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Verfahren zum Verbergen graphischer Informationen Die Erfindung betrifft
ein Verfahren zum Unsichtbarmachen und Sichtbarmachen geschriebener Informationen
und die hierzu erforderlichen Geräte sowie ein verschlüsselte graphische Daten tragendes
Aufzeichnungsblatt.
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In vielen Gebieten des Geschäftslebens müssen sich Klienten oder Kunden
durch ihre Unterschrift ausweisen, von der Kopien auf Signaturkarten in den verschiedenen
Zweigstellen des betreffenden Unternehmens zu Vergleichszwecken aufbewahrt werden.
Um den betreffenden Schalterbeamten oder Angestellten von dem zeitraubenden Heraussuchen
dieser Signaturkarte zu entbinden, muß der Kunde. oder Klient in manchen Fällen
seine eigene Signaturkarte vorlegen, die beispielsweise in einem Sparbuch oder einem
anderen Ausweis enthalten ist. Tätigt ein Kunde beispielsweise einen Kreditkauf
oder löst einen Scheck ein, dann ist es allgemein üblich, daß er sich mit einem
beliebigen Ausweispapier ausweisen muß, das seine Unterschrift trägt. Diese Unterschrift
wird dann mit der Unterschrift auf der Rechnung oder dem Scheck verglichen. Ein
schwieriges Problem bei solchen Geschäftsvorkehrungen besteht jedoch darin, daß
bei Verlust oder Diebstahl einer solchen Unterschriftskarte eines Kunden sich der
Finder oder der Dieb ohne weiteres den Unterschriftszug des betrefienden Kunden
aneignen und sich dadurch für diesen ausgeben kann. Eine Lösung dieses Problems
wurde nun dadurch gefunden, daß die Unterschrift des Kunden auf einer Unterschriftskarte
derart unsichtbar gemacht wird, daß sie normalerweise nur von dem Angestellten oder
Kassierer gelesen werden kann, dem die Karte vorgelegt wird.
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Die im Handel erhältlichen Geräte zum Unsichtbarmachen von Daten für
praktische Zwecke sind verhältnismäßig grob, so daß sich ohne sehr große Mühe die
Konturen des unsichtbargemachten Bildes, der Unterschrift oder sonstiger Informationen
oder die Konturen des Hintergrundmusters, in dem eine solche Information verborgen
ist, feststellen lassen. Zwar dienen diese bekannten Vorrichtungen dazu, zu verhindern,
daß unsichtbargemachte Informationen von Unbefugten entschlüsselt werden können,
doch sind sie nicht absolut sicher. Es besteht deshalb ein Bedarf an Verfahren und
Geräten zum verbesserten Verschlüsseln oder Unsichtbarmachen von Unterschriften
oder anderen vertraulichen Informationen. Solche Verfahren und Geräte müssen jedoch
in wirtschaftlicher Weise im großen Maßstab im Geschäftsleben anwendbar sein.
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Bekannte Entschlüsselungsvorrichtungen, die sich zum Verschlüsseln
oder Unsichtbarmachen von geschriebenen und gedruckten Informationen eignen, besitzen
zwei wesentliche Nachteile, die durch die Erfindung beseitigt werden. Der eine Nachteil
davon besteht darin, daß die Struktur des Verschlüsselungsmusters oder des Hintergrundmusters,
in dem die Information unsichtbar untergebracht werden soll, feststellbar ist. Eine
solche Struktur besteht üblicherweise aus Linien verschiedener Form, die für das
Auge leicht erkennbar sind. Eine Person, die solche unsichtbargemachten Zeichen
oder Bilder entziffern will, geht normalerweise so vor, daß sie solche Linien und
Kombinationen hiervon bestimmt und diese dann unterdrückt oder die einzelnen Linien
und Linienkombinationen auf andere Weise identifiziert, bis das Informationsmuster
erscheint. Der zweite Nachteil bekannter kryptographischer Vorrichtungen besteht
darin, daß beim Aufzeichnen von Informationen auf ein Hintergrundmuster sich die
jeweiligen Informationspartikel an den betreffenden Stellen des Hintergrundmusters
verdichten, so daß sie bei genauer Betrachtung etwas hervortreten.
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Diese Nachteile werden durch das nachstehend beschriebene erfindungsgemäße
Verfahren beseitigt. Der Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zum Verbergen
graphischer Informationen auf Aufzeichnungsblättern, das durch folgende Schritte
gekennzeichnet ist: a) Herstellen eines Hintergrundmusters, bestehend aus beliebig
verteilten großen und kleinen unregelmäßig begrenzten dunklen und hellen
Flächen
auf einem photoempfindlichen Film nach einem beliebigen bekannten Verfahren, wobei
die Abmessungen der großen Flächen ein Mehrfaches und die kleinen Flächen einen
Bruchteil der Strichstärke der zu verbergenden graphischen Informationen betragen;
b) Auflegen eines mit einem vom Hintergrundmuster abhängigen Musters lichtdurchlässiger
Stellen, deren Abmessungen denen der kleinen Flächen des Hintergrundmusters entsprechen.
versehenen Schirmes auf den Film; c) Versetzen der unter den lichtdurchlässigen
Stellen des Schirms liegenden Flächenteile des Hintergrundmusters in den dunklen
bzw. hellen Zustand; d) Auflegen eines unsichtbar zu machende graphische Informationen
tragenden Aufzeichnungsträgers auf den Schirm, wobei der Schirm relativ zum Hintergrundmuster
die gleiche Lage wie bei c) einnimmt; e) Versetzen der unter den lichtdurchlässigen
Stellen des Schirms liegenden Flächenteile des Hintergrundmusters mit Ausnahme der
das Muster der graphischen Informationen darstellenden Bereiche in den hellen bzw.
dunklen Zustand.
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Eine Anzahl Ausführungsbeispiele der Erfindung und Abwandlungen hiervon
werden nachstehend an Hand der Zeichnungen näher beschrieben, und zwar zeigt F i
g. 1 eine Vergrößerung im Maßstab 7:1 eines typischen Hintergrundmusters,
wie es in einem Ausführungsbeispiel der Erfindung zur Verwendung kommt, F i g. 2
eine Vergrößerung im gleichen Maßstab des in F i g. 1 dargestellten Hintergrundmusters
mit graphischen Daten, die durch die Feinstruktur des Hintergrundes unsichtbar gemacht
sind und einen Teil derselben bilden, F i g. 3 die in F i g. 2 gezeigte Vergrößerung
des graphische Daten enthaltenden Hintergrundmusters, bei dem durch eine zusätzliche
Feinstruktur die graphischen Daten noch wirksamer unsichtbar gemacht sind, F i g.
4 eine Vergrößerung im Maßstab 7 : 1 der unsichtbar gemachten graphischen Daten,
wie sie bei Betrachtung des Hintergrundes durch einen Entschlüsselungsschirm sichtbar
werden, F i g. 5 eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht des normalerweise
zur Verschlüsselung der graphischen Daten verwendeten Gerätes und F i g. 6 eine
perspektivische Ansicht, mittels der veranschaulicht wird, auf welche Weise ein
verschlüsselte graphische Daten tragendes Aufzeichnungsblatt und ein Entschlüsselungsschirm
mit einer Beleuchtungsvorrichtung zur Ablesung der verschlüsselten Daten zusammenarbeitet.
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In der vorliegenden Beschreibung wird der Ausdruck »Korn« zur Bezeichnung
heller und dunkler Flächen des Hintergrundmusters willkürlicher Form verwendet,
die so groß sind, daß die Grobstruktur des betrachteten Hintergrundes des Aufzeichnungsblattes
durch willkürliche Verteilung einer Vielzahl solcher Körner herstellbar ist. Des
weiteren wird der Ausdruck »Partikeln« zur Bezeichnung ähnlicher heller und dunkler
Flächen beliebiger willkürlicher Form verwendet, deren Dimensionen jedoch mindestens
eine Größenordnung kleiner als die der oben genannten Körner sind. Da das betrachtete
Hintergrundmuster der Erfindung aus einer willkürlichen Verteilung sowohl von Körnern
als auch von Partikeln besteht und da die zu verschlüsselnde Information ebenfalls
durch solche Partikeln gebildet wird, werden die jeweiligen Partikeln als Nichtinformationspartikeln
bzw. Informationspartikeln bezeichnet, je nachdem, ob sie einen Teil des Hintergrundes
oder der verschlüsselten Information bilden. Die jeweiligen erfindungsgemäßen Muster
können zwar aus den verschiedensten Farben oder Farbschattierungen, z. B. von Grau,
gebildet werden, doch wird die Erfindung der Einfachheit halber an Hand eines lediglich
aus dunklen und hellen Flächen bestehenden Musters beschrieben. Mit dem Ausdruck
»schreiben« wird im folgenden die Bildung einer dunklen Fläche und mit dem Ausdruck
»löschen« die Bildung einer hellen Fläche oder, genauer gesagt, die Entfernung einer
dunklen Fläche bezeichnet.
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Obwohl die verschiedensten photographischen Verfahren zur Herstellung
eines Musters von Informations- und Nichtinformationspartikeln angewandt werden
können, in dem diese Partikeln sowohl durch Schreiben als auch durch Löschen in
das Gesamtmuster eingefügt werden können, würden diese Verfahren sehr verwickelt
und kompliziert. Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens
sieht daher die Verwendung eines photometachromatischen oder phototropen Stoffes
vor. Dies sind lichtempfindliche Farbstoffe, die durch Erregung mittels Licht bestimmter
Wellenlänge undurchsichtig werden, wobei der undurchsichtige Zustand durch Bestrahlung
mit Licht anderer Wellenlänge wieder aufgehoben werden kann. Bei solchen photometachromatischen
Stoffen kann es sich beispielsweise um elementare und komplexe Spiropyrane oder
um deren Derivate handeln.
