DE1135760B - Fluessigkeitsbehaelter fuer photographische Behandlungsmittel - Google Patents
Fluessigkeitsbehaelter fuer photographische BehandlungsmittelInfo
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- G03C8/32—Development processes or agents therefor
- G03C8/34—Containers for the agents
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Description
Die Erfindung betrifft Flüssigkeitsbehälter aus Kunststoff mit einer verschweißten Kante, die beim
Ausüben eines Druckes auf den Behälter aufgerissen werden kann, so daß die Flüssigkeit durch den geöffneten
Verschluß freigesetzt wird. Behälter dieser Art sind in den USA.-Patentschriften 2616451, 2634886
und 2 653 732 beschrieben.
Wenn jedoch derartige Behälter mit der Kante in senkrechter Lage gelagert werden, wird bei der anschließenden
Ausübung eines Druckes der Verschluß zwar zerrissen, jedoch wird die Flüssigkeit in der
ganzen Breite der Öffnung selbst dann nicht immer gleichmäßig freigesetzt, wenn die Bindung eine praktisch
gleichmäßige Festigkeit aufweist. Dies ist darauf zurückzuführen, daß sich die Flüssigkeit am Bodenende
des Hohlraums konzentriert, so daß unmittelbar nach dem Lagern an diesem Ende mehr Flüssigkeit
als auf der anderen Seite zur Verfügung steht. Wenn der Behälter in eine mit der Öffnung waagerechten
Lage gebracht wird, wird sich zwar die Flüssigkeit erneut in dem Hohlraum gleichmäßig verteilen, wobei
jedoch eine solche erneute Verteilung sehr langsam stattfinden kann. Dies ist besonders dann zutreffend,
wenn der Behälter bei photographischen Verfahren verwendet werden soll, bei denen die
Flüssigkeit, und zwar die photographische Behandlungsflüssigkeit entweder von sich aus oder durch Zugeben
eines Verdickungsmittels zwecks Erzeugen einer vorbestimmten Viskosität verhältnismäßig viskos
ist. Eine verhältnismäßig hohe Viskosität ist zwecks Sicherstellung eines gleichmäßigen hydraulischen
Öffnungsdruckes, der durch die Flüssigkeit vor dem Reißen des Verschlusses auf die verschlossene
Öffnung übertragen wird, erforderlich, so daß eine gleichmäßige und vollständige Ablösung der Behälterwandungen,
aus denen die verschlossene Öffnung besteht, und demzufolge ein gleichmäßiges. Freisetzen
der Flüssigkeit erreicht wird, wenn die Flüssigkeit in dem Hohlraum gleichmäßig verteilt vorlag.
Eine gleichmäßige Freisetzung der Flüssigkeit aus dem Behälter ist bei photographischen Behandlungsverfahren
erforderlich, damit eine gleichmäßige Verteilung der Flüssigkeit zwischen zusammenwirkenden
Blättern oder Schichten zwecks Erzeugen eines photographischen Bildes erfolgen kann.
Erfindungsgemäß wird ein Flüssigkeitsbehälter für photographische Behandlungsmittel aus Kunststoff
mit einer verschweißten Kante vorgeschlagen, die sich beim Ausüben eines Druckes auf den Behälter öffnet,
der dadurch gekennzeichnet ist, daß der zur Aufnahme des flüssigen photographischen Behandlungsmittels, das ein Halogensilberentwicklungsmittel und
Flüssigkeitsbehälter
für photographische Behandlungsmittel
für photographische Behandlungsmittel
Anmelder:
International Polaroid Corporation,
International Polaroid Corporation,
Jersey, N.J. (V.St.A.)
Vertreter: Dr.-Ing. H. Ruschke, Patentanwalt,
Berlin-Grunewald, Auguste-Viktoria-Str. 65
Berlin-Grunewald, Auguste-Viktoria-Str. 65
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 4. Februar 1959 (Nr. 791130)
V. St. v. Amerika vom 4. Februar 1959 (Nr. 791130)
Edwin Herbert Land, Cambridge, Mass. (V. St. A.), ist als Erfinder genannt worden
bzw. oder ein Halogensilberlösungsmittel sein kann, vorgesehene Hohlraum des Behälters ein flüssigkeitsabsorbierendes
Material enthält.
as Beim Ausüben eines Druckes auf den Behälter
wird nicht nur der Verschluß aufgerissen, der aus einer verschweißten Kante besteht, sondern auch die
Flüssigkeit aus dem Material herausgequetscht und aus der Behälteröffnung freigesetzt. Ein Behälter mit
einem solchen flüssigkeitsabsorbierenden Material kann in jeder Lage eine beträchtliche Zeit gelagert
werden, ohne daß beim Ausüben eines Drucks die Freisetzung der Flüssigkeit aus dem Behälter in
irgendeiner Weise beeinträchtigt wird. Ferner können gegebenenfalls Flüssigkeiten mit einer weitaus geringeren
Viskosität als bisher verwendet werden.
