DE1205149B - Roehrenmikrophon - Google Patents

Roehrenmikrophon

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DE1205149B
DE1205149B DES67487A DES0067487A DE1205149B DE 1205149 B DE1205149 B DE 1205149B DE S67487 A DES67487 A DE S67487A DE S0067487 A DES0067487 A DE S0067487A DE 1205149 B DE1205149 B DE 1205149B
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DE
Germany
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tube
microphone
acoustic
pipe
telescopic
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DES67487A
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English (en)
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Kanesuke Kishi
Kaname Nakatsuru
Hirotake Kawakami
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Sony Corp
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Sony Corp
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    • H04RLOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; ELECTRIC HEARING AIDS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
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    • H04R1/08Mouthpieces; Microphones; Attachments therefor
    • HELECTRICITY
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    • H04R1/20Arrangements for obtaining desired frequency or directional characteristics
    • H04R1/22Arrangements for obtaining desired frequency or directional characteristics for obtaining desired frequency characteristic only 
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    • H04R1/2807Enclosures comprising vibrating or resonating arrangements
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    • HELECTRICITY
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Description

  • Röhrenmikrophon Die Erfindung betrifft ein Röhrenmikrophon, insbesondere ein Ständermikrophon, bei dem eine akustische Sprechkapsel am oberen Ende einer akustischen Übertragungsleitung befestigt ist, die aus Teleskoprohren besteht und an deren unteres Ende ein widerstandsgesteuerter Wandler oder ein Mikrophon angeschlossen ist.
  • Es ist bekannt, daß akustische Übertragungsrohre, die an jeder Stelle eine gleiche Querschnittsläche haben, einer elektrischen Übertragungsleitung äquivalent sind, die eine konstante elektrische Verteilung besitzt. Ein akustisches Übertragungsrohr hat bessere Übertragungseigenschaften, weil stehende Wellen im Rohr unterdrückt werden, wenn am Eingangs- und Ausgangsende des Rohres entsprechende akustische Widerstände vorgesehen sind. Wenn ein Röhrenmikrophon durch Verbindung des akustischen Rohres und eines Mikrophons hergestellt wird, dann muß die Schallquelle in die Nähe des empfangsseitigen Endes des akustischen Rohres gebracht werden, damit wirksam Schall aufgenommen werden kann.
  • In einem solchen Fall ist es bequem, daß das akustische Rohr aus einer Mehrzahl von Rohren zusammengesetzt wird, die teleskopartig ineinandergesetzt sind, so daß die Länge des Rohres wie bei einer Posaune eingestellt werden kann.
  • Im allgemeinen besteht ein solches bekanntes Teleskoprohr jedoch aus einem äußeren Rohr mit einem verhältnismäßig großen Durchmesser und aus einem inneren Rohr mit einem verhältnismäßig kleinen Durchmesser, so daß an der Übergangsstelle der Rohre eine Diskontinuität im Durchmesser vorhanden ist.' Durch diese Diskontinuität werden die akustischen Übertragungseigenschaften verschlechtert, da der Schall an der diskontiuierlichen Stelle reflektiert wird, so daß nicht erwartet werden kann, daß das Mikrophon gute Eigenschaften hat.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, die Schallreflexion an der Verbindungsstelle der Rohre zu verringern und dadurch die Übertragungseigenschaften zu verbessern.
  • Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der untere, feststehende Rohrteil der Teleskopanordnung eine sehr geringe Wandstärke aufweist und daß ein zweites, ausziehbares Teleskoprohr auf der Außenseite des feststehenden Teleskoprohres verschiebbar sitzt und im Bereich des freien Endes des feststehenden Teleskoprohres in einer Führung geführt ist, welche am oberen Ende eines koaxial zum feststehenden Teleskoprohr um dieses herum mit Abstand verlaufenden, mit dem Ständer verbundenen Stützrohres angeordnet ist.
  • Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Sprechkapsel an dem oberen, verschiebbaren Rohr befestigt, wobei die Schallwellen an der Sprechkapsel empfangen werden. Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, daß ein widerstandsgesteuertes Mikrophon mit dem unteren Ende des feststehenden Rohres verbunden ist. Die gesamte akustische Übertragungsanlage erhält dadurch eine ausgezeichnete akustische Anpassung, wodurch die Frequenzabhängigkeit verbessert wird.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß im Ständer ein abgedichteter Behälter vorgesehen ist, welcher mit dem feststehenden Rohr verbunden ist. Der durch den Behälter abgeschlossene Raum dient zur akustischen Abschirmung der Einheit.
  • Vorteilhaft kann die Difraktionswirkung der Schallwellen an der Sprechkapsel zum Ausgleich der Frequenzabhängigkeit verwendet werden.
  • Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnungen beschrieben. Es zeigt F i g. 1 einen Teilschnitt durch ein gemäß der Erfindung ausgebildetes Röhrenmikrophon, F i g. 2 eine größere Ansicht einer Sprechkapsel oder eines Mundstückes zur Aufnahme der von außen kommenden Schallwellen, wobei auch die Mittel zur Verbindung der Sprechkapsel mit dem oberen Ende eines akustischen Rohres dargestellt sind, F i g. 3 einen Schnitt durch einen widerstandsgesteuerten Übertrager oder ein dynamisches Mikrophon, wie es gemäß der Erfindung vorzugsweise verwendet wird, wobei auch die Verbindungsmittel zwischen dem Mikrophon und dem unteren Ende eines akustischen Rohres dargestellt sind, F i g. 4 eine elektrische Ersatzschaltung eines gemäß der Erfindung ausgebildeten Röhrenmikrophons, F i g. 5 eine charakteristische Kurve, durch welche die verbesserte Frequenzabhängigkeit des erfindungsgemäßen Röhrenmikrophons erläutert wird, und F i g. 6 eine andere Frequenzkurve eines gemäß der Erfindung ausgebildeten Röhrenmikrophons im Vergleich mit einem üblichen Mikrophon.
  • Bei der in F i g. 1 gezeigten Ausführungsform ist ein oberes, bewegliches Rohr 1 luftdicht auf die Außenfläche eines unteren, stationären Rohres 2 aufgeschoben, so daß insgesamt ein akustisches Teleskoprohr gebildet wird. Vorzugsweise wird eine geringe Menge eines Schmieröls, z. B. eines Fettes, zwischen die Kontaktflächen der beiden Röhren 1 und 2 gegeben, um die Teleskopverschiebung zu erleichtern. Das bewegliche Rohr 1 besteht vorzugsweise aus einem Metallrohr, dessen Innendurchmesser in der Größenordnung von 6 bis 8 mm liegen kann, während das stationäre Rohr 2 vorzugsweise aus einem Metallrohr besteht, dessen Wandstärke außerordentlich gering ist, z. B. 0,3 mm beträgt, damit die Diskontinuität der Querschnittsfläche an der Verbindungsstelle der beiden Rohre möglichst klein wird. Die Wandstärke des stationären Rohres 2 ist also möglichst gering, und das stationäre Rohr ist koaxial und teleskopartig in das bewegliche Rohr l eingeschoben, so daß die von dem beweglichen Rohr in das stationäre Rohr eintretenden Schallwellen nicht am Ende des stationären Rohres 2 reflektiert werden. Wie aus der obigen Beschreibung hervorgeht, ist es erforderlich, die Dicke der Wand des stationären Rohres 2 möglichst gering zu machen. Eine Folge davon ist, daß das stationäre Rohr selbst schwach wird.
  • Zur Verstärkung wird das stationäre Rohr 2 von einem äußeren Rohr 3 umgeben und gestützt, das auch als akustische Abschirmung zur Isolierung des stationären Rohres von von außen kommenden Schallwellen dient. Das stationäre Rohr 2 und das äußere Rohr 3 sind vermittels eines oberen Ringgliedes 4 und eines unteren Ringgliedes 4' koaxial verbunden, wobei diese Ringglieder zwischen diese Rohre etwa in der Mitte zwischen dem oberen Rand des stationären Rohres und dessen unterem Rand eingesetzt sind. Das obere Ringglied 4 dient auch als ; Anschlag für das bewegliche Rohr 1, dessen unteres Ende an dem Ringglied anschlägt, und dieses Ringglied besteht vorzugsweise aus weichem Gummi, damit eine Vibration vermieden wird, die durch das Anschlagen hervorgerufen werden könnte. i Das obere Ende des äußeren Rohres 3 hat ein Außengewinde, und auf dieses Gewinde ist eine kappenförmige Mutter 9 aufgeschraubt, durch deren Mittelöffnung das bewegliche Rohr 1 geführt ist.
