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Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäureanhydrid in Form sphärischer
Agglomerate Zusatz zum Patent: 1 147924 Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur
Herstellung von Phosphorsäureanhydrid in Form sphärischer Agglomerate durch Kondensation
von sublimiertem Phosphorsäureanhydrid aus einem heißen gasförmigen Strom nach Patent
1147 147924, das dadurch gekennzeichnet ist, daß die Behandlung in einem vertikalen
Gefäß, später Kollektor genannt, das eine gekühlte Wirbelschicht des Phosphorsäureanhydrids
enthält, die durch mit einem Gebläse nach oben getriebenen trockenen Gasen aufgewirbelt
wird, kontinuierlich durchgeführt wird, wobei die Abgase aus dem Gefