DE1168356B - Vorrichtung zum schichtenweisen Abziehen und Herbeifuehren eines gleichmaessigen Ablaufes geklaerten Abwassers verschiedener Beschaffenheit aus Absetzbecken in Klaeranlagen - Google Patents

Vorrichtung zum schichtenweisen Abziehen und Herbeifuehren eines gleichmaessigen Ablaufes geklaerten Abwassers verschiedener Beschaffenheit aus Absetzbecken in Klaeranlagen

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DE1168356B
DE1168356B DENDAT1168356D DE1168356DA DE1168356B DE 1168356 B DE1168356 B DE 1168356B DE NDAT1168356 D DENDAT1168356 D DE NDAT1168356D DE 1168356D A DE1168356D A DE 1168356DA DE 1168356 B DE1168356 B DE 1168356B
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Herbert Auler
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Aqseptence Group GmbH
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Passavant Werke AG and Co KG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/006Water distributors either inside a treatment tank or directing the water to several treatment tanks; Water treatment plants incorporating these distributors, with or without chemical or biological tanks
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D21/00Separation of suspended solid particles from liquids by sedimentation
    • B01D21/24Feed or discharge mechanisms for settling tanks
    • B01D21/2444Discharge mechanisms for the classified liquid

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  • Sewage (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum schichtenweisen Abziehen und Herbeiführen eines gleichmäßigen Ablaufes geklärten Abwassers verschiedener Beschaffenheit aus Absetzbecken in Kläranlagen Bei Absetzbecken für Kläranlagen ist es bekannt, das Abwasser am einlaufseitigen Beckenende in mehreren Schichten zuzuführen und am Ablauf in gleichen Schichten wieder zu entnehmen. Hierzu dienen Vorrichtungen aus an beiden Beckenenden in Fließrichtung mit Abstand hintereinander angeordneten Tauchwänden, deren Entfernung vom Beckenboden unterschiedlich ist und die am Ablaufende oben mit nebeneinanderliegenden Ablaufrinnen verbunden sind. Eine derartige aus Einlauf und Ablauf bestehende Einrichtung funktioniert aber praktisch schlecht oder überhaupt nicht, wenn Flüssigkeiten verschiedenen spezifischen Gewichts oder verschiedener Temperatur in das Absetzbecken gelangen und darin Auf- und Abströmungen verursachen. Infolge des unterschiedlichen spezifischen Gewichts der in das Becken gelangenden Flüssigkeiten können sich erst im Absetzbecken bei der Beruhigung des Abwassers Flüssigkeitsschichten ausbilden, wobei die spezifisch schwereren Flüssigkeiten nach unten und die spezifisch leichteren Flüssigkeiten nach oben wandern. Es ist für die Praxis ohne Bedeutung, das Abwasser am einlaufseitigen Beckenende mittels einer Vorrichtung aus mehreren in Fließrichtung mit Abstand hintereinander angeordneten Tauchwänden, deren Entfernung vom Beckenboden unterschiedlich ist, in mehreren übereinanderliegenden, geschichteten Strömen zuzuführen. Darüber hinaus wird bei den bekannten Ausführungen keine Rücksicht auf eine gleich große horizontale Strömungsgeschwindigkeit in den verschiedenen Flüssigkeitsschichten genommen, die für die Erzielung einer gleichmäßigen Durchströmung des Beckens aber gefordert werden muß.
  • Dem Bekannten gegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei Abwasserschichten verschiedener Stärke und Wichte in einem Absetzbecken einen gleichmäßigen Ablauf aus allen Schichten sicherzustellen.
  • Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zum schichtenweisen Abziehen und Herbeiführen eines gleichmäßigen Ablaufes geklärten Abwassers verschiedener Beschaffenheit aus Absetzbecken von Kläranlagen, bei denen am Ablaufende des Beckens mehrere lotrechte, unten offene Entnahmekammern mit oberen Überfallwehren zu einem rinnenförmigen Ablauf hintereinander angeordnet sind, deren Vorderwände nur bis zu einer bestimmten Beckentiefe herabreichen, und besteht darin, daß die Länge der Überfallwehre so bemessen ist, daß die Strömungsgeschwindigkeit in den einzelnen Schichten verschiedener Wichte der mittleren Strömungsgeschwindigkeit im Absetzbecken entspricht.
