DE1129708B - Verfahren zur Entfernung von Gasen aus Metallschmelzen - Google Patents

Verfahren zur Entfernung von Gasen aus Metallschmelzen

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DE1129708B
DE1129708B DEF24659A DEF0024659A DE1129708B DE 1129708 B DE1129708 B DE 1129708B DE F24659 A DEF24659 A DE F24659A DE F0024659 A DEF0024659 A DE F0024659A DE 1129708 B DE1129708 B DE 1129708B
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DE
Germany
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hydrogen
molten metal
marble
copper
metal
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Pending
Application number
DEF24659A
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English (en)
Inventor
David Valentine Atterton
Joseph Gordon Emmott
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Foundry Services Ltd
Original Assignee
Foundry Services Ltd
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Publication date
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Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C7/00Treating molten ferrous alloys, e.g. steel, not covered by groups C21C1/00 - C21C5/00
    • C21C7/04Removing impurities by adding a treating agent
    • C21C7/076Use of slags or fluxes as treating agents
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P10/00Technologies related to metal processing
    • Y02P10/20Recycling

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment Of Steel In Its Molten State (AREA)

Description

  • Verfahren zur Entfernung von Gasen aus Metallschmelzen Die Erfindung bezieht sich auf die Entfernung von Gasen aus Metallschmelzen unter Einführen von festem, kohlensäureabgebendem Material.
  • Bei der Herstellung von Metallen oder Legierungen, z. B. bei der Herstellung von Stahl, Kupfer, Nickel und Kupfer- sowie Nickellegierungen, tritt bekanntlich die Schwierigkeit auf, daß das flüssige Metall eingeschlossene Gase enthalten kann, welche dazu neigen, sehr kleine Blasen oder poröse Stellen in dem erstarrten Metall zu bilden.
  • Es ist bekannt, geschmolzene Metalle durch Spülen mittels eines geeigneten Gases zu entgasen, wobei zur Entgasung von Stahl Stickstoff oder Argon durch die Schmelze geblasen wird. Ferner ist es bekannt, zum Entgasen von Kupferlegierungen Stickstoff in die Schmelze einzuleiten. In der Praxis begegnet dieses Verfahren aber großen Schwierigkeiten, und es gibt auch keine einfache Methode zur Entgasung dieser Metalle.
  • Es ist ferner ein Verfahren zum Herstellen eines, stickstoffarmen Thomasstahls bekannt, bei welchem der Stahl normal erblasen in eine Pfanne gegossen wird, in die vor bzw. während des Gießens kohlensäureabgebende Mittel, wie Kalkstein, in solcher Menge gegeben werden, daß der Stickstoffgehalt des damit durchwirbelten Stahls abnimmt, wobei die Pfannenschlacke basisch bzw. hochbasisch sein muß. Den genannten kohlensäureabgebenden Mitteln. können gegebenenfalls den Schlackenschmelzpunkt erniedrigende Stoffe, wie Flußspat, oder kohlenstoffhaltige Mittel, wie Kohle oder Koksgrus, zugegeben werden. Ferner kann auch noch ein Desoxydationsmittel, wie Aluminium oder Aluminium-Calcium-Silicium, zugegeben werden, jedoch derart, daß nur so viel Kieselsäure gebildet werden kann, daß die Schlacke basisch bleibt. Das bekannte Verfahren ist nicht zur Entfernung von Wasserstoff aus Schmelzen von Stahl und anderen Metallen oder Metallegierungen geeignet.
  • Die Erfindung bezweckt die Schaffung eines Verfahrens, gemäß welchem es möglich ist, Wasserstoff im wesentlichen vollständig aus Metallschmelzen zu entfernen.
  • Gemäß der Erfindung werden zur Entfernung von Wasserstoff aus Schmelzen von Stahl, Kupfer, Nickel oder Kupfer- und Nickellegierungen Formstücke eingetaucht, die durch Brikettierung von zerkleinertem Erdalkalicarbonat mit einem anorganischen Bindemittel hergestellt und auf einen Feuchtigkeitsgehalt von weniger als 0,15 Gewichtsprozent getrocknet wurden.