  • Zwischen der Mutter 9 und dem oberen Ende des i äußeren Rohres 3 ist ein Ringglied 4" aus Gummi eingesetzt, das durch die Mutter 9 so dicht an die äußere Wand des beweglichen Rohres 1 gepreßt wird, daß das bewegliche Rohr im oberen Ende des äußeren Rohres 3 in der eingestellten Stellung gehalten wird.
  • Wie in F i g. 2 gezeigt, ist am oberen Ende des beweglichen Rohres 1 eine Sprechkapsel 7 befestigt, die einen konvexen Umriß hat, um die Schallwellen aufnehmen zu können. Innerhalb der Sprechkapsel 7 ist ein akustisches Widerstandskissen 11 befestigt, das zwischen zwei Drahtnetzen 12 gelagert ist, die am Ende des Rohres befestigt sind.
  • Dieses Kissen dient als akustischer Widerstand an der Eintrittsseite der übertragungsleitung und unterdrückt stehende Schallwellen im Rohr.
  • Vorzugsweise wird für dieses Kissen Filz oder eine Seidenlage verwendet, die eine Dicke von 1 bis 2 mm hat. Darüber hinaus ist auch vorzugsweise als Staubschutz ein Metallnetz 13 vorgesehen, das an der Vorderseite der Kapsel 7 befestigt ist und das keinen Staub in die Öffnung der Sprechkapsel eintreten läßt, damit das Kissen nicht beschädigt oder verformt wird.
  • Wie in F i g. 3 gezeigt, ist das untere Ende des stationären Rohres 2 akustisch mit einem Kopplungsrohr 6 einer elektroakustischen übertragungseinheit T gekoppelt. Ein Teil des Kopplungsrohres 6 kann durch ein Verbindungsstück 30 gebildet werden, das mit einem Flansch 31 ausgestattet ist, der mit Schrauben am Ständer 8 befestigt ist.
  • Der obere Teil des Verbindungsstückes 30 ist in das untere Ende eines Sockels 32 eingeschraubt. Das obere Ende des Sockels ist mit dem unteren Ende des äußeren Rohres 3 verschraubt, wobei gleichzeitig das untere Ende des stationären Rohres 2 mit der Mittelbohrung 33 des Sockels 32 verbunden ist, der auch als anderer Teil des Kopplungsrohres 6 ausgebildet sein kann.
  • Das untere Ende des Verbindungsstückes 30 ist an das obere Ende des Kernstückes der übertragungseinheit angeschraubt, und der andere Teil des Kopplungsrohres 6 wird durch das Polstück 34 gebildet. Ein akustisches übertragungsrohr besteht also aus der Kapsel 7, dem Teleskoprohr 1, aus dessen Verbindungselementen, aus dem stationären Rohr, aus dem Kopplungsrohr 6 und aus dem Polstück 34.
  • Die Einleitung des Schalles in das akustische Rohr erfolgt mittels der Kapsel 7, welche die Schallwellen aus dem Schallfeld aufnimmt, wobei diese Wellen dann durch das Teleskoprohr 1, durch das stationäre Rohr 2, durch das Kopplungsrohr 6 der übertragereinheit T geleitet werden und schließlich an eine Membran 15 gelangen.
  • Die sogenannten widerstandsgesteuerten elektroakustischen übertrager sind zur Verwendung bei einem solchen Röhrenmikrophon durchaus geeignet. Bei einer solchen übertragereinheit wird die Membran hauptsächlich durch einen Dämpfungswiderstand gesteuert, der als Abschlußwiderstand eines Rohres wirkt, wenn die Membran akustisch mit dem akustischen Rohr gekoppelt ist. Wenn der Dämpfungswiderstand einen angemessenen Wert hat, dann arbeitet er mit dem Abschlußwiderstand oder Kissen 11 zusammen, um im wesentlichen stehende Wellen im Rohr zu unterdrücken. Es können jedoch auch Wandler mit bewegter Spule, mit bewegtem Band od. dgl. verwendet werden.
  • F i g. 3 zeigt in einem Querschnitt als Beispiel einen Wandler mit bewegter Spule. Die Schallwellen gelangen durch das Kopplungsrohr 6 zu der Abschlußöffnung des Rohres und versetzen die Membran 15 in Schwingung, die eng mit der Abschlußöffnung gekoppelt ist. Um die Membran im wesentlichen mit der gleichen Intensität bis zu einem höheren Frequenzbereich in Schwingungen zu setzen, muß der Spalt g1, der zwischen der Abschlußöffnung des Kopplungsrohres 6 und der mitteren Kugelfläche der Membran vorhanden ist, so schmal als möglich sein. Darüber hinaus ist ein akustisches Widerstandskissen 16 in der Nähe der Rückseite der Membran vorgesehen. Das Kissen 16 besteht vorzugsweise aus einem Filztuch od. dgl" das zwischen zwei Metallplatten 17 unter Bildung einer gekrümmten Oberfläche liegt, deren Randkante an der gestützten Kante der Membran befestigt ist. Eine bewegliche Spule 15 ist an der Umfangskante der Membran befestigt und im Luftspalt eines starken Magnetfeldes aufgehängt, das durch einen Permanentmagnet 18 erzeugt wird. Bei einem derartigen Wandler wird durch die Luftmoleküle, die durch den Schalldruck komprimiert oder expandiert werden, die Membran durch das Kopplungsrohr 6 in Schwingungen versetzt, so daß die an der Rückseite der Membran vorhandenen Luftmoleküle ebenfalls komprimiert oder expandiert werden. Die innere bzw. äußere Metallplatte 17 enthält eine Mehrzahl von Öffnungen hl und h2, so daß die Einheit derart atmen kann, daß die Luftmoleküle an der Rückseite der Membran durch die öffnungen hl der inneren Platte entweichen können, was durch eine poröse Schicht des akustischen Widerstandskissens 16, das aus Filz besteht, und durch die Öffnungen h2 der äußeren Platte erleichtert wird, wobei diese Luftmoleküle in den abgeschlossenen Raum 19 eintreten können. Dieser abgeschlossene Raum 19 dient zur akustischen Abschirmung, so daß die äußeren Schallwellen nicht zur Rückseite der Membran 14 gelangen können und diese in Schwingungen versetzen, außer daß Schallwellen von der Kapsel ? durch die Rohre geleitet werden und von vorn auf die Membran 14 auftreffen. Die Membran 14 ist derart durch das Kissen 16 gedämpft, daß die Eigenschwingung der Membran unterdrückt wird, was zur Folge hat, daß die Membran in Abhängigkeit vom Schalldruck in dem Kopplungsrohr 6 in Schwingungen versetzt werden kann. Das Kissen 16 dient als Abschluß-Anpassungswiderstand für das akustische Rohr, so daß wenig stehende Wellen in dem akustischen Rohr auftreten und das ganze akustische Übertragungssystem für jede Frequenz des Schallwellenbereiches gleich gut arbeitet.
  • So ist eine Schwingung mit konstanter Geschwindigkeit für die bewegte Spule für einen konstanten Schalldruck innerhalb des Arbeitsbereiches des Frequenzbandes zu erwarten, so daß man eine konstante induzierte Spannung an den Klemmen der Drähte 10 abnehmen kann.
  • F i g . 4 zeigt ein elektroakustisches Ersatzschaltbild eines auf diese Weise erhaltenen Mikrophonrohres. Dabei bedeutet F = Schwingungserreger P - A, gegeben durch einen Schalldruck P zu der Öffnung des Mundstückes mit der wirksamen Fläche A, r" = sendeseitiger akustischer Widerstand, der durch das Widerstandskissen 11 der Kapsel des akustischen Rohres gegeben ist, mo = äquivalente Masse des akustischen Rohres auf die Membran, ml, m2, m3 ... mit = äquivalente Masse des akustischen Rohres bei Resonanz höherer Ordnung, Cl, C2, C3 ... C" = äquivalenter Filterwiderstand des akustischen Rohres bei Resonanz höherer Ordnung, r., r1, r2 ... r. = äquivalenter akustischer Widerstand des Rohres, U = widerstandsgesteuerter elektroakustischer Wandler, rB = äquivalenter akustischer Widerstand oder Ausgangswiderstand, z. B. gegeben durch das Kissen 16 am empfangsseitigen Ende des akustischen Rohres durch die Membran. Die Aquivalentschaltung zeigt, daß das akustische Rohr durch den Widerstand rA am sendeseitigen Ende und den Widerstand rB am empfangsseitigen Ende abgeschlossen wird.
  • F i g. 5 zeigt mehrere Kurven bei verschiedenen Verhältnissen des akustischen Rohres.
  • Die Kurve a zeigt eine Frequenzabhängigkeit der elektromotorischen Kraft an den Ausgangsklemmen einer elektroakustischen übertragereinheit bei konstantem Schalldruck, wenn rA und rB zu klein für einen richtigen Wert sind. Diese Kurve hat mehrere Maxima und Minima, welche den stehenden Wellen entsprechen, die in einem Rohr auftreten, wenn beide Enden offen sind. a1 zeigt die Resonanz der äquivalenten Masse m. des Rohres und die Filterwirkung der Membran. a2 bedeutet die stehende Grundwelle, die durch die Länge des Rohres gegeben ist. Die Grundfrequenz wobei C die Schallgeschwindigkeit, Z die Länge des Rohres bedeutet. Die Kurven a3, a4 ... zeigen stehende Wellen höherer Ordnung an den Knotenpunkten.
  • Bei einem akustischen Rohr, bei dem das Kissen 11 als akustischer Widerstand rA und das Kissen 16 als Widerstand in der Mikrophoneinheit T dient, damit beide Enden des akustischen Rohres angepaßt werden, können stehende Wellen des akustischen Rohres praktisch eliminiert werden, obwohl ein gewisser Übertragungsverlust auftritt, wie aus der Kurve b ersichtlich. Die Abhängigkeit wird allmählich weniger im Gebiet höherer Frequenzen über 5000 Hz, was aus der Kurve b ersichtlich ist. Der Grund dafür ist, daß die Masse der Membran 14 (einschließlich der Masse der bewegten Spule) nicht vernachlässigbar ist und die akustische Kopplung zwischen dem Kopplungsrohr 6 und der Membran 14 geringer wird. Darüber hinaus nimmt der übertragungsverlust in dem akustischen Rohr in diesem Frequenzgebiet zu. In diesem Fall kann die Abhängigkeit durch Druckstauung infolge der Diffraktionswirkung des Schalles an der Aufnahmeöffnung der Kapsel 7 kompensiert werden.
  • Die Druckstauung des Schalles macht es möglich, die Abhängigkeitskurve im Frequenzgebiet von 50 bis 10000 Hz abzuflachen, so daß man bessere übertragungseigenschaften erhält. Der Anstieg des Schalldruckes hängt vom Durchmesser D der Frontfläche der Sprechkapsel 7 ab.
  • Die Kurve C zeigt die Abhängigkeit, wenn der Durchmesser D 20 mm beträgt. Eine solche bessere Abhängigkeit bei verhältnismäßig höheren Frequenzen der Schallwellen kann erhalten werden, indem der Durchmesser D im Bereich von 18 bis 22 mm gehalten wird. Um im höheren Frequenzbereich des Schalles eine gute Qualität zu erhalten, wird der Durchmesser D bis zu 60 mm gemacht, so daß die Abhängigkeitsfunktion einen ansteigenden Ast in der Gegend von 6000 Hz hat, wie aus der Kurve D ersichtlich, wobei diese Kurve bei höheren Frequenzen jedoch plötzlich absteigt.
  • F i g. 6 zeigt eine andere Abhängigkeitskurve Co eines Röhrenmikrophons, das gemäß der Erfindung ausgebildet ist, verglichen mit einer Abhängigkeitskurve b. eines üblichen Mikrophons. Bei diesem Versuch waren die Bedingungen für die zu vergleichenden Mikrophone gleich, außer daß das obere, beweglicheRohr des erfindungsgemäßenMikrophons teleskopartig auf die Außenfläche des stationären Rohres aufgeschoben ist, das eine sehr dünne Wand hat, wie bei der Erläuterung der F i g. 1 ausgeführt wurde, während das übliche Mikrophon ein bewegliches Mikrophon ist, das teleskopartig in ein stationäres Rohr eingesetzt ist, das eine größere Wandstärke hat. Das heißt, der einzige Unterschied liegt in der Art der Teleskopanordnung des beweglichen und des stationären Rohres. Aus diesem Vergleich ersieht man, daß die Abhängigkeitskurve ao des erfindungsgemäßen Mikrophons der Kurve bo des üblichen Mikrophons weit überlegen ist. Die Kurve ao ist flacher und hat eine höhere Empfindlichkeit, um etwa 6 bis 7 db, als die Kurve bo.
  • Dies beruht hauptsächlich auf den folgenden Tatsachen: Das übliche Mikrophon hat einen beachtlichen Luftspalt oder eine Kammer zwischen dem oberen, beweglichen Rohr und dem unteren, stationären Rohr, das einen größeren Durchmesser und eine größere Wandstärke hat, damit das obere, bewegliche Rohr sicher gehalten wird, wodurch eine lockere Kupplung zwischen dem Rohr und der übertragereinheit auftritt und stehende Wellen in den Rohren ausgebildet werden.
  • Das erfindungsgemäße Mikrophon hat im Gegenteil keinen solchen Luftspalt zwischen dem oberen, beweglichen Rohr und dem unteren, stationären Rohr, und es treten keine stehenden Wellen und keine Reflexion von Schallwellen auf, wie oben beschrieben wurde.
  • Die Vorteile des gemäß der Erfindung ausgebildeten akustischen Rohres sind im wesentlichen folgende: 1. Man kann wirksam Schallwellen aufnehmen, indem die Länge der teleskopischen Rohre so eingestellt wird, daß die Kapsel 7 zur Schallquelle zeigt. Darüber hinaus wird ein wirksamer akustischer Widerstand in der Kapsel ? eingesetzt, so daß Störgeräusche durch die beim Atmen auftretende Luft- ; strömung auf ein Minimum herabgesetzt werden, wenn der Sprecher in das Mikrophon spricht.
  • 2. In der akustischen Übertragungsbahn, einschließlich des beweglichen Rohres, des stationären Rohres und des Kopplungsrohres, wird die Diskontinuität der Querschnittsfläche der Übertragungsbahn zwischen dem sendeseitigen und dem empfangsseitigen Ende auf einem geringsten Wert gehalten. Außerdem wird eine irreguläre Schallreflexion an der mittleren Verbindungsstelle des Rohres dadurch wirksam unterdrückt, daß die Querschnittsfläche des akustischen Übertragungsrohres zwischen dem sendeseitigen Ende und dem empfangsseitigen Ende praktisch gleichmäßig ist.
  • Eine flache Kurve der Abhängigkeit von der Frequenz wird ebenfalls durch eine angemessene Dämpfungswirkung des Röhrenmikrophons erreicht.
  • 3. Änderungen der Übertragungseigenschaften und Verluste sind gering, weil keine Diskontinuität in der Übertragungsbahn auftritt, wenn die Länge des akustischen Rohres eingestellt wird.
  • 4. Schmieröl wird zwischen dem äußeren, beweglichen Rohr 1 und dem inneren, stationären Rohr 2 eingebracht, so daß der Benutzer nicht durch das Schmieröl beschmutzt wird.
  • Das akustische Hauptübertragungsrohr wird akustisch und mechanisch durch das äußere Rohr 3 geschützt, so daß ein Ständermikrophon mit einem derartigen akustischen Rohr nicht durch Störgeräusche beeinflußt wird, die von äußeren Schallquellen herstammen, und es besteht keine Gefahr einer Verbiegung, wenn äußere Kräfte angewendet werden.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Röhrenmikrophon mit Teleskopauszug des Mikrophonrohres, dadurch gekennzeichnet, daß der untere, feststehende Rohrteil (2) der Teleskopanordnung eine sehr geringe Wandstärke aufweist und daß ein zweites, ausziehbares Teleskoprohr auf der Außenseite des feststehenden Teleskoprohres (2) verschiebbar sitzt und im Bereich des freien Endes des feststehenden Teleskoprohres (2) in einer Führung (9) geführt ist, welche am oberen Ende eines koaxial zum feststehenden Teleskoprohr um dieses herum mit Abstand verlaufenden, mit dem Ständer (8) verbundenen Stützrohres (3) angeordnet ist.
  2. 2. Röhrenmikrophon nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprechkapsel (7) an dem oberen, verschiebbaren Teleskoprohr (1) befestigt ist, wobei die Schallwellen an der Sprechkapsel (7) empfangen werden.
  3. 3. Röhrenmikrophon nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein widerstandsgesteuertes Mikrophon mit dem unteren Ende des feststehenden Teleskoprohres (2) verbunden ist.
  4. 4. Röhrenmikrophon nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Ständer (8) ein abgedichteter Behälter (5) vorgesehen ist, welcher mit dem feststehenden Teleskoprohr (2) verbunden ist.
  5. 5. Röhrenmikrophon nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenzabhängigkeit durch Ausnutzung der Diffraktionswirkung der Schallwellen an der Sprechkapsel (7) ausgleichbar ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 916 955; »Archiv für elektrische Übertragung«, 1950, Nr.7, S. 259 bis 266.
DES67487A 1959-09-07 1960-03-08 Roehrenmikrophon Pending DE1205149B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE916955C (de) * 1952-03-20 1954-08-23 Philips Nv Mikrofon mit einer Blende und mindestens einem mit der Blende akustisch gekoppelten Rohr

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