Dieses Material kann ein schwammartiges bzw. ein cellusoseartiges Material sein. Dieses Material,
wie auch die übrigen Bestandteile des Behälters, wird vorzugsweise in leicht verformbarer Form hergestellt,
so daß der fertige Behälter gegebenenfalls gekrümmt werden kann. Dies ist besonders dann erforderlich,
wenn der Behälter oder eine Anzahl von Behältern an einem Rollfilm befestigt werden, der
während der Behandlung gebogen wird.
Der Behälter kann mit einem einzigen Hohlraum, gegebenenfalls jedoch mit mehr als einem Hohlraum
versehen werden, von denen jeder eine eigene Öffnung besitzt.
Bei einer gebräuchlichen Bauweise ist der Behälter ein länglicher, verhältnismäßig flacher Behälter mit
praktisch rechtwinkliger Form, der an einer der
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3 4
Längskanten verschlossen ist und dessen Material in der kurzen Kanten des Behälters und die gegenüber-Forrn
eines Blattes vorliegt, das den Hohlraum bildet. überliegenden Randanteile 24 längs der Längskante
Ein solcher Behälter kann in der Richtung der Breite des Behälters miteinander verbunden werden. Diese
vorzugsweise um etwa des Radius der Breite gebogen Randanteile werden durch Einwirkenlassen von
werden, ohne daß der Verschluß aufgerissen wird. 5 Wärme und/oder Druck miteinander verbunden, wo-Der
Behälter wird vorzugsweise aus einem einzigen, bei die Behälterwandungen an der Faltlinie 20 vorpraktisch
rechtwinkligen und in der Mitte gefalteten zugsweise in Form eines schmalen Streifens 26 fest
Blatt hergestellt. miteinander verbunden werden. Dadurch erhält der
Ein erfindungsgemäß vorgeschlagener Behälter Behälter eine dünne Führungskante, über die eine gewird
in Verbindung mit den Zeichnungen näher be- ίο eignete Druckvorrichtung, wie Druckwalzen, oder eine
schrieben, in denen Klinge, zwecks Zusammenpressen der Behälterwan-
Fig. 1 eine Ansicht eines Blattes zur Herstellung düngen und Freisetzen des Behälterinhaltes leicht hindes
Behälters, weggeführt werden kann.
Fig. 2 ein Querschnitt längs der Linie 2-2 von Die Verbindung an der Längskante des Behälters
Fig. 1, 15 erfolgt zwischen dem inneren Überzugsmaterial 16
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines Teils des und dem Material des Streifens 18, das, wie bereits
Behälters im gefüllten und verschlossenen Zustand, angegeben, eine geringere Bindungsfestigkeit zu dem
Fig. 4 ein Querschnitt des Behälters längs der Kunststoff der Schicht 16 als dieser Kunststoff zu sich
Linie 4-4 von Fig. 3, selbst besitzt. Da die kurzen Randanteile 22 durch
Fig. 5 ein Querschnitt des Behälters ist, der auf 20 eine Bindung miteinander verbunden sind, die durch
einer geeigneten Unterlage angeordnet worden ist direkte Berührung zwischen den inneren Überzugsund
der die Krümmung zeigt, die der Behälter ein- schichten 16 erzeugt worden ist, ist diese Verbindung
nehmen kann, ohne daß der Verschluß aufreißt, und wesentlich fester als der Verschluß an der Längskante.
