DE1132404B - Verfahren zum Herstellen eines pn-UEbergangs in einem Koerper aus Halbleitergrundstoff durch Einlegieren einer Pille eines Dotierungsmetalls - Google Patents
Verfahren zum Herstellen eines pn-UEbergangs in einem Koerper aus Halbleitergrundstoff durch Einlegieren einer Pille eines DotierungsmetallsInfo
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- H10P—GENERIC PROCESSES OR APPARATUS FOR THE MANUFACTURE OR TREATMENT OF DEVICES COVERED BY CLASS H10
- H10P14/00—Formation of materials, e.g. in the shape of layers or pillars
- H10P14/40—Formation of materials, e.g. in the shape of layers or pillars of conductive or resistive materials
- H10P14/46—Formation of materials, e.g. in the shape of layers or pillars of conductive or resistive materials using a liquid
- H10P14/47—Electrolytic deposition, i.e. electroplating; Electroless plating
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- Crystals, And After-Treatments Of Crystals (AREA)
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
S 60369 VIb/48b
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABEDER
AUSLEGESCHRIFTi 28. JUNI 1962
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABEDER
AUSLEGESCHRIFTi 28. JUNI 1962
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines pn-Übergangs in einem Körper aus Halbleitergrundstoff
durch Einlegieren einer Pille eines Dotierungsmetalls, z. B. Antimon oder Indium, in diesen
Körper, wobei der Legierungsprozeß in einem Flüssigkeitsbad durchgeführt wird, dessen Temperatur so
groß ist, daß Legierungsbildung zwischen dem Halbleiterkörper und der Metallpille eintritt.
Das Legieren der Halbleiterbauelemente findet üblicherweise im Schutzgasofen statt. Schon geringste
Spuren von Fremdstoffen auf der Kristalloberfläche oder im Schutzgas stören den Benetzungs- und damit
auch den Legierungsvorgang. Wenn die Legierungssubstanz auf der Oberfläche des Halbleiters verschieden
breit verläuft, schwankt die Eindringtiefe der Legierungszone. Die Folge ist eine unerwünschte
Streuung der Kenngrößen.
Die molekularen Kräfte, die an der Grenzlinie zwischen festem Körper (Halbleiterkristall), flüssiger
Legierungssubstanz und Schutzgas auftreten, bedingen ein Abweichen der Oberfläche der flüssigen Phase
von der Ebene (Kapillarität). Die sich einstellende Form der Oberfläche der Legierungssubstanz ist durch
das Randwinkelverhältnis gegeben, wobei der Randwinkel eine durch die Oberflächenspannung (Grenzflächenspannung,
Adhäsionsspannung) der verschiedenen Phasen bestimmte Größe ist. Bei vorgegebener
Menge der Legierungssubstanz ist somit die Legierungsfläche festgelegt.
Wie man Fig. 2 entnehmen kann, tritt beim Legieren unter Schutzgas 4 eine Undefinierte Benetzung des
mit 5 bezeichneten Bereiches des Halbleiters 3 durch die flüssige Legierungssubstanz 2 und damit ein unkontrollierbarer
Legierungsvorgang auf. Die Grenzflächenspannung wird schon durch geringfügige Verunreinigungen
oder Oxydschichten auf der Oberfläche in meist unbekannter Weise beeinflußt, so daß dann
auch die Legierung unkontrollierbar verläuft. In manchen Fällen ist bei Anwesenheit einer gasförmigen
Phase überhaupt kein definiertes Randwiakelverhältnis zu erreichen.
In Fig. 1 ist das Randwinkelverhältnis für zwei flüssige und eine feste Phase dargestellt. Dabei ist 1
eine Salzschmelze oder eine hochsiedende, organische Flüssigkeit, 2 die flüssige Legierungssubstanz und 3
der Halbleiterkristall.
Es ist bereits ein Legierungsverfahren bekannt, bei dem der Halbleiterkörper nach oder während des
Einlegierens der Metallpille in ein geschmolzenes Flußmittel eingetaucht wird. Durch diese Behandlung
sollen Spuren von schnell diffundierenden Verunreinigungen, wie z. B. Kupfer, von der Oberfläche des
Verfahren zum Herstellen
eines pn-Übergangs in einem Körper
aus Halbleitergrundstoff durch Einlegieren
einer Pille eines Dotierungsmetalls
eines pn-Übergangs in einem Körper
aus Halbleitergrundstoff durch Einlegieren
einer Pille eines Dotierungsmetalls
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Witteisbacherplatz 2
München 2, Witteisbacherplatz 2
Dr. Heinz Henker, München,
Dr. Erich Pammer, Abensberg,
und Dipl-Phys. Dieter Enderlein, München,
sind als Erfinder genannt worden
Dr. Erich Pammer, Abensberg,
und Dipl-Phys. Dieter Enderlein, München,
sind als Erfinder genannt worden
Halbleiterkörpers und des legierten Übergangs entfernt werden.
