DE1124354B - Verfahren zur Herstellung direkter Positive von einer Vorlage nach dem Silbersalzdiffusionsverfahren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung direkter Positive von einer Vorlage nach dem Silbersalzdiffusionsverfahren

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DE1124354B
DE1124354B DEA35522A DEA0035522A DE1124354B DE 1124354 B DE1124354 B DE 1124354B DE A35522 A DEA35522 A DE A35522A DE A0035522 A DEA0035522 A DE A0035522A DE 1124354 B DE1124354 B DE 1124354B
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Dr Harald V Rintelen
Dr Hanswilli V Brachel
Dr Max Heilmann
Dr Hans Holtschmidt
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    • G03C8/00Diffusion transfer processes or agents therefor; Photosensitive materials for such processes
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Description

In der französischen Patentschrift 879 995 wird ein Verfahren zur direkten Herstellung von Positiven beschrieben, nach welchem das unbelichtete und daher unentwickelbare Halogensilber einer bildmäßig belichteten photographischen Schicht während oder nach der Entwicklung des Negativs gelöst und in eine andere, mit der Halogensilberschicht in engem Kontakt stehende Übertragsschicht unter dem katalytischen Einfluß von in dieser Schicht eingelagerten Entwicklungskeimen zu einem positiven Bild entwickelt wird. Die Bezeichnung »Negativ« und »Positiv« ist hierbei nur relativ zu verstehen, d. h., nach dem gleichen Verfahren wird von einer negativen Vorlage auch direkt ein Negativ erhalten.
Dieses Verfahren findet unter anderem Anwendung für die Schnellkopie in Bürobetrieben mit Hilfe eines hierzu geeigneten Entwicklungsgerätes.
Das Bestreben geht nun dahin, das ganze Verfahren in möglichst kurzer Zeit durchzuführen und möglichst vielfältig zu gestalten, so z. B. mehrere Positive von einem Negativ herzustellen. Auch sollten die für den Diffusionsprozeß erforderlichen Kontaktzeiten zwischen Positiv und Negativ möglichst kurz sein.
Es wurde nun gefunden, daß man beim Silbersalzdiffusionsverfahren weitgehende Verbesserungen erzielen kann, wenn man das Verfahren in Anwesenheit von Thioäthern mit mehreren Hydroxylgruppen und/oder von Polyätherthioäthern bzw. Derivaten dieser Verbindungen durchführt.
Geeignete Thioäther mit mehreren Hydroxylgruppen sind beispielsweise mehrwertige Alkohole, die mindestens eine Thioäthergruppe enthalten, wie Dioxyalkylsulfide und Polyalkylenpolysulfide mit endständigen Hydroxylgruppen, von denen als spezielle Beispiele Thiodiglykol und 3,8-Dithiadekandiol-d,10) genannt seien. Ferner kommen auch entsprechende aromatische, cycloaliphatische oder gemischt aliphatischaromatische bzw. aliphatisch-cycloaliphatische Thioäther in Frage.
Bevorzugt werden jedoch auf Grund ihrer höheren Wirksamkeit Polyätherthioäther, die mehrere Äther- und Thioäthergruppierungen im Molekül enthalten. Die Bindeglieder zwischen den Äther- und Thioäthergruppierungen bestehen nach einer bevorzugten Ausführungsform aus gegebenenfalls substituierten, gleichen oder verschiedenen aliphatischen Resten mit 1 bis 10, vorzugsweise 2 bis 4 Kohlenstoffatomen, jedoch können diese aliphatischen Reste auch teilweise durch cycloaliphatische, aromatische, gemischt aliphatischaromatische, gemischt aliphatisch-cycloaliphatische oder heterocyclische Reste ersetzt sein. Die Polyätherthioäther können ferner neben den Äther- und Thio-Verfahren zur Herstellung
direkter Positive von einer Vorlage
nach dem Silbersalzdiffusionsverfahren
Anmelder:
Agfa Aktiengesellschaft,
Leverkusen-Bayerwerk,
Kaiser -Wilhelm -Allee
Dr. Harald v. Rintelen, Rodenkirchen bei Köln,
Dr. Hanswilli v. Brachel, Köln-Sülz,
Dr. Max Heilmann, Köln-Flittard,
und Dr. Hans Holtschmidt, Köln-Stammheim,
sind als Erfinder genannt worden
äthergruppierungen andere Gruppierungen, beispielsweise Ester-, Amid-, Urethangruppierungen, enthalten. Die Endgruppen der Polyätherthioäther bestehen im allgemeinen aus Hydroxylgruppen, jedoch können auch, insbesondere bei relativ hochmolekularen Produkten, Merkaptoendgruppen vorliegen. Die Produkte können linearen oder verzweigten Aufbau besitzen und sollen in Wasser oder in organischen Lösungsmitteln löslich sein. Das Molekulargewicht der Produkte liegt zwischen etwa 150 und 100 000. Die Produkte können etwa 2 bis 1000 Schwefelatome und 2 bis 3000 Sauerstoffatome enthalten. Nach einer bevorzugten Ausführungsform beträgt der Sauerstoffgehalt — berechnet auf Äthergruppierungen — etwa 10 bis 30% und der Schwefelgehalt — berechnet auf Thioäthergruppierungen — etwa 0,5 bis 20%.