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht des Behälters In dem Hohlraum 29 des Behälters 30 wird vor
bei dessen Verwendung ist. 25 dem vollständigen Schließen des Behälters mindestens
In Fig. 1 ist ein Blatt gezeigt, aus dem ein erfin- eine dünne, schmiegsame, verhältnismäßig poröse
dungsgemäßer Behälter hergestellt werden kann, und Schicht aus dem absorbierenden Material 31 angezwar
besitzt dieses Blatt eine praktisch rechteckige ordnet, in dessen poröser Struktur die gesamte oder
Form, wobei dessen Länge der Behälterlänge ent- praktisch die gesamte vorherbestimmte Menge der
spricht und die Breite etwa der doppelten Breite des 30 Flüssigkeit, die in dem Behälter untergebracht werden
fertigen, gefüllten Behälters entspricht. Das Blatt be- soll, aufgenommen wird oder enthalten ist. Natürliche
steht vorzugsweise aus einem zusammengesetzten, oder synthetische schwammartige Materialien, wie
verformbaren Blattmaterial aus mehreren Schichten Schwämme, faserartige oder celluloseartige Mateoder
Lagen (vgl. Fig. 2). rialien, wie absorbierende Papiere, wie Löschpapier, Eine Außenschicht 12 dient als Unterlage oder als 35 Baumwolle u. dgl., können in Form einer dünnen
Träger und besteht vorzugsweise aus einem dünnen, Schicht oder Lage verwendet werden. In dem Beverhältnismäßig
billigen, zähen Material, das ein halter 30 können natürliche oder synthetische poröse,
Kunststoff sein kann, vorzugsweise aber ein Papier, schmiegsame Schichten oder Lagen aus faserartigen
wie Kraftpapier, ist. Auf der Oberfläche von Schicht Materialien verwendet werden, die die verwendete
12 ist ein dünner Film oder eine Folie aus einem 40 Flüssigkeit absorbieren und zurückhalten können,
verhältnismäßig wasserdampfundurchlässigen Mate- diese Flüssigkeit jedoch beim Zusammendrücken
rial, wie eine Metallfolie 14 aufgebracht, wobei diese leicht abgeben oder freisetzen. Das jeweils verwen-Folie
14 wiederum mit einer weiteren Schicht 16 aus dete absorbierende Material darf sich nicht zersetzen
einem geeigneten Kunststoff überzogen ist, der durch oder auflösen oder auf andere Weise seine gewünsch-Einwirkung
von Wärme und/oder Druck auf sich 45 ten Eigenschaften verlieren, wenn dieses mit der in
selbst haften kann. Die Schicht 16 ist vorzugsweise dem Behälter enthaltenen Flüssigkeit oder den Umnüssigkeitsundurchlässig,
so daß diese einen Schutz- Setzungsteilnehmern in Berührung kommt oder diese überzug für die Metallfolie 14 darstellt und der Be- absorbiert.
hälterinhalt somit nicht mit der Folie in Berührung Beim Ausüben einer Druckkraft auf die Behälterkommen
kann, wodurch eine Korrosion oder eine 50 wandungen wird durch dieses Gebilde ein nicht geandere
Verschlechterung dieser Folie vermieden wird. richtetes Freisetzen des Behälterinhaltes bewirkt. Da-Die
Überzüge 14 und 16 sind verhältnismäßig dünn mit ein gleichmäßiges Ablösen oder Abtrennen der
und nur so stark, daß deren Zusammenhalt gewähr- Randanteile an der Längskante des Behälters beim
leistet ist. Ausüben eines die Flüssigkeit freisetzenden Drucks
Längs der einen Kante des Blattes 10 ist ein 55 gewährleistet wird, erstreckt sich der Streifen 18
Streifen 18 aus einem geeigneten thermoplastischen nicht nur über die gesamte Kante des Blattes, son-Material
angeordnet, das zu dem Kunststoff der dem ist auch wesentlich breiter als die Breite des
Schicht 16 eine geringere Bindungsfestigkeit besitzt Verschlusses 24 und erstreckt sich in den flüssigkeitsals
dieser Kunststoff zu sich selbst hat. Der Überzug enthaltenden Hohlraum des Behälters, wie aus Fig. 4
18 wird in solcher Weise aufgetragen, daß sich dieser 60 hervorgeht. Eine weitere Vorkehrung gegen einen unan
der Kante des Blattes über die gesamte Länge des gleichmäßigen Verschluß besteht darin, daß die
Blattes erstreckt, wobei dafür gesorgt wird, daß Längskante des den Streifen 18 aufweisenden Blattes
dieses Material, aus dem der Streifen 18 besteht, um gegenüber der damit verbundenen Längskante (vgl.
