DE1124032B - Verfahren zur Herstellung von Salzen der Halbester der AEthandisulfonsaeure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Salzen der Halbester der AEthandisulfonsaeure

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DE1124032B
DE1124032B DEB58341A DEB0058341A DE1124032B DE 1124032 B DE1124032 B DE 1124032B DE B58341 A DEB58341 A DE B58341A DE B0058341 A DEB0058341 A DE B0058341A DE 1124032 B DE1124032 B DE 1124032B
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ester
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acid
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Dr Harry Distler
Dr Hans-Joachim Krause
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BASF SE
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C303/00Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides
    • C07C303/26Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides of esters of sulfonic acids
    • C07C303/30Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides of esters of sulfonic acids by reactions not involving the formation of esterified sulfo groups
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Salzen der Halbester der Äthandisulfonsäure Es ist bekannt, daß man äthylenisch ungesättigte Verbindungen, z. B. Acrylsäurederivate oder Maleinsäurederivate, mit Natriumsulfit umsetzen kann.
  • Dabei erhält man wasserlösliche Alkylsulfonate.
  • Es ist auch bereits bekannt, Ammoniumbisulfit an vinylsulfonsaures Ammonium anzulagern und auf diese Weise das Diammoniumsalz der 1,2-Äthandisulfonsäure herzustellen.
  • Es wurde gefunden, daß man durch Umsetzung der Ester es-ß-äthylenisch ungesättigter Sulfonsäuren mit Alkalibisulfit Alkalisalze der Halbester der Äthandisulfonsäure erhält. Die Reaktion verläuft nach folgendem Schema: In den Formeln bedeuten R1 und R2Wasserstoffatome oder gleiche oder verschiedene aliphatische Reste, R3 aliphatische, cycloaliphatische, araliphatische oder aromatische Reste.
  • Als Ester es-p-äthylenisch ungesättigter Sulfonsäuren können die nach den Verfahren gemäß Patenten 1094735 und 1091 104 leicht zugänglichen Ester der Vinylsulfonsäure verwendet werden, z. B. Vinylsulfonsäurebutylester, Vinylsulfonsäurebenzylester, Vinylsulfonsäurephenylester, 2,4-Dichlorphenolvinylsulfonsäureester oder Resorcindivinylsulfonsäureester.
  • Auch Alkylphenolvinylsulfonsäureester, wie tert.-Butyl-, Nonyl-, Oktyl- oder Dodecyl-phenolvinylsulfon säureester, sind für die Umsetzung mit Natriumbisulfit geeignet.
  • Alkalibisulfit wird in wäßriger, z. B. etwa 40 0/0iger Lösung verwendet.
  • Im allgemeinen führt man das Verfahren so durch, daß man die a,B-ungesättigten Sulfonsäureester und die wäßrige Natriumbisulfitlösung, gegebenenfalls noch unter Zugabe von Lösungsmitteln, die sowohl gegen Bisulfit als auch gegen die ungesättigten Sulfonsäureester indifferent sind, beispielsweise Alkoholen wie Methanol, Äthanol oder Butanol, oder Äthern wie Dioxan, Tetrahydrofuran, Chlorkohlenwasserstoffen, wie Äthylenchlorid, bei Raumtemperatur vermischt und anschließend unter ständiger Rührung erwärmt. Im allgemeinen verläuft die Reaktion schon bei Raumtemperatur, es ist jedoch vielfach zweckmäßig, das Reaktionsgemisch bis zum Sieden zu erhitzen. Die Reaktion ist zu Ende, sobald die anfangs vorhandene milchige Emulsion unter Bildung einer einzigen klaren Phase verschwunden ist. In der Regel kühlt man dann die Lösung auf etwa 5 bis 10°C ab und filtriert, gegebenenfalls nach Einengung der Lösung, die ausgefallenen Salze der Halbester der Äthandisulfonsäure ab. Zur Herstellung der freien Säuren bedient man sich der üblichen Methoden. Man erhält sie z. B. salzfrei, wenn man an Kationenaustauschern die Alkaliionen gegen H+-lonen austauscht.
  • Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Verbindungen sind neu und lassen sich als oberflächenaktive Verbindungen verwenden.
  • Die in den nachfolgenden Beispielen angegebenen Teile bedeuten Gewichtsteile.