Die Endgruppen der angeführten Thioäther bzw. Polyätherthioäther können ganz oder teilweise verestert oder veräthert werden, auch können Derivate eingesetzt werden, die durch Umsetzen der genannten Produkte mit Isocyanaten oder anderen, mit reaktionsfähigem Wasserstoff reaktionsfähigen Verbindungen erhalten werden. Die Endgruppen dieser Derivate können durch beliebige Reste, wie Amino-, Sulfonsäure-, Phosphorsäure- oder Carboxylgruppen substituiert sein, durch die die Löslichkeit der Verbindungen erhöht wird. Ferner kann in den erfindungsgemäß zu verwendenden Produkten ein Teil des Schwefels zu Sulfoxyd- oder Sulfongruppen oxydiert oder mit
209 510/386
einem Alkylierungsmittel zu einer SuIf oniumgruppe säuren mit Thioäthergruppen enthaltenden mehrumgesetzt sein. basischen Alkoholen,
Beispiele für die erfindungsgemäßen Polyätherthio- Polyacetale aus Aldehyden, beispielsweise Formäther sind: aldehyd, Acetaldehyd, Benzaldehyd, mit Thio-
Umsetzungsprodukte von Thioäthergruppen ent- 5 äthergruppen enthaltenden mehrwertigen Aiko-, haltenden mehrwertigen Alkoholen, beispiels- hole? «nd Athergroppen enthaltenden mehrweise Thiodiglykol, mit Polyalkylenoxyden, bei- wertigen Alkoholen .'■-,.
spielsweise Polyäthylen- und/oder Polypropylen- Polyurethane aus Polyisocyanaten mit Thioäther-
glykolen bzw. Derivaten dieser Verbindungen, gruppen enthaltenden mehrwertigen Alkoholen
beispielsweise den Oxalkylierungsprodukten von i0 un^ Äthergruppen enthaltenden mehrwertigen ein-oder mehrwertigen Alkoholen, Alkoholen,
Umsetzungsprodukte von mehrwertigen Mer- Polyadditionsprodukte aus Dialkenylsulfonen,
kaptanen oder Merkaptoalkoholen mit Poly- beispielsweise Divinylsulfon, mit Thioäther-
alkylenoxyden gruppen enthaltenden mehrwertigen Alkoholen
Mischpolymerisate von Alkylensulfiden mit Al- 1S ™£ Äthergruppen enthaltenden mehrwertigen kylenoxvden bzw. Umsetzungsprodukte von Alkoholen,
Polyalkylenpolysumden mit Alkylenoxyden oder Polykondensate, die durch Wasserabspaltung aus
von Polyalkylenoxyden mit Alkylensulfiden, ω-ω'-Dfoxydialkylsulfiden erhalten werden, Misch-
Umsetzungsprodukte von zwei- oder höher- 20 kondensate aus ω-ω'-Dioxydialkylsulfiden mit wertigen Merkaptanen mit Estern von Poly- mehrwertigen Alkoholen.
