DE112703C - - Google Patents

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DE112703C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D39/00Pile-fabric looms
    • D03D39/02Axminster looms, i.e. wherein pile tufts are inserted during weaving

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft einen Webstuhl für Kokosfasermatten und ähnliche Gewebe, wie er durch die Patentschrift 7119 5 bekannt geworden ist. Nach der Erfindung erfolgt die Vorführung der Garnbüschel bis zu der Stelle, wo sie in die Matte einzufügen sind, durch eine Vorrichtung, welche sicherer als die bisher zu diesem Zwecke verwendeten Mechanismen arbeitet und das Abfallen von Büscheln auf ihrem Wege nach der Abgabestelle verhindert, sie dagegen offen erhält, bis sie auf der Kette in ihre Lage gebracht sind.
Das kennzeichnende Merkmal der Erfindung ist die Einrichtung, wonach die Büschel in Abgabefinger 58 gedrückt werden, worauf eine Theilvorrichtung 91 in jeden Finger tritt und das Garn offen hält, während alle Theile bis zu den Ketten vorbewegt werden. Hier werden die Theilvorrichtung und die Finger fallen gelassen, wobei die Büschel auf den Ketten durch Abgabeköpfe 81 gehalten werden, die in den Fingern 58 ihren Sitz haben, und es werden schliefslich alle Theile einschliefslich der Köpfe 81 durch rückwärtige Bewegung zurückgeführt, so dafs die Büschel auf den Ketten verbleiben, während bei der nächsten Vorwärtsbewegung die Finger 58, Abgabeköpfe 81 und Theiler 91 selbstthätig seitlich verschoben werden, so dafs sie die Büschel auf die nächste Reihe Kettenfäden aufbringen, die vorher die leeren Kettenfäden gewesen sind.
Fig. ι ist ein Schnitt durch den Büschelkasten und seine Führungen; Fig. 2 ist die Oberansicht eines Theiles von Fig. 1; Fig. 3 ist ein ähnlicher Schnitt bei veränderter Lage der Theile; Fig. 4 und 5 sind weitere Schnitte, um die Theile in anderer Lage zu veranschaulichen ; Fig. 6 ist eine Einzelansicht in gröfserem Mafsstabe, um einen der Theiler darzustellen, welcher einen Theil des Büschelmechanismus bildet; Fig. 7 ist eine Oberansicht, welche zwei dieser Theiler darstellt, Fig. 8 eine Vorderansicht derselben; Fig. 9 ist eine Einzeldarstellung eines der Finger, welcher einen Theil des Büschelmechanismus bildet; Fig. 10 ist eine Oberansicht von zwei derartigen Fingern; Fig. 11 ist ein Schnitt durch zwei Finger nach der Linie u-u von Fig. 9; Fig.'12 ist eine Einzeldarstellung einer der Abgabestangen, welche einen Theil des Büschelmechanismus bildet; Fig. 13 ist eine Vorderansicht und Fig. 14 eine Oberansicht von Fig. 12; Fig. 15 ist eine Detaildarstellung, theilweise im Schnitt, welche einen Theiler, einen Finger und eine Abgabestange in einer ihrer . Lagen veranschaulicht; Fig. 16 ist ein Schnitt nach der Linie t-t von Fig. 15.