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Auf der vergrößerten Wiedergabe eines Teiles des Hintergrundmusters
gemäß F i g. 1 ist ersichtlich, daß ein solcher Hintergrund aus einer willkürlichen
Verteilung relativ großer Körner besteht, wobei sich innerhalb und zwischen den
einzelnen Körnern eine willkürliche Verteilung kleiner Partikeln befindet, das ganze
Muster aus willkürlich verteilten, jeweils von ihrer unmittelbaren Umgebung verschiedener
Flächen besteht. Wie aus F i g. 1 ersichtlich, sind die feinen Partikeln
12 innerhalb der einzelnen Körner 11 eingeschrieben und erscheinen als schwarze
Flecke in einem weißen Feld, während in den Flächen zwischen den Körnern 11 die
Partikeln 12a durch Löschen, d. h. als weiße Flecke im schwarzen Feld, gebildet
werden.
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Um graphisch dargestellte Informationen innerhalb eines solchen Hintergrundes
unsichtbar zu machen, wird ein nichtgezeigter Verschlüsselungsschirm, der mit einem
Muster lichtdurchlässiger Stellen versehen ist, das der Verteilung der Partikel
nach F i g. 4 ähnlich, jedoch nicht identisch ist, über dem Hintergrund angebracht,
und Partikeln werden überall da aus dem Hintergrund gelöscht, wo eine lichtdurchlässige
Stelle auf dem Schirm mit einer schwarzen Fläche des Hintergrundes zusammenfällt.
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Die auf dem Verschlüsselungsschirm enthaltenen lichtdurchlässigen
Stellen oder Partikeln besitzen die gleiche Größenordnung wie die Partikeln der
Feinstruktur des Hintergrundmusters (F i g. 1).
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Der Verschlüsselungsschirm wird beim Auflegen des die zu verschlüsselnde
Unterschrift oder andere
graphische Daten tragenden durchsichtigen
Trägers auf den Schirm in der gleichen Lage wie beim oben beschriebenen Löschvorgang
festgehalten. Die Feinstruktur des Schirms wird dann in das Hintergrundmuster zurückgeschrieben,
sofern dies nicht durch das Vorhandensein der Unterschrift bzw. anderer Daten verhindert
wird. Durch diesen Vorgang werden also alle diejenigen vorher gelöschten schwarzen
Flächen wieder ausgefüllt, die nicht unter der Unterschrift liegen.
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Wird nun der mit der Unterschrift versehene Träger entfernt, dann
ist eine Gruppe weißer Punkte, die der Form der Unterschrift folgen, gegen den Kontrast
der undurchsichtigen Stellen des Schirms und der unter den übrigen lichtdurchlässigen
Durchgängen des Schirms liegenden schwarzen Flächen durch Reflexion oder Übertragung
von. Licht durch die weißen Punkte sichtbar.
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Wird der Schirm entfernt, dann ist die Verteilung heller und dunkler
Flächen, die den Hintergrund und die unsichtbar gemachte Unterschrift darstellen
so, wie sie in F i g. 2 vergrößert gezeigt ist.
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Ein Vergleich der F i g. 1 und 2 zeigt, daß die Verteilung heller
und dunkler Flächen gemäß F i g. 2 Partikeln 13 enthält, die in F i g. 1 nicht vorhanden
sind. Diese letztgenannten Partikeln wurden während des obenerwähnten Schreibvorgangs
der Arbeitsfolge erzeugt, bei dem die durch den vorhergehenden Löschvorgang erzeugten
weißen Punkte wieder in dunkle umgewandelt werden.
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Des weiteren enthält das in F i g. 2 gezeigte Muster Flächen, wie
beispielsweise die Fläche 14, die weiße Stellen bzw. Partikeln enthalten, die durch
den Löschvorgang geschaffen oder bereits in dem Hintergrundmuster vorhanden waren
und während des Schreibens durch die darüberliegende Unterschrift abgedeckt wurden.
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Somit bilden diese weißen Partikeln, z. B. innerhalb der Fläche 14,
eine bestimmte Gruppe innerhalb eines aus feinen verschiedenen Partikeln gebildeten
Musters, dessen sämtliche übrigen Teile schwarz sind. Durch diesen Kontrast wird
ermöglicht, daß die weißen Partikeln der graphischen Daten klar unterschieden werden
können, wenn die lichtdurchlässigen Stellen des bei der Verschlüsselung verwendeten
Schirms mit dem entsprechenden Muster von weißen und schwarzen den Hintergrund bildenden
Flächen ausgerichtet sind.
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Wie bereits ausgeführt, ergibt sich durch das vorgenannte Verfahren
ein Muster, das aus einer Anzahl weißer und schwarzer Informationspartikeln, die
in einer Verteilung von Körnern eingelagert sind, sowie aus keine Information darstellenden
Partikeln besteht, wobei die Unterschrift als solche von den weißen Informationspartikeln
dargestellt wird.
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Ist eine dunkle Unterschrift auf einem hellen Hintergrund erwünscht,
so sind die Schritte zur Herstellung des verschlüsselten Musters ähnlich den im
vorangegangenen beschriebenen, mit der Ausnahme, daß das Verschlüsselungsschirmmuster
in das Hintergrundmuster nach F i g. 1 eingeschrieben wird und daß anschließend
die Unterschrift auf den in Ausrichtung mit dem Hintergrundmuster gehaltenen Verschlüsselungsschirm
gelegt und das Verschlüsselungsschirmmuster aus dem Hintergrundmuster in all den
Flächen gelöscht wird, die nicht von der Unterschrift oder Information abgedeckt
werden. Das Ergebnis hiervon erscheint bei Betrachtung durch den Verschlüsselungsschirm
als ein dem in F i g. 4 gezeigten Muster ähnlichem Muster, obwohl das in F i g.
