DE118978C - - Google Patents

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DE118978C
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feed water
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/52Treatment of water, waste water, or sewage by flocculation or precipitation of suspended impurities
    • C02F1/5281Installations for water purification using chemical agents

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Filtration Of Liquid (AREA)

Description

PATENTAMT.
Vr 118978 KLASSE 13 δ.
Die neue Vorrichtung besitzt die Vortheile einer einfachen Bauart und einer selbsttätigen Durchschleusung des zu reinigenden Wassers durch die Klärkammern ohne Druckanwendung. Dabei bietet die zeitweise Säuberung der Klärkammern und der in den Kammern zur Verwendung kommenden Filter keine Schwierigkeit. . ■.
Die neue Vorrichtung ist in Fig. 1 in einem Längsschnitt und in Fig. 2 in einem Querschnitt dargestellt. Der Klärbehälter α ruht auf Füfsen b und hat an der Eingangsseite eine Misch- und Vorwärmkammer c, in welche drei Stutzen def münden. Durch den einen Stutzen fliefst beständig das zu reinigende Speisewasser in die Kammer c ein; durch den zweiten Stutzen fliefst Lauge und durch den dritten Stutzen strömt Dampf beständig ein. Die Zuflufsmenge kann durch Hahnstellung geregelt werden und ist für Lauge und Dampf eine mä'fsige. Die Lauge besteht aus einer Lösung eines chemischen Reagens in Wasser; je nach der Beschaffenheit des Speisewassers und seiner Kesselsteinbildner wird für die Lauge Soda oder Kalk oder ein anderes geeignetes Umsetzungs- oder Fällungsmittel angewendet. In der Kammer c findet eine Mischung des Speisewassers mit der Lauge und eine Erwärmung dieser Mischung durch den Dampf statt.
Ferner ist der Klärbehälter durch Scheidewände g in mehrere Kammern h eingetheilt, deren Anzahl sich unter Anderem nach der Fördermenge richtet. Die Scheidewände sind oben und unten derart abgesetzt, dafs die Flüssigkeit im Zickzackwege nach einander durch sämmtliche Kammern hindurch an den Ausflufsstutzen i gelangt. Oberhalb ist in jeder Kammer h ein mit Filtrirmaterial angefüllter Kasten k herausnehmbar angeordnet. Als Filtrirmaterial sollen vorzugsweise Rofshaare benutzt werden, weil dieselben im Wasser hart bleiben, durch die chemischen Fällungsmittel nicht angegriffen werden und sich durch einfaches Spülen im Wasser leicht reinigen lassen. Die Deckel und Böden der Kästen k sind Siebplatten; der Deckel ist für die gelegentliche Reinigung des Filtrirmaterials abnehmbar. Die Kästen ruhen auf mit Dichtungsleisten aus Asbest, Gummi oder dergl. belegten Ansätzen Z der Scheidewände g und können durch untergelegte Querleisten m mittelst hindurchgehender Schraubenbolzen η und Flügelmuttern o, die gleichzeitig durch aufgelegte Querleisten ρ den Deckel festklemmen, in den Kammern unverrückbar und doch lösbar festgehalten werden. Die gegenseitige Anordnung der Kästen k in den einzelnen Kammern ist eine stufenförmige, mit Gefälle nach dem Ausflufsstutzen i hin.
Unter je zwei benachbarten Kammern h sind trichterförmige Schlammfänger q mit Ablafshähnen r und einem gemeinschaftlichen Abflufsrohre s angeordnet. Der Klärbehälter a bleibt oben für gewöhnlich offen. Soll aber zwecks schnellerer Förderung einer gröfseren Wassermenge mit Druckpumpe gearbeitet werden , so wird der Klärbehälter mit einem Deckel dicht verschlossen.
Die Zuflufsstutzen def für Speisewasser, Lauge und Dampf münden in den unteren Theil der Kammer c ein, damit die Mischung
und Vorwärmung sich gut vollziehen. Der Zuflufs von Speisewasser und Lauge findet aus hoch - belegenen Vorrathsbehältern statt oder wird, wenn nöthig, durch eine Pumpe bewirkt. Nachdem die vorgewärmte Mischung im Zickzackwege die Kammer c und alle unter den Filtern k belegenen Kammern h und Schlammfänger q erfüllt hat, fliefst sie als vollständig geklärtes Speisewasser durch den Ausgangsstutzen i in einen Sammelbehälter, aus welchem sie dem Kessel zugeführt wird. An den schrägenWandungen der trichterartigen Schlammfänger schlägt sich der an den Filtern nicht zurückgehaltene Schlamm nieder, der von Zeit zu Zeit durch die Hähne r und das Rohr s entfernt wird.
Der Ausflufs des gereinigten Wassers erfolgt vermöge des durch die stufenweise Anordnung der Filter hergestellten Gefälles selbsttätig unter Eigengewicht. Die Theilung des Filters in eine gröfsere Anzahl von einander ge-, trennter kleiner Filter gewährt den Vortheil, dafs die nachströmende Flüssigkeit in den Einzelfiltern immer nur mit einer geringen Menge früherer Absetzstoffe, welche von Stufe zu Stufe geringer wird, in Berührung kommt, wodurch eine bisher nicht erreichte Vollständigkeit der Reinigung erzielt wird. Die Theilung des Filters gewährt aber noch den weiteren Vortheil, dafs die Einzelfilter leicht herausgenommen und schnell und vollständig ohne die geringsten Rückstände gereinigt werden können.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zum Reinigen von Kesselspeisewasser, bei welcher das Speisewasser in einem oben offenen Behälter durch eine Anzahl Klärkammern im Zickzack wege geleitet wird, dadurch gekennzeichnet, dafs über den Klärkammern (h) eine gleiche Anzahl Filter (k) stufenförmig und einzeln herausnehmbar angeordnet ist, damit das Speisewasser selbstthätig über die Filter zum Ausgang (i) gelangt und die Filter (k) ohne Störung des Betriebes herausgenommen und gereinigt werden können.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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