alkylenglykolen, beispielsweise mit Halogen- Von den oben angeführten Verbindungen haben sich
wasserstoff, Schwefelsäure, Phosphorsäure, SuI- die wasserlöslichen Kondensationsprodukte aus erstens fonsäuren, Polyalkylenoxyden, insbesondere Polyäthylenoxyden,
Polykondensate aus mehrbasischen Carbonsäuren 25 und/oder Oxalkylierungsprodukten, insbesondere Oxmit mehrwertigen Thioäthergruppen enthaltenden äthylierungsprodukten, von mehrwertigen Alkoholen Alkoholen und mehrwertigen Äthergruppen ent- oder Phenolen mit zweitens Thioäthergruppen enthaltenden Alkoholen, haltenden mehrwertigen Alkoholen bzw. deren Deri-Polykondensate aus Thioäthergruppen enthalten- vate als besonders geeignet erwiesen, den mehrbasischen Carbonsäuren mit Poly- 30 Die obigen Verbindungen können beispielsweise alkylenoxyden bzw. Polykondensate aus Äther- durch folgende allgemeine Formel veranschaulicht gruppen enthaltenden mehrbasischen Carbon- werden:
X [(- O - R —)„ (- O - R' - (S)2,- R"-)n]a (- O - R"'—)» O · X
worin R und R'" organische Reste, insbesondere manchen Fällen die Anwendung eines Halogensilberaliphatische Reste mit 1 bis 10, vorzugsweise 2 bis 4, lösungsmittel, wie Natriumthiosulfat. Kohlenstoffatomen, R' und R" organische Reste, ins- Bei der Herstellung mehrerer Positive von einem besondere aliphatische Reste, die durch Thioäther- 40 Negativ kann man allgemein eine bis zwei Kopien gruppen unterbrochen sein können, m eine ganze Zahl mehr erhalten, wenn das Verfahren in Anwesenheit von 0 bis 100, η eine ganze Zahl von 1 bis 50, ρ eine eines der erfindungsgemäßen Polyätherthioäther durchganze Zahl von 1 bis 6, q eine ganze Zahl von 1 bis 100 geführt wird.
und X Wasserstoff oder gleiche oder verschiedene Die Polyätherthioäther können im Entwickler organische Reste, beispielsweise Alkyl-, Cycloalkyl-, 45 und/oder in der Bildempfangs-und/oder in der Nega-Aryl-, Aralkyl-, Acyl-, Urethanreste, die beispielsweise tivschicht zur Anwendung kommen. Den BiIddurch Amino-, Sulfosäure-, Phosphorsäure- oder empfangs- bzw. Negativschichten werden sie in Carboxylgruppen substituiert sein können, bedeuten. Mengen von 0,001 bis 5 g pro Quadratmeter, der Entin der Formel können ferner die Gruppierungen Wicklerlösung in Mengen von 0,001 bis 5 g pro Liter (__ O — R—)m und (— O — R"'—)„, für Poly- 50 zugesetzt. Bei Zusatz der Polyätherthioäther zur BiIdalkylenoxydreste stehen, die mehrwertige Alkohole empfangsschicht kann man die Unterlage, die dann oder Phenole gebunden enthalten, wobei letztere durch vorzugsweise saugfähig sein soll, direkt mit einer Hydroxy- oder oxalkylierte Hydroxygruppen substi- Lösung der Substanzen tränken oder die Substanzen tuiert sein oder zur Verknüpfung von mehreren Mole- einer auf die Unterlage aufgebrachten Kolloidschicht külen dienen können. 55 zusetzen.
Die Substanzen und ihre Herstellung sind beispiels- Zur Herstellung des lichtempfindlichen Negativweise aus den USA.-Patentschriften 2 484 369 und materials können verschiedene Silberhalogenide und 2 518 245, der deutschen Auslegeschrift 1 062 014 und ihre Mischungen, wie Chlorsilber, Bromsilber, Chlorder französischen Patentschrift 1 201 171 bekannt. bromsilber oder Bromjodsilber, verwendet werden, die
Bei der Durchführung des Silbersalzdiffusionsver- 60 gegebenenfalls in üblicher Weise optisch sensibilisiert fahrens in Anwesenheit der Polyätherthioäther wird sein können. Als Schichtbildner für die Negativschicht die Wirksamkeit der Entwicklungskeime in der Bild- kommen alle bekannten schichtbildenden Schutzempfangsschicht erhöht und gleichzeitig die Entwick- kolloide in Frage, insbesondere Gelatine, die ganz oder lung des positiven Bildes beschleunigt. teilweise durch andere schichtbildende Substanzen,
Die kolloidalen Schwermetallkeime bzw. Metall- 65 z. B. Cellulosederivate, wie Carboxymethylcellulose,
sulfidkeime lassen sich ganz oder teilweise durch diese Polyvinylalkohol, Polyvinylacetate, teilweise hydro-
Substanzen ersetzen. Man erhält trotzdem Kopien mit lysierte Polyvinylacetate, Polyvinylacetale oder andere
guten neutralen Schwärzen. Auch erübrigt sich in synthetische oder natürliche Stoffe ersetzt sein kann.