4 gezeigte Muster durch nachstehend erläuterte zusätzliche Schritte erhalten wird.
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Das auf diese Weise verschlüsselte Muster macht zwar die darin enthaltene
Information bis zu einem Grad unsichtbar, der für die meisten kaufmännischen und
geschäftlichen Anwendungsbereiche ausreicht, jedoch zeigt sich bei einer genauen
Prüfung des Musters zumindest, daß darin eine Information enthalten ist, obwohl
es auf Grund der völlig willkürlichen Verteilung der Informations- und Nichtinformationspartikel
äußerst schwierig wäre, die Art dieser Information zu bestimmen, d. h. daß durch
Vergrößern von Teilen des beispielsweise in F i g. 2 veranschaulichten Musters Informationsflächen,
wie beispielsweise die Fläche 14, dadurch festgestellt werden können, daß die Musterdichte
der einzelnen Flächen geprüft und diejenigen Flächen, die sich bezüglich ihrer Muster-
bzw. Partikeldichte merklich von den restlichen Hintergrundflächen unterscheiden,
gekennzeichnet werden. Um somit eine verhältnismäßig konstante Dichte über das ganze
Muster sowohl für Informationspartikeln als auch für Nichtinformationspartikeln
zu erzielen, wird ein Verschlüsselungsschirm mit einem Muster willkürlich verteilter,
lichtdurchlässiger Stellen, das dem im vorgenannten verwendeten ähnlich ist, zum
Einschreiben einer Feinstruktur verwendet, bei den übrigen Verfahrensschritten jedoch
entfernt oder dient umgekehrt zum Löschen einer Feinstruktur in dem bereits eine
Informationsfeinstruktur enthaltenden Muster.
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Zusammengesetzte Muster, in denen das obengenannte Merkmal angewandt
wird, lassen sich in der für das Muster nach F i g. 2 beschriebenen Weise unter
Anwendung zusätzlicher Schritte herstellen. So kann beispielsweise ein Muster nach
F i g. 2, wie bereits beschrieben, dadurch erzeugt werden, daß aus dem Hintergrundmuster
nach F i g. 1 die Feinstruktur eines ersten Verschlüsselungsschirmes gelöscht und
anschließend die Unterschrift auf den Verschlüsselungsschirm gelegt wird, der mit
dem geänderten Hintergrundmuster in Ausrichtung gehalten wird, und daß schließlich
die Feinstruktur des ersten Verschlüsselungsschirms bis auf diejenigen Flächen wieder
eingeschrieben wird, die der Unterschrift oder Information entsprechen. Der Verschlüsselungsschirm
wird dann durch einen zweiten Verschlüsselungsschirm ersetzt, der ein Muster durchsichtiger
Stellen aufweist, das demjenigen des ersten Schirmes ähnlich, jedoch von diesem
verschieden ist.
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Das Muster des zweiten Verschlüsselungsschirms wird nun in das ganze
zusammengesetzte Muster eingeschrieben. Anschließend wird die Unterschrift über
den zweiten Verschlüsselungsschirm in Ausrichtung mit der vorher in dem zusammengesetzten
Muster gebildeten Unterschrift gebracht. Das Feinstrukturmuster des zweiten Verschlüsselungsschirms
wird dann aus dem zusammengesetzten Muster mit Ausnahme der der Unterschrift entsprechenden
Stellen gelöscht.
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Das Endergebnis ist dann ein zusammengesetztes Muster, von dem ein
vergrößerter Teil in F i g. 3 gezeigt ist, der dem in den F i g. 2 und 1 dargestellten
Bereich entspricht. Das Muster nach F i g. 3 enthält jedoch nicht nur die gleichen
großen Körner 11, Partikeln 12 und die Nichtinformationspartikeln
13,
die bei Verwendung des ersten Verschlüsselungsschirms eingeschrieben wurden, sondern
enthält auch Informationspartikeln 15 in denjenigen Flächen 14 nach F i g. 2, die
die beim ersten Teil des Verfahrens durch Löschen eingeprägte Information enthalten.
Eine weitere Betrachtung der F i g. 3 zeigt auch Nichtinformationspartikeln 16,
die aus dem Hintergrundmuster während des zweiten Teiles des Verfahrens gelöscht
wurden.
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F i g. 4 ist eine vergrößerte Darstellung des in F i g. 3 veranschaulichten
Musters bei Betrachtung durch den zweiten Schirm.
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Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß bei Betrachtung
der gleichen Fläche (F i g. 3 ) durch den ersten Verschlüsselungsschirm, der das
in F i g. 2 eingeprägte Partikelmuster hat, die erzielte Wirkung im wesentlichen
dem Negativ des in F i g. 4 gezeigten Musters entspricht, d. h., das mit weißen
Punkten durchsetzte schwarze Feld der F i g. 4 wird durch ein vollständig schwarzes
Feld ersetzt, während sich die Unterschrift aus schwarzen und weißen Stellen zusammensetzt.
