DE113377C - - Google Patents

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DE113377C
DE113377C DENDAT113377D DE113377DA DE113377C DE 113377 C DE113377 C DE 113377C DE NDAT113377 D DENDAT113377 D DE NDAT113377D DE 113377D A DE113377D A DE 113377DA DE 113377 C DE113377 C DE 113377C
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percussion
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C9/00Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition
    • F42C9/14Double fuzes; Multiple fuzes
    • F42C9/142Double fuzes; Multiple fuzes combined time and percussion fuzes in which the timing is caused by combustion
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B49/00Sulfur dyes
    • C09B49/10Sulfur dyes from diphenylamines, indamines, or indophenols, e.g. p-aminophenols or leucoindophenols

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Air Bags (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Doppelzünder für Sprenggeschosse, welcher in
Fig. ι der Zeichnung im Längsschnitt dargestellt ist.
Fig. 2 zeigt den Grundrifs,
Fig. 3 die Unteransicht,
Fig. 4 den Aufrifs des Satzstücks.
Die Fig. 5 und 6 veranschaulichen zwei verschiedene Constructionen des Zünders, bei welchen der Zeitzünder ohne Abschrauben des Aufschlagzünders herausgenommen werden kann.
Fig. 7 ist ein Längsschnitt des Aufschlagzünders in doppeltem Mafsstab.
Fig. 8 und 9 zeigen die Sicherheitsfeder für den Zeitzünder in gleicher Gröfse.
Das Princip des Breit hau pt'sehen Zünders ist izu Grunde gelegt. Der Zünder besteht hiernach im Wesentlichen aus dem Teller ρ mit j Befestigungsschraube, dem Satzstück 0, welches den Satzring hält, und einer Schraube/2 zum Feststellen des Satzstücks, welch letzteres um die Feststellschraube drehbar ist.
Den Zeitzünder (Fig. 1 , 8 und .9) nimmt eine cylindrische Hülse aus Messing auf, welche am oberen Ende mit einem eingeschraubten Deckel verschlossen ist. In der Nähe ihres unteren Endes befindet sich eine die Zündpille tragende feste Querscheibe a. Eine viereckige Lücke am unteren Ende der Hülse läfst den Zündstrahl nach dem Satzring hindurch. Die Entzündung der Pille bewirkt ein Nadelbolzen b mit stählerner Spitze, welcher während des Transportes durch einen Vorstecker c gesichert wird. Um nach Entfernung des Vorsteckers unmittelbar vor dem Gebrauch des Geschosses Sicherheit gegen vorzeitige Zündung zu haben, ist ein zusammengebogenes Stück Messingblech d (in Fig.. 9 in aufgerolltem Zustand dargestellt) zwischen Querscheibe α und Bolzen b eingefügt.
In dem Satzstück befindet sich nun parallel zu der Bohrung für die Feststellschraube h eine zweite cylindrische Bohrung e (Fig. .2 und 3), in welche der Zeitzünder mit geringem Spielraum derart eingesetzt ist, dafs der Fufs seiner Hülse mit der unteren Fläche des Satzstücks abschneidet. Die Oese des Vorsteckers ruht dabei in einem Ausschnitt f. Eine kleine Schraube g hält den Zeitzünder in seiner Lage fest.
In Fig. ι ist der Zeitzünder dicht an die Feststellschraube gelegt, so dafs der Kopf derselben die Bohrung für den Zeitzünder theilweise bedeckt. In Fig. 5 und 6 dagegen ist dies nicht der Fall. Letztere Constructionen gestatten die Herausnahme des Zeitzünders ohne Entfernung der Feststellschraube.
Die Aufschlagzündertheile (Fig. 1 und 7) sind in der Feststellschraube h untergebracht, welche die Form eines Cylinders besitzt und aus Messing hergestellt ist. Sie wird in den Zünderteller eingeschraubt und trägt einen verbreiterten Kopf. Ihr Inneres ist gröfstentheils cylindrisch ausgehöhlt. Die Kopföffnung ist durch die die Zündpille tragende Schraube k verschlossen. Durch das Gewindeende führt vom Hohlraum aus ein theils konischer, theils cylindrischer Kanal zum Durchlassen des Zündstrahls nach der Sprengladung. Im Hohlraum selbst befinden sich ein messingener Schwer-
körper Z, ferner die dreikantige Stahlnadel m mit einer auf dem Boden des Hohlraums aufsitzenden Fufsplatte und zwischen Fufsplatte und Schwerkörper eine kräftige Schraubenfeder n. Diese Feder verhindert, dafs die Zündnadel, welche nach hinten zu etwas an Stärke zunimmt, während des Geschofstransports zu frühzeitig in der Längsdurchbohrung des Schwerkörpers festgeklemmt wird. Erst beim Schufs gleitet infolge der Trägheit der Körper / über die Nadel, welche beim Aufschlag des Geschosses gemeinsam mit dem Schwerkörper vorschlägt und die Zündpille entzündet. Zum Durchlassen des Zündstrahls ist die Fufsplatte der Nadel dreifach durchbohrt.
Das wie ein Geschofskopf gestaltete Satzstück ο besitzt einen cylindrischen Theil, auf dessen Oberfläche die Tempirungseintheilung gut angebracht werden kann. Der cylindrische Theil wird am unteren Ende von der Ringwulst ρ des Tellers umfafst, derart, dafs eine sichere Lage des. Satzstücks gewährleistet ist. Ein spaltartiger Kanal q (Fig. i, 3 und 4) soll dazu dienen, der Flamme der Zündpille des Zeitzünders einen Weg nach aufsen zu schaffen.
Der Teller hat Gewinde zum Aufschrauben auf das Geschofs, sowie Muttergewinde für die Feststellschraube. Der Zündkanal für das Feuer des Satzringes nach der Sprengladung ist aus der Zeichnung ersichtlich.
Das Satzstück soll aus Zinkgufs oder auch wie der Zünderteller aus vernickeltem Stahlgufs hergestellt werden.
Der Doppelzünder läfst dreierlei Verwendungen zu:
1. Wird der Vorstecker des Zeitzünders nicht entfernt, so tritt der Aufschlagzünder allein in Wirkung. Das Geschofs wirkt als Granate.
2. Wird der betreffende Vorstecker entfernt, so wirkt das Geschofs
a) als Kartätsche, wenn der Zünder auf den Anfang des Satzrings, und
b) als Schrapnell, wenn der Zünder auf eine bestimmte Entfernung tempirt wird.
Um nun aber auch das Neue des beschriebenen Doppelzünders einigen bereits bekannten Constructionen gegenüber hervorzuheben, wird Folgendes bemerkt:
I. Zu Patentschrift 53771 (Fig. 5).
In dieser Patentschrift wird ein Zünder beschrieben, bei welchem der Zeitzünder und der Aufschlagzünder in einen und denselben Hohlraum eingefügt sind. Bei dieser Construction entsteht grofse Gefahr, dafs der Zeitzünder den Aufschlagzünder sofort entzündet, da beide nicht sicher genug von einander getrennt erscheinen. Bei dem Gegenstand der Erfindung dagegen befinden sich beide Zünder in zwei verschiedenen, völlig sicher von einander getrennten Räumen, so dafs der Zeitzünder den Aufschlagzünder absolut nicht beeinflussen kann.
II. Zu Patentschrift 60474 (Fig. 6).
Bei dieser Construction liegen die Zünder übereinander. Diese Anordnung bedingt, dafs der Aufschlagzünder in das Geschofs selbst hineinragt, derart, dafs derselbe ohne Abschrauben des Gesammtzünders gar nicht zu controliren ist. Aufserdem wird bei dieser Construction die Deckplatte durch eine Schraubenfeder auf dem Satzring festgehalten. Dieser federnde Druck aber gewährt keine hinlängliche Garantie gegen ein sprungweises Verbrennen des Satzringes. Bei der vorliegenden Construction können beide Zünder einzeln leicht herausgenommen und controlirt werden, ohne dafs man genöthigt ist, den Gesammtzünder abzuschrauben. Auch wird das Satzstück durch die Feststellschraube so festgezogen, dafs ein sprungweises Verbrennen des Satzrings nicht stattfinden kann.
III. Zu Rutzky, Artillerie-Lehre,
Wien 1871 (Fig. 104 und 108).
In Fig. 104 ist ein Doppelzünder dargestellt, bei welchem, wie in oben angezogener Patentschrift 60474, der Aufschlagzünder in das Geschofs selbst hineinragt, so dafs eine Controle ohne Abschrauben des Gesammtzünders gar nicht möglich ist.
Was Fig. 108 betrifft, so wird daselbst die Entzündung des Satzringes mittelst eines etwas excentrischen Ringes bewirkt, welcher den als feste Säule construirten Aufschlagzünder umfafst und von demselben geführt wird. Zwei Nasen des Ringes sollen eine vorzeitige Entzündung des Satzringes verhindern. Eine solche Construction kann um so leichter klemmen, als der Ring excentrisch angelegt ist. Ferner dürfte die Anforderung des Abstofsens der festen Sicherheitsnasen die Sicherheit der Satzringzündung wesentlich beeinträchtigen. Eine derartige Construction vermag nie die Sicherheit der Zündung zu bieten, wie sie durch einen einfachen cylindrischen Nadelbolzen der vorliegenden Construction geboten wird.
Der vorliegende Doppelzünder ist demnach von den durch die Patentschriften 53771 (Fig. 5) und 60474 (Fig. 6), sowie durch Rutzky, Artillerie-Lehre (Fig. 104 und 108) bekannt gewordenen Doppelzündern durchaus verschieden.
Er ist einfacher, insbesondere aber deshalb leichter zu übersehen und zu controliren, weil beide Zünder getrennt von einander und ohne den Gesammtzünder abschrauben zu müssen, als Ganzes sofort gefahrlos herausgenommen und untersucht werden können.
Hierin liegt eine Gewähr für sichere zuverlässige Wirkung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Doppelzünder für Sprenggeschosse, dadurch gekennzeichnet, dafs das den Nadelbolzen (b) und die Zündpille des Zeitzünders aufnehmende Gehäuse (a) im Satzstück (o) derart zu dem in der Feststellschraube (h) für das Satzstück (o) untergebrachten Aufschlagzünder angeordnet ist, dafs beide Zünder getrennt von einander als Ganzes herausgenommen werden können.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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