DE1148246B - Verfahren zur gesteuerten Herstellung von Gasgemischen durch Reaktion gasfoermiger Kohlenwasserstoffe und Generator zur Durchfuehrung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur gesteuerten Herstellung von Gasgemischen durch Reaktion gasfoermiger Kohlenwasserstoffe und Generator zur Durchfuehrung des Verfahrens

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DE1148246B
DE1148246B DEN10741A DEN0010741A DE1148246B DE 1148246 B DE1148246 B DE 1148246B DE N10741 A DEN10741 A DE N10741A DE N0010741 A DEN0010741 A DE N0010741A DE 1148246 B DE1148246 B DE 1148246B
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Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
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Description

  • Verfahren zur gesteuerten Herstellung von Gasgemischen durch Reaktion gasförmiger Kohlenwasserstofe und Generator zur Durchführung des Verfahrens Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur gesteuerten Herstellung von Gasgemischen und einen Generator zur Durchführung des Verfahrens.
  • Insbesondere soll nach diesem Verfahren ein Gasgemisch hergestellt werden, das in einen Ofen zur Erhitzung von Metallgegenständen eingeführt wird. Dieses Gasgemisch kann so zusammengesetzt sein, daß es entweder »neutral« ist, d. h. nicht mit den zu behandelnden Gegenständen reagiert, oder »aktiv« ist, d. h. eine oder mehrere definierte Reaktionen verursacht, z. B. Einsatzhärtung, Entkohlung, gesteuerte Oxydation, Desoxydation usw.
  • Von den verschiedenen Vorrichtungen zur Herstellung derartiger Gasgemische sollen folgende erwähnt werden.
  • a) Generatoren, in denen Ammoniak zersetzt wird, b) Holzkohlengasgeneratoren, c) Gasgeneratoren, die durch unvollkommene Verbrennung von Kohlenwasserstoffen Gasgemische entwickeln, und d) Gasgeneratoren, die mit Crackung und gesteuerter Oxydation von- Kohlenwasserstoffen arbeiten. In Vorrichtungen der letzteren Art wird die zur Aufrechterhaltung der Reaktionstemperatur erforderliche Wärme durch innere oder äußere Heizung zugeführt.
  • Vorrichtungen mit Außenheizung weisen jedoch einen zu geringen Wirkungsgrad auf, diejenigen mit Innenheizung besitzen nur einen engen Steuerungsbereich.
  • Auch ein Verfahren zur Herstellung von Schutzgas, bei dem Gas-Luft-Gemische verschiedener Zusammensetzung nacheinander durch eine Kontaktmasse geleitet werden, ist bekannt. Ein auf diese Weise erzeugtes Schutzgas wechselt jedoch in seiner Zusammensetzung periodisch je nach der Zusammensetzung des eingeführten Gas-Luft-Gemisches. Demgegenüber werden bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Gemische verschiedener Zusammensetzung gleichzeitig verschiedenen Stellen der Kontaktmasse zugeführt. Die Verbrennung und die Crackung finden also, räumlich und zeitlich gesehen, nebeneinander statt. Das erhaltene Schutzgas hat eine stets konstante Zusammensetzung; eine zusätzliche Heizung ist im allgemeinen überflüssig.
  • Das Cracken muß bei dem bekannten Verfahren unter sehr sorgfältig einzuhaltenden Bedingungen durchgeführt werden. Der gasförmige Kohlenwasserstoff, der mit einem bestimmten Anteil Luft und gegebenenfalls mit Dampf vermischt ist, wird mit einer Kontaktmasse (Katalysator), die gewöhnlich aus Aluminiumoxydteilchen besteht, in Berührung gebracht und auf 950 bis 1150° C erhitzt. Die Kohlenwasserstoffmoleküle werden dadurch gespalten, wobei sich der Luftsauerstoff mit dem Kohlenstoff unter Bildung von Kohlendioxyd oder Kohlenmonoxyd verbindet, während der Wasserstoff im freien Zustand verbleibt oder sich zu Wasser umsetzt.
  • Unter gewissen Umständen kann die Temperatur der Kontaktmasse lediglich durch die Reaktionswärme aufrechterhalten werden.