Demgegenüber ist es der Grundgedanke der vorliegenden Erfindung, eine gleichmäßige Benetzung der
Halbleiteroberfläche mit dem Legierungsmetall zu erzielen, um eine gleichmäßige Eindringtiefe der
Legierungszone zu gewährleisten. Um dies zu erreichen, ist es wesentlich, daß eine definierte Begrenzung
des flüssigen Legierungsmetalls erzielt wird. Es ist also anzustreben, daß die Tangente in den äußersten
Punkten, in denen der Schmelztropfen den Halbleiterkörper berührt, einen möglichst wenig von 90°
abweichenden Winkel mit der Halbleiteroberfläche bildet.
Beim bekannten Legierungsverfahren in einem Flüssigkeitsbad ist die sich einstellende Form der
Oberfläche der flüssigen Legierungssubstanz durch die Oberflächenspannung der verschiedenen Phasen, also
allein durch die wirksamen Molekularkräfte, festgelegt.
Gemäß der Erfindung wird ein Verfahren vorgeschlagen, bei dem zwischen den Körper aus HaIb-
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leitergrundstoff und der Badflüssigkeit eine elektrische
Spannung gelegt wird, um den Randwinkel des Schmelztropfens aus Dotierungsmetall gegenüber dem
Grundkörper zu beeinflussen.
Beim Verfahren gemäß der Erfindung wird also die Grenzflächenspannung und damit der Randwinkel
durch die zusätzlich zu den Molekularkräften wirksamen elektrostatischen Kräfte beeinflußt.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens gibt es mehrere - Möglichkeiten. Im folgenden
sollen zwei besonders: günstige Beispiele näher erläutert werden.
Beim ersten Ausführungsbeispiel wird der Halbleiterkörper und die feste Legierungspille in die heiße
Flüssigkeit getaucht, deren Temperatur noch unterhalb des Schmelzpunktes der Legierungspille und
unterhalb der Legierungstemperatur liegt. Das Flüssigkeitsbad wird so gewählt, daß es den Kristall und
die Legierungssubstanz gut benetzt und die Oberflächenverunreinigungen weglöst. Es ist besonders
günstig, eine Flüssigkeit zu verwenden, die reduzierend auf die Oxydhäute an der Oberfläche des Halbleiters
und der Metallpille wirkt. Halbleiterkörper und Legierungspille werden dann miteinander in Berührung
gebracht und die Flüssigkeit, in die sie eintauchen, auf eine Temperatur gebracht, die gleich
oder höher als die zum Schmelzen und Einlegieren der Pille notwendige Temperatur ist. Es tritt dann
sofort Benetzung zwischen Legierungssubstanz und Halbleiterkristall ein. Die Legierungssubstanz breitet
sich innerhalb der Flüssigkeit auf dem Halbleiterkristall so weit aus, bis der richtige Randwinkel erreicht
ist, und es tritt Legierungsbildung ein.
Der umständliche Weg des Legierens im Schutzgasofen, also das Beschicken des Ofens, das Gasdurchspülen,
Aufheizen und Reduzieren der Oberfläche und darauf das Aufkippen des Legierungsstoffes
entfällt bei dem erfindungsgemäßen Verfahren. Die zu
legierenden Teile können in einem kontinuierlich ablaufenden Arbeitsprozeß aus der normalen Atmo-Sphäre
direkt in das heiße Legierungsbad getaucht und dort in eine definierte Lage zusammengebracht werden.
Nachdem das Legierungsgleichgewicht erreicht ist, wird das System an die normale Atmosphäre oder
insbesondere in ein Kühlbad gebracht. Die Badreste müssen bei niedrigerer Temperatur vom System entfernt
werden. Die Wärmezufuhr zu dem zu legierenden System ist außerdem im Flüssigkeitsbad wesentlich
günstiger als im Schutzgas, wo sie z. B. durch Strahlung zugeführt wird. Man erhält zeitlich und räumlich
kleinere Temperaturschwankungen. Ist die Schmelze durchsichtig, so kann der Legierungsvorgang bequem
beobachtet werden. Hierdurch wird das Erkennen von Fehlern sehr erleichtert.
Eine andere Möglichkeit zur Durchführung des Verfahrens ist auch dadurch gegeben, daß man den
Halbleiterkörper (z. B. Germanium) in ein Flüssigkeitsbad bringt, das z. B. aus geschmolzenem Zinnchlorid
(SnCl2), aus einer 200° C heißen, hochkonzentrierten,
wäßrigen Kalciumchlorid(CaCl2)-Lösung, heißer Palmatinsäure oder heißem Glykol mit geringen
Zusätzen von Salzen, die als Flußmittel wirken, besteht und eine Temperatur hat, die über dem
Schmelzpunkt der Legierungssubstanz (z. B. Indium) und bei oder über der Legierungstemperatur liegt. Bei
der Durchführung des Verfahrens liegt die Temperatur des Bades z. B. zwischen 200 und 500° C für
Germanium und zwischen 400 und 800° C für Silizium. Man bringt dann die Legierungspille mit einer
Justiervorrichtung auf dem Halbleiterkörper auf. Es tritt sofort Benetzung zwischen Legierungssubstanz
und Halbleiterkörper und Einstellung des richtigen Randwinkels sowie Legierungsbildung ein. Das System
wird dann wieder aus dem Bad herausgenommen und insbesondere in ein Kühlbad gebracht.
