DE113732C - - Google Patents

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DE113732C
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carbide
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distributor
container
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10HPRODUCTION OF ACETYLENE BY WET METHODS
    • C10H15/00Acetylene gas generators with carbide feed, with or without regulation by the gas pressure
    • C10H15/06Acetylene gas generators with carbide feed, with or without regulation by the gas pressure with automatic carbide feed by valves

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 26
In der Patentschrift 99487 ist ein Acetylenentwickler beschrieben, bestehend aus einem Wasserbehälter, der als Träger des Apparates dient, und auf welchem zwei concentrische Röhren befestigt sind, in deren Zwischenraum die Gasglocke sich auf- und abbewegen kann, die das Gas in die Röhren drückt. Im Inneren dieses Apparates ist der Carbidvertheiler untergebracht, auf dessen Ventil die Glocke unmittelbar wirkt, wenn Mangel an Gas eintritt.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Abänderung in der Anordnung des Carbidvertheilers und der Glocke; die Wirkungsweise und der Gang des Apparates sind dieselben, jedoch ist die Form des Apparates von der in der oben genannten Patentschrift beschriebenen etwas verschieden. Bei der neuen Ausführungsform des Apparates liegt der Carbidvertheiler nicht mehr in der Glocke, sondern er ist davon unabhängig, mit Ausnahme jedoch der Regelungsvorrichtung des Carbidvertheilers, die aufsen angeordnet ist und durch die Bewegung der Glocke bethä'tigt wird.
Der Carbidbehälter oder trichterförmige Carbidvertheiler, der bei der früheren Einrichtung unmittelbar im Inneren in der Mitte des Apparates angeordnet war, hatte zahlreiche Uebelstände. Es wurde daher für zweckmäfsig gehalten, die Gasglocke und den Carbidbehälter, auf den die Glocke wirkt, getrennt von einander auf dem als Träger dienenden Wasserbehälter anzuordnen.
Der Carbidbehälter wird bei dieser Ausführungsform nicht mehr von den Wasserdämpfen des Apparates beeinflufst, er ist unabhängig und kann erforderlichenfalls schnell abgenommen werden; aufserdem kann der Apparat leichter nachgesehen und unterhalten werden, man hat ferner den Vertheilungshebel unmittelbar unter der Hand und kann ihn nach Belieben bethätigen.
Die Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht.
Fig. ι ist ein Längenschnitt, durch die Mitte des Apparates, Fig. 2 eine schematische Ansicht von oben, während Fig. 3 eine andere Ausführungsform des Carbidvertheilers darstellt.
Der Apparat besteht aus einem kreisförmigen Doppelmantel A und A1 (Fig. 1); in dem von diesem Mantel gebildeten, zum Theil mit einer Absperrflüssigkeit angefüllten Zwischenraum ist die Gassammelglocke B auf- und abbeweglich, deren Gewicht den Gasdruck bestimmt. Dieser Doppelmantel ist auf einen unteren, das Zersetzungswasser enthaltenden Behälter C aufgelöthet. An der Seite dieses Behälters ist der zur Entnahme des Gases dienende Hahn F angebracht, der mittels eines Rohrstutzens J1 mit
einem centralen lothrechten Rohre J verbunden ist, in welches das in dem oberen Theile der Gasglocke befindliche Gas tritt, nachdem es gereinigt ist. Die Gasglocke B ist mit einem Reinigungsmittel ■ J? (Koks, Eisenspähnen und dergl.) zum Theil angefüllt.
Neben diesem Doppelmantel ist, gleichfalls auf dem Behälter C, d. h. oberhalb des Zer-' Setzungswassers, ein hohler Träger D befestigt, auf dessen Deckel mittels Schrauben Q, Bajonettverschlusses oder, dergl. der Carbidvertheiler E angebracht ist. Im Inneren dieses Vertheilers ist ein lothrechtes Leitrohr P vorgesehen, in welchem die Stange SL eines schweren Ventilkörpers S geführt wird, der durch sein Eigengewicht in der Richtung von oben nach unten die Austrittsöffnung des Carbidbehälters verschliefst. An dem oberen Ende der Stange S1 ist ein Bügel L angebracht, der dazu dient, die Stange S1 mit einem Hebel O zu verbinden, der bei M seinen Drehpunkt hat. Dieser Hebel dient dazu, das Ventil S zu heben, wenn die Gasglocke B gegen das Ende des Hebels drückt. Eine am oberen Ende des Vertheilers angebrachte Feststellvorrichtung N hat den Zweck, erforderlichenfalls den Hebel O und dadurch den Vertheiler festzustellen.