  • Hierfür muß man jedoch den Sauerstoffanteil so regulieren, daß die Erhitzungszone nicht in die Katalysatormasse in Richtung der Strömung des Gemisches fortschreitet. Man kann ferner ein CO. - reiches Gas herstellen, ohne Gefahr zu laufen, daß sich das Gasgemisch in der Zuflußleitung entzündet. Die Anwendungsmöglichkeiten solcher Vorrichtungen zur Gewinnung von Gasgemischen, die zur Behandlung von Metallen in Öfen verwendet werden, sind daher ziemlich beschränkt.
  • Diese Nachteile werden mit dem erfindungsgemäßen Verfahren vermieden. Mit ihm ist die Herstellung sehr unterschiedlich eingestellter Gasgemische möglich, die große Unterschiede in ihrer Zusammensetzung aufweisen, wie sie mit den bekannten Vorrichtungen nicht erhalten werden konnten.
  • Das Verfahren zur gesteuerten Herstellung von Gasgemischen durch Reaktion gasförmiger Kohlenwasserstoffe mit Luft beim Durchströmen eines mit Kontaktmasse gefüllten, vertikalen, wärmeisolierten Behälters, insbesondere zur Herstellung von Schutzgasen für Blankglühzwecke, besteht erfindungsgemäß darin, daßKohlenwasserstoff-Luft-Gemische verschiedener Zusammensetzung gleichzeitig in verschiedenen, einander nahen Höhenstufen derart in die Kontaktmasse eingeleitet werden, daß eine Zweistufenreaktion der nach oben strömenden Gase eintritt, wobei das in der unteren Stufe eingeleitete, verhältnismäßig luftreiche Gemisch durch stark exotherme Reaktion die Kontaktmasse auf der erforderlichen hohen Temperatur hält, während das in der oberen Stufe eingeleitete luftarme Gemisch nur schwach exotherm oder gar endotherm reagiert. Die Einführung und die Zusammensetzung der beiden Gemische kann hierbei so erfolgen, daß das endgültige Gemisch die für den jeweiligen Zweck erforderliche Zusammensetzung aufweist.
  • Da es zu Beginn des Verfahrens nötig ist, die Kontaktmasse auf eine Temperatur zu bringen, die die erforderlichen Reaktionen ermöglicht, wird zum Anheizen in die erste, untere Stufe ein luftreiches Gemisch, d. h. ein Gemisch im stöchiometrischen Verhältnis oder mit einem geringen Luftüberschuß eingeführt und an der Oberfläche der Kontaktmasse entzündet. Wenn an der Basis der zweiten oberen Einlaßstufe die Reaktionstemperatur erreicht ist, werden die Zuströmgeschwindigkeiten und die Zusammensetzungen der Luft- und Gasgemische bei beiden Stufen so eingestellt, daß das Verfahren, wie oben erläutert, in normaler Weise ablaufen kann.
  • Der Generator zur Durchführung des Verfahrens besteht aus einem vertikalen, wärmeisolierten, eine Kontaktmasse enthaltenden Gefäß, in dem erfindungsgemäß in zwei verschiedenen, benachbarten Ebenen Vorrichtungen wie durchlöcherte Rohre zur Zufuhr des Ausgangsgemisches in zwei verschiedenen Stufen in die Kontaktmasse eingebettet sind, welche dieAusbildung einer Zweistufenreaktion ermöglichen, wobei vorzugsweise jedes der Rohre mit radialen, in zwei im Winkel von 90° angeordneten Lochreihen versehen ist, und die Löcher in den Rohren der unteren Stufe nach oben und die Löcher in den Rohren der oberen Stufe nach unten gerichtet sind.
  • Die Rohre, durch welche das Gasgemisch in die Kontaktmasse eingeleitet wird, bestehen aus den herrschenden Temperaturen entsprechend wärmebeständigen Stoffen.
  • Zwischen den beiden Schichten ist eine Temperaturmeßvorrichtung eingebaut.
  • Das Gefäß wird durch einen Deckel verschlossen, der z. B. mit Sand abgedichtet ist und in der Mitte eine Öffnung aufweist, die durch eine drehbare, mit einem Fenster versehene Scheibe verschlossen ist; durch sie wird am Anfang die Reaktion gezündet und später der Ablauf der Reaktion beobachtet.
