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Flaschenbündel, bestehend aus einer Mehrzahl parallel zueinander ausgerichteter
Flaschen, die mittels einer Umreifung zu einer transportfähigen Einheit miteinander
verbunden sind Flaschen werden für den Transport, z. B. von der Glashütte zum Verbraucher,
entweder in Behältern verpackt befördert oder lose im Waggon bzw. Lastwagen gestapelt.
Die erstgenannte Art der Verpackung kommt praktisch nur in Betracht, wenn es sich
um kleinere Transportmengen handelt. So wurde auch schon vorgeschlagen, in einem
Behälter mit rechteckigem Querschnitt senkrecht übereinanderliegende Flaschen anzuordnen,
die gegenseitig und an den Behälterinnenwänden fest anliegen. Die einzelnen, jeweils
mit ihren Bäuchen anliegenden Flaschen werden abwechselnd in entgegengesetzter Lage
ausgerichtet und die einzelnen, Bäuche umfassenden Ringe sicherten eine gegenseitige
satte Anlage. Diese Verpackung kommt praktisch nur in Betracht, wenn es sich um
kleinere Transportmengen handelt. Die Aufwendungen für Kisten oder Behälter und
derRücktransport derselben würde den Flaschenpreis zu sehr belasten.
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Bei größeren Transportmengen, für welche eine Stapelung unmittelbar
im Frachtraum bevorzugt wird, werden die Transportkosten empfindlich belastet durch
das mehrmalige Umpacken. Die Flaschen müssen nach der Fertigstellung zunächst in
der Hütte gestapelt werden. Später erfolgt dann ein Umpacken in den Frachtraum.
Eine zweite Stapelung im Verwendungsbetrieb geht gewöhnlich dem Einbringen in die
Füllmaschine voraus. Wenn bei dieser wiederholten Umstapelung jede einzelne Flasche
von Hand erfaßt werden muß, so ist das sehr umständlich und zeitraubend.
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Um diesen Nachteil zu beseitigen, wurde schon vor vielen Jahren vorgeschlagen,
jeweils größere Flaschenmengen zu einer transportfähigen Einheit zu bündeln. Es
sind verschiedene Vorschläge gemacht worden, um diese Bündelung zu bewirken. So
besteht eine transportfähige Einheit aus zwei Stapeln von Flaschen, die in gleicher
Anzahl nebeneinander und senkrecht übereinander liegen, und es sind alle Flaschen
in den sämtlichen Lagen eines jeden dieser beiden Stapel mit ihren Hälsen zur gleichen
Seite gekehrt. Dabei sind jeweils die Hälse des einen Stapels gegen den zweiten
Stapel gerichtet. Die Stapel sind ihrerseits wiederum gegeneinander versetzt, und
zwar in der Weise, daß die Flaschenhälse des einen Stapels sowohl in der Horizontalen
als auch in der Vertikalen auf Lücke gegenüber den Flaschen des anderen Stapels
angeordnet sind. Um die Flaschen der beiden Stapel in gegenseitiger Lage zu halten,
genügt nicht eine Umreifung jedes einzelnen Stapels, sondern die Umreifungen jedes
Stapels müssen nochmals miteinander verzurrt werden, weil sich nur
dadurch ein Auseinanderfallen
der Flaschen vermeiden läßt. Ein Bündel hat vor allen Dingen ein hohes Kopfgewicht
in der Nähe der nach rechts und links gekehrten Flaschenböden. Ferner fehlen brauchbare
und zweckmäßig angeordnete Griffteile. Ein solches Bündel kann nur auf der Hand
getragen werden. Dann liegt aber der Schwerpunkt oberhalb der Hand, und es besteht
die große Gefahr, daß das Flaschenbündel der Hand des Packers entgleitet.
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Weiterhin ist eine Bündelung von Flaschen bekannt, bei der einander
parallele Flaschen sich nur an ihren Bäuchen berühren und die Flaschen einer oberen
Lage jeweils die Lücken zwischen den Flaschen einer darunter befindlichen Lage und
umgekehrt bedecken. Diese Flaschen werden mittels eines gummielastischen Bandes
zusammengehalten. Möglich sind hierbei nur kleine Verpackungseinheiten.
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Gegenstand der Erfindung ist eine Flaschenbündelung, welche sich
dadurch auszeichnet, daß einerseits jede einzelne Flasche vollkommen fest eingeklemmt
ist und außerdem ein solches Bündel bequem und sicher erfaßt werden kann. Dazu wird
bei einem Flaschenbündel, bestehend aus mehreren übereinander angeordneten Lagen
von einander parallelen, nur mit ihren Bäuchen sich berührenden Flaschen, wobei
jeweils die Flaschen einer oberen Lage die Lücken zwischen den Flaschen einer darunter
befindlichen Lage und umgekehrt bedecken und die Flaschen mittels einer Umreifung
zu einer transportfähigen Einheit miteinander verbunden sind, erfindungsgemäß vorgeschlagen,
daß die Hälse der
Flaschen innerhalb jeder einzelnen Lage gleichgerichtet,
lagenweise jedoch abwechselnd entgegengesetzt gerichtet und die Flaschen je zweier
aufeinanderfolgender Lagen um das Längenmaß der Flaschenhälse lagenweise gegeneinander
längsversetzt sind. Auf diese Weise wird eine Berührung der einzelnen Flaschen auf
größtmöglicher Länge erzielt.