Als Unterlage für die Halogensilberemulsionsschicht ist Papier oder Film ζ. Β. aus Celluloseacetat, Cellulosenitrat, Polycarbonate Polyäthylenterephthalat, Polystyrol u. a. geeignet.
Für die Bildempfangsschicht wird ebenfalls Vorzugsweise eine Unterlage aus Papier oder Kunststoffilm verwendet. Jedoch sind auch andere Unterlagen, wie z. B. aus Metall, Gewebe usw., verwendbar.
Auf diese Unterlage wird eine Schicht aufgebracht, die Entwicklungskeime, wie z. B. kolloidale Edelmetalle, wie Silber oder Gold, oder Metallsulfide, wie Silbersulfid, Zinksulfid, Natriumsulfid, und gegebenenfalls ein Halogensilberlösungsmittel, wie Natriumthiosulfat, enthält. Vorzugsweise wird für die Bildempfangsschicht ein hydrophiles Kolloid als Schichtbildner, wie Gelatine, Casein, Carboxymethylcellulose, Stärke, Stärkeäther oder Stärkeester, Galaktomannane, Polymannuronsäure sowie deren Ester und Amide, Polyvinylalkohol und seine Derivate, wie Polyvinylester und Polyvinylacetat od. dgl., verwendet. Man kann der Bildempfangsschicht zur Verbesserung der Weißen auch an sich bekannte optische Aufheller oder Substanzen, die Alkali, z. B. durch Esterhydrolyse binden, zusetzen.
Für die Entwicklung können alle üblicherweise zum Entwickeln von Filmen und Papieren bisher bekannter Entwicklersubstanzen, wie Hydrochinon, p-Methylaminophenol, l-Phenyl-3-pyrazolidon usw., Verwendung finden. Die Entwicklerlösung kann ein Halogensilberlösungsmittel sowie die übrigen an sich bekannten Entwicklerzusätze, wie Konservierungsmittel, Netzmittel u. dgl., enthalten. Die Entwicklersubstanz kann auch in diffusionsfester Form der Negativschicht und/oder der Bildempfangsschicht zugesetzt werden.
35 Beispiel 1
100 ml einer 10%igen wäßrigen Lösung eines Mischkondensates aus Polyäthylenoxyd (Molekulargewicht 1700) und Thiodiglykol mit einem Gesamtmolekulargewicht von 4200 werden mit 32 ml einer n/10-Silbernitratlösung versetzt. Weitere 100 ml der Mischkondensatlösung werden mit 32 ml einer n/10-Natriumsulfidlösung versetzt und die beiden Lösungen unter gutem Rühren vermischt. Mit dieser Lösung wird ein mit einer Barytschicht versehenes Papier so beschichtet, daß etwa 0,02 g des Mischkondensates pro Quadratmeter aufgetragen werden.
Dieses Material wird mit einer 5°/oigen wäßrigen Carboxymethylcelluloselösung überschichtet.
Man belichtet ein mit einer Chlorsilbergelatineemulsion beschichtetes Negativ im Reflex und führt dieses mit dem Positiv zusammen durch ein für das Silbersalzdiffusionsverfahren geeignetes Entwicklungsgerät, das einen Entwickler der folgenden Zusammensetzung enthält:
Natriumsulfit (sicc.) 100 g
NaOH 11g
Hydrochinon 14 g
l-Phenyl-3-pyrazolidon 1,2 g
KBr 1,5 g
Wasser auf 11
60
Man läßt Positiv und Negativ 30 Sekunden im Kontakt und trennt dann die beiden Papiere. Dasselbe Negativ wird auf die gleiche Weise noch sechs weitere
65 Male mit je einem neuen Positiv durch das Gerät geführt und jeweils nach 30 Sekunden getrennt.
Man erhält auf diesem Wege sieben gut lesbare grauschwarze Kopien der Vorlage.