  • Ein Ausführungsbeispiel des Generators wird im folgenden an Hand von Zeichnungen näher erläutert. Der Generator, der in Fig. 1 im Längsschnitt und in den Fig. 2, 3 und 4 im Querschnitt entlang der Linien II-II, HI-III bzw. IV-IV gezeigt ist, besteht aus einem rechteckigen Gefäß mit zwei Metallwandungen 1 und 1', die im rechten Winkel auf die Grundplatte 2 aufgeschweißt sind und zwischen denen sich ein Wärmeisoliermittel befindet.
  • Am oberen Teil der Wand 1 und an ihrer Außenseite ist ein Kanal 3 angeordnet, der mit einem Z-förmigen Profilstück an die Wand angeschweißt ist.
  • Das Gefäß kann mit dem Deckel s verschlossen werden, der mit zwei Handgriffen 6 und einer in den Kanal 3 hineinragenden Kante 7 versehen ist. Wenn man den Kanal 3 mit Sand auffüllt, erhält man eine gasdichte Verbindung. Der Deckel 5 ist auf dem Gefäß mit vier Hebelverschlüssen 8 befestigt, von denen jeder an einer Welle 9, die ein Teil des Profilstücks 4 ist, sitzt und mit je einem der vier Bolzen 10 an den Seiten des Deckels zusammenwirkt.
  • In der Mitte des Deckels befindet sich eine öffnung 11, die durch die Rundscheibe 12 verschlossen ist, welche am Zapfen 13 des Deckels 5 drehbar angebracht ist. Die Scheibe 12 besitzt ihrerseits eine mit einer Glimmerplatte 14 verschlossene Öffnung. Die Glimmerplatte ist mit Hilfe eines elastischen Rings 15 in der Scheibe befestigt. Der mit einem Gewinde versehene Zapfen 13 dient dazu, um mit der Schraubenmutter 16 die Rundscheibe 12 an die CSffnung 11 zu pressen.
  • Innerhalb des Gefäßes sind drei feuerfeste Wände 17, 17' und 17" gezogen, die zwischen sich zwei Kamine 18 und 18' bilden und sich auf etwa zwei Drittel der Höhe des Gefäßes erstrecken.
  • Die beiden Kamine 18 und 18' werden von den Rohren 19, 19', 20 und 20' durchzogen, die in zwei parallelen horizontalen Ebenen angeordnet sind.
  • Diese vorzugsweise aus nichtrostendem Stahl bestehenden Rohre sind radial mit zwei Lochreihen 19 a, 19 a', 20 a und 20 a' versehen, wobei die Reihen in jedem Rohr im Winkel von 90° zueinander stehen.
  • Die Löcher in den Rohren 19 und 19' der unteren Ebene sind nach oben gerichtet, während die Löcher in den Rohren 20 und 20' der oberen Ebene nach unten gerichtet sind.
  • Zwischen den beiden Rohrreihen ist ein an einer Seite verschlossenes Rohr 21 mit Flansch 22 angebracht für die Einführung eines Thermometers in die Kamine.
  • Die Rohre 19 und 19' gehen durch die Wände 1 und 1', wo sie mit Buchsen 23 versehen sind, die an die beiden Wände angeschweißt sind.
  • Diese Rohre sind an ihrem Ende ebenso verschlossen wie die an deren Ende von den Buchsen 23 gebildeten Taschen.
  • Die Rohre 19 und 19' sind fest in die mit Muffen 26 und 27 versehenen Flansche 24 und 25 eingepaßt. Auf diese Muffen ist ein T-Verbindungsstück 28 bzw. ein Knie 29 aufgeschraubt, mit dem die Rohre untereinander über ein Rohr 30 verbunden und weiterhin mittels eines anderen Rohrs 32 und dem Verbindungsstück 33 an den Einlaßkasten 31 angeschlossen sind. Der Einlaßkasten 31 ist mit dem tangential angeordneten Mundstück 34 und einem Rohr 35 versehen, das mit Löchern versehen ist und mit dem Gaseinlaßrohr, bestehend aus den Rohren 32 und 30, in Verbindung steht.