die Kante, wie in Fig. 2 gezeigt, herumgeführt wird. Fig. 4) etwas verschoben wird. Die zwischen den
Der Behälter 30 (vgl. Fig. 3) wird hergestellt, indem 65 Wandungen durch den Streifen 18 erzeugte Bindung
das Blatt längs einer Mittellinie 20 (vgl. Fig. 1), die hat daher eine nahezu gleichmäßige Festigkeit,
sich über die Länge des Behälters erstreckt, gefaltet Bei der Herstellung des Behälters kann die gewird,
worauf die Flächen der Randanteile 22 längs wünschte Menge der Flüssigkeit durch eine Schicht
aus dem Absorptionsmaterial, wie einem Schwamm, zuvor absorbiert werden, worauf das die Flüssigkeit
enthaltende Blatt vor dem Verschließen der Wandungen in dem Behälter angeordnet wird. Nach einem
anderen Verfahren kann das noch unbehandelte Blatt in den Behälter gebracht werden, worauf die Flüssigkeit
eingeführt und die Behälterwandungen miteinander verbunden werden. Bei dieser Ausführungsform können z. B. die langen Kanten des Behälterblattes
nach dem Einsetzen des Absorptionsmaterials miteinander verschweißt werden, worauf das Blatt
von dem Ausgangsmaterial abgetrennt wird. Während des Verschließens der langen Kanten kann die in dem
Behälter gewünschte Flüssigkeitsmenge zwischen den gefalteten Wandungen des Blattes eingeführt werden,
worauf die kurzen Kanten miteinander verschweißt v/erden und der fertige Behälter von dem restlichen
Ausgangsmaterial abgetrennt wird. Das Verschweißen erfolgt vorzugsweise durch Einwirkenlassen von
Wärme und/oder Druck, wobei die Einwirkung von Wärme und/oder Druck auf alle zu verschweißenden
Randanteile gleichmäßig erfolgen kann, weil zwischen den Hafteigenschaften des Streifens 18 und denen des
Materials des Innenüberzugs 16 die oben angegebenen Unterschiede bestehen.
Ein größerer Festigkeitsunterschied zwischen den kurzen Kantenverschlüssen 22 und dem zerreißbaren
langen Kantenverschluß 24 kann selbstverständlich erreicht werden, indem die kurzen Kantenverschlüsse
einer größeren Wärme und/oder Druckeinwirkung als die langen Kantenverschlüsse ausgesetzt werden.
Wenn auch diese Ausführungsform weniger bevorzugt wird, kann für jeden der Verschlüsse 22 und 24
das gleiche thermoplastische Verbindungsmaterial verwendet werden, wobei zwecks Erreichen einer
unterschiedlichen Verschlußfestigkeit die Einwirkung von Wärme und/oder Druck auf die kurzen Kantenverschlüsse
wesentlich stärker als auf die langen Kantenverschlüsse erfolgt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform bestehen die Wandungen des Behälters 30 aus einem Schichtgebilde,
in dem die Unterlage 12 Kraftpapier, die Schicht 14 eine Silber- oder Bleifolie und der Überzug
16 ein thermoplastischer Kunststoff ist, wie Polyäthylen, Polyvinylchlorid oder ein Polyvinylacetat,
wie Polyvinylbutyral, Ployvinyacetal oder Polyvinylformal. Der Überzug 16 kann auch aus einem Polyester,
wie einem Polyalkylenterephthalat, bestehen, z. B. einem Polyalkylenterephthalat, das von der
DuPont Co. unter der Handelsbezeichnung »Mylar« vertrieben wird. Selbstverständlich kann der Kunststoff
der Schicht 16 geeignete Weichmacher oder andere Materialien enthalten, die den aus der Kunststoffmasse
hergestellten Überzug in geeigneter Weise modifizieren. Für den Innenüberzug 16 kann z. B. eine
Kunststoffmasse besonders zufriedenstellend verwendet werden, die aus 60 bis 72 Gewichtsprozent Polyvinylbutyral,
10 bis 23 Gewichtsprozent Nitrocellulose und etwa 5 Gewichtsprozent Dibutylsebacat besteht.
