DE116543C - - Google Patents

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DE116543C
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    • H—ELECTRICITY
    • H01—ELECTRIC ELEMENTS
    • H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H50/00—Details of electromagnetic relays
    • H01H50/16—Magnetic circuit arrangements
    • H01H50/18—Movable parts of magnetic circuits, e.g. armature
    • H01H50/34—Means for adjusting limits of movement; Mechanical means for adjusting returning force

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Electromagnets (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung der Elektromagnetanordnung für telegraphische Relais oder Klopfer.
Bei derselben wird die Zeitconstante der Apparate durch Verminderung der Selbstinduction des Elektromagneten verringert und dadurch ein schnellerer und leichterer Gang als bei den üblichen Apparaten erzielt.
Dieses Ziel ist durch die Anwendung von Elektromagneten der mit einem eisernen Mantel versehenen Gattung auf die Weise erreicht, dafs bei ihnen der magnetische Zusammenhang des eisernen Kerns in der Spule und der Eisentheile aufserhalb der Spule aufgehoben und dafs aufserdem der Zusammenhang der Ummantelung durchbrochen wird, wodurch der magnetische Kreis unterbrochen und unvollständig gemacht wird.
In der beiliegenden Zeichnung stellen Fig. 1, 2 und 3 ein telegraphisches Relais nach vorliegender Erfindung dar.
Fig. ι ist eine Seitenansicht des Apparates mit theilweise weggebrochenem Mantel,
Fig. 2 ein Schnitt nach der Linie 2-2 der Fig. ι in der Pfeilrichtung betrachtet, und
Fig. 3 ist eine Ansicht des Ankers von der Magnetseite gesehen.
Fig. 4 ist eine Seitenansicht eines nach der Erfindung gebauten Klopferapparates.
In Fig. i, 2 und 3 ist 10 die Grundplatte aus Holz oder dergl., welche mit den Klemmschrauben 11 und 11 L versehen ist, von denen die Zuleitungen in bekannter Weise zu der Elektromagnetwickelung führen.
12 ist ein Ständer aus Messing oder anderem passenden Stoff, der auf der Grundplatte 10 befestigt und an seinem anderen Ende mit einem waagrechten Arm 13 versehen ist, von dem ein Ansatz 14 nach unten ragt.
15 ist eine kleine Säule auf der Grundplatte 10 zur Unterstützung des Elektromagneten auf der einen Seite.
Der Elektromagnet besteht aus einem Kern 16, einer Spule 17 auf demselben und einem geschlitzten röhrenförmigen Mantel 18 aus weichem Eisen, -welcher die Spule umgiebt und an seinem der Säule 1 5 zugekehrten Ende durch eine Platte 19 aus weichem Eisen abgeschlossen ist.
Am anderen Ende des Elektromagneten befindet sich der Anker 20 und eine Unterstützung in dem Ständer 12. Der Elektromagnet kann in der Säule 15 eingestellt werden. Hierzu dient eine Messingstange 21, welche durch die Scheibe 19 durchtritt und in das Ende des Kerns 16 eingeschraubt ist. Durch eine Mutter 21* auf dem Gewinde der Stange 21 wird mit Hülfe der Feder 22 die Verstellung nach dem Anker 20 zu bewirkt. Der Kern 16 ist vor directer magnetischer Verbindung mit der Weicheisenscheibe 19 geschützt durch eine dünne Zwischenscheibe aus Glimmer oder anderem unmagnetischen Material 23, welche um die Messingstange 21 zwischen dem Kern und der Scheibe 19 eingelegt ist.
Der Ständer 12 hat eine runde Oeffnung, in welcher der Mantel 18 liegt. Dieser besitzt
zwei Längsschlitze 24 und 241 (Fig. 2). In den Schlitz 24 greift ein Führungsstift 25 des Ständers 12 ein.