  • Die Rohre 20 und 20' der Fig. 3 sind wie die Rohre 19 und 19', aber in umgekehrter Stellung angeordnet. Die Rohre 20 und 20' passen dicht in die Muffen 26' und 27', die ein Teil der Flansche 24' und 25' darstellen. Ein T-Verbindungsstück 28' bzw. ein Knie 29', verbunden durch das Rohr 30', sind auf die Muffen 26' bzw. 27' aufgeschraubt.
  • Die Verbindung 28' ist durch das Rohr 32' und das Verbindungsstück 33' mit dem Einlaßkasten 31' verbunden, der mit einem tangential angeordneten Mundstück 34' und einem Einlaßrohr 35' versehen ist.
  • Wie aus Fig. 4 ersichtlich, ragt durch die Wände 1 und 1' des Gefäßes das Rohr 36, durch welches das in dem Generator erhaltene Gasgemisch gesammelt und abgeleitet werden kann.
  • Die Kontaktmasse befindet sich in den vertikalen Kaminen 18 und 18'.
  • Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist folgende: Das Gasgemisch, das z. B. aus Propan und Luft besteht, wird in die Rohrpaare 19, 1.9' und 20, 20' eingeführt und strömt durch die Vorrichtung nach oben.
  • Im unteren Teil wird durch die Rohre 19 und 19' ein verhältnismäßig luftreiches Gemisch eingeleitet, das eine stark exotherme Reaktion bewirkt, die Kontaktmasse auf hohe Temperatur bringt und gleichzeitig heiße Reaktionsprodukte erzeugt.
  • Dieses Gemisch wird durch das Mundstück 34 und denEinlaßkasten 31 eingeleitet, in welchem es infolge der tangentialen Stellung des Mundstücks 34 in rotierende Bewegung versetzt wird. Das Gemisch durchströmt das Einlaßrohr 32-30 und erreicht die Rohre 19 und 19', aus denen es durch die Löcher 19 a entweicht.
  • In die obere Stufe, bestehend aus den Rohren 20 und 20', wird ein Gasgemisch eingeleitet, das einen sehr niedrigen Luftgehalt aufweisen kann und eine schwach exotherme oder sogar endotherme Reaktion erzeugt. Diese Reaktion findet zwischen dem Kohlenwasserstoff und der in dieser Stufe eingeführten Luft und den Reaktionsprodukten der unteren Stufe statt.
  • Das Gemisch wird durch Mundstück 34' und den Einlaßkasten 31' geliefert und erreicht über die Einlaßleitung 32'-30' die Rohre 20 und 20', aus denen es in die Kamine 18 und 18' durch die Löcher 20 a und 20a' entweicht.
  • Zu Beginn der Reaktion muß man die Kontaktmasse auf genügend hohe Temperaturen bringen, was man durch Einleiten eines luftreichen Gemisches mit einer stöchiometrischen Menge oder einem überschuß an Luft durch das Mundstück 34, den Kasten 31, die Leitung 32-30 und die Rohre 19 und 19' erreicht. An der Oberfläche des Katalysators entzündet man das Gasgemisch durch die Öffnung 11, nachdem man die Scheibe 12 durch Drehen um den Zapfen 13 entfernt hat.
  • Nach einigen Augenblicken bemerkt man durch das Schauglas der wieder geschlossenen Öffnung, daß die Flamme in die Katalysatormasse eintritt und daß die Verbrennung schließlich im Mittelpunkt der Masse ohne Flamme vor sich geht.
  • Wenn die Reaktionstemperatur, die mit Hilfe eines in die Rohrtasche 21 eingeführten Kontaktthermometers beobachtet wird, erreicht ist, werden die Einlaßgeschwindigkeiten und das Verhältnis von Luft zu Gas in beiden Stufen einreguliert. Die Reaktion verläuft dann wie oben beschrieben.
  • Bei normalem Betrieb werden die Reaktionsprodukte der unteren Stufe bereits eine so hohe Temperatur aufweisen, daß man mit diesem Zweistufenverfahren eine Reaktion durchführen kann, wie sie niemals in einer einzigen Stufe, d. h. durch beständiges Halten der Kontaktmasse auf so hoher Temperatur, erreicht werden könnte. Die Temperatur kann außerdem zur besseren Steuerung des Verfahrens auch an anderen Stellen, z. B. am oberen Ende der Kontaktmasse, gemessen werden. Weiterhin kann das Verhältnis eines oder mehrerer Gase im Endgemisch bestimmt werden.