Die Wirkung ist mit der durch das zuerst beschriebene einfache Verfahren erzielten
identisch.
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Somit sind, da die gleiche Information sowohl in Form von aus dem
Hintergrundmuster gelöschten Flächen als auch in Form von eingeschriebenen Partikeln
in dem Gesamtmuster enthalten sind, beide Formen leicht unterscheidbar, je nachdem,
welcher Verschlüsselungs- bzw. Betrachtungsschirm verwendet wird.
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Von noch größerer Bedeutung ist jedoch, daß aus einer Betrachtung
der F i g. 3 nicht hervorgeht, die Informationspartikeln von Nichtinformationspartikeln
unterschieden werden können, da die Flächen innerhalb der Körner ebenso wie die
Flächen dazwischen die Partikel in einer gleichmäßigen willkürlichen Verteilung
enthalten.
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Es ist zwar ohne weiteres möglich, die Dimensionen der die Körner
und die Partikeln bildenden Flächen zu verändern, doch sollten die Körner etwa zwei-
bis fünfmal so breit wie die Strichstärke der zu verschlüsselnden Unterschrift sein,
während die Dimensionen der Partikeln und der Abstand zwischen diesen etwa in der
Größenordnung von einem Zehntel der Korndimensionen liegen sollten.
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Aus der vorhergehenden Beschreibung und aus Vergleichen der F i g.
3 und 4 geht hervor, daß der Zweck der Körner darin besteht, das Informationsmuster
unsichtbar zu machen, während die Partikeln des Hintergrundmusters dazu dienen,
die einzelnen. das Informationsmuster bildenden Informationspartikeln unsichtbar
zu machen. Die Unterschrift besteht also aus den einzelnen Informationspartikeln,
die zwischen den Nichtinformationspartikeln des Hintergrundmusters verstreut sind,
während die Gesamtunterschrift selbst in der Grobstruktur des Hintergrundmusters
verborgen ist.
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Besteht das Informationsmuster. wie im vorangegangenen beschrieben,
sowohl aus in das Hintergrundmuster eingeschriebenen als auch aus diesem gelöschten
Partikeln, so können die die Grobstruktur des Hintergrundmusters bildenden Körner
gegebenenfalls auch weggelassen werden, da das Gesamthintergrundmuster der Partikeln
selbst in den die verschlüsselte Information darstellenden Flächen eine verhältnismäßig
gleichmäßige Dichte aufweist. In einem solchen Falle erscheint das zusammengesetzte
Muster aus Informations- und Nichtinformationspartikeln dem Muster des Verschlüsselungsschirms
sehr ähnlich.
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Da das Muster nach F i g. 3 durch Verwendung von zwei verschiedenen
Verschlüsselungsschirmen mit unterschiedlichen Mustern der willkürlich verteilten
Partikeln hergestellt wurde, besteht die Möglichkeit einer Oberlappung zwischen
den einzelnen Partikeln der beiden Muster. Da bei beiden Verschlüsselungsschirmen
die mit Partikeln versehene Fläche etwa 1011/o der Gesamtfläche jedes Verschlüsselungsschirms
einnimmt, beträgt die gesamte überlappungsfläche somit etwa l o/o der Gesamtfläche
des Verschlüsselungsschirms. Für die meisten kaufmännischen Anwendungsbereiche stellt
diese überlappung weder in bezug auf eine unbefugte Identifizierung des Verschlüsselungsschirmmusters
noch in bezug auf die Klarheit des Bildes beim Ablesen durch einen geeigneten Betrachtungsschirm
ein Problem dar. In solchen Fällen jedoch, wo eine überlappung nicht erwünscht ist,
läßt sich diese durch Anordnung eines zusätzlichen Musters ausschalten, das nur
aus den Oberlappungsflächen gebildet wird. Dieses Muster wird dann zusammen mit
jedem Schirm benutzt, so daß nur die Nichtüberlappungsflächen entweder zum Schreiben
oder Löschen der jeweiligen Verschlüsselungsmuster in bzw. aus dem Hintergrundmuster
verwendet werden.
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Aus der vorangehenden Beschreibung der in der Erfindung verwendeten
Muster wurden auch bereits die verschiedenen Schritte des Verfahrens zur Herstellung
der entsprechenden Muster und deren Endergebnis kurz erwähnt. Zum besseren Verständnis
der erfindungsgemäßen Verfahren ist es jedoch zweckmäßig, auch das Gerät zur Herstellung
der jeweiligen Muster zu beschreiben. Ein für diesen Zweck geeignetes Gerät ist
in F i g. 5 gezeigt.