Je nach Stromrichtung, also je nach Polung der zwischen Flüssigkeitsbad und Halbleiterkörper angelegten
Spannung, kann außerdem auch ein Abätzen der Oberfläche oder eine Dotierung der Oberfläche
oder der Legierung stattfinden. Das Flüssigkeitsbad enthält dann eine Verbindung eines dotierenden
Stoffes, die durch die angelegte Spannung auf der Halbleiteroberfläche, bzw. auf der Legierung niedergeschlagen
wird und eindiffundiert oder einlegiert.
Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel wird auf den insbesondere aus Germanium bestehenden
Halbleiterkörper 3 ein heißer Salzschmelztropfen 1 aufgebracht. Die insbesondere aus Indium (bzw.
Antimon) bestehende Metallpille 2 wird durch die Schmelze hindurch mit dem Halbleiterkörper 3 zusammengebracht.
Da erfindungsgemäß die Temperatur der Schmelze und damit auch die Temperatur der
mit ihr in Berührung gebrachten Halbleiteroberfläche gleich oder höher als die Legierungstemperatur liegt,
tritt sofort Benetzung zwischen Metallpille 2 und Halbleiterkörper 3 und Einstellung des richtigen
Randwinkels sowie Legierungsbildung ein.
In Fig. 4 ist ein Halbleiterkörper 3 dargestellt, in den nach dem erfindungsgemäßen Verfahren auf den
beiden einander gegenüberliegenden Seiten des Halbleiterkörpers die Emitterelektrode 2 und die Kollektorelektrode
6 eines Transistors einlegiert sind.
Claims (6)
1. Verfahren zum Herstellen eines pn-Übergangs in einem Körper aus Halbleitergrundstoff
durch Einlegieren einer Pille eines Dotierungsmetalls, z. B. Antimon oder Indium in diesen Körper,
wobei der Legierungsprozeß in einem Flüssigkeitsbad durchgeführt wird, dessen Temperatur so
groß ist, daß Legierungsbildung zwischen dem Halbleiterkörper und der Metallpille eintritt, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Körper
aus Halbleitergrundstoff und die Badflüssigkeit eine elektrische Spannung gelegt wird, um den
Randwinkel des Schmelztropfens aus Dotierungsmetall gegenüber dem Grundkörper zu beeinflussen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Halbleiterkörper mit der
noch festen Pille in die Flüssigkeit eingetaucht und danach erst die Flüssigkeit auf die zum
Schmelzen und Einlegieren der Pille notwendige Temperatur erhitzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Halbleiterkörper und die
einlegierte Pille aus dem Bad herausgenommen und in ein Kühlbad gebracht werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, gekennzeichnet
durch die Verwendung eines Flüssigkeitsbades, das die Oxyde und Oberflächenverunreinigungen
des Halbleiters und der Legierungsstoffe löst.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Flüssigkeitsbades,
das Dotierungssubstanzen enthält.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Tropfen des Flüssigkeitsbades auf die Halbleiteroberfläche
aufgebracht und die Metallpille durch diesen Tropfen hindurch mit dem Halbleiterkörper zusammengebracht
wird.
In Betracht gezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 775 616.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (6)
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|---|---|---|---|
| NL244622D NL244622A (de) | 1958-10-24 | ||
| DES60369A DE1132404B (de) | 1958-10-24 | 1958-10-24 | Verfahren zum Herstellen eines pn-UEbergangs in einem Koerper aus Halbleitergrundstoff durch Einlegieren einer Pille eines Dotierungsmetalls |
| DES60606A DE1197178B (de) | 1958-10-24 | 1958-11-14 | Verfahren zum Herstellen eines pn-UEbergangs in einem Halbleiterkoerper |
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Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| DES60369A DE1132404B (de) | 1958-10-24 | 1958-10-24 | Verfahren zum Herstellen eines pn-UEbergangs in einem Koerper aus Halbleitergrundstoff durch Einlegieren einer Pille eines Dotierungsmetalls |
| DES60606A DE1197178B (de) | 1958-10-24 | 1958-11-14 | Verfahren zum Herstellen eines pn-UEbergangs in einem Halbleiterkoerper |
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| DE1132404B true DE1132404B (de) | 1962-06-28 |
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ID=25995589
Family Applications (2)
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| DES60369A Pending DE1132404B (de) | 1958-10-24 | 1958-10-24 | Verfahren zum Herstellen eines pn-UEbergangs in einem Koerper aus Halbleitergrundstoff durch Einlegieren einer Pille eines Dotierungsmetalls |
| DES60606A Pending DE1197178B (de) | 1958-10-24 | 1958-11-14 | Verfahren zum Herstellen eines pn-UEbergangs in einem Halbleiterkoerper |
Family Applications After (1)
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| NL (1) | NL244622A (de) |
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- 1959-10-23 GB GB35968/59A patent/GB916671A/en not_active Expired
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| GB916671A (en) | 1963-01-23 |
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