  • Die Erfindung gründet sich auf der Erkenntnis, daß durch Anwendung eines Materials, das derart beschaffen ist, daß es bei der Temperatur des geschmolzenen Metalls Kohlenoxyd und/oder Kohlensäure entwickelt, wobei jedoch das in der Schmelze entwickelte Gas entweder frei von dem zu entfernenden Wasserstoff ist oder einen Wasserstoffpartialdruck aufweist, der geringer ist als der äquivalente innere Druck des in dem flüssigen Metall gelösten Wasserstoffs, eine praktische völlige Entfernung des Wasserstoffs erzielt werden kann, was bei den bisher bekannten Verfahren nicht möglich war. Unter »äquivalenter innerer Druck« wird hierbei der Wasserstoffdruck im Metall verstanden, der dem Wasserstoffpartialdruck über dem Metall äquivalent ist, der sich im Gleichgewicht mit dem gelösten Wasserstoff befinden würde.
  • Alle bisher bekannten zur Erzeugung von Kohlenoxyd bzw. Kohlendioxyd in einer Schmelze verwendeten Materialien besitzen einen bestimmten Anteil von fest gebundenem Wasser, der durch übliche Trocknung nicht beseitigt werden kann. Eswurde bisher noch nicht bekannt, daß selbst geringe Mengen von gebundenem Wasser oder okkludierter Feuchtigkeit eine hemmende Wirkung auf die Entfernung des Wasserstoffs aus den Metallschmelzen haben und daß sorgfältig eine bestimmte Grenze hinsichtlich des Feuchtigkeitsgehalts der einzutauchenden gasabgebenden Materialien einzuhalten ist.
  • Da eines der in den in Betracht kommenden Metallschmelzen enthaltenen Gase normalerweise Wasserstoff ist, bewirkt die Anwesenheit von Feuchtigkeit im Zusatzstoff eine Wasserstoffanreicherung in den entwickelten Gasblasen. Damit die Gasblasen den Wasserstoff aus der Metallschmelze mitreißen, ist es daher erforderlich, da'ß der Wasserstoffpartialdruck in den entwickelten Gasblasen geringer als der äquivalente innere Druck des Wasserstoffs im Metall ist.
  • Die Erfindung geht von der Feststellung aus, daß eine wirksame Entfernung von Wasserstoff aus den Metallschmelzen gewährleistet ist, wenn dafür Sorge getragen wird, daß mit den Formstücken keine irgendwie merklichen Mengen an Feuchtigkeit in die flüssige Metallschmelze eingeführt werden. Erfindungsgemäß soll der Feuchtigkeitsgehalt der Formkörper allgemein unter 0,15 Gewichtsprozent liegen. Ein derartig niedriger Feuchtigkeitsgehalt kann erreicht werden, wenn das Erdalkalicarbonat so hoch als möglich erhitzt wird, aber nicht so hoch; daß die Kohlenoxyd- oder Kohlensäurebildung einsetzt. Bei Verwendung von Marmor kann die Erhitzung bei Temperaturen erfolgen, die bei 400° C oder höher liegen, aber 600° C nicht übersteigen sollen, weil die Zersetzung des Marmors bei diesen Temperaturen beginnt.
  • Die Entwicklung von Kohlenoxyd und Kohlensäure kann in der Weise erfolgen, daß in die Schmelze Formstücke aus Carbonaten, wie Dolomit (Magnesiumcarbonat-Calciumcarbonat), gegebenenfalls mit Flußspat überzogener Kalkstein, Marmor und andere Erdalkalimetallcarbonate, wie Bariumcarbonat, eingetragen werden, wobei in jedem Fall für den vorgeschriebenen geringen Feuchtigkeitsgehalt Sorge getragen wird. Diese Stoffe können vorteilhaft im Gemisch finit Kohlenstoff in solcher Menge angewendet werden, daß soweit als möglich irgendwie entstehende Kohlensäure in Kohlenoxyd umgewandelt wird, wodurch das Gas-Nettovolumen vergrößert wird.
  • Da die Carbonate sehr schnell reagieren, kann es erwünscht sein, sie zusammen mit feuerfestem Material, wie Magnesia, zu verwenden, z. B. in der Weise, daß diese Stoffe zu einem pulverförmigen oder körnigen Gemisch zerkleinert und dann zu einem leicht handlichen Formstück verpreßt oder gebunden werden.
  • Ein besonders gut geeigneter Zusatzstoff besteht aus mittels eines Silicates gebundenen Marmorsplittern oder -pulver, z. B. aus einem Gemisch, das 75 bis 50 Teile Splitter und 25 bis 50 Teile Pulver enthält und mit Natriumsilicat im Verhältnis von 90 bis 80 Teilen Mischung zu 10 bis 20 Teilen Natriumsilicat gebunden wird. Ein bevorzugter Zusatzstoff besteht aus 83. bis 85 Teilen Marmormischung mit 15 bis 17 Teilen Natriumsilicat, wobei diese Mischung aus etwa 70% Splittern und 30% Pulver besteht. Vorzugsweise wird der Zusatzstoff als Formstück mit großer Oberfläche verwendet, z. B., in Form eines geriffelten Zylinders.
  • Die in das flüssige Metall einzubringende Menge an festem Zusatzstoff und die Dauer des Eintauchens des Zusatzstoffes in das geschmolzene Metall schwanken je nach dem Gasgehalt des zu behandelnden Metalls, der Art des Zusatzstoffes hinsichtlich seiner Fähigkeit, Kohlenoxyd und/oder Kohlensäure zu entwikkeln, und dem Maße der zu bewirkenden Entgasung. Ein einfacher Versuch gibt in jedem Einzelfall die Möglichkeit die günstigsten Bedingungen zu ermitteln.
