DE11767C - Fundirung durch Wasserspülung - Google Patents

Fundirung durch Wasserspülung

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DE11767C
DE11767C DENDAT11767D DE11767DA DE11767C DE 11767 C DE11767 C DE 11767C DE NDAT11767 D DENDAT11767 D DE NDAT11767D DE 11767D A DE11767D A DE 11767DA DE 11767 C DE11767 C DE 11767C
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DE
Germany
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water
tubes
foundation
flushing
pressure
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Application number
DENDAT11767D
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English (en)
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H. F. wallmann in Hannover, Josephstr. 3d. parterre
Publication of DE11767C publication Critical patent/DE11767C/de
Active legal-status Critical Current

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02DFOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
    • E02D23/00Caissons; Construction or placing of caissons
    • E02D23/16Jointing caissons to the foundation soil, specially to uneven foundation soil
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02DFOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
    • E02D15/00Handling building or like materials for hydraulic engineering or foundations
    • E02D15/08Sinking workpieces into water or soil inasmuch as not provided for elsewhere
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02DFOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
    • E02D23/00Caissons; Construction or placing of caissons
    • E02D23/08Lowering or sinking caissons

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Paleontology (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Foundations (AREA)

Description

1880.
Klasse 84.
H. F. WALLMANN in HANNOVER. Fundirung durch Wasserspülung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. April 1880 ab.
Auf beiliegender Zeichnung ist die Fundirung durch Wasserspülung in ihren wesentlichen Theilen dargestellt.
Es wird vorausgesetzt, dafs der Baugrund aus weichen Erdarten besteht, die durch Wasser fortgespült werden können, und dafs derselbe so sorgfaltig untersucht ist, dafs man sicher ist, in der Tiefe, bis in welche das Bauwerk versenkt werden soll, keine Baumstämme oder gröfsere Steine und Felsblöcke anzutreffen. In der Zeichnung ist angenommen, dafs es sich um ein in offener See, auf sandigem Meeresboden, mit kreisförmiger Grundfläche auszuführendes Bauwerk handelt. Es wird zu diesem Zwecke an einem gesicherten Orte zuerst aus Eisenplatten der Boden B des Fundaments hergestellt, und darunter werden die nach unten zugespitzten eisernen, später näher zu beschreibenden Röhren d s geschraubt oder genietet. Rings an den Boden werden verticale oder nach innen geböschte Bleche w angefügt, so dafs ein eisernes, oben offenes, grofses Gefäfs gebildet wird, das frei auf dem Wasser schwimmen kann. In dieses eiserne Gefäfs hinein baut man das Fundament des Bauwerks, wodurch es allmälig immer tiefer sinkt, weshalb die Blechwände w immer höher gemacht werden müssen. ' Man läfst zweckmäfsig den Bau an der Peripherie schneller fortschreiten, als im Centrum des. eisernen Gefäfses, damit die Blechwände von innen gegen den Wasserdruck gestützt werden, event, kann man dieselben auf andere' Weise absteifen. Allmälig wird nun das Bauwerk so tief sinken, dafs es gerade noch bei höheren Wasserständen an den Ort gebracht werden kann, an dem das Bauwerk definitiv stehen soll. Man läfst es an diesen Ort schwimmen und beschwert es hier soweit; dafs es zu Boden sinkt und man sicher ist, dafs es durch keine Zufälligkeit, wie Sturm etc., fortgerissen werden kann. Sollte unvermuthet ein Sturm, eintreten, so läfst man in das Innere des Gefäfses Wasser fliefsen, wodurch das specifische Gewicht des ganzen Bauwerks so vermehrt wird, dafs keine Gefahr des Fortgeschwemmtwerdens mehr vorliegt. Ist das Wetter wieder ruhig, so pumpt man das Wasser wieder heraus, Man- kann, das Bauwerk beim Transport auch durch Ketten mit Luftkästen und Pontons in Verbindung setzen, welche es heben und die gelöst werden, sobald man am eigentlichen Bauplatze angelangt ist.
