DE116232C - - Google Patents

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DE116232C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02NSTARTING OF COMBUSTION ENGINES; STARTING AIDS FOR SUCH ENGINES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F02N13/00Starting of engines, or driving of starting apparatus by use of explosives, e.g. stored in cartridges

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Spark Plugs (AREA)

Description

üco ei I Ci /UCv lic ;t c ii/
I
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JVl 116232 KLASSE 46 c.
(Grfsch. Venango, Penns.).
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. Oktober 1899 ab.
Der Erfindungsgegenstand besteht in einer Vorrichtung zum Anlassen von Gasmaschinen und bezweckt, das Anlassen in einfachster und wirksamster Weise auszuführen, indem eine Ladung Schiefspulver durch Explosion in der Weise zur Entzündung gebracht wird, dafs durch Verschiebung eines vortheilhaft unter Federwirkung stehenden Contactfingers gegen die Bodenfläche der das Schiefspulver enthaltenden und mit dem Maschin encylinder, sowie mit einer Elektricitätsquelle verbundenen Kammer ein elektrischer Stromkreis geschlossen wird, bei dessen selbsttätiger Oeffnung die Entzündung der Pulverschicht durch Funkenbildung erfolgt.
In beiliegender Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand veranschaulicht, und zwar zeigt
Fig. ι einen theilweisen Horizontalschnitt des Cylinders und Kolbens einer mit dieser Anlafsvorrichtung ausgestatteten Gasmaschine, während
Fig. 2 die senkrechte Schnittansicht nach Linie A-A (Fig. 1) in gröfserem Masstabe wiedergiebt.
In diesen Figuren stellt 1 den Cylinder einer Gasmaschine dar, in welchem der Kolben 2 arbeitet. 3 (Fig. 2) ist das Metallgehäuse für die Anlafsvorrichtung, welches vortheilhaft aus einem T-Rohr besteht, dessen Haupttheil horizontal gelagert ist und die Pulverkammer 4 bildet, während der sich nach aufwärts erstreckende Rohrarm 5 die Zündvorrichtung trägt.
Das eine Ende der Pulverkammer steht mit einer Oeffnung 6 (Fig. 1) im einen Cylinderende in Verbindung, während das andere Kammerende durch einen Gewindestopfen 7 (Fig. 2) geschlossen ist. In den senkrechten Rohrarm 5 ist eine an ihrer Aufsenfläche mit Gewinde versehene Lagerbuchse 8 eingeschraubt, in deren Innerem senkrecht eine metallene Führungshüse 9 gelagert und durch eine am Innenende der Hülse vorgesehene und sich gegen das Buchseninnenende 8 anlegende Widerlagsfläche 10, sowie durch eine auf das äufsere Gewindeende der Hülse 9 aufgeschraubte und sich gegen das äufsere Ende der Lagerbuchse 8 anlegende Schraubenmutter 11 an Ort und Stelle gehalten wird.
Zwischen der Führungshülse und der Lagerbuchse ist, wie aus Fig. 2 ersichtlich, eine Isolirschicht aus Glimmer, Kautschuk oder dergl. eingeschaltet zur Verhinderung der elektrischen Uebertragung. Vortheilhaft ist weiter zwischen Schraubenmutter 11 und dem sich gegen das Aufsenende der Lagerbuchse anlegenden Theile des Isolirmaterials eine Unterlagsscheibe 13 eingeschaltet.
Im Innern der Führungshülse ist, in der Längsrichtung verschiebbar und drehbar, eine Stange 14 gelagert, welche innerhalb der Pulverkammer mit einem nach abwärts gekrümmten Contactfinger 15 versehen ist, der sich zur Herstellung einer metallischen Berührung gegen den Boden der Pulverkammer anzulegen vermag. Die Schieberstange 14 ist mit einer nach aufsen konisch verbreiterten Widerlagsfläche 16 versehen, mit welcher sie
sich gegen eine entsprechend gestaltete Fläche am Innenende der Führungshülse anzulegen vermag.
Die Schieberstange 14 wird durch eine Feder 17, welche auf ihren äufseren Theil aufgewickelt ist und sich mit ihrem Innenende gegen das Aufsenende der Führungshülse 9 anlegt, während ihr Aufsenende gegen ein Widerlager bezw. einen Knopf 18 am Aufsenende der Schieberstange anliegt, nachgebend in ihrer äufsersten Stellung erhalten, in welcher ihr konisches Widerlager gegen jenes der Hülse anliegt und ihr Finger aufser Berührung mit dem Boden der Pulverkammer steht.
Mit der letzteren oder einem mit ihr in metallischer Verbindung stehenden Theil ist durch einen Leitungsdraht 20 der eine Pol einer Elektricitätsquelle 19 verbunden, deren anderer Pol durch einen Draht 21 mit dem Knopf 18 der Schieberstange oder einem anderen mit dem Contactfinger in metallischer Verbindung stehenden Theil verbunden ist, so dafs der Boden der Pulverkammer und der Contactfinger die Pole der Elektricitätsquelle darstellen.
Soll nun die Maschine angelassen werden, so wird eine bestimmte Menge zerkleinerten Sprengpulvers oder langsam brennenden Pulvers auf den Boden der Pulverkammer aufgebracht, wobei das Pulver vortheilhaft durch den Theil 5 der Kammer eingeführt wird, nachdem die die Zündvorrichtung tragende Lagerbuchse 8 entfernt ist. Nach erfolgter Einführung des Pulvers in die Kammer 5 wird die Lagerbuchse aufgesetzt, wobei der Contactfinger 15 über die Pulveroberfläche zu stehen kommt oder in das Pulver hineinragt. Dann wird die Schieberstange 14 nach abwärts gedrückt, bis sie sich gegen den Boden der metallischen Pulverkammer 4 anlegt, wodurch der elektrische Stromkreis geschlossen wird. Bei der Freigabe der Schieberstange wird ein Funken gebildet, sobald der Finger den Boden der Pulverkammer verläfst, wodurch das umgebende Pulver entzündet wird und die dabei entwickelten expandirenden Gase in den den Anlafs zur Kolbenverschiebung bewirkenden Cylinder 1 geleitet werden.
Um einen vollkommenen Contact zwischen dem Boden der Pulverkammer und dem Contactfinger 15 zu sichern, ist der letztere, wie bei 22 gezeigt, gekrümmt oder seitwärs gebogen und die Schieberstange wird, nachdem dieselbe vollständig niedergedrückt ist, gedreht, so dafs der seitwärts gebogene Fingertheil (wie in Fig. ι durch gestrichelte Linien angedeutet) über den Boden in kreisförmiger Bahn streicht, dabei zwischen dem Auflegepunkt des Fingers und dem Kammerboden befindliche Pulverkörner wegschiebt und so eine vollständige Berührung zwischen Finger und Kammerboden erzeugt.
Befindet sich die Schieberstange 14 in ihrer oberen Lage, so wird, indem sich ihre konische Widerlagsfläche 16 gegen diejenige der Hülse 9 anlegt, der Gasdurchtritt an dieser Stelle verhindert.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Elektrische Anlafsvorrichtung für Gasmaschinen mit einer dreh- und verschiebbaren Elektrode, dadurch gekennzeichnet, dafs zur Entzündung der die Gasexplosion vermittelnden Pulverladung die diese enthaltende Kammer (4) mit dem Maschinencylinder (1) und mit dem einen Pol (20) einer Elektricitätsquelle (19) verbunden ist, deren anderer Pol (21) mit der die Zündung nach Verschiebung der Pulverkörner bewirkenden Elektrode (15) in leitender Verbindung steht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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