DE11246C - Neuerungen an Läuferwerken für Pulverfabrikation - Google Patents

Neuerungen an Läuferwerken für Pulverfabrikation

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DE11246C
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DENDAT11246D
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H. GRUSON, K. Komm. Rath in Buckau-Magdeburg
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C15/00Disintegrating by milling members in the form of rollers or balls co-operating with rings or discs
    • B02C15/14Edge runners, e.g. Chile mills

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Grinding Of Cylindrical And Plane Surfaces (AREA)

Description

1879.
Klasse 50.
HERM. GRUSON in BUCKAU-MAGDEBURG. Neuerungen an Läuferwerken für Pulverfabrikation.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. December 1879 a
Die sorgsame Behandlung, welche die Materialien zur Darstellung des Pulvers in der Fabrikation erfordern, hat die in anderen industriellen Zweigen mit dem Namen Kollergang bezeichneten, hier Läuferwerke genannten Maschinen allgemein in Anwendung gebracht. Der Zweck derselben ist weniger einen Mahlprocefs zu vollziehen, als ein inniges Gemenge der Materialien zur Darstellung des Pulvers herzustellen.
Trotz der durch die Anwendung der Läuferwerke anscheinend umgangenen Gefahr einer ungleichmäfsigen Bearbeitung der Materialien, insoweit Gefahren vorhanden sind, so oft dieselben einem uncontrolirbaren, ungleichmäfsigen Druck ausgesetzt werden, ist doch zweifellos die Unvollkommenheit der Maschine selbst häufig die Ursache für ein Unglück gewesen, wenn auch solche Unvollkommenheiten in jedem einzelnen Falle nicht mit Bestimmtheit anerkannt worden sind. Dagegen steht erfahrungsgemäfs fest, dafs Unglücksfälle bei denjenigen Läuferwerken nie oder selten vorkommen, bei denen auf die Adjustirung der Minimalentfernung zwischen Läufer und Bodenfiäche die möglichst gröfste Sorgfalt gelegt war. So scheint sich namentlich die Möglichkeit eines Unglücks vermeiden zu lassen, dadurch, dafs man verhindert, dafs die Läufer auf die Bahn, wie man sagen könnte, zu fallen vermögen. Dieses Fallen, d. h. plötzliche, ungleichmäfsige Auf- und Niedergehen in der Bahn, kann dadurch vermindert werden, dafs man denjenigen Läufer, vor welchem der Pflug das nach einem Rundgang breitgelegte Material zusammenschaufelt, höher stellt, als den, welcher das vom ersten breitgewalzte Material in zweiter Linie bearbeitet. Diese Mafsregel scheint als eine Bedingung für die möglichst gefahrlose Arbeit eines Läuferwerks allgemein anerkannt.
Galt es nun solche Vorbedingung einzuhalten, so entstand damit eine gegen die Ebenmäfsigkeit der Behandlung des Materials gerichtete bisher nie vollständig beseitigte Schwierigkeit. Das Höherhängen oder Stützen eines Läufers kann, zumal wenn beide Läufer auf einer Welle sitzen, nur auf Kosten der Genauigkeit der Arbeit des anderen Läufers bewirkt werden; d. h. die Aufsenkante des im Minimalabstand von der Bahn arbeitenden Läufers kann allein den nothwendigen Minimalabstand einhalten. Die Mantelfläche selbst wird nicht mehr parallel zur Bahn laufen können, mit anderen Worten: Welle und Läufer sind in eine schräge Stellung gebracht.
Diesem Uebelstand zu begegnen, hat man bereits für solche Läuferwerke entweder zwei gerade oder zwei gekröpfte, d. h. für jeden Läufer unabhängige Wellen construirt und zugleich damit den Vortheil erzielt, dafs ein einseitiger Stofs nicht übertragen wurde. Aber, bedingt durch diese der gröfseren Beweglichkeit günstige Theilung der Welle, ist die Gefahr für das Fallen der Welle gröfser geworden und die dringliche Notwendigkeit gefolgt, jede wie auch immer uncontrolirbare Ursache für die ungünstige Beweglichkeit durch mechanische Vorkehrungen absolut zu beseitigen. Die Lätifer müssen also, obschon sie in einer Minimalentfernung von der Bahn bezw. in gewissen Grenzen darüber hinaus regulirbar und parallel zur Bahn bleiben, doch unter allen Umständen bei einer jede Gefahr ausschliefsenden Minimalstellung zur Bahn sicher arretirt werden.