  • Die zur Steuerung des Verfahrens verwendbaren Variablen sind die Zufuhrgeschwindigkeit der Gemische in jeder Stufe und die Zusammensetzung der Gemische in jeder Stufe.
  • Die folgenden Beispiele zeigen Gasgemische, die mit einem erfindungsgemäßen Generator erhalten wurden.
  • 1. Gas zum Ausglühen von Kupfer Einstellung Gemisch in der unteren Stufe: Propan ....................... 9501/h Luft .......................... 95001/h Gemisch in der oberen Stufe: Propan ....................... 01/h Luft .......................... 78001/h Gaszusammensetzung 02 ........................ 0% CO ...................... 1,5 bis 2% C02 ...................... 9 bis 11% H2 -I- CH4 ................ 1,50/0 N2 -I- H20 (vordemTrocknen) 85,5 bis 88% II. Desoxydierendes Gasgemisch Einstellung Gemisch in der unteren Stufe: Propan ....................... 2821/h Luft .......................... 13001/h Gemisch in der oberen Stufe: Propan ....................... 13001/h Luft .......................... 30271/h Wasserdampf .................. 32001/h Gaszusammensetzung 02 .............................. OD/o C02 ............................ 8,8% CO ............................. 13,3% H@ .............................. 36"/o N2 .............................. 41,6% CH4 ............................ 0,3% Mit dem oben beschriebenen Generator lassen sich Gasgemische mit folgender Zusammensetzung herstellen.
  • H2 ........................ 0 bis 40% O., ........................ 0 bis 7% C"4 ....................... O bis 8% CO ........................ 0 bis 20 % CO., ...................... 0 bis 13 "/o H2Ö ...................... 0 bis 16 %

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur gesteuerten Herstellung von Gasgemischen durch Reaktion gasförmiger Kohlenwasserstoffe mit Luft beim Durchströmen eines mit Kontaktmasse gefüllten, vertikalen, wärmeisolierten Behälters, insbesondere zur Herstellung von Schutzgasen für Blankglühzwecke, dadurch gekennzeichnet, daß Kohlenwasserstoff-Luft-Gemische verschiedener Zusammensetzung gleichzeitig in verschiedenen, einander nahen Höhenstufen derart in die Kontaktmasse eingeleitet werden, daß eine Zweistufenreaktion der nach oben strömenden Gase eintritt, wobei das in der unteren Stufe eingeleitete verhältnismäßig luftreiche Gemisch durch stark exotherme Reaktion die Kontaktmasse auf der erforderlichen hohen Temperatur hält, während das in der oberen Stufe eingeleitete luftarme Gemisch nur schwach exotherm oder gar endotherm reagiert.
  2. 2. Generator, bestehend aus einem vertikalen, wärmeisolierten, eine Kontaktmasse enthaltenden Gefäß, dadurch gekennzeichnet, daß zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 in dem Gefäß in zwei verschiedenen, benachbarten Ebenen Vorrichtungen, wie durchlöcherte Rohre (19, 19', 20, 20') zur Zufuhr des Ausgangsgemisches in zwei verschiedenen Stufen in die Kontaktmasse eingebettet sind, welche die Ausbildung einer Zweistufenreaktion ermöglichen und vorzugsweise jedes der Rohre mit radialen, in zwei im Winkel von 90° angeordneten Lochreihen (19 a, 19 a', 20a, 20a) versehen ist, wobei die Löcher (19a, 19ä) in den Rohren der unteren Stufe nach oben und die Löcher (20a, 20ä) in den Rohren der oberen Stufe nach unten gerichtet sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 896 203; USA.-Patentschriften Nr. 2 473 525, 2 254 047, 2085584.
DEN10741A 1954-06-05 1955-06-03 Verfahren zur gesteuerten Herstellung von Gasgemischen durch Reaktion gasfoermiger Kohlenwasserstoffe und Generator zur Durchfuehrung des Verfahrens Pending DE1148246B (de)

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