der Mg-Gehalt (g/1) der in der vorstehenden Tabelle angegebenen Lösungen und auf der Ordinate die jeweilige Ausbeute an K20 vorgetragen.
- Aus diesem Diagramm kann entnommen werden, daß das Flotationsvermögen von kürzerkettigen Aminen, unter ihnen -C9, -Clo, -C11, fast unverändert bleibt, wenn sich die Zusammensetzung der Salzlösung ändert. Die Diagramme 1, 2 und 3 und die folgenden, lediglich der Erläuterung der Erfindung dienenden und keinesfalls einschränkenden Beispiele bestätigen die durch Versuche erhaltenen Ergebnisse.
- Diesen Ergebnissen ist zu entnehmen, daß durch Verwendung von aliphatischen Aminen mit einer Anzahl von 9 und 10 C-Atomen der Verfahrensprozeß erheblich wirtschaftlicher gestaltet werden kann und sich besser für die Flotation des flüssigen Mineralbreies selbst eignet.
- Der Verbrauch von 80 g je Tonne Amin - wie er in den Beispielen angegeben ist - bezieht sich auf frisch zubereitete Salzlösungen.
- Im großtechnischen Betrieb ist der Verbrauch an Amin erheblich kleiner, da die einen Teil des Reagenzes enthaltenden Lösungen in den Verfahrenskreislauf zurückkehren.
- Beispiele Kainit der Zusammensetzung: K20 ............................ 12,5% Na . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12,6 % Mg ............................. 6,45% C1 ............................. 28,85% Wasserunlösliches . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,5% SO@+ H20 .. ................ ... . 100 wurde auf 1 mm fein gemahlen; es ergaben sich folgende Korngrößen: +0,6 mm ...................... 0,3% +0,5 mm ...................... 6,5% +0,4 mm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20,1% +0,3 mm . . . . : . . . . . . . . . . . . . . . . . 20,2% +0,2 mm ..................... 21,6% +0,1 mm . . .. ... . .. ... . . . . . . . . . 17,1% +0,06 mm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6,2% +0,06 mm .... .. ... . . . . . . . . . . . . . 8,0% Dieses Mineral wurde in einer der vorstehend (Tabelle) angegebenen Lösungen so suspendiert, daß ein Mineralbrei mit einem Gehalt von 35 Gewichtsprozent entstand. Nachdem Hydrochlorid zugesetzt worden war (amin-collector), wurde die Lösung 3 Minuten lang konditioniert.
- Schließlich wurden als Schäumer 80 g je Tonne Cyclohexanol hinzugesetzt und die Flotation in bekannter Weise in einer kleinen Laboratoriumszelle mit 21 Nutzkapazität durchgeführt.
- Beispiel 1 Kainit-Mineral . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1000 g Lösung C ....................... 1500 ccm prim.n-Decylamin (hydrochlorid) .. 80 g/t Cyclohexanol . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80 g/t
Beispiel 2 Wie Beispiel 1, jedoch unter Verwendung von prim.n-Hexadecylamin statt Dezylamin.Ergebnis Produkt Gewicht K20 Ausbeute % % K20 Rohmineral.......... 1000 12,5 - Konzentrat .......... 700 17 95 Rückstand ........... 340 1,75 - Beispiel 3 Wie Beispiel 1, jedoch wird als Flotationsmittel »Armact« (= Stearoeopalmitylaminacetat), ein Erzeugnis der Firma Armour Chem. Co., verwendet.Ergebnis Produkt Gewicht K20 Ausbeute Ausbeute % % Rohmineral .......... 1000 12,5 - Konzentrat .......... 285 17,5 40 Rückstand ........... 765 9,8 - Beispiel 4 Lösung A ....................... 1500 ccm n-Hexadecylamin (hydrochlorid) ... 80 g/t sonst wie Beispiel 1.Ergebnis Produkt Gewicht K20 Ausbeute Ausbeute % % K20 Rohmineral.......... 1000 12,5 - Konzentrat .......... 390 17,5 54,5 Rückstand .. .. . . .. . .. 665 8,58 - Beispiel 5 Lösung D ...................... 1500 ccm n-Hexadecylamin (hydrochlorid) ... 80 g/t sonst wie Beispiel 1.Ergebnis Produkt Gewicht K80 Ausbeute Ausbeute % % K20 Rohmineral.......... 1000 12,5 - Konzentrat .......... 262 17,2 36 Rückstand ........... 798 10,0 - Beispiel 6 Lösung A ....................... 1500 ccm n-Decylamin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80 g/t sonst wie Beispiel 1. Beispiel 7 Lösung C ...................... 1500 ccm n-Undecylamin . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80 9/t sonst wie Beispiel 1.Ergebnis Produkt Gewicht K80 Ausbeute % % K20 Rohmineral.......... 1000 12,5 - Konzentrat .......... 710 16,8 95,5 Rückstand ........... 330 1,52 - Beispiel 8 Lösung C ....................... 1500 ccm Aminmischung 30% n- nonyl . . . . . . . . . . . . . . .Ergebnis Produkt Gewicht K20 Ausbeute % % K20 Rohmineral . . . . . . . . . . 1000 12, 5 - Konzentrat .......... 708 17,0 96 Rückstand ........... 334 1,5 - - 35 n %-decyl . . . . . . . . . . . . . . . . 80 g/t 35 % n -undecyl . . . . . . . . . . . . . .
- sonst wie Beispiel 1.
Die Analysen wurden unter Verwendung gefilterter und getrockneter Produkte durchgeführt.Ergebnis Produkt Gewicht K20 Ausbeute % % K20 Rohmineral.......... 1000 12,5 - Konzentrat .......... 705 16,9 95,5 Rückstand ........... 342 1,6 - - Das höhere Gewicht der Produkte im Gegensatz zum Gewicht des Ausgangsmaterials beruht darauf, daß die Salze Salzlösung aufnehmen.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verbessertes Verfahren zum Anreichern von Kainit durch Flotation nach Patentanmeldung M 21760 VI/1 c, dadurch gekennzeichnet, daß als das Mineral aufnehmende Reagenzien die gesättigten und ungesättigten primären aliphatischen, 8 bis 11 C-Atome enthaltenden Amine für sich oder miteinander gemischt bzw. deren Salze, vorzugsweise deren Hydrochlorid, verwendet werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbrauch an Mineral aufnehmenden Reagenzien etwa 80 g Amin, in Form von Hydrochlorid, je Tonne zu behandelnden Kainitminerals beträgt, sofern man von frisch bereiteten Salzlösungen ausgeht, und weniger als 80 g/t, wenn bereits benutzte Salzlösungen verwendet werden.
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