Die Verbindung zwischen der Ventilstange S1 · und dem Carbidvertheiler E kann z. B. dadurch hergestellt werden (Fig. i), dafs eine Kautschukscheibe V mit ihrem Umfange auf dem Vertheiler und in ihrer Mitte zwischen zwei Scheiben auf der Stange S1 befestigt ist, so dafs die Scheibe V die Bewegungen der Stange mitmachen kann. Die Verbindung kann auch in der in Fig. 3 dargestellten Weise ausgeführt werden, bei welcher eine Absperrflüssigkeit (OeI, Glycerin und dergl.) zur Verwendung kommt; diese Einrichtung besteht aus einem Doppelrohre X in der Mitte des Vertheilers, zwischen dessen Wandungen ein als Glocke dienendes Rohr Z auf- und abbeweglich ist, welches an der Stange S1 des Ventiles S befestigt ist. Beide Ausführungsformen ermöglichen eine freie Bewegung der Ventilstange, .wobei ein Entweichen von Gas vollkommen ausgeschlossen ist. In Fig. 1 ist G das Austrittsrohr für das Kalkwasser, G1 eine Umrührvorrichtung für den Fall, dafs das Kalkwasser zu dick wird, H ist eine Ablafsvorrichtung, I ein Wasserstandsrohr, I1 ist ein Hahn, der anzeigt, in welcher Höhe die Oberfläche des Zersetzungswassers liegen mufs. K ist ein Stöpsel durch den man das gekörnte Carbid in den trichterförmigen Vertheiler E einbringt. T ist der Wasserzuleitungshahn.
Die Wirkungsweise dieses Apparates ist folgende: Nachdem der Wasserbehälter C bis zur Höhe des Hahnes P mit Zersetzungswasser gefüllt und das Reinigungsmittel R in das Innere von A1 gebracht worden ist, und man die Gasglocke B in den zwischen A und A1 befindlichen ringförmigen Hohlraum derart eingestellt hat, dafs sie unten durch die Absperrflüssigkeit abgeschlossen ist, braucht man nur noch den Stöpsel K des Vertheilers zu öffnen, in diesen die erforderliche Menge gekörnten Carbides zu schütten und dann den Stöpsel K wieder aufzuschrauben. Dann drückt man leicht auf den Hebel O, um etwas Carbid aus dem Behälter E in die Zersetzungsflüssigkeit fallen zu lassen, worauf sich sofort Acetylen entwickelt, welches, da es keinen anderen Ausweg hat, die Glocke B etwas hebt, nachdem es die Reinigungsmasse R durchstrichen hat. Jetzt braucht man nur noch den Gashahn F zu öffnen, um, ehe man den Apparat wirklich in Thätigkeit setzt, das mit Luft gemischte Gas, welches der Apparat enthält, austreten zu lassen. Da dieses erste Gemenge nicht brennbar ist, ist es am besten, es nach aufsen entweichen zu lassen, nach einigen Minuten kann man die Flammen anzünden.
Da das in der Glocke enthaltene Gas unter dem Drucke der letzteren austritt, um an dem Brenner zu verbrennen, wird sich die Gasglocke allmählich senken.
Bei dieser Abwärtsbewegung stöfst sie gegen den Vertheilungshebel O, was zur Folge hat, dafs das Ventil S sich einen Augenblick wieder hebt und eine kleine Carbidmenge hindurchfallen läfst, so dafs sofort eine neue Gasmenge erzeugt wird, welche dann die Glocke wieder in die Höhe hebt, und somit ein, weiteres Durchfallen von Carbid verhindert und so fort. '
Wie leicht ersichtlich, kann man den Rauminhalt des. Vertheilers bedeutend vergröfsern, ohne dafs deshalb der Durchmesser der Gasglocke vergröfsert werden müfste, da diese beiden Organe von einander unabhängig sind. Man kann den Carbidbehälter auch beschicken, während sich der Apparat in Thätigkeit befindet; man braucht zu diesem Zwecke nur eine bestimmte Acetylenmenge herzustellen und in der Glocke B aufzuspeichern, dann den Vertheilungshebel bei N festzustellen und hierauf schnell den Stöpsel K des Vertheilers abzuschrauben und in letzteren Carbid zu schütten, während das vorher erzeugte und in der Glocke aufgespeicherte Gas verbrennt.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Acetylenentwickler gemäfs Patent 99487, dadurch gekennzeichnet, dafs im Inneren des aufserhalb der Gasometerglocke belegenen Carbidbehälters ein gasdicht mit dem Deckel des Carbidbehälters verbundenes Gewichtsventil angeordnet ist, welches durch die sinkende Gasglocke geöffnet wird und
    durch ihr Eigengewicht die Austrittsöffnung des Carbidbehälter verschliefst.
    Eine Ausführungsform des Acetylenentwicklers nach Anspruch ι, dadurch gekennzeichnet, dafs die Ventilstange mittels einer aus Kautschuk oder anderem elastischen Stoff bestehenden Scheibe F, welche der Bewegung der Ventilstange zu folgen vermag, mit dem Carbidbehälter verbunden ist.
    Eine Ausführungsform des Acetylenentwicklers nach Anspruch ι, dadurch gekennzeichnet, dafs die nachgiebige Verbindung der Ventilstange mit dem Carbidbehälter durch einen Flüssigkeitsabschlufs geschieht.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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