An Stelle des obenerwähnten Polythioäthers kann man auch ein Mischkondensat aus Polyäthylenoxyd (Molekulargewicht 1900) und 3,8-Dithiadekandiol-(1,10) im Molekularverhältnis 1: 5 mit einem gesamten Molekulargewicht von 5300 einsetzen, dessen Hydroxylendgruppen mit Maleinsäureanhydrid verestert sind.
Beispiel 2
Man beschichtet ein Rohpapier mit einem Flächengewicht von 60 g pro Quadratmeter mit einer Lösung von:
Gelatine 60 g
Carboxymethylcellulose 50 g
Wasser 11
Außerdem enthält die Lösung 2 g eines in Gegenwart von 1 °/oo Phosphorsäure hergestellten Mischkondensates aus oxäthyliertem Resorcin (hergestellt aus 1 Mol Resorcin und 23 Mol Äthylenoxyd) und Thiodiglykol im Molverhältnis 1:2,2. Die Schicht kann mit Formalin gehärtet werden.
Das Material wird wie üblich mit einem belichteten Negativ durch ein Entwicklungsgerät geführt, das einen Entwickler der folgenden Zusammensetzung enthält:
Natriumsulfit (sicc.) 100 g
NaOH 11g
Hydrochinon 14 g
l-Phenyl-3-pyrazolidon 1,2 g
KBr 1,5 g
Natriumthiosulfat 20 g
Wasser auf 11
Nach 30 Sekunden Kontaktzeit wird das Positiv vom Negativ getrennt und zeigt eine schwarze Kopie der Vorlage.
An Stelle des obenerwähnten Polythioäthers kann man auch ein Mischkondensat aus 4 Mol oxäthyliertem Butandiol-( 1,3) vom Molekulargewicht 1200, 1 Mol oxäthyliertem Trimethylolpropan vom Molekulargewicht 600 und 5 Mol Thiodiglykol mit einer Hydroxylzahl von 29 einsetzen.
Beispiel 3
Ein mit einer Chlorsilberemulsion beschichtetes Papier wird im Reflex mit einer Vorlage belichtet. Dieses wird gemeinsam mit einem handelsüblichen Positivpapier, das neben Entwicklungskeimen noch Natriumthiosulfat enthält, wie üblich in einem Gerät entwickelt und in Kontakt gebracht. Der Entwickler hat die folgende Zusammensetzung:
Natriumsulfit (sicc.) 80 g
Soda (sicc.) 20 g
KBr Ig
Hydrochinon 14 g
l-Phenyl-3-pyrazolidon Ig
Wasser auf 11

Claims (1)

  1. 7 8
    In diesem Entwickler zeigte die positive Kopie nur Beispiel 5 ■
    mäßige Schwärzen, auch nach Kontaktzeiten zwischen Man trägt eine Gelatine-Barytage der folgend §
    Positiv und Negativ von 40 Sekunden und mehr, Zusammensetzung
    Setzt man jedoch dem Entwickler 2 g eines Polythio- BaSO 500 ε
    äthers vom Molekulargewicht 12 500 (hergestellt durch 5 Gelatine 5Oe
    Kondensation von oxäthyliertem Hexandiol-(1,4) mit Formalin f300/V 3 ml
    einem Molekulargewicht von 1700 und Thiodiglykol Mischkondensat (Yo %) ' YYYYYYY 95 ml
    im Molverhaltnis 4: 1) pro Liter Lösung zu, so werden Wasser 11
    schon nach 10 Sekunden Kontaktzeit tiefe Schwärzen
    erreicht. io auf ein Rohpapier mit einem Flächengewicht von
    An Stelle dieses Thioäthers können auch folgende 80 g pro Quadratmeter auf, so daß etwa 11 g Fest-Substanzen eingesetzt werden: substanz auf den Quadratmeter kommen. Das Misch-
    , ^,. ,, , Λ . , , , , , , ^, . kondensat besteht aus Polyäthylenoxyd (Molekular-
    a) Mischkondensat aus Octaathylenglykol und Thio- icht 1%0) und 3,8-Dithiadekandiol-(l,10) im MoI-digyko im Molverhaltnis 1: 1,1 vom Gesamt- verhäitnis j . 5 und einem gesamten Molgewicht von molekulargewicht 1870 und einem Gehalt an 5300. DieseSchicht wird überzogen mit einer Lösungaus Schwefel von 7,5%·
    b) Mischkondensat aus 4-Thio-heptandiol-(2,6) und Stärkemethyläther 20 g
    oxäthyliertem Tripropylenglykol vom Molekular- Natriumthiosulfat 10g
    gewicht 850 im Molverhältnis 2: 1 mit einem ao Wasser 11
    Gesamtmolekulargewicht von 3200. Verarbeitet man dieses Material wie im Beispiel 1,
    c) Mischkondensat aus oxäthyliertem Octadekan- so kann man von einem Negativ fünf gute Kopien bei diol-(l,12) vom Molekulargewicht 2600 mit Thio- Kontaktzeiten von etwa 10 Sekunden erhalten, diglykol im Molverhältnis 1:3.