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Wie bereits eingangs erwähnt, können die jeweiligen Muster durch normale
photographische Verfahren hergestellt werden, was jedoch sehr kompliziert und umständlich
ist. Das bevorzugte, für die Erfindung angewandte Verfahren sieht jedoch die Verwendung
eines photometachromatischen oder phototropen Stoffes vor. der aus einer Verteilung
von lichtempfindlichen Farbstoffen besteht, die bei einer Bestrahlung mit Licht
bestimmter Wellenlänge undurchsichtig werden. wobei dieser Zustand jedoch durch
eine Bestrahlung mit Licht anderer Wellenlänge wieder aufgehoben werden kann. Die
jeweils zu verwendenden Wellenlängen des Lichtes hängen von der Art des photometachromatischen
Stoffes ab. Bei der Erfindung werden insbesondere solche Stoffe verwendet, die aus
elementaren oder komplexen Spiropyranen oder deren Derivaten bestehen und bei Bestrahlung
mit Licht im blauen bis ultravioletten Bereich des Spektrums in einen undurchsichtigen
Zustand überwechseln und bei Bestrahlung mit weißem Licht, insbesondere jedoch mit
Licht im roten bis grünen Teil des Spektrums, in ihren ersten Zustand zurückkehren.
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In F i g. 5 ist ein Film 20 aus einem solchen photometachromatischen
Stoff gezeigt, der beispielsweise mittels eines Klebstoffes so an einer Grundplatte
21 befestigt ist, daß er von dieser wieder gelöst werden kann. An der Grundplatte
21 sind eine Anzahl aufrechtstehender Stifte 22 befestigt, die für noch näher zu
beschreibende Ausrichtezwecke dienen. Eine Zwischenplatte 23 ist so gebaut, daß
sie auf der Grundplatte
21 aufliegen kann und weist eine Anzahl
Ausrichtelöcher 24 auf, die mit den Ausrichtestiften 22 der Grundplatte 21 übereinstimmen.
Die Zwischenplatte 23 ist außerdem mit einer Öffnung 25 versehen, in der sie den
metachromatischen Film oder Platte 20 aufnehmen kann, wenn die Zwischenplatte 23
auf der Grundplatte 21 aufliegt und mit dieser ausgerichtet ist. Ferner ist die
Zwischenplatte 23 mit zwei Handgriffen 26 ausgestattet, deren Zweck ebenfalls später
näher erläutert wird.
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Durchsichtige Träger 27 und 28, die ein beispielsweise in F i g. 1
gezeigtes Muster bzw. eine Unterschrift tragen, sind jeweils mit einer Anzahl Ausrichtelöcher
29 versehen, die wiederum mit den Ausrichtestiften 22 der Grundplatte übereinstimmen
und somit auf die Zwischenplatte 23 aufgelegt werden können. Um die ganze Anordnung
festzuhalten, wird auf diese schließlich noch eine mit Ausrichtelöchern 31 versehene
Deckplatte 30 aufgelegt. Die Deckplatte 30 ist außerdem mit einer Ausnehmung 32
versehen, deren Form der Form der metachromatischen Platte 20 entspricht, so daß
die durchsichtigen Träger 27 und 28 mit von einer Lichtquelle 33 kommenden Licht
bestrahlt werden können.
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Die Lichtquelle 33 kann herkömmlicher Bauart sein und ist mit zwei
oder mehr Leuchtelementen ausgestattet, die ultraviolettes bzw. weißes oder grünes
Licht erzeugen.
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Zur Bildung der willkürlichen Verteilung der Hintergrund- und Schirmmuster
können die verschiedensten Verfahren angewandt werden. So kann beispielsweise das
Partikelmuster eines Verschlüsselungsschirms durch willkürliches Aufstreuen von
feinem Sand oder Konfetti auf einen photographischen Film, der anschließend belichtet
und entwickelt wird, hergestellt werden. Das Hintergrundmuster kann in ähnlicher
Weise dadurch hergestellt werden, daß grobe Körner über einen Film verteilt werden,
der anschließend ebenfalls belichtet und entwickelt wird. Das sich ergebende Muster
kann dann auf einen nietachromatischen Film übertragen werden, auf dem anschließend
ein Partikehnuster in die hellen bzw. dunklen Flächen des groben Musters durch Einschreiben
bzw. Löschen aufgeschraubt wird.
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Wie in F i g. 5 gezeigt, wurde ein Hintergrundmuster, wie es beispielsweise
in F i g. 1 dargestellt ist, durch Kopieren dieses auf einem geeigneten durchsichtigen
Träger enthaltenden Musters unter Verwendung ultravioletten Lichtes bereits auf
der nietachromatischen Platte 20 hergestellt. Als nächstes wird der durchsichtige
Träger 27 über die metachromati@che Platte 20 gelegt und durch die in die Ausrichtelöcher
29 des durchsichtigen Trägers 27 hineinragenden Ausrichtestiftes 22 in Ausrichtung
gehalten, wobei der durchsichtige Träger 27 durch die Zwischenplatte 23 gestützt
wird. Das Verschlüsselungsmuster des durchsichtigen Trägers 27 wird dann durch Bestrahlung
mit von der Lichtquelle 33 kommenden weißem oder grünem Licht aus dem Hintergrundmuster
der nietachromatischen Platte 20 gelöscht. Anschließend wird der die zu verschlüsselnde
Unterschrift oder andere Informationen tragende durchsichtige Träger 28 auf das
Verschlüsselungsmuster des durchsichtigen Trägers 27 gelegt, der immer noch mit
der nietachromatischen Platte 20 ausgerichtet ist. Daraufhin wird die ganze Anordnung
mit von der Lichtquelle 33 kommenden ultraviolettem Licht bestrahlt, wodurch das
Verschlüsselungsmuster des durchsichtigen Trägers 27 in das Hintergrundmuster der
metachromatischen Platte 20 mit Ausnahme der durch die Unterschrift oder andere
Informationen auf dem durchsichtigen Träger 28 verdeckten Flächen zurückgeschrieben
wird. Die durchsichtigen Träger 27 und 28 können durch Abheben der Zwischenplatte
23 entfernt werden, wozu die bereits erwähnten Handgriffe 26 an der Platte 23 dienen.