Die für die Büschel bestimmten abgeschnittenen Garnstücke werden in den Rohren 202 durch die Stange 35 (Fig. 1) niedergedrückt, wie sie in der Patentschrift 7119 5 beschrieben sind. ,Diese Büschel müssen vorgeführt und auf die Kettenfäden 1 gebracht werden. Die Büschel, welche die Form von Schlingen oder Schleifen haben, werden hierbei mit ihren losen Enden zu diesem Zwecke durch die nachstehend beschriebene Vorrichtung offen gehalten. Dieselbe besteht aus einer Anzahl von Fingern 58. Jeder dieser Finger besteht zweckmäfsig aus einem besonderen Theil und ist auf einer Querstange 59 fest angebracht. Jeder Finger hat einen Schlitz 60 am oberen Ende
und mit Nuthen versehene Seitentheile 61, welche ein wenig ausgehöhlt sind, wie bei 62 in Fig. 9 und 11 angegeben. Die Stange 59 trägt nahe jedem Ende Führungsstangen 63, welche durch eine Stange 64 unter der Stange 5 9 geführt \verden. An jedem Ende der Stange 64 ist ein Kopf oder eine Platte 65 angeordnet, welche vier Rollen 66 trägt, von denen die beiden oberen derart angeordnet sind, dafs sie zwischen Führungsstangen 67 laufen und die beiden unteren gegen die untere- Seite der unteren Stange 67 anliegen, um die Stange 64 in Stellung halten zu helfen. Die Stange trägt weiter einen Ansatz 68, mit welchem eine Verbindungsstange 69 gelenkig verbunden ist, die eine Hin- und Herbewegung erhält. Die Stange 69 ist lose an den Lappen 68 aufgehängt, so dafs die Stange 64 eine seitliche Bewegung ausführen kann. Die Stange 64 trägt auch Führungen 75, 75 an jedem Ende, durch welche Stangen 76 an jedem Ende seitlich von der Maschine treten. Jede Stange endigt in eine Rolle 77 und trägt eine Querstan'ge 78, welche wiederum eine Stange 79 aufnimmt, deren Haken 203 (Fig. 4 und 5) mit den Ausschnitten in den Enden einer Reihe von Abgabestangen 80 (Fig. 12 und 13) in Eingriff steht. Diese Stangen haben gegabelte Köpfe 81, welche sich in die Nuthen 61 zwischen je zwei Fingern 58 legen (Fig. 16), wobei die Schulter 204 der Stangen auf dem Boden dieser Nuthen aufliegt, wie am besten aus Fig. 15 und 16 ersichtlich. Die Nuthen wirken als eine Führung für die Stangen und dienen aufserdem dazu, die Büschel zu halten, wie dies noch näher auseinandergesetzt werden wird.
Zwischen dem Gestell 12 und in demselben gelagert ist eine Welle 82 vorgesehen, die aufserhalb des Gestelles auf beiden Seiten einen Hebel 83 und Hebel 84 (von denen nur einer in den Fig. 1 und 3 dargestellt ist) innerhalb des Gestelles auf beiden Seiten aufnimmt. Die Hebel 84 tragen Rollen 85, welche gegen eine Querstange 86 anliegen, die auf Bolzen 87 verschiebbar ist, deren Köpfe Anschläge bilden und die an der Stange 59 befestigt sind. Die Stange 86 trägt Bolzen 88 (von denen nur einer dargestellt ist), welche frei durch die Stange 59 hindurch- und vor dieselbe vortreten.
Die Welle 82 wird in geeigneter Weise bethätigt, wie z. B. durch einen Arm, der von einem Excenter oder Daumen auf einer Welle des Webstuhles aus bewegt wird.
Die Stange 59 erhält Ansätze 89 an jedem Ende (Fig. 2), welche Rollen 90 tragen, die auf der oberen Seite der oberen Führung 67 gleiten. Mit der Stange 86 ist eine Reihe von Theilern 91 verbunden, welche aus Metallfingern von U - förmiger Gestalt und Querschnitt bestehen; die gröfste Tiefe derselben ist dabei etwas geringer, als die Tiefe der Nuth 61 der Finger 58 (Fig. 16), in welche sie eintreten können. Aus dieser Tiefe treten sie in schräger Richtung nach vorn in eine Spitze und sind zweckmäfsig auch, wie dargestellt, nach hinten gerichtet.
Die Hebel 83 (Fig. 2), von denen einer an jedem Ende der Welle 82 angeordnet ist, sind auch mit Stangen 92 verbunden, welche nach einem Ende von Kurbelhebeln 93 führen, die bei 94 beweglich angebracht sind, wobei das andere Ende dieser Hebel mit Stangen 95 in Verbindung steht, die mit Stangen 96 gelenkig verbunden sind. Letztere wiederum tragen Köpfe 205, welche bei einer Stellung (Fig. 1) eine Fortsetzung oder einen Theil der oberen Führung oder Bahn 67 bilden. Dieser Theil 205 ist nicht in Richtung mit der Stange 96, wie in Fig. 2 dargestellt, und um .letztere zu führen, ist sie mit einem Kopf 98 versehen, der in eine Nuth 99 eines Stückes 100 greift, das aufser-( halb des .Gestelles 12 angebracht ist.