    a5 PATENTANSPRÜCHE:
    Beispiele 1- Verfahren zur Herstellung direkter Positive
    von einer Vorlage nach dem Silbersalzdiffusions-
    Einer Chlorsilbergelatineemulsion geringer Empfind- verfahren, dadurch gekennzeichnet, daß man die lichkeit werden 0,04 g pro Kilogramm eines Misch- Entwicklung in Anwesenheit eines Thioäthers mit kondensates vom Gesamtmolekulargewicht 4000 aus 30 mehreren Hydroxylgruppen oder eines löslichen Thiodiglykol und einem Mischpolymerisat aus 20 Mol Polyätherthioäthers mit mindestens je zwei Äther-Äthylenoxyd, 5 Mol Propylenoxyd und 1 Mol Butan- und Thioäthergruppierungen oder Derivaten dieser diol-(l,4) im Molverhältnis 4: 1 zugesetzt. Die Emul- Verbindungen durchführt.
    sion kann außerdem noch Härtungsmittel, Stabili- 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet
    satoren, Sensibilisatoren oder andere Stoffe enthalten. 35 durch die Verwendung von löslichen Konden-
    Sie wird auf einen Träger, z. B. Papier, aufgetragen. sationsprodukten aus Thioäthergruppen enthalten-
    Man belichtet dieses Material mit einer Vorlage im den mehrwertigen Alkoholen und Polyalkylen-
    Reflex und entwickelt es in einem Entwickler wie im oxyden und/oder Polyoxalkylierungsprodukten von
    Beispiel 3 gemeinsam mit einem handelsüblichen mehrwertigen Alkoholen oder Phenolen.
    Positivpapier. Es werden die gleich guten Ergebnisse 40 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, gekenn-
    erhalten, wie bei Zusatz des Thioäther-Mischkonden- zeichnet durch die Verwendung von Verbindungen
    sats zum Entwickler gemäß Beispiel 3. der allgemeinen Formel:
    X [(- O — R —)m (— O — R' — (S)3, — R" -)„]a (- O — R'"—)„, O · X
    worin R und R'" organische Reste, insbesondere substituiert sein oder zur Verknüpfung von mehaliphatische Reste mit 1 bis 10, vorzugsweise 2 bis 4, reren Molekülen dienen können. Kohlenstoffatomen, R' und R" organische Reste, 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, gekenninsbesondere aliphatisch^ Reste, die durch Thio- zeichnet durch die Verwendung von wasserlöslichen äthergruppen unterbrochen sein können, m eine 50 Polyätherthioäthern, die durch Kondensation von ganze Zahl von 0 bis 100, η eine ganze Zahl von Thioäthergruppen enthaltenden mehrwertigen 1 bis 50, ρ eine ganze Zahl von 1 bis 6, q eine ganze Alkoholen mit Polyäthylenoxyden und/oder PolyZahl von 1 bis 100 und X Wasserstoff oder gleiche oxäthylierungsprodukten von mehrwertigen Alko- oder verschiedene organische Reste bedeuten, holen oder Phenolen erhältlich sind, wobei die Struktureinheiten (—O — R—)m und 55 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch (— O — R'" —)m auch für Reste von Polyalkylen- gekennzeichnet, daß die Thioäther und/oder PoIyoxyden stehen können, die mehrwertige Alkohole ätherthioäther der Bildempfangsschicht und/oder oder Phenole gebunden enthalten, wobei letztere der Halogensilberschicht und/oder der Entwicklerdurch Hydroxy- oder oxalkylierte Hydroxygruppen lösung zugesetzt werden.
    © 209 510/386 2.62
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