DE112370C - - Google Patents

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DE112370C
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04FTIME-INTERVAL MEASURING
    • G04F3/00Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals with driving mechanisms, e.g. dosimeters with clockwork
    • G04F3/06Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals with driving mechanisms, e.g. dosimeters with clockwork with electric driving mechanisms

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Lighting Device Outwards From Vehicle And Optical Signal (AREA)

Description

PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21c.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. März 1899 ab.
Die aus der Zeichnung ersichtliche Vorrichtung hat den Zweck, Lampen, welche Treppen oder sonstige Räume beleuchten, in beliebiger Reihenfolge ein- und auszuschalten. Erreicht wird dies in bekannter Weise dadurch, dals bei vorübergehendem Schliefsen eines Druckknopfes ein mit einer Schaltscheibe verbundener Elektromotor in einmalige Umdrehung versetzt wird.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung, um die Schaltscheibe auf dem kürzesten Wege wieder in die Ruhelage zurückzuführen, wenn nicht sämmtliche einzuschaltenden Lampen benutzt werden sollen.
Die Schaltscheibe s besitzt zu diesem Zwecke den die Umfläche umgebenden, in der Ruhelage geöffneten Kupferring a, auf welchem zwei von einander isolirte Bürsten a' schleifen. Auf der Vorderfläche der Scheibe s befindet sich der Kupferring b, welcher mit weiteren vier nach dem Mittelpunkte zu verschobenen Kupferquadranten c d e f verbunden ist. Auf diesen Ringen schleifen die zugehörigen Bürsten b' c' d' e' f. t ist der gemeinsame Halter für sämmtliche Schleifbürsten.
Die Umschalter u und U1 bestehen aus je vier oben offenen Holzgefäfsen, die mit Quecksilber gefüllt sind und zur Aufnahme der von einander isolirten Kupferbügel 0 und'ρ bezw. 0' und p' dienen. Diese Kupferbügel sind an einem zweiarmigen Hebel befestigt, welcher die Anker g' und h' der Magnete g und h trägt, so dafs bei wechselseitiger Erregung der Magnete der eine oder andere Umschalter in Thätigkeit tritt und dadurch die Drehrichtung des Motors geändert wird.
Die Batterie b1 stellt die Stromquelle für den Motor Z), b2 die Stromquelle für die Erregung von g und h dar, und bs liefert den Strom für die Lampen I bis IV.
Die Wirkungsweise der Schaltvorrichtung ist folgende:
Durch vorübergehendes Schliefsen des Druckknopfes / wird der Hülfsstrom O1, i, g, b1 erzeugt, der Magnet g erregt und der Anker g' angezogen. Dadurch schliefst der Umschalter u den Motorstromkreis b1, m, 11, bx und setzt den Motor in Thätigkeit. Infolge dessen verläfst die Schaltscheibe 5 ihre Ruhelage, und die Bürsten a' schliefsen durch den Kupferring α den Erregungsstromkreis für die Magnete g und h; sein Verlauf ist ^2, g, h, a', a, a\ b2. Dadurch werden g und h gleichmäfsig erregt, g' bleibt jedoch angezogen, weil dieser Anker näher an dem Magneten liegt oder gegebenenfalls die Kraft des letzteren stärker bemessen ist als die des rechten Magneten, und der Motor bleibt in Thätigkeit, bis die einmalige Umdrehung der Schaltscheibe s beendet ist. Jetzt unterbricht die Oeffnung des Kupferringes α den Erregungsstromkreis für die Magnete g und h, und dadurch, dafs g' losläfst, wird der Motor m durch u ausgeschaltet.
Durch die Umdrehung der Scheibe s werden die Lampen I bis IV durch ihre zugehörigen
Kupferquadranten und Schleif bürsten nach einander ein- und ausgeschaltet.
Die Stromverläufe sind
für Lampe I: b3, I, c', c, b, b1, b3,
- - II: b3Jll,d',d,b,b',bs, - III: b3, III, e', e, b, b\ b3,
- - IV: bs,JV,f,f,b,b;ba.
Erstreckt sich die Benutzung der Lampen nur bis I oder II, so bewirkt ein vorübergehendes Drücken auf die Knöpfe k oder /, dafs der Magnet g kurz geschlossen und somit stromlos wird. Der so hergestellte besondere Stromkreis b2, k bezw. /, h, a', a, a', b2 bewirkt, dafs h jetzt sehr kräftig erregt wird. Magnet g, welcher den Anker g' losläfst, schaltet den Motorstromkreis bei u aus, während gleichzeitig h den Anker h' kräftig anzieht und den Motor m bei U1 wieder einschaltet, jedoch seinem Anker den Strom im umgekehrten Sinne zuführt, so dafs sich die Drehrichtung des Motors ändert. Der Motor kehrt dadurch eher in seine Ruhelage zurück.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Schaltvorrichtung für elektrische Beleuchtung von Treppenhäusern oder sonstigen neben oder über einander liegenden Räumen, bei welcher durch vorübergehendes Schliefsen eines Hülfsstromes ein elektrischer Motor in Thätigkeit gesetzt wird, welcher zum Einschalten der Lampen nach einander eine Schaltscheibe in einmalige Umdrehung versetzt, dadurch gekennzeichnet, dafs, wenn nur die Hälfte oder eine noch geringere Zahl der Lampen eingeschaltet werden soll, durch Schliefsung eines besonderen Stromkreises die Umdrehungsrichtung des Motors umgekehrt werden kann, so dafs er früher in die Ruhelage zurückkehrt, als wenn er die Umdrehung im ursprünglichen Sinne vollendet hätte. . .
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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