DE116430C - - Google Patents

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DE116430C
DE116430C DENDAT116430D DE116430DA DE116430C DE 116430 C DE116430 C DE 116430C DE NDAT116430 D DENDAT116430 D DE NDAT116430D DE 116430D A DE116430D A DE 116430DA DE 116430 C DE116430 C DE 116430C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B11/00Straight-bar knitting machines with fixed needles
    • D04B11/18Straight-bar knitting machines with fixed needles for producing patterned fabrics
    • D04B11/22Straight-bar knitting machines with fixed needles for producing patterned fabrics with stitch patterns

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
^-PATENTSCHRIFT
-JV* 116430-KLASSE 25«.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. Oktober 1899 ab.
Wenn bei Anwendung einer Petinetmaschine von der Breite der Stuhlnadelreihe, be'zw. von der Anfangsbreite der herzustellenden Waarenstücke, gleichzeitig gemindert werden soll, so müssen die in den Bereich der Minderdecknadeln b (Fig. 4) kommenden Musterdecknadeln c2 ca in der Weise Platz machen, dafs beim Aufdecken auf die Stuhlnadeln die Minderdecknadeln b mit den zwischen ihnen liegenden Musterdecknadeln c1 in gleiche Linie treten können; ferner müssen nach erfolgtem gemeinsamen Abheben der Stuhlnadelmaschen die Musterdecknadeln c1 (Fig. 4 a) den Minderdecknadeln b derart aus dem Wege gehen, dafs die Minderdecknadeln am Einwärtsdrücken in Pfeilrichtung von ,Fig. 4a nicht behindert sind.
Mit den bisher bekannten Einrichtungen wird dies erreicht, indem man entweder die Muster- und Mindermaschine in gleicher Ebene anordnet und das Einwärtsrücken der Minderdecknadeln durch schrittweises Ausschalten von Musterdecknadeln, d. h. durch fortschreitendes Verschmälern der Musterdecknadelreihe ermöglicht, oder indem man die Muster- und Minderdecknadeln in verschiedenen Ebenen anordnet und zwecks Ermöglichung des gleichzeitigen Arbeitens beider Nadelgruppen in einer Reihe die Musterdecknadelreihe ebenfalls wieder im Verhältnifs der Wäarenminderung durch Ausrücken von Musterdecknadeln verkürzt. Die in bezeichneter Weise ausgerückten Musterdecknadeln gelangen dann während der ganzen Arbeitsperiode nicht wieder in die Reihe der Minder decknadeln. Es sind nun zwar auch Petinet- und Mindermaschinen mit in verschiedenen Ebenen liegenden Muster- und Minderdecknadeln bekannt, bei welchen die erwähnte Verschmälerung der Musterdecknadelreihe nicht nöthig ist; diese Einrichtung gestattet aber aus diesem Grunde auch nicht ein gleichzeitiges Mindern und Mustern, sondern bedingt ein wechselseitiges Arbeiten der Minder- und Musterdecknadeln.
Mit vorliegender Erfindung wird nun bezweckt, unter Anwendung einer Minder- und Petinetmaschine, deren Musterdecknadeln bis in die Minderdecker reichen bezw. deren Musterdecknadelreihe die Anfangsbreite der zu arbeitenden Waarenstücke besitzt, sowohl ein gleichzeitiges Mindern und Mustern als auch ein ungehindertes Einwärtsrücken der Minderdecker zu ermöglichen, ohne dafs eine fortschreitende dauernde Verkürzung der Musterdecknadelreihe bezw. ein dauerndes Ausrücken von Musterdecknadeln, wie bei den genannten Vorrichtungen nöthig ist. Hierzu dient folgende, in Fig. ι bis 3 beiliegender Zeichnung dargestellte Einrichtung:
Die Petinetmaschine cmo (Fig. 1), deren Musterdecknadelreihe c1 bis c3 (Fig. 5) bis in die Minderdecknadelreihen b hineinreicht, ist mit der Deckmaschine bkls (Fig. 1) derart verbunden, dafs sie mit dieser die gleichen Bewegungen in Richtung der Stuhlnadeln a ausführt, aufserdem aber eine Horizontalbewegung (durch Schwingung um ihren.Aufhängepunkt p) machen kann. In der Ruhelage (Fig. 1
und 5) stehen die Musterdecknadeln c1 bis c3 gegen die Minderdecknadeln b etwas zurück, beide Nadelgruppen nehmen also verschiedene Ebenen ein'. Wenn nun gemustert, bezw. gleichzeitig gemustert und gemindert werden soll, macht die Petinetmaschine, bevor sie sich mit der Mindermaschine in Richtung der Stuhlnadeln α (Fig. 1) gegen diese bewegt, die oben angedeutete Schwingung nach den Minderdecknadeln b zu (Pfeil 2, Fig. 2), welche beispiels- -weise durch einen in der Zeichnung nicht mit angegebenen, durch Zugstange r und Hebel q (Fig. 1) mit der Petinetmaschine verbundenen und von der Excenterwelle des Stuhles aus bewegten Hebel herbeigeführt .werden kann. Durch diese Bewegung der Petinetmaschine wird erreicht, dafs diejenige Gruppe (c1) der Musterdecknadeln (Fig. 5), welche den Raum zwischen den Minderdeckem einnehmen, mit den Minderdecknadeln b in gleiche Linie, also in Arbeitsstellung (Fig. 2 und 6) gelangt, während die hinter den Minderdecknadeln b stehenden Musterdecknadeln c2 und c3 (Fig. 5) auf Gegenstücke irgend welcher Art, z. B. auf seitwärts und in gleichem Verhältnifs wie die Minderdecker zu verschiebende, zwischen den Minder- und Musterdecknadeln stehende Platten e und u (Fig. 1, 3 und .5), oder an den Minderdeckern vorgesehene Erhöhungen treffen und hierdurch aus der Reihe der Musterdecknadeln zurückgedrängt werden, so dafs sie also nicht mit in die Ebene der Minderdecknadeln b gelangen können und aufser Wirkung bleiben müssen (Fig. 2 und 6). Die auf bezeichnete Art erzielte Nadelgruppirung ermöglicht sodann ein gemeinsames Arbeiten bezw. ein gemeinsames Aufdecken von Petinet- und Minderdecknadeln c1 und b b auf die Stuhlnadeln a, wie dies aus Fig. 6 ersichtlich ist.