Sobald das Bauwerk auf dem Boden des Gewässers liegt, beginnt die Arbeit der Pumpen, welche den Sand, Schlick u. s. w. unter dem Boden des Bauwerks fortspülen sollen. Zu\ diesem Zwecke sind unter dem Boden des Gefäfses die schon erwähnten Röhren d und ί angebracht. Letztere sind nach unten keilförmig zugespitzt, damit sie sich leicht durch das auf ihnen lastende Gewicht in den Sand eindrücken, und seitlich durchlöchert. Der zwischen zwei benachbarten Röhren eingeprefste Sand wird fortgespült, indem man in die eine dieser Röhren d Wasser mit grofser Gewalt drückt, die. andere Röhre ί jedoch mit einer Pumpe in Verbindung setzt, welche dieses Wasser wieder ansaugt. So entsteht unter dem ganzen Bauwerke eine Wasserbewegung,, welche, ein all— mäliges, gleichmäßiges Sinken des Bauwerks, veranlaßt.. Damit die Pumpen nicht mit einem allzngrofsen Drucke arbeiten,, kann man es soeinrichten,, daß während der Arbeitszeit das. Gewicht des Bauwerks nur wenig, größer, ist,. als. der Auftrieb des Wassers.,, was besonders von Vortheil ist, wenn das Bauwerk schon tief gesunken,, also schon eine gröfsere Höhe und grofses Gewicht erlangt hat. Der Sand würde sonst unter dem Bauwerk- zu stark zusammengedrückt und schwer fortzuspülen seih. Die Röhren d und s sind unter der kreisförmigen Grundfläche des Bauwerks in der Zeichnung kreisförmig angeordnet und die längeren, mehr nach der Peripherie zu liegenden in mehrere gegen einander abgegrenzte Theile getheilt, während die kürzesten ungetheilt sind.. Es sollte möglichst jede zu den Röhren führende. Saugröhre S und Druckröhre D ein gleich langes ■ Stück der Röhren s und d zu- bedienen haben. Praktisch läfst sich das allerdings unter einer kreisförmigen Grundfläche, nur unvollkommen! durchführen. Unter einer rechteckigen Grundfläche würde man gerade, parallel laufende und vollkommen gleichmäßig getheilte Röhren anordnen. Sollte, das Bauwerk, nicht: gleichmäßig
sinken, so würde die verticale Axe desselben bald aus der senkrechten Lage kommen; man kann dann die zu dem schon tiefer gesunkenen Theile des Bauwerks führenden Röhren 61 und D ganz oder theilweise durch Drosselklappen oder" Ventile zustellen und so bewirken, dafs an den anderen Theilen des Bauwerks die Wasserspülung stärker wirkt. Wenn sämmtliche Druckröhren D mit einer Druck- und sämmtliche Saugröhren .S mit einer Saugpumpe in Verbindung stehen, so wird das Wasser in dem Mafse mehr durch einzelne Röhren fliefsen, als der Widerstand, den es auf seinem Wege durch dieselben findet, geringer ist als in arideren. Dieser Widerstand wird aber da am gröfsten sein, wo zwischen einer Saugröhre s und einer Druckröhre d der Sand am stärksten zusammengedrückt ist; er wird da am geringsten sein, wo der Sand zwischen zwei solcher Röhren schon ganz fortgespült ist. Bringt man an die Druckröhren D, welche reines Wasser führen, Wassermesser oder kleine Turbinen an, so kann man durch dieselben den Wasserzuflufs reguliren und den Querschnitt dieser Druckröhren D oder den der zugehörigen Saugröhren S an einer Stelle vergröfsern oder verengen, je nachdem durch die Röhre D weniger oder mehr Wasser fliefst, als die zugehörigen Röhren d und s, ihrer Länge entsprechend, verbrauchen sollen. Denkt man sich, dafs das Wasser aus den Löchern einer Druckröhre d nur der einen benachbarten