  • Durch die Ausbildung der Ablaufvorrichtung gemäß der Neuerung wird erreicht, daß die sich nach Beruhigung des Abwassers im Becken infolge unterschiedlicher Wichte der in das Becken gelangenden Flüssigkeiten einstellenden Schichten kontinuierlich und gleichmäßig in die Ablaufvorrichtung einlaufen und abgezogen werden, da die Strömungsgeschwindigkeit in den Einzelschichten nunmehr mit der miitleren Strömungsgeschwindigkeit im Becken übereinstimmt. Das Becken wird daher bei dieser schichtenweisen Entnahme am Ablauf gleichmäßig und ruhig durchflossen, wobei auch die Strömungsgeschwindigkeit der Einzelschichten untereinander gleich oder nahezu gleich ist.
  • Man kann die gewollte Wirkung noch dadurch unterstützen, daß in den Entnahmekammern parallel zur Beckenlängsrichtung liegende Trennwände vorgesehen sind, die ungewollte Strömungen in den Einzelschichten quer zur Beckenlängsrichtung bremsen bzw. verhindern. Zur Vermeidung unnötiger Baulängen der Ablaufvorrichtung ist es möglich, die Oberfallwehre der in B eckenlängsrichtung hintereinanderliegenden Entnahmekammern in Breitenrichtung abwechselnd zueinander zu versetzen und allen Kammern eine gemeinsame Ablaufrinne zuzuordnen.
  • Zur Erläuterung des Erfindungsgedankens sei angenommen, daß im einfachsten Falle einer praktischen Ausbildung der Erfindung eine Ablaufrinne mit vorder- und rückseitigem Uberfallwehr quer zur Beckenbreite eines Längsbeckens liegt. An dieser Rinne ist eine Tauchwand angebracht, die den Fließquerschnitt des Absetzbeckens in an sich bekannter Weise bis kurz oberhalb der Beckensohle verbaut.
  • Während also an der Vorderseite die leichteren Flüssigkeitsmengen abgeführt werden, können an der Rückseite der Rinne nur die unterhalb der Tauchwand durchgeströmten Flüssigkeitsmengen höherer Dichte über die Wehrkanten ablaufen. Die Durchtrittsquerschnitte an den Überfaliwehren sind gemäß der Neuerung so bemessen, daß zwischen Sohle und Tauchwand eine Strömungsgeschwindigkeit auftritt, die mit der mittleren Strömungsgeschwindigkeit im Becken übereinstimmt. Beträgt zum Beispiel der Durchflußquerschnitt 50°/o des nassen Beckenquerschnittes, dann wird die volle Breite des rückseitigen Überfaliwehres ausgenutzt, da dann 50°/o der gleichförmig fließenden Wassermenge über dieses abfließt.
  • Bei einem so durchflossenen Querschnitt wird jedoch der angestrebte Effekt des Dichteausgleiches nur mangelhaft erreicht, weshalb die praktische Ausführung für wesentlich kleinere Schichtenhöhen auszubilden ist, um auch bei Dichteschwankungen geringer Höhe aus allen Schichten das Abwasser gleichmäßig abziehen zu können. Wird dabei die wirksame Breite des vorderen Überlaufwehres mit bv, des hinteren Wehres mit bh bezeichnet und bedeutet p den unter der Tauchwand verbleibenden Prozentsatz für den freien Durchströmquerschnitt (bezogen auf den nassen Beckenquerschnitt), so ergeben sich günstige Strömungsverhältnisse mit gleich großer Geschwindigkeit in allen Schichten, wenn die wirksame Breite des rückseitigen Überfallwehres nach folgender Beziehung bestimmt wird.
  • Als Beispiel sei ein freier Durchflußquerschnitt p = 100!ob des nassen Fließquerschnittes angenommen.
  • Sofern in beiden Schichten gleich große Strömungsgeschwindigkeit vorausgesetzt wird, fließen von der Gesamtmenge somit p = 100/o unter der Tauchwand hindurch und über das hintere Uberfallwehr. Hierfür ergibt sich die wirksame Breite des rückseitigen Wehres zu In diesem Falle müßten also acht Neuntel der rückseitigen Wehrbreite verbaut werden.
  • Wird eine bessere Ausnutzung der an sich möglichen Wehrbelastung im Interesse günstigster Absetzeigenschaften für das Becken angestrebt, so kann man durch Zuschalten weiterer Tauchwände verschiedener Eintauchtiefe mehrere Abzugskammern bilden, die zur Überlaufrinne bzw. Überlaufrinnen führen. Gegenüber dem einfachen, vorher angegebenen Falle mit einer Tauchwand liegt eine Tauchwand geringerer Tiefe vor der zuerst genannten Tauchwand und eine zweite, tiefer eintauchende, hinter der ersten Tauchwand. Sinngemäß kann man noch weitere Tauchwände vor- und/oder nachschalten. Hierdurch werden verschiedene Dichteschichten gesondert erfaßt und mit gleichbleibender Strömungsgeschwindigkeit in jeder Schichthöhe vor das Überfallwehr geführt, wobei das vorderste Überfallwehr zum Teil von der obersten Schichtung und zum anderen Teil von den darauffolgenden Schichtungen überströmt wird und das hintere Überfallwehr von den übrigbleibenden weiteren Schichten.
  • Die Anteile der für die Schichtungen wirksamen Breiten am Wehr richten sich in gleicher Weise, wie für zwei Schichtungen erläutert, nach der Tiefe der Tauchwände, um einen gleichförmigen Durchströmungsvorgang auch hier sicherzustellen. DieTeilbeaufschlagung der Überfaliwehre wird dadurch erreicht, daß der Durchtritt aus den senkrechten Kammern zum Überfall teilweise durch waagerechte Abschlußplatten in Rinnenhöhe verbaut ist.