Das nun auf der metachromatischen Platte 20 befindliche zusammengesetzte Muster
ist in F i g. 2 gezeigt und kann nach Ablösen der metachromatischen Platte 20 von
der Grundplatte 21 auf einen normalen photographischen Film mit hohem Auflösungsvermögen
kopiert werden.
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Wie bereits bei der Beschreibung der in den F i g. 1, 2 und 3 gezeigten
Mustern erwähnt, lassen sich die vorgenannten Schritte variiren, d. h., das Verschlüsselungsmuster
des durchsichtigen Trägers 27 kann bei Belichtung mit ultraviolettem Licht in das
Hintergrundmuster auf der metachromatischen Platte 20 eingeschrieben werden, und
die Unterschrift auf dem durchsichtigen Träger 28 wird anschließend auf das Verschlüsselungsmuster
gelegt und die ganze Anordnung mit weißem oder grünem Licht bestrahlt, wodurch das
Verschlüsselungsmuster aus dem Hintergrundmuster bis auf die von der Unterschrift
verdeckten Stellen wieder gelöscht wird.
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Soll ein verschlüsseltes Informationsmuster hergestellt werden, indem
die Information für die im vorangegangenen beschriebenen Zwecke sowohl zu dem Hintergrundmuster
hinzuaddiert als auch von diesem subtrahiert wird, dann werden die vorgenannten
Schritte in einer entsprechenden Reihenfolge kombiniert. So wird beispielsweise
das Hintergrundmuster nach F i g. 1 zuerst durch Verwendung von ultraviolettem Licht
in die metachromatische Platte 20 eingeschrieben. Ein durch den ersten Verschlüsselungsschirm
bestimmtes Muster wird dann durch Löschen mittels weißem oder grünem Licht in die
metachromatische Platte 20 eingetragen. Das Informationsmuster wird anschließend
über den Verschlüsselungsschirm gelegt, der weiter mit der nietachromatischen Platte
ausgerichtet bleibt. Das Verschlüsselungsschirmmuster wird dann mit Ausnahme der
durch die zu verschlüsselnde Unterschrift abgedeckten Flächen in die nietachromatische
Platte 20 zurückgeschrieben. Der erste Verschlüsselungsschirm und der durchsichtige
Informationsträger werden nunmehr entfernt, und ein zweiter Verschlüsselungsschirm
wird auf die nietachromatische Platte 20 gelegt und dessen Muster unter Verwendung
von ultraviolettem Licht in die nietachromatische Platte 20 eingeschrieben. Anschließend
wird der durchsichtige Träger mit der Unterschrift auf den zweiten Verschlüsselungsschirm
gelegt, der immer noch mit der mietachromatischen Platte 20 ausgerichtet ist. Die
Unterschrift besitzt die gleiche Ausrichtung wie vorher. Das zweite Verschlüsselungsschirmmuster
wird mit Ausnahme der durch die Unterschrift abgedeckten Flächen durch Bestrahlung
mit weißem Licht aus der nietachromatischen Platte 20 gelöscht. Die betreffende
Vorrichtung. kann nun auseinandergenommen und das auf der nietachromatischen Platte
entstandene Muster durch Kopieren auf einen photographischen Film mit hohem Auflösungsvermögen
aufgebracht werden. Das entstandene Muster besitzt die in F i g. 3 gezeigte Form.
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Nach Herstellung des verschlüsselten Informationsmusters und übertragung
desselben auf einen photographischen Film kann dieser in einem gebräuchlichen
Spar-
oder Kontobuch od. dgl. so befestigt werden, daß zu dessen Ablesung bzw. Entschlüsselung
mittels einer beispielsweise in F i g. 6 gezeigten Ablesevorrichtung Licht durch
den Film geschickt werden kann. .
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Wie aus F i g. 6 ersichtlich, ist auf der Innenseitdes Umschlagdeckels
41 des Kontobuchs 42 ein photographischer Film 40 angebracht. Der Umschlagdeckel
41 ist unterhalb des Films 40 mit einer nichtgezeigten Öffnung ausgestattet, die
dazu dient, Licht zu dem Film durchzulassen. Außerdem ist der Umschlagdeckel 41
mit mehreren Ausrichtelöchern 43 versehen, die mit auf der Oberfläche
45 einer Beleuchtungskammer 46 angebrachten Ausrichtestifte 44 übereinstimmen.
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Eine Entschlüsselungsplatte 48 ist mit einer Sichtöffnung 49 versehen,
auf der ein durchsichtiger Entschlüsselungsfilm 50 befestigt ist, der ein Muster
in Form einer photographischen Kopie des ursprünglich zur Verschlüsselung der Information
verwendeten Verschlüsselungsschirmmuster enthält. Wurde das Muster des Films
40 durch zwei Verschlüsselungsmuster gemäß dem im vorangegangenen beschriebenen
Verfahren hergestellt, dann kann jedes der beiden Verschlüsselungsmuster als Muster
für den Entschlüsselungsfilm 50 verwendet werden. Der Film 50 ist an der Entschlüsselungsplatte
48 so befestigt, daß er in bezug auf die Ausrichtelöeher 51 richtig ausgerichtet
ist, die mit den Ausrichtestiften 44 der Beleuchtungskammer 46 übereinstimmen.
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Werden der Einbanddeckel 41 des Kontobuches und die Entschlüsselungsplatte
in der in F i g. 6 gezeigten Reihenfolge über die Beleuchtungskammer gelegt, dann
befindet sich das Entschlüsselungsmuster des Films 50 in ordnungsgemäßer
Ausrichtung mit dem verschlüsselten Muster des Films 40, so daß die darin
enthaltene Information betrachtet werden kann, wenn Licht von der Beleuchtungsöffnung
47 der Beleuchtungskammer 46 durchgeleitet wird. Somit kann ein Kassierer oder ein
anderer Angestellter nach Empfang z. B. des Kontobuchs des jeweiligen Kunden schnell
das verschlüsselte Informationsmuster mit dem Entschlüsselungsmuster ausrichten
und die darin verschlüsselte Unterschrift ablesen und sie mit der Unterschrift des
Kunden, die ihm auf einem Kontobeleg od. dgl. vorgelegt wird, vergleichen.
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Die Abmessungen der Beleuchtungskammer 46 können so gewählt sein,
daß diese leicht auf dem Schaltertisch untergebracht werden kann, an dem der betreffende
Angestellte arbeitet. Sie kann aber auch ohne weiteres in verschiedene Arten von
Geschäftsmaschinen, die der betreffende Angestellte verwendet, eingebaut werden.
Falls erwünscht, kann die Vorrichtung zur Verschlüsselung der Information, wie sie
beispielsweise in F i g. 5 gezeigt ist, ohne weiteres mit dem in F i g. 6 gezeigten
Lesegerät kombiniert werden.
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Aus der vorangegangenen Beschreibung des Verfahrens zur Bildung eines
zusammengesetzten verschlüsselten Informationsmusters geht hervor, daß verschiedene
Arten von Informationen in einem gegebenen Hintergrundmuster durch Anwendung verschiedener
Verschlüsselungsmuster für jede Art von Information verschlüsselt werden können.
Wird ein solches zusammengesetztes verschlüsseltes Muster in einem Kontobuch od.
dgl. verwendet, dann kann dieses verschiedenen Zweigstellen oder Abteilungen vorgelegt
werden, bei denen dann jeweils ein entsprechendes Entschlüsselungsmuster vorliegt,
um die betreffende Information abzulesen, die für die betreffende Zweigstelle oder
Abteilung von Bedeutung ist. Es versteht sich ferner, daß die hier beschriebenen
Verfahren und Vorrichtungen zur Verschlüsselung der verschiedenen Informationen
verwendet werden können, gleichgültig ob die Information aus einer einzelnen Unterschrift,
einem ganzen Dokument oder verschiedenen Photographien oder anderen graphischen
Mustern besteht, und daß die willkürlich verteilten Partikeln der im vorangegangenen
beschriebenen Hintergrund- und Verschlüsselungsmuster so klein gewählt werden können,
daß in dieser Feinstruktur die kleinsten Details der zu verschlüsselnden Information
untergebracht werden können. Ferner kann es sich bei dem Hintergrundmuster um jedes
beliebiges Muster handeln, da es keine Beziehung zu der zu verschlüsselnden Information
hat. Soll beispielsweise die Verschlüsselungsvorrichtung für Sparbücher verwendet
werden, dann könnte das Hintergrundmuster ein Bild der betreffenden Bank sein.
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Obwohl im vorangegangenen nicht im einzelnen beschrieben wurde, wie
eine völlig willkürliche Verteilung sowohl der feinen Partikeln als auch der grobe
Körner erzielt wird, versteht es sich, daß die Merkmale der Erfindung nicht von
der genauen Struktur der Verschlüsselungs- und Hintergrundmuster abhängt, und es
läßt sich im Rahmen der Erfindung jedes beliebige Verfahren verwenden, das eine
völlige Zufälligkeit der jeweiligen Verteilung gewährleistet. Das Wesentliche der
Verschlüsselungsvorrichtung liegt in der Zufälligkeit der Musterverteilung, doch
kann das Verfahren selbstverständlich auch für jedes beliebige Verschlüsselungsmuster,
sei es nun ein willkürliches oder ein anderes, mit einer verhältnismäßig einheitlichen
Dichte, wie es beispielsweise durch ein feines Gitternetz od. dgl. gebildet werden
kann, verwendet werden.