Innerhalb des Gestelles sind auf jeder Seite an Bolzen 101 zwei Weichen oder Führungen 206 beweglich angebracht; ein Ende dieser Führungen kann dicht oben an der oberen Führung 67 anliegen, während das andere Ende mit einer angelenkten Zunge versehen ist, deren Kopf 102 mit einem Ausschnitt seitlich in dem Kopf 98 in Eingriff tritt und dazu dient, die Führung 206 in Stellung zu halten, , wenn ein Gewicht auf derselben lastet, bis die Führung 205 gesenkt ist, wie noch näher beschrieben werden wird. Die Zunge erhält einen Theil 207, welcher dem Kopf 102 entspricht, aber umgekehrt wie dieser angeordnet ist, und beide Theile sind durch einen Theil 208 verbunden; das Ganze gleitet in einer Nuth 209 des Gestelles. Der Kopf 98 ist sowohl an der oberen wie unteren Seite ausgeschnitten, um die Hakenenden der Zunge aufzunehmen. Die obere Führung oder die Bahn 67 reicht nur bis zu einem Punkte, wo sie gegen die Führung 205 anliegt, wenn letztere in ihrer tiefsten Lagesich befindet, während die untere'Führung ein Stück unter und vor die obere Führung vortritt. Unter der unteren Führung und um einen Zapfen 103 mit einem Tragestück 104 beweglich verbunden ist eine Führung oder ein Kanal 105 angeordnet, welcher durch eine Stange 106 mittelbar durch eine hin- und hergehende Stange 107 in schwingende Bewegung gesetzt wird.
Die Querstange 64 trägt einen Ansatz 113, der eine Rolle 114 aufnimmt (Fig. 1 bis 5 punktirt), welche in den Kanal oder die Führung 105 treten kann.
Vorn am Webstuhl sind zwei feste Ständer 11 5 (Fig. 5) angeordnet, welche einen schrägen Tisch 116 tragen, auf welchem die Matte auf-

Claims (2)

  1. liegt, während sie hergestellt wird; unten an den Ständern sind zwei schräge Führungen 117 angebracht, gegen welche die Rollen 77 von Stangen 76 treffen können.
    Die Arbeitsweise des Webstuhles ist folgende:
    Die Kolben 35 drücken die abgeschnittenen Büschel 118 (Fig. 1) durch die Rohre 202 in die Nüthen 61 zwischen die Finger 58, wo sie auf der oberen Seite der Schultern 204 (Fig. 15 und 16) von Köpfen 81 der Stangen 80 aufsitzen; die Theile nehmen dann die aus Fig. ι ersichtliche Stellung ein. Nunmehr beginnen die Kolben zurückzugehen, und es erfolgt die Drehung der Welle 82 durch die Hebel 84, wodurch die Stange 86 nach vorwärts gedrückt wird, so dafs die Theiler 91 zwischen die Finger 58 und die gegabelten Enden der Stange 80 geführt werden, bis diese Theile die aus Fig. 15 ersichtliche Lage innehaben, so dafs das Büschel in fester Lage und auch offen gehalten wird. Die Hebel 83 heben auch durch Stangen 92, Kurbeln 93 und damit verbundene Theile die Führungsstücke 205, welche auf diese Weise die Weichen 206 heben und bethätigen, so dafs alle Theile die in Fig. 3 dargestellte Lage einnehmen.
    Die Stange 69 beginnt nun die Stange 64 nach vorn zwischen die Führungen 67 zu bewegen, und die Rolle 114 kommt mit der Führung oder dem Kanal 105 für die seitliche Bewegung in Eingriff, welcher eine Bewegung erzeugt, um den Fingern die gewünschte Lage zu geben; dies wird durch die Bewegung des Kanales 105 in die aus Fig. 2 ersichtliche punktirte Lage auf der rechten Seite der Mittelstellung bewerkstelligt, so dafs die Rolle 114 sich nach der einen Seite zu bewegen veranlafst wird; auf diese Wreise werden die Rollen 66 und 90 auf den Führungen 67 weiter nach aufsen gezogen, die für den Zweck weit genug hergestellt sind, und es werden die Stangen 64, 59 und 86 seitlich verschoben, so dafs am Ende der Vorwärtsbewegung sie eine derartige Stellung einnehmen, dafs die dadurch getragenen Büschel auf die Kettenfäden aufgesetzt werden, die vorher die leeren Kettenfäden gewesen sind. Sobald die Theile diese Führungen 67 nach oben bewegen, läuft die Rolle 90 der Stange 59 auf der oberen Seite der oberen Führung 67, bis sie die Weiche 206 trifft, worauf die Stange 86 zusammen mit der Stange 59 auf derselben hochgeht, bis die Theile in die in Fig. 4 dargestellte Lage gelangt sind. Bei dieser Stellung hat, wie aus der Zeichnung ersichtlich, eine geringe Drehung der Stange 86 und 59 infolge der Abwärtsbewegung der Stange 59 stattgefunden, so dafs die Theiler 91 angefangen haben, die Finger 58 zu verlassen. Die Nuthen 60 der Finger sind ebenfalls hochgegangen und haben:
    die leeren Kettenfäden gehoben ,und getrennt. Die Durchhängung oder Lockerung dieser Kettenfäden, welche infolge der Stellung der Litzen an diesem Punkte eintritt, gestattet diese Bewegung der Kettenfäden.
