DE118064C - - Google Patents

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DE118064C
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Germany
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carriage
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rollers
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B43—WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
    • B43M—BUREAU ACCESSORIES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B43M5/00—Devices for closing envelopes
    • B43M5/02—Hand devices for both moistening gummed flaps of envelopes and for closing the envelopes

Landscapes

  • Packaging Of Special Articles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
"' Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine verbesserte Maschine zum Zukleben von Briefumschlägen und bezweckt die Vereinfachung einer Maschine, mittelst welcher selbstthätig sehr schnell geklebt werden kann.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist auf der beiliegenden Zeichnung dargestellt.
Fig. ι ist eine Seitenansicht,
Fig. 2 ein Längsschnitt und
Fig. 3 eine Ansicht von oben.
Fig. 4 veranschaulicht ein Detail in gröfserem Mafsstabe.
Die Seitengestelltheile 1 sind durch Querrahmen 2 mit einander verbunden und ruhen auf Gummifüfsen 3. In den Seitenrahmen 1 ist eine Welle 4 gelagert, auf welcher eine Trommel 5 sitzt. Ueber zwei Walzen 6, deren Zapfen in schlitzförmigen Lagern 7 ruhen, läuft ein sich an die Trommel 5 anlegender endloser Gummiriemen 8. Durch die Kurbel 9 kann die Welle 4 gedreht werden. Auf dem anderen Ende der Welle sitzt eine Kurbel 10, welche durch eine Stange 11 mit einem um eine Achse 13 drehbaren Hebel 12 verbunden ist.
Ein Schlitten 1 5 ist mittelst Rollen 16 und 19 in Schlitzen 17 auf jeder Seite des Gestells beweglich geführt. Die Hebel 12 und 14 besitzen am oberen Ende Schlitze 18 und in diese Schlitze ragen die Rollen 19 auf jeder Seite des Schlittens 15 hinein. Die geneigte obere Fläche des Schlittens besitzt eine Anfeuchtefläche 20, welche, wie Fig. 4 veranschaulicht, aus zwei Lagen von Filz oder ähnlichem Material mit einer dazwischengelegten gelochten Blechtafel besteht. An dem hinteren Ende des Schlittens 15 ist ein Napf 23 angeordnet, welcher Wasser enthält. Letzteres wird der Anfeuchtefläche 20 durch einen Docht 24 zugeführt. Ein Deckel 25 verschliefst für gewöhnlich die Einfüllöffnung. An der Vorderseite des Schlittens 15 sitzt eine Achse 26 mit einer Leiste 27. Die Achse trägt an ihren beiden Enden Daumen 28, welche in der einen Endstellung des Schlittens gegen eine Platte 29 treffen, dadurch die Leiste 27 anheben,, um sie während der weiteren Vorwärtsbewegung des Schlittens hochzuhalten.
In den Seitenrahmen ist ferner noch die Welle 30 gelagert und mit Armen 3 1 versehen, die an ihren äufseren Enden einen Drückerfufs 32 tragen. Die Federn 33 haben das Bestreben, die Achse 30 so zu drehen, dafs der Drückerfufs nach unten gedrückt wird. Auf der Welle 30 sitzt eine Daumenscheibe 34 mit einem Absatz 35, auf welchen eine durch eine Feder 37 gegen die Scheibe angedrückte Klinke 36 sich auflegt. An dem Schlitten 15 sitzt ein Stift 38, welcher am Ende des Rückwärtshubes des Schlittens 15 die Klinke 36 von dem Absatz 35 auslöst.
Die Briefumschläge liegen mit den Klappen nach oben aufgestapelt auf einer Platte 39, so dafs bei der Vorwärtsbewegung des Schlittens die Leiste 27 unter die Klappe des obersten Umschlages greift. Die Platte 39 ist senkrecht in Führungen 41 bewegbar und wird durch eine Feder 42, die mit einem Arm 43 auf der Welle 44 verbunden ist, nach oben gedrückt. Die Welle 44 trägt zwei Arme 45, welche mittelst der Stangen 46 mit der Platte 39 verbunden sind. Eine senkrechte Führung 47 für die Platte 39 sichert die genaue senkrechte Auf-
Stapelung der Umschläge auf der erwähnten Platte. Diese Führung kann aus einer Anzahl von Führungsstäben oder aus einer einzelnen Führungsplatte bestehen, welche die ganze Breite der Platte 39 einnimmt. Sie besitzt eine gekrümmte obere Kante 48 (Fig. 2), welche die Ebene des obersten Umschlages etwas überragt.
An dem Querstück 2 sitzen zwei flache waagerechte Finger 49, welche sich etwa über die Hälfte der Umschläge erstrecken (Fig. 2). Diese Finger begrenzen die Aufwärtsbewegung des Umschlages, gestatten jedoch dem vorderen Ende des obersten, sich unter dem Einflufs der Nachgiebigkeit des ganzen Stapels etwas zu heben, so dafs dieses Ende des obersten Umschlages über die gekrümmte Kante 48 hinweggeführt werden kann.