Der Anker 20 sitzt auf dem üblichen Hebel 26, der aus Messing besteht und in dem Lager 27 auf der Grundplatte 10 drehbar ist. Die dem Magneten zugekehrte Seite des Ankerhebels trägt die den Anker 20 bildenden Weicheisentheile 31, 32, 33, welche auf den Hebel 26 aufgenietet und von einander durch schmale Zwischenräume getrennt sind (Fig. 3). Diese Theile zerfallen in * das centrale kreisförmige Stück 31 und die Halbringe 32 und 33, wobei die Lage der Theile 32 und 33 den durch die Schlitze 24 und 241 getrennten Hälften des Mantels entspricht.
Der Ankerhebel 26 hat die Gestalt einer Scheibe von einer dem äufseren Durchmesser des Mantels 18 entsprechenden Form und besitzt unterhalb einen Ansatz 28 zur Anlenkung in dem Lager 27. Oberhalb ist eine Nase 29 mit einem Stromschlufsstift 30 aus Platin angebracht. Dieser wirkt mit einem Contactstift 39 an der Stellschraube 38 zusammen, welch letztere zugleich die Annäherung des Ankers an den Magneten begrenzt.
Die Entfernung des Ankers vom Magneten wird durch eine Stellschraube 40 in dem Finger 14 mit einer Kohlenspitze 41 begrenzt.
Für verschiedene Magnet - Constructionen können verschiedene Zusammenstellungen des Ankers gewählt werden, auch können die Zwischenräume zwichen den Eisentheilen desselben auch mit Glimmer oder anderem unmagnetischen Material ausgefüllt werden.
Nahe dem äufsersten Ende des Armes 13 ragt ein drehbarer Stellstift 34 nach unten, dessen unteres Ende durch Aufvvickelung eines Fadens 35 unter Vermittelung der Feder 36 und des Hakens 37 einen regelbaren Zug auf den Anker ausüben läfst.
Das verbesserte Relais wird eingestellt und controllirt wie die gebräuchlichen. Seine neuen Züge hinsichtlich der Gestaltung und Wirksamkeit sind die folgenden.
Der Mantel 18 ist in gewissem Sinne eine Fortsetzung des Kerns 16 und bildet einen Rückweg geringmagnetischen Widerstandes für die von dem erregenden Strom erzeugten Kraftlinien. Infolge dessen würde eine bei weitem stärkere Magnetisirung des Kerns 16 erzielt, als es sonst der Fall wäre. Durch das Isolirstück 23 zwischen Kern und Mantel, die Messingstange 21 und die Anordnung der Zwischenräume zwischen den Ankertheilen wird nun aber der magnetische Zusammenhang unterbrochen, wodurch der Widerstand gegen ein schnelles Magnetisiren und Entmagnetisiren verringert und der Gang des Apparates beschleunigt wird. Die Schlitze 24 und 24 λ wirken auf Zerstörung der Wirbelströme hin.
Das Ansteigen und Abfallen des Magnetismus in einem so gebauten Apparat erfolgt viel schneller als sonst, während der Betrag des remanenten Magnetismus, der bei den gewöhnlichen Elektromagneten die Deutlichkeit der Zeichen oft beeinträchtigt, sehr verringert wird.
Deshalb ist es auch möglich, den Anker in gröfster Nähe des Kerns für eine grofse Reihe von Magnetisirungsstärken anzubringen, während ein gewöhnlicher Elektromagnet häufig unter ähnlichen Bedingungen neu eingestellt werden müfste.
Der in Fig. 4 dargestellte Telegraphenklopfer zeigt einen Elektromagneten von entsprechender Bauart.
17* ist die Spule, welche den Kern umgiebt, 18* ist der äufsere Mantel und 2ox der Anker.
Der Elektromagnet trägt ein Gestell I2X, an welchem der Ankerhebel 26X angelenkt ist. Aufserdem ist mit dem Gestell das übliche Einstellwerk verbunden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Elektromagnetanordnung für telegraphische Relais oder Klopfer, dadurch gekennzeichnet, dafs z\vischen der eisernen Ummantelung des Elektromagneten und dem Kern desselben ein unmagnetischer Stoff eingelegt ist.
2. Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher der unmagnetische Stoff aus einer nicht magnetischen Schraube und einem Plättchen aus Glimmer oder dergl. besteht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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