  • Der Aufbau und die Wirkungsweise der Vorrichtung sei an Hand der Zeichnungen näher erläutert.
  • Es zeigen A b b. 1 und 2 einen Vertikalschnitt in Längsrichtung durch die Auslaufseite eines rechteckigen Absetzbeckens und A b b. 3 den zugehörigen Grundriß mit der Draufsicht auf den Erfindungsgegenstand unter Angabe der SchnittführungA-A für Abb. 1 bzw. B-B für Abb. 2.
  • Bei diesem Ausführungsbeispiel erfolgt der Ablauf in vier Schichten.
  • Mit 1 ist das rechteckige Becken bezeichnet und mit 2 eine Ablaufrinne des Beckens 1. An dieser Ablaufrinne 2 sind eine über die Beckenbreite verlaufende Tauchwand 3 angeordnet sowie eine vorgeschaltete und eine nachgeschaltete Tauchwand 4 und 5. Die Tauchwände 3, 4 und 5 enden in gestuften Abständen vom Boden des Beckens 1. Die Vorderkante der Ablaufrinne nach A b b. 1 und 2 dient als Überfallwehr 6 und 8 um Ableiten der Wasserschichten 10 und l1, die Hinterkante als Überfallwehr 7 und 9 zum Ableiten der Schichten 12 und 13.
  • Wie man aus den A b b. l bis 3 ersehen kann, sind die Entnahmekammern 14 und 15, die zur Ableitung der Schichten 11 und 12 dienen, durch die horizontalen Überfallwehre 6 bzw. 7, die in Abständen aufeinanderfolgen, verbaut, so daß die Schichten 11 und 12 nur durch die unverbauten, ebenfalls im Abstand aufeinanderfolgenden Durchgänge 16 und 17 über die Überfallwehre 8 und 9 der Ablaufrinne 2 zu dieser gelangen können. Die Durchgänge 16 und 17 sind mit lotrechten Wänden 18 und 19 umbaut, die verhindern, daß die oberste Schicht 10 und die unterste Schicht 13 an diesen Stellen in die Ablaufrinne 2 abfließen und den Abfluß der Schichten 11 und 12 behindern können. Durchtrittsmöglichkeiten für die oberste Schicht 10 und die unterste Schicht 13 sind nur an den Stellen gegeben, an denen die horizontalen Überfallwehre 6 und 7 liegen. Die Abflußmöglichkeiten für die einzelnen Schichten sind durch die punktiert eingezeichneten Pfeile in den A b b. 1 bis 3 dargestellt.
  • Die Abbildungen zeigen Ausführungsformen für Rechteckbecken. Auch für Rundbecken ist die Anwendung der Neuerung durchaus möglich. Allerdings verlangt sie dann Abläufe großer Längen.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Vorrichtung zum schichtenweisen Abziehen und Herbeiführen eines gleichmäßigen Ablaufes geklärten Abwassers verschiedener Beschaffenheit aus Absetzbecken in Kläranlagen, bei denen am Ablaufende des Beckens mehrere lotrechte, unten offene Entnahmekammem mit oberen Überfallwehren zu einem rinnenförmigen Ablauf hintereinander angeordnet sind, deren Vorderwände nur bis zu einer bestimmten Beckentiefe herabreichen, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Überfallwehre (6, 7, 8, 9) so bemessen ist, daß die Strömungsgeschwindigkeit in den einzelnen Schichten verschiedener Wichte der mittleren Strömungsgeschwindigkeit im Absetzbecken entspricht.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Entnahmekammern (14, 15) durch parallel zur Beckenlängsrichtung liegende Trennwände (20, 2t) unterteilt sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 mit mehreren in Beckenlängsrichtung hintereinanderliegenden Entnahmekammern (14, 15), dadurch gekennzeichnet, daß die Überfallwehre (6, 7, 8, 9) in Breitenrichtung abwechselnd zueinander versetzt sind und daß allen Kammern eine gemeinsame Ablaufrinne (2) zugeordnet ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Österreichische Patentschrift Nr. 28 947; USA.-Patentschrift Nr. 2438756.
DENDAT1168356D Vorrichtung zum schichtenweisen Abziehen und Herbeifuehren eines gleichmaessigen Ablaufes geklaerten Abwassers verschiedener Beschaffenheit aus Absetzbecken in Klaeranlagen Pending DE1168356B (de)

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DE1168356B true DE1168356B (de) 1964-04-16

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT28947B (de) * 1905-11-17 1907-06-25 Bruno Schmidt Stromverteiler für Klärbehälter mit im wesentlichen horizontaler Stromrichtung.
US2438756A (en) * 1946-03-27 1948-03-30 Western Electric Co Vibrating apparatus

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT28947B (de) * 1905-11-17 1907-06-25 Bruno Schmidt Stromverteiler für Klärbehälter mit im wesentlichen horizontaler Stromrichtung.
US2438756A (en) * 1946-03-27 1948-03-30 Western Electric Co Vibrating apparatus

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