Auf dem Schlitten 1 5 sind,zwei kleine winkelförmige Nasen 50 angeordnet, welche mit einer auf dem Drückerfufs 32 angeordneten Stange 51 genau dann in Eingriff treten, wenn der Schlitten seine Vorwärtsbewegung vollendet hat. Hierdurch wird der Drückerfufs von der Anfeuchtefläche abgehoben. Auf den Wellen 53 sind zwei Paar Zuführungsrollen 52 angeordnet, welche aus Gummiverstärkungen der Wellen 53 bestehen können. Die obere der Wellen 53 ist in einem geschlitzten Lager angeordnet. Der Zwischenraum zwischen den zwei Paaren der Zuführungsrollen 52 ist gröfser als die Breite der Leiste 27, so dafs, wenn diese Leiste einen Umschlag von dem Stapel nimmt, dieser sofort durch die Leiste bis über den senkrechten Durchmesser der Rollen 52 hinaus zwischen diese geführt und von denselben sicher erfafst wird. Die beiden Wellen 53 können durch Zahnräder 54 mit einander gekuppelt sein, deren Zähne eine genügende Länge besitzen, um ein hinreichendes Spiel der Rollen für die verschiedenen Dicken der Umschläge zu ermöglichen. Die Rollen 52 werden durch Riemen 55 angetrieben, welche über die Walzen 6 auf dünneren Theilen 56 derselben geführt sind. Um die geklebten Umschläge aus der Maschine herauszuführen, kann eine Gleitfläche 57 dienen. Ein kleiner Handgriff 58. am Arm 45 ermöglicht das Herunterziehen der Platte 39, wenn ein neuer Stapel von Umschlägen auf dieselbe aufgelegt werden soll.
Die Wirkungsweise ist folgende: Die Umschläge werden auf der Platte 39 aufgestapelt mit den Klappen nach oben und der Klappenkante an der Führung 47. Nun wird die Kurbel 9 gedreht, so dafs sich die Trommel 5 und der Riemen 8 in Umdrehung versetzen. Von der Walze 6 aus werden dann die Rollen 52 angetrieben. Von der Welle 4 wird mittelst der Kurbel 10 und der Stange 11 der Hebel 12 hin- und herbewegt, wodurch das Gleitstück 1 5 sich nach den Rollen 52 hin- und von denselben wegbewegt. Bei der Hinbewegung greift die Leiste 27 unter die' Klappe des obersten Umschlages, worauf unmittelbar danach die Daumen 28 gegen die Platten 29 treffen, so dafs die Leiste 27 den Umschlag anhebt und ihn über die Vorderkante 48 hinwegführt. Bei der Weiterbewegung des Schlittens nach den Rollen 52 hin wird der oberste Umschlag vollständig von dem Stapel weggezogen, und infolge der Weiterbewegung wird die Klappe auf die Anfeuchtefläche 20 durch den Drückerfufs 32 angedrückt, so dafs der Klebstoffrand des Umschlages angefeuchtet wird. Nahezu am Ende der Vorwärtsbewegung des Gleitstücks 1 5 wird der Umschlag in Eingriff mit den Rollen 52 gebracht, welche ihn von dem Schlitten wegziehen und zwischen den Riemen 8 und die Trommel 5 führen, wobei infolge des Druckes die Klappe zugeklebt wird. Nahe am Ende der Vorwärtsbewegung des Schlittens 15 hat sich der Drückerfufs 32 infolge des Eingriffs mit der Nase 50 genügend gehoben,' um den Absatz 35 unter die Klinke 36 zu bringen, so dafs diese Klinke den Drückerfufs hochgehoben hält. Hierdurch wird der Drückerfufs verhindert, auf der angefeuchteten Fläche zu schleifen und dadurch die gleichmäfsige Vertheilung der Flüssigkeit zu beeinträchtigen. Nahe am Ende der Rückwärtsbewegung des Schlittens trifft der Stift 38 gegen die Klinke136 und zieht dieselbe von dem Absatz 35 ab, so dafs der Drückerfufs wieder nach abwärts fällt. Die beschriebene Wirkungsweise wiederholt sich bei jedem Hin- und Hergange des Schlittens.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Maschine zum Zukleben von Briefumschlägen, dadurch gekennzeichnet, dafs ein hin- und hergehender Schlitten (15), dessen obere mit wasseraufsaugendem Material versehene geneigte Fläche (20) aus einem hinten am Schlitten angeordneten Napf (23) Wasser aufsaugt, und der mit einer vorderen Leiste (27) unter die Klappe des obersten Briefumschlages eines Stapels greift, die Klappe bei der weiteren Vorwärtsbewegung anhebt, die sodann mittels eines Drückers (32) auf die Anfeuchtefläche (20) geprefst wird, worauf der Briefumschlag durch zwei Führungsrollen (52) von dem Schlitten abgehoben, zwischen eine Trommel (5) und einen Riemen (8) geführt und fest geschlossen wird, während bei der gleichzeitigen Rückwärtsbewegung des Schlittens der Drücker aufser Thätigkeit gesetzt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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