Wenn die Schicht 16 die oben angegebene Zusammensetzung hat, kann der Streifen 18 aus
Äthylcellulose oder einem Gemisch aus Äthycellulose und Paraffin bestehen, wobei das Gemisch mindestens
50 Gewichtsprozent Äthylcellulose enthält.
Der oben beschriebene Behälter ist besonders zum Aufbewahren photographischer Behandlungsflüssigkeiten,
wie alkalischen Lösungen photographischer Entwicklersubstanzen, geeignet, die bei der Herstellung
von Schwarz-Weiß-Bildern oder Farbpositivbildern verwendet werden. Bei der Herstellung von
Schwarz-Weiß-Positivbildern nach Übertragungsumkehrverfahren enthält die wäßrige alkalische Lösung
außer einem Halogensilberentwicklungsmittel auch ein Halogensilberlösungsmittel oder Übertragungsmittel,
wie Natriumthiosulfat. Wenn ein flüssiges Mittel dieser Art verwendet und zwischen der lichtempfindlichen
Schicht und einer anderen Schicht, die ίο die Bildempfangsschicht sein kann, gleichmäßig ausgebreitet
wird, wird das latente Bild in der lichtempfindlichen Schicht durch die Entwicklersubstanz
entwickelt und bildet das Halogensilberlösungsmittel mit dem nicht entwickelten Halogensilber lösliche
bilderzeugende Komplexe. Diese Komplexe werden zwecks Erzeugen eines sichtbaren Bildes von der
lichtempfindlichen Schicht auf die Bildempfangsschicht übertragen.
Wie bereits festgestellt, kann die verwendete Flüsao
sigkeit — wie in den oben angezogenen Patentschriften beschrieben — verhältnismäßig viskos sein,
kann aber auch wesentlich weniger viskos sein. Die bisher verwendeten Behälterfüllungen hatten eine geringste
Viskosität in der Größenordnung von mindestens 1000 cP bei einer Temperatur von 24 C. Diese
Viskosität kann durch Auflösen eines geeigneten hochmolekularen Polymerisats in der Flüssigkeit erreicht
werden, das als Folge einer Umsetzung mit der Flüssigkeit oder den darin enthaltenen Substanzen
nicht zersetzt wird oder in anderer Weise die verdickenden Eigenschaften verliert. Wenn z. B. Wasser
als Lösungsmittel für die Behälterflüssigkeit verwendet wird, können zwecks Erhöhen der Viskosität des
flüssigen Mittels wasserlösliche celluloseartige Kunststoffe, wie Hydroxyäthylcellulose oder Natriumcarboxymethylcellulose,
verwendet werden.
Es ist möglich, daß die durch das Absorptionsmaterial aufgesaugte Behälterflüssigkeit nur aus
Wasser besteht. Die zur photographischen Behandlung benötigten anderen Bestandteile können in
fester Form auf einer oder auf mehreren Schichten des Filmgebildes angeordnet werden, in dem der Behälter
verwendet wird. In einigen Fällen ist es zweckmäßig, Teile der wirksamen Bestandteile in der Flüssigkeit
und andere Anteile davon in einer oder in mehreren Schichten des Filmgebildes anzuordnen.
Die Flüssigkeit kann ferner nur die zum Entwickeln oder Entwickeln oder Fixieren eines latenten Negativbildes
benötigten Substanzen enthalten, so daß ein Positivbild nicht erzeugt wird.
Der erfindungsgemäß vorgeschlagene Behälter ist im gefüllten und geschlossenen Zustand verhältnismäßig
verformbar, so daß der Behälter auf einer geeigneten Unterlage 28 (vgl. Fig. 5) aus einem Blattmaterial,
wie Papier, aufgebracht und das Papier zusammen mit dem darauf angeordneten Behälter zu
einer Rolle aufgewunden werden kann, deren Radius nur der Breite des Behälters entspricht. Dadurch ist
es möglich, mehrere Behälter in einer verhältnismäßig kompakten und bequem handzuhabenden Form unterzubringen.