    Die Bewegung hat auch die Abgabestangen 80 durch ihre Köpfe gehoben, welche in den Fingern 58 gehalten werden. Die weitere Vorwärtsbewegung der Theile hat zur Folge, dafs die Rolle 90 über die Führung 205 gelangt, in welchem Augenblick die Rollen 77 oben an den Schrägen 117 sich befinden und die Abgabestangen 80 nach oben gehalten werden. Die Büschel befinden sich dann auf bezw. um jeden abwechselnden Kettenfaden 1, wobei die gegabelten Enden 81 die Kette umfassen und sie von den leeren Kettenfäden auf jeder Seite trennen. Vor dieser Bewegung indessen sind die Stifte 88, welche durch die Stange 86 getragen werden, in Berührung mit den Ständern 115 gekommen und dadurch sind die Stangen 86 und die Theiler 91 zurückgedrückt worden, um die Finger frei zu legen, so dafs sie niedergehen und die Abgabestangen verlassen können. Fast gleichzeitig mit diesen beiden Bewegungen wird die Verbindungsstange 92 bethätigt, um die Führung 205 durch die Kurbel 93 und damit in Verbindung stehende Theile nach unten zu ziehen, und die Stange 86 geht infolge dessen mit ihr nieder, bis der Theil oder die Führung 205 sich in gleicher Höhe mit der oberen Führung 67 befindet. Die Führung trifft bei ihrem Niedergange gegen das Ende 207 der Zunge und öffnet so die Weiche 206, so dafs. alle Theile sich dann in der aus Fig. 5 ersichtlichen Lage befinden; die Finger 58 sind ebenfalls niedergegangen und haben die leeren Kettenfäden gesenkt, während die Litzen die anderen Kettenfäden gehoben haben, auf welche die Büschel aufgesetzt worden sind, und hierdurch das Fach für den Einschlag gebildet wird.
    Sobald die Rückwärtsbewegung anfängt, fallen die Abgabestangen, wobei sie die Büschel auf den Kettenfäden lassen, und die Theile bewegen sich nach rückwärts auf den Führungen 67, 67, wobei die Stange 86 die Entfernung von der Stange 59 beibehält, so dafs alle Theile sich zurück in die aus Fig. 1 ersichtliche Lage bewegen. Die Führung 105 wird dabei für die nächste Vorwärtsbewegung in die entgegengesetzte Lage geführt, so dafs die Rollen auf den Führungen 67 weiter gedrückt werden und die Theile in verschiedener Richtung bei der nächsten Zuführungsbewegung nach vorn laufen.
    Pa tent-ΑνSprüche:
    i. Ein Webstuhl fürKokosfasermatten und ähnliche Gewebe, bei welchem die Zuführung der Faserbüschel durch einen offenen Fin-
    ger (58) bewirkt wird, in welchen jedes Büschel eingelegt wird, das durch eine in diesen Finger tretende Theilvorrichtung (91) offen gehalten wird, während beide Theile zur Ablegung des Büschels auf die Kette vorbewegt werden, so dafs das Herausfallen des Büschels 'aus dem Finger oder das Schliefsen desselben vor dem Erreichen der Kette verhindert wird.
  2. 2. Ausführungsform des unter 1. genannten Webstuhls, bei welcher die Abgabe des Büschels aus den offenen Fingern (58) durch in diesen vorgesehene Abgabeköpfe (81) vermittelt wird, die durch eine Schräge (117) in gehobener Lage erhalten werden, um die Büschel auf den Kettenfäden zu halten, während die Finger (58) und die aus ihnen herausgezogenen Theilvorrichtungen (91) mit der Führung (205) niedergehen, bis sie in Höhe ihrer ursprünglichen Führung (67) angelangt sind, auf der sie nun in ihre ursprüngliche Lage zurückbewegt werden, wobei alle Theile bei jeder Vorbewegung mittelst einer schwingenden Führung (105) derart seitlich bewegt werden, dafs die Büschel wechselweise auf verschiedene Kettenfäden bei jeder Zuführungsbewegung des Büschelkörpers abgelegt werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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