Saugröhre ί zuströmt, weil es auf dem Wege nach der anderen einen zu grofsen Widerstand findet, so müfste man die eine der beiden Saugröhren so lange zustellen bezw. ihren Querschnitt verengen, bis der Widerstand auf beiden Seiten der Druckröhre wieder gleich geworden ist. Man kann dies dadurch vermeiden, dafs man sämmtliche Saugröhren oder sämmtliche Druckröhren der Länge nach durch eine Wand in zwei Theile theilt, also zwei Saug- oder zwei Druckröhren vom halben Querschnitt zusammenlegt, wie die schraffirte Wand «andeutet. Selbstverständlich mufs dann zu jedem Theile dieser in zwei Theile getheilten Saug- oder Druckröhre eine besondere Röhre »S oder D führen. So geschieht die Spülung- 'jedes 'Zwischenraumes zwischen ί und d unabhängig: von:: der Spülung des benachbarten Zwischenraumes. Sollten häufig Steine im Sande vorkommen und sich vor die Löcher der Saugröhren s setzen, so kann man Saug- und Druckröhren vertauschen. Einzelne gröfsere Steine werden mit hinuntergedrückt. Sollten jedoch so grofse Steine vorkommen, dafs dieselben das Sinken des ganzen Bauwerks verhindern könnten, so ist die Lage derselben genau festzustellen und die Grundfläche des Fundaments so zu gestalten (ringförmig), dafs dieses beim Hinabsinken die Steine nicht berührt, sondern seitwärts liegen läfst oder umschliefst. Die offen gelassenen Stellen im Fundament sind später zu überwölben.
Soll die Fundirung auf dem Lande angewendet werden, so sind die verticalen oder geböschten Blechwände w oft überflüssig. Es ist nicht nöthig, dafs die Bodenfläche B des eisernen Gefäfses eine ebene Fläche ist, dieselbe kann die Form eines Gewölbes haben, oder allgemein können die in der Mitte des Fundaments liegenden Röhren s und d höher oder tiefer liegen, als die mehr an der Peripherie desselben befindlichen. Man kann aus diesem Grunde die Fundirung durch Wasserspülung mit der pneumatischen Fundirung combiniren. Man legt die in der Mitte des Fundaments liegenden Röhren ί und d höher als die an der Peripherie liegenden und führt nach der Mitte der Bodenfläche B eine Röhre, grofs genug, dafs ein Mann hindurchkömmen kann. Am oberen Ende ist diese Röhre mit den aus der pneumatischen Fundirung bekannten Schleusen versehen. Man senkt nun das Fundament auf die beschriebene Weise durch Wasserspülung. Kommt man aber nach einiger Zeit auf ein unvorhergesehenes Hindernifs, so pumpt man durch alle Röhren S und D Luft unter das Bauwerk, vertreibt so das Wasser, und das Hindernifs kann nun durch Menschenhand beseitigt werden. Ist letzteres geschehen, so kann die Wasserspülung wieder beginnen. Ist das Bauwerk bis auf einen sicheren, tragfähigen Boden gesunken und, falls es sich im Wasser befindet, vor Unterwaschungen gesichert, so können die eisernen Röhren D S d s mit Cement ausgegossen werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Anordnung der mit Druckwasser zu füllenden Röhren d von dreieckigem Querschnitt, welche' mit Ausströmungsöffnungen und geeignetenfalls mit der verticalen Scheidewand ζ versehen und mit den Druckröhren D in Communication gesetzt sind, in Verbindung mit den in gleicher Weise construirten Ansaugeröhren s bezw. £ unter dem Boden eines das Fundament eines Bauwerks aufnehmenden eisernen Kastens zum Zweck der Versenkung des letzteren mittelst Wasserspülung.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT11767D Fundirung durch Wasserspülung Active DE11767C (de)

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DE (1) DE11767C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2919552A (en) * 1953-09-02 1960-01-05 Hayward John Thomson Method of stabilizing submerged hulls on sand bottoms

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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