  • Bei einem Verfahren zum Karburieren oder Legieren von flüssigem Metall, wie Stahl, ist es bekannt, eine Säule aus Kohle bzw. Legierungskörpern bis auf den Boden des Ofens in die Schmelze einzuführen und von oben nachzufüllen, um zeitweise oder ständig die Berührung mit dem flüssigen Metall aufrechtzuerhalten. Die Blöckchen, welche die Karburationssäule bilden, können dadurch erhalten werden, daß man in einer Presse das pulverige Material, auch minderwertiges Material, gegebenenfalls unter Beigabe von Bindemitteln, wie Teer, Pech, Erdpech oder Natriumsilicat, preßt. Derartige Karburationssäulen sind jedoch für die Zwecke der Entfernung von Wasserstoff aus Metallschmelzen nicht geeignet.
  • Die Erfindung wird nachstehend an Hand von Beispielen näher erläutert.
  • Beispiel 1 Der verwendete Zusatzstoff bestand aus silicatgebundenem Marmor, der in der Weise erhalten wurde, daß 70 Gewichtsteile Marmorsplitter und 30 Gewichtsteile Marmorpulver gemischt wurden und 85 Teile dieses Gemisches mit 15 Teilen Natriumsilicat gebunden wurden; der auf diese Weise erhaltene Stoff wurde dann während 6 Stunden bei 400° C erhitzt, wodurch sein Feuchtigkeitsgehalt auf 0,12 Gewichtsprozent herabgesetzt wurde. Durch Tauchen wurden dann wechselnde Mengen dieses Stoffes verschiedenen Stahlschmelzen zugesetzt, wobei folgende Ergebnisse erhalten wurden:
    Wasserstoff-
    Versuch Stahl- Zusatz- Eintauch- Behalt im Stahl
    Nr. gewicht Stoff dauer (m1/100 g)
    Vor 1 Nach
    (Tonnen) (kg) Minuten Behandlung
    1 0,18 0,45 2 5,8 4,4
    2 5,0 4,50 4 7,2 5,0
    3 5;0 4,50 5 3,9 3,5
    4 5,0 4,50 4 3,95 3,16
    Beispiel 2 Unter Zusatz von Natriumsilicat als Bindemittel wurde ein Gemisch aus 88 Gewichtsteilen Dolomit und 12 Teilen Kohlenstoff zu Preßlingen geformt und auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 0,15% gebracht. Preßlinge aus dieser Mischung im Gewicht von 0,225 bis 0,45 kg wurden geschmolzenem Kupfer oder einer geschmolzenen Legierung auf Kupferbasis je Tonne zugegeben und bei einer Temperatur des Metalls von 1000 bis 1200° C eingetaucht, wobei eine ausgezeichnete Entgasung erzielt wurde.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Entfernung von Gasen aus Metallschmelzen unter- Einführen von festem kohlensäureabgebendem Material, dadurch gekennzeichnet, daß zur Entfernung von Wasserstoff aus Schmelzen von Stahl, Kupfer, Nickel oder Kupfer- und Nickellegierungen Formstücke eingetaucht werden, die durch Brikettierung von zerkleinertem Erdalkalicarbonat mit einem anorganischen Bindemittel hergestellt und auf einen Feuchtigkeitsgehalt von weniger als 0,15 Gewichtsprozent getrocknet wurden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Erdalkalicarbonat Marmor verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Marmor in Form von Splittern und/oder Pulver mit einem Silicat als Bindemittel verwendet wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Formstücke verwendet werden, die zusätzlich Kohlenstoff enthalten. In. Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 21939, 934 594, 866045.
DEF24659A 1956-12-21 1957-12-20 Verfahren zur Entfernung von Gasen aus Metallschmelzen Pending DE1129708B (de)

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GB1129708X 1956-12-21

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DEF24659A Pending DE1129708B (de) 1956-12-21 1957-12-20 Verfahren zur Entfernung von Gasen aus Metallschmelzen

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE21939C (de) * J. L. SEYBOTH in Wien Verfahren zur Reinigung von Metallen und Metalllegirungen
DE866045C (de) * 1950-06-09 1953-02-05 Forni Lubatti Soc Verfahren zum Karburieren von fluessigem Metall, insbesondere Stahl
DE934594C (de) * 1951-05-18 1955-10-27 Hoerder Huettenunion Ag Verfahren zum Herstellen eines stickstoffarmen Thomasstahles

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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DE934594C (de) * 1951-05-18 1955-10-27 Hoerder Huettenunion Ag Verfahren zum Herstellen eines stickstoffarmen Thomasstahles

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