Damit nun in der in Fig. 6 dargestellten Arbeitsstellung die Petinet- und Mindermaschine mit ihren Nadeln und den auf diesen hängenden , von den Stuhlnadeln abgehobenen Maschen um das übliche Mafs seitwärts verschoben werden können, mufs die Länge der Gegenstücke e und u so bemessen- sein, dafs diese mindestens drei Nadeltheilungen (zwei Nadeltheilungen für das Mindern, eine Nadeltheilung für das Mustern) weiter einwärts reichen, als die Minderdecknadeln b, und somit je drei Musterdecknadeln mehr aus der Reihe c1 zurückdrängen, als die Zahl der Minderdecknadeln b beträgt (s. Fig. 6). Das Einwärtsrücken dieser Gegenstücke e und u darf aber nicht geschehen, wenn sich die Musterdecknadeln c1 noch in der Arbeitsstellung von Fig. 6 befinden, sondern bedingt zuvor ein Zurückgehen der Nadeln c1 in die Anfangslage (Pfeilrichtung 1, Fig. ι und η), damit deren Randnadeln nicht durch die sonst hinter diesen stehenden Gegenstücke (Fig. 6 punktirt) an dieser Bewegung behindert werden. Aus diesem Grunde macht die Petinetmaschine, sobald sie in die Maschen eingestochen hat, eine kurze Rückbewegung in Richtung des Pfeiles 1 (Fig. 1 und 7); sie tritt also aus der Reihe der Minderdecknadeln b (Fig. 6) in die Stellung von Fig. 5 zurück, so dafs den Minderdecknadeln b und den Gegenstücken e und u bei der hierauf vorzunehmenden Verschiebung der Muster- und Mindermaschine in den Pfeilrichtungen von Fig. 7 nichts im Wege steht. Nach erfolgter Seitwärtsverschiebung der Minderungs- und Musterungsorgane schwingt die Mustermaschine in die Arbeitsstellung von Fig. 2 und 8 zurück und giebt nunmehr gemeinsam mit den Minderdeckern ihre Maschen an die entsprechenden anderen Stuhlnadeln α ab. Nach jedesmaliger Musterung nimmt die Petinetmaschine mit ihren Nadeln c1 c2 c3 wieder die Ruhestellung von Fig. ι und 5 ein, d. h. sie tritt wieder mit ihren Nadeln aus der Ebene der Minderdecknadeln b zurück, wobei auch die von den Gegenstücken e und u verdrängten Nadeln c2 c3 wieder in ihre normale Lage von Fig. 1 und 5 gelangen. In beschriebener Weise wird also ein Zusammenspiel von Petinet- und Mindermaschine ermöglicht, ohne dafs ein dauerndes Ausrücken von Musterdecknadeln bezw. eine bleibende Verkürzung der Musterdecknadelreihe während der ganzen Arbeitsdauer nöthig ist.
Das Zurückdrängen der am Rande stehenden Musterdecknadeln läfst sich auch, anstatt durch Anwendung besonderer Gegenstücke, direct durch entsprechend geformte Minderdecknadeln, auf welche die Musterdecknadeln auftreffen könnten, bewirken, ebenso wie die zu diesem Zweck auszuführende Schwingung, anstatt von der Petinetmaschine, von der Mindermaschine bewirkt werden könnte, doch ändert dies nichts am Wesen der Erfindung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Petinet- und Mindermaschine für flache Wirkstühle zur Herstellung regulärer Waare, dadurch gekennzeichnet, dafs zwecks Ermöglichung eines gleichzeitigen Arbeitens der Petinet- und Mindervorrichtung, bezw. ungehinderten Einwärtsrückens der Minderdecker ohne dauerndes Ausrücken von Musterdecknadeln bei Anwendung einer Musterdecknadelreihe von der Anfangsbreite der zu arbeitenden Waarenstücke die in einer Ebene hinter den Minderdecknadeln (b, Fig. 5) angeordnete Petinetnadelreihe (c1 bis cs) in zwei Gruppen (eine arbeitende c1 und eine ruhende c2 bezw. c3) getheilt wird, indem die den Raum zwischen den Minderdecknadeln (b) einnehmenden Petinetnadeln (c1) bei Beginn ihrer Thätigkeit durch Bewegung der Petinet- oder Mindermaschine gegen die Stuhlnadeln (a) in gleiche Ebene mit den Minderdecknadeln (b) gebracht
    werden (Fig. 6) und die hinter den Minderdecknadeln (b) stehenden Petinetnadeln (c1 c3) gleichzeitig durch seitwärts verschiebbare Gegenstücke (e und u) bezw. durch Nadeln der Minderdecker aus der Reihe der Musterdecknadeln zurückgedrängt werden, also während des Aufdeckens der Stuhlnadeln (a) nicht mit in die Ebene der Minderdecknadeln (b) gelangen können, nach jedesmaliger Beendigung des Aufdeckens aber wieder die gleiche Stellung wie die übrigen Musterdecknadeln (c1) einnehmen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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