  • Beispiel 1 In einem Rührkolben läßt man 92 Teile Vinylsulfonsäurephenolester, 100 Teile Alkohol, 250 Teile Wasser und 150 Teile etwa 400/,ige Natriumbisulfitlösung bei etwa 50 bis 60"C bis zum Eintritt des Klarpunktes reagieren. Man kühlt auf etwa 5C ab und engt die Lösung unter vermindertem Druck auf zwei Drittel des Volumens ein und isoliert durch Abnutschen 135 Teile des Natriumsalzes vom Phenolhalbester der Äthandisulfonsäure (Ausbeute etwa 930/o der Theorie).
  • Analyse: Berechnet C 33,4, S 22,2, H 3,1, 0 33,3, Na 8,0°/o; gefunden C33,41, S22,l, H3,02, 033,5, Nu 7,80/0.
  • Beispiel 2 In einem Rührkolben läßt man 127 Teile 2,4Dichlorphenolvinylsulfonester, 100 Teile Alkohol, 250 Teile Wasser und 156 Teile einer etwa 40°/Oigen Natriumbisuffitlösung bei 50 bis 60"C bis zum Klarpunkt reagieren. Nach dem Abkühlen auf etwa 5°C erhält man 168 Teile des Natriumsalzes vom 2,4-Dichlorphenolhalbester der Äthandisulfonsäure (Ausbeute etwa 94% der Theorie).
  • Analyse: Berechnet C 26,9, H 1,96, S 17,9, C1 19,9, Na 6,45 %; gefunden C 26,3, H 2,2, S 17,5, C1 20,0, Na 6,20/O.
  • Beispiel 3 In einem Rührkolben läßt man, wie im Beispiel 1 beschrieben, 70 Teile 2-Methyl-4-Chlorphenolvinylsulfonester, 200 Teile Alkohol, 250 Teile Wasser und 104 Teile einer etwa 40%igen Natriumbisuffitlösung bei 50 bis 60"C reagieren. Nach dem Abkühlen erhält man 85 Teile des Natriumsalzes vom 2-Methyl-4-Chlorphenolhalbester der Äthandisulfonsäure (Ausbeute etwa 84°/o der Theorie).
  • Analyse: Berechnet ... C 32,1, 0 28,5, Na 6,8o/o; gefunden ... C 32,7, 0 28,0, Na 6,40/0.
  • Beispiel 4 In einem Rührkolben läßt man, wie im Beispiel 1 beschrieben, 86 Teile 2,4,6-Trichlorphenolvinylsulfonsäureester, 200 Teile Alkohol, 200 Teile Wasser und 130 Teile einer etwa 400/igen Natriumbisuffitlösung bei 50 bis 60"C reagieren. Man erhält nach dem Abkühlen durch Abnutschen 105 Teile des Natriumsalzes von 2,4,6-Trichlorphenolhalbester der Äthandisulfonsäure (Ausbeute etwa 89 01o der Theorie).
  • Analyse: Berechnet ...... S 16,3, Na 5,8 °/0; gefunden ...... S 16,2, Na 5,3%.
  • Beispiel 5 In einem Rührkolben läßt man, wie im Beispiel 1 beschrieben, 93 Teile Nonylphenolvinylsulfonsäure ester, 50 Teile Alkohol, 200 Teile Wasser und 91 Teile einer etwa 40°/Oigen Natriumbisulfitlösung bei Rücktlußtemperatur 2 Stunden reagieren. Nach Zugabe von 3 Teilen einer aktiven Kohle filtriert man heiß ab und destilliert den Alkohol ab. Man erhält 440 Teile einer 28%igen Natriumsalzlösung vom Nonyl-phenolhalbester der Äthandisulfonsäure.
  • Beispiel 6 In einem Rührkolben läßt man, wie im Beispiel 1 beschrieben, 80 Teile 2,4-Dichlorphenol-p-methylvinylsulfonsäureester, 200 Teile Alkohol, 200 Teile Wasser und 104 Teile einer etwa 40%igen wäßrigen Natriumbisulfitlösung bei 60 bis 70"C reagieren. Anschließend engt man auf etwa zwei Drittel des Volumens ein und isoliert nach dem Abkühlen auf 5°C 98 Teile (entsprechend 84% der Theorie) des Natriumsalzes vom 2,4-Dichlorphenolhalbester der Methyläthandisulfonsäure, das mit 1 Molekül Kristallwasser kristallisiert.
  • Analyse: Berechnet C 27,8, H 2,83, 0 28,8, S 16,5, C1 18,3, Na 5,9o/o; gefunden C 27,7, H 2,97, 0 29,0, S 16,3, C1 18,3, Na 5,8%.
  • Beispiel 7 In einem Rührkolben läßt man, wie im Beispiel 1 beschrieben, 86 Teile 2,4,5-Trichlorphenolvinylsulfonsäureester, 200 Teile Alkohol, 200 Teile Wasser und 104 Teile einer etwa 40%igen wäßrigen Natriumbisulfitlösung bei 50 bis 60"C reagieren. Man erhält nach dem Abkühlen durch Abnutschen 105 Teile des Natriumsalzes vom 2,4,6-Trichlorphenolhalbester der Äthandisulfonsäure, das mit 1 Molekül Kristallwasser kristallisiert (Ausbeute 85 0/o der Theorie).
  • Analyse: Berechnet C 23,4, H 1,95, 0 27,3, S 15,6, Cl 26,0, Na 5,6o/o; gefunden C 23,7, H 2,0, 0 27,2, S 15,6, C1 26,3, Na 5,3 °/0.
  • Beispiel 8 In einem Rührkolben läßt man, wie im Beispiel 1 beschrieben, 296 Teile- Oktylphenolvinylsulfonsäureester, 700 Teile Wasser und 108 Teile Natriumbisulfit 11/2 Stunden bei 100°C reagieren. Man erhält nach dem Abkühlen eine etwa 360/0ige gallertige Seifenlösung des Natriumsalzes des Oktylphenolhalbesters der Äthandisulfonsäure.
  • Beispiel 9 In einem Rührkolben läßt man, wie im Beispiel 1 beschrieben, 106 Teile Dodecylphenolvinylsulfonsäureester, 500 Teile Wasser und 34 Teile Natriumbisulfit 2 bis 3 Stunden unter Rückfluß reagieren. Man erhält eine etwa 22%ige weiße emulgierte Seifenlösung des Natriumsalzes des Dodecylphenolhalbesters der Äthandisulfonsäure.
  • Die Überlegenheit der neuen, nach der Erfindung hergestellten Verbindungen gegenüber bekannten oberflächenaktiven Mitteln geht aus folgendem Vergleichsversuch hervor: In 100 Teilen einer etwa 40 obigen benzolischen Lösung eines handelsüblichen Lösungspolymerisates aus Acrylsäurebutylester und Vinylacetat im Gewichtsverhältnis 1:1 werden jeweils 5 Teile einer 20%igen wäßrigen Zubereitung der zu vergleichenden oberflächenaktiven Substanzen homogen verteilt und dann mit 70 Teilen Wasser in eine Dispersionsform gebracht.
  • Mit dem Natriumsalz des Äthandisulfonsäuremono-isooctylesters, hergestellt durch Anlagerung von Natriumbisulfit an Vinylsulfonsäure-isooctylester, wird eine auch nach 14 Tagen noch stabile Dispersion erhalten, während eine Dispersion, die mittels des bekannten Natriumsalzes des Sulfobernsteinsäuredii-octylesters hergestellt wird, bereits nach 24 Stunden den Beginn einer Phasentrennung aufweist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Alkalisalzen der Halbester der Äthandisulfonsäure, dadurch gekennzeichnet, daß man die Ester o;-B-äthylenisch ungesättigter Sulfonsäuren mit Alkalibisulfit umsetzt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: »American Chemical Journal», Bd. 19 (1897), S. 739 bis 742; Houben-Weyl, »Methoden der organischen Chemie«, Bd. IX, 1955, S. 383.
DEB58341A 1960-06-25 1960-06-25 Verfahren zur Herstellung von Salzen der Halbester der AEthandisulfonsaeure Pending DE1124032B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO1985003075A1 (en) * 1984-01-16 1985-07-18 Cronyn Marshall W Cancer chemotherapeutic cyclic and acyclic disulfonic ester compounds, method of use therefor, and intermediates
US8124793B2 (en) 2007-11-27 2012-02-28 Gail Marie Cronyn, legal representative Derivatives of ethylene methanedisulfonate as cancer chemotherapeutic agents

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