Die Verwendung des neuartigen Behälters wird in Fig. 6 erläutert, bei der der Behälterinhalt auf eine
Fläche 32 eines Blattmaterials 34 aufgetragen werden soll, auf der eine entsprechende Fläche eines zweiten
Blattmaterials 36 aufgebracht werden soll. Der Behälter 30 ist an der Fläche 32 angrenzend und mit der
Längskante 24 mit dieser Fläche abschließend
zwischen den Blattmaterialien 34 und 36 angeordnet. Diese Elemente können auf einer Platte 38 angeordnet
werden, worauf Quetschwalzen 40, und zwar an der Längskante 26 des Behälters beginnend, über
diese Anordnung geführt werden können. Durch den durch die Walzen 40 nach unten ausgeübten Druck
wird die Stärke des erhaltenen Films bestimmt, wenn der Behälterinhalt aus dem Behälter herausgequetscht
wird. Wenn die Walze von der Führungskante 26 aus in der Breite des Behälters nach vorn bewegt
wird, wird in dem Behälterinhalt ein hydraulischer Druck erzeugt, der an der gesamten Länge des Verschlusses
24 gleichmäßig verteilt wird. Bei der weiteren Fortbewegung der Walze 40 wird dieser Druck
so weit erhöht, daß der Verschluß aufreißt, wobei die Wandungen des Verschlusses 24 gleichmäßig abgelöst
und eine Öffnung für den Behälterinhalt geschaffen wird, deren Breite der Länge des Verschlusses 24
zwischen den Verschlüssen 22 entspricht. Bei der weiteren Fortbewegung der Walze 40 kann der Inhalt
in einer gewünschten Stärke auf der Fläche 32 ausgebreitet werden, wobei der Behälter derartig bemessen
wird, daß die gesamte Fläche 32 mit dem Inhalt bedeckt wird.
Der Behälter 30 kann an der Schicht 34, über die der Inhalt ausgebreitet werden soll, angeklebt werden
oder in anderer Weise befestigt werden, so daß eine an der Öffnung oder der Lippe 24 des Behälters angrenzende
Ausbreitungsfläche geschaffen wird, deren Breite mindestens der Länge der Freisetzungsöffnung
entspricht und eine Länge aufweist, die ein Mehrfaches
der Breite des Behälters entspricht. Die Schicht 34 kann lediglich als Flüssigkeitsausbreitungsschicht
zwecks Erreichen einer gleichmäßigen Verteilung des flüssigen Behälterinhalts zur Behandlung einer Fläche
eines anderen Elements dienen, das auf dieser Schicht angeordnet wird.
Bei der in Fig. 6 gezeigten Ausführungsform gehört zu der Schicht 34 eine Bildempfangsfläche 32
und eine Schicht 36 als lichtempfindliche Schicht, wobei der Behälter 30 an der Schicht 34 befestigt ist.
Selbstverständlich kann es zweckmäßig und unter bestimmten Umständen vorteilhaft sein, wenn der Behälter
30 nicht an der Schicht 34, sondern an der Schicht 36 befestigt ist, so daß eine derartige Ausführungsform,
wenn auch nicht in den Zeichnungen erläutert, innerhalb des Erfindungsbereichs liegen soll.
Die beiden Schichten können auch miteinander verbunden sein, so daß diese Schichten und der Behälter
eine Einheit darstellen.
Der beschriebene Behälter kann auch in Verbindung mit einem seibstentwickelnden Röntgenfilmgebilde
verwendet werden, das in der USA.-Patentschrift 2 740 714 beschrieben worden ist. Diese Behälter
können ferner in Filmpackeinheiten, wie den in den USA.-Patentschriften 2 495 111 und 2 837 987
beschriebenen, in Form von Behältern mit mehreren Flüssigkeitskammern, die in der USA.-Patentschrift
2 750 075 beschrieben worden sind, oder in Form von runden Behältern oder Hülsen verwendet
werden, die in der USA.-Patentschrift 2 687 478 bebeschrieben worden sind. Bei Behältern der letzteren
Art hat der Flüssigkeitsaustritt nahezu die gleiche Ausdehnung wie der Umfang des Behälters.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Flüssigkeitsbehälter für photographische Behandlungsmittel aus Kunststoff mit einer verschweißten Kante, die sich beim Ausüben eines Druckes auf den Behälter öffnet, dadurch gekenn zeichnet, daß der zur Aufnahme des flüssigen photographischen Behandlungsmittels, das ein Halogensilberentwicklungsmittel und/oder ein Halogensilberlösungsmittel sein kann, vorgesehene Hohlraum des Behälters ein flüssigkeitsabsorbierendes Material enthält.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 630 033, 682214; USA.-Patentschrift Nr. 2653732.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 209 63WSi &.
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