Und mit diesen Vorbedingungen für Vorbeugung jeder Gefahr wäre sonach der Zweck hierin zu beschreibenden Construction deutlich dargelegt.
Das Wesen der Construction, welche auf beiliegender Zeichnung des weiteren verdeutlicht ist, besteht in der Anwendung doppelter Vorsichtsmafsregeln für die oben erlangte rechtzeitige Arretirung, bei aufserdem zweckentsprechender d. h. paralleler Stellung zur Läuferbahn. Jeder Läufer ist unabhängig vom anderen, aber in einem Querbalken so aufgehängt, dafs eine Senkung jedes Läufers über eine gewisse Minimalentfernung zu der Bahn hinaus durch zunächst je zwei Hängestangen sicher vermieden wird. Aufserdem wird jede Läuferwelle am Punkte ihrer zulässig niedrigsten Stellung verläfslich abgestützt.
In der Zeichnung bedeuten dieselben Buchstaben durchaus dieselben Constructions-Einzelheiten.
Aus der Fig. 1 und 2 ist ersichtlich, in welcher Weise die jedem Läufer zugehörigen Paare von Hängestangen a a a a an einen gemeinsamen Querbaum i in gewissen Grenzen variabel anzubringen sind. Auf der verticalen Welle des Läuferwerks ist ein in Fig. 3 durch die Ober-
ansieht deutlich hervortretendes, einem Kreuzkopf ähnliches Doppellager befestigt, das durchgehends mit g bezeichnet wurde. Aus derselben Fig. 3 ist ferner ersichtlich, in welcher Weise die Wellen zu jedem Läufer gekröpft wurden, und dafs sie in dem Stücke, welches mit b bezeichnet ist, ihre Kurbel haben. Die in dem Kreuzkopf gelagerten Zapfen h h sind aus Fig. 2 und 3 am besten erkenntlich.
Die angezogene doppelseitige Abstützung der Wellen ist an dem der Zapfenseite gegenüberliegenden Theile der schon erwähnten Kurbel b bewirkt, und zwar in der Weise, dafs die Kurbelenden, in welchen die Wellen für die Läufer getragen werden, auf je einem Metallstück d aufliegen, welches mittelst eines Keiles c längs der Keilführung f der Höhe nach verstellt werden kann.
Die Adjustirung der für das jeweilige Stadium der Anwendung der Läuferwerke nothwendigen Stellung der Läufer erfolgt nun in der Art, dafs man zunächst die Minimalhöhe zwischen Läufer und Bahn durch Vor- oder Rückwärtsschieben des Keiles c festlegt. Selbstverständlich kann hiernach der eine Läufer in eine höhere Stellung von der Bahn gebracht werden als der andere und demnach, wie jener andere mit seiner Mantelfläche absolut parallel zur Bahn selbst stehen.
Ehe nun die vornächst sehr langsame Bewegung des Läuferwerks beginnt, werden die Hängestangen für die unabhängigen Läuferwellen durch die Muttern e auf dem Querbaum i so festgesetzt, dafs die Länge der nach unten unbeweglichen Verbindung zwischen Welle und Querbaum genau der Stellung des Keiles für je einen Läufer entspricht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Construction und Anwendung eines Läuferwerks für die Pulverfabrikation, bei welchem jede Welle doppelseitig aufgehängt und abgestützt ist, so dafs einmal eine Minimalstellung zwischen jedem Läufer und der Bahn sicher einzuhalten, andererseits aber diese Minimaistellung in den der Fabrikation entsprechenden Grenzen für jeden Läufer besonders regulirt werden hann, und demnach die Mantelflächen der Läufer zur Bahn während des Betriebes unter allen Umständen parallel bleiben.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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