DE120457C - - Google Patents

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DE120457C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01PCOOLING OF MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; COOLING OF INTERNAL-COMBUSTION ENGINES
    • F01P9/00Cooling having pertinent characteristics not provided for in, or of interest apart from, groups F01P1/00 - F01P7/00

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei allen bisher bekannten Explosionskraftmaschinen wird der nach jeder Explosion abzuführende Ueberschufs an Wärme entweder durch Flügel oder einen durch einen Ventilator erzeugten Luftstrom in die Luft geleitet oder durch circulirendes Wasser abgeführt. Die nach jedem Auspuff zurückbleibende Wärme hat keinen anderen Ausweg als durch die Wände der Verbrennungskammer und des Raumes, in welchem der Kolben sich bewegt.
Der Erfinder führt die zurückbleibende Wärme in der Maschine direct in die Atmospäre ab und erreicht hierdurch eine vortheilhafte Abkühlung durch directe Wärmeableitung.
Zu diesem Zwecke wird die,ganze oder nur. ein Theil der Verbrennungskammer, welche entweder einen Theil des Cylinderraumes oder auch einen besonderen Raum bilden kann, in ihrer ganzen Ausdehnung von metallischen Drähten, Streifen oder Blechen durchzogen. Ein Theil der Wandung der Verbrennungskammer wird durch eine die Wärme besonders gut leitende metallische Masse gebildet. Die oben erwähnten Drähte, Streifen oder Metallbleche sind in die metallische Masse eingeschraubt, in derselben verlöthet oder unter hydraulischem Druck eingefügt, so dafs eine innige Berührung der Leiter mit der Wandung hergestellt wird.
Die Gesammtoberfläche und das Volumen der Leiter werden so gewählt, dafs die aus dem Innern der Gasmasse abgehende Wärme sehr schnell auf die metallische Wand übertragen wird. Hierdurch findet ein äußerst schneller Temperaturaustausch zwischen der Gasmasse, den Leitern und der metallischen Wand statt. Da die metallische Wand eine sehr grofse Wärmeleitungsfähigkeit besitzt, absorbirt sie fast vollständig den in der Gasmasse enthaltenen Ueberschufs an Wärme. Andererseits sind auf der Aufsenfläche der leitenden Metallwand Drähte, Metallstreifen oder Bleche durch Verlöthung, Einschraubung oder andere fugendichte Verbindungen derart befestigt, dafs sie nach allen. Richtungen divergiren, der äufseren Luft eine möglichst grofse Oberfläche darbieten und von dieser Luft unter den günstigsten Bedingungen umspült werden.
Die Anzahl, das Volumen und den Querschnitt der äufseren und inneren Leiter, sowie auch die Oberfläche der leitenden Wand kann man natürlich beliebig wählen, so dafs man eine beliebig schnelle Abkühlung erhält, selbst wenn die Wärmeentwickelung in der Maschine eine sehr grofse ist.
Eine derartige Vorrichtung läfst sich für alle durch innere Explosionen bewegte Maschinen, seien es Gasmaschinen, Petroleummaschinen oder dergl., anwenden.
Es wird hierdurch die Hauptschwierigkeit beseitigt, welche sich der Construction von Gas- oder Petroleummaschinen von gröfseren Abmessungen entgegenstellt. Bisher konnte man diese Maschinen nicht vergröfsern, ohne sie durch Hinzufügung einer Wassercirculation, eines Ventilators oder eines Gebläses complicirter zu machen.

Claims (1)

  1. Auf der Zeichnung ist die Anwendung der neuen Vorrichtung an einer Explosionskraftmaschine dargestellt.
    Fig. ι ist eine Seitenansicht, theilweise im Schnitt, und
    Fig. 2 läfst die innere Einrichtung erkennen.
    Fig. 3 stellt in kleinerem Mafsstabe die Anwendung der neuen Vorrichtung auf eine Maschine mit senkrechtem Cylinder dar.
    Ein Stück Kupfer α von einer gewissen Stärke ist zwischen die Quadranten h und c eingespannt. Die Bolzen d (Fig. 2), welche die Quadranten zusammenhalten, gehen durch die Kupfermasse hindurch und klemmen sie fest zwischen den Rändern der Gufsstücke e ein. Im Innern der Verbrennungskammer f sind Drähte oder Metallplatten g in das Kupferstück eingeschraubt, in demselben verlöthet oder in anderer Weise in dasselbe eingefügt. Diese Platten erstrecken sich durch den ganzen Raum, in welchen der Kolben nicht eindringt. Auf der äufseren Fläche der Kupfermasse sind dünne Kupferdrähte h fugendicht eingespannt. Die Länge dieser Drähte richtet sich nach den Bedingungen, unter welchen die Maschine arbeitet. Diese Drähte gehen nach allen Richtungen hin aus einander, umgeben die ganze Maschine und haben eine genügende Länge, um eine gute Abkühlung zu sichern, einerlei, ob die Maschine sich bewegt oder stillsteht.
    Man sieht, dafs die Gufsstücke e derart mit der Kupfermasse α verbunden sind, dafs sie unter den günstigsten Bedingungen die Wärme schnell auf diese Masse übertragen.
    Pa τ en τ-Anspruch:
    Vorrichtung zur Kühlung von Explosionskraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dafs durch metallische Leiter (Drähte, Streifen oder Bleche) (g), welche im Verbrennungsräume (f) des Motors vertheilt sind, die überschüssige Wärme aus dem Innern der Gasmasse direct auf eine die Gehäusewand bildende, gut leitende Metallmasse (a) übertragen und von dieser aus, durch auf der Aufsenfläche derselben büschelartig angeordnete Leiter (h), an die äufsere Luft abgegeben wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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