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Das wiederum ist bei entsprechend straffer Spannung der Umreifung
der wirksamste Schutz gegen eine Verwindung des Bündels, welche eine Lockerung der
Umreifung zur Folge haben könnte. Ein Bündel der genannten Art kann, da die Flaschenhälse
an gegenüberliegenden Seiten hervortreten, bequem mit beiden Händen erfaßt werden.
Das wiederum hat zur Folge, daß praktisch beim Transport ein solches Bündel stets
waagerecht oder etwa waagerecht getragen wird.
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Ein Herausfallen einer oder einzelner Flaschen wäre daher selbst dann
nicht zu befürchten, wenn dieselben entgegen den tatsächlichen Verhältnissen nicht
fest eingeklemmt wären.
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Die Umreifung des Bündels kann durch Stahlband oder Draht erfolgen.
Vorteilhaft wird das Bündel von zwei im Abstand voreinander angeordneten Umreifungen,
vorzugsweiseDrahtumreifungen, umspannt, die nahe dem oberen und unteren Ende der
Flaschenbäuche verlaufen.
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Es können gemäß der Erfindung beliebig viele Flaschen zu einem Bündel
zusammengeschlossen werden. Als besonders zweckmäßig hat sich ein Bündel erwiesen,
bei dem sich bei einer ungeraden Anzahl von Flaschenlagen in den Lagen mit ungerader
Ordnungszahl jeweils eine Flasche weniger befindet als in den Lagen mit gerader
Ordnungszahl.
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Bündel gemäß der Erfindung enthalten also z. B. siebzehn oder zweiundzwanzig
Flaschen. Je nach der Form, der Größe und dem Gewicht der einzelnen Flaschen kann
die Zahl derselben, die in einem Bündel zusammengefaßt ist, aber auch einen anderen
Wert annehmen.
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Flaschenbündel gemäß der Erfindung lassen sich bequem stapeln. Die
einzelnen Bündel werden mit ihren flachen Unterseiten und Oberseiten auf dem Boden
bzw. übereinander gestapelt, und ferner lassen sich die Bündel quer zur Höhe der
Flaschen nebeneinander abstellen. Wichtig ist vor allen Dingen, daß auch einzelne
Stapel voreinander aufgerichtet werden können. Dabei greifen die an der einen Seite
aus den Bündeln herausragenden Flaschenhälse in die Ausnehmungen des dahinterliegenden
Stapels ein, die dadurch gebildet sind, daß die Flaschenböden der einen Lage gegenüber
den Flaschenhälsen der nächsttieferen und nächsthöheren Lage zurückspringen. Die
einzelnen Stapel greifen also gleichsam zahnartig ineinander ein. Das Absetzen eines
solchen Flaschenbündels vor einem bereits aufgebauten Stapel sowie das spätere Abheben
dieses Bündels bereitet, wie inzwischen die Praxis gezeigt hat, nicht die geringsten
Schwierigkeiten.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Es zeigt Fig. 1 ein Flaschenbündel nach der Erfindung in perspektivischer Ansicht,
Fig. 2 die Stirnansicht des gleichen Bündels und Fig. 3 eine Seitenansicht, die
das Ineinandergreifen mehrerer Stapel erkennen läßt.
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Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind zweiundzwanzig Flaschen
in fünf Lagen a bis f übereinander gestapelt. In der unteren Lage a befinden sich
vier Flaschen 10, die mit ihren Flaschenhälsen 11 dem Beschauer zugekehrt sind.
In gleicher Weise ausgerichtet sind die Flaschen in der dritten Lage c und in den
fünften Lage f. Anders dagegen ist es in der zweiten Lage b und in der vierten Lage
d. In diesen Lagen sind die Flaschen 10 mit ihren Böden 12 dem Beschauer zugekehrt.
Fig. 1 und vor allen Dingen Fig. 3 lassen erkennen, daß die Flaschen in den einzelnen
Lagen a, c f einerseits und b, d anderseits um die Länge der Flaschenhälse 10 gegeneinander
versetzt sind, so daß sie sich nur auf der ganzen Länge der Flaschenbäuche 13 berühren.
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Das Bündel wird von zwei Drahtumreifungen 14 umspannt. Diese beiden
Umreifungen liegen nahe den Böden 12 bzw. den Übergängen von den Flaschenbäuchen
13 zu den Flaschenhälsen 10.
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Es sei noch bemerkt, daß die Anzahl der Flaschen in den einzelnen
Lagen a bis f im Gegensatz zu der dargestellten Ausführung auch so gewählt werden
kann, daß sich in den Lagen mit gerader Ordnungszahl jeweils eine Flasche weniger
befindet als in den Lagen mit ungerader Ordnungszahl. Bei einer solchen Formgebung
würden aber die diagonal verlaufenden Abschnitte 15 der Umreifungen fehlen. Die
Praxis hat aber gezeigt, daß gerade durch diese diagonalen Abschnitte eine sehr
feste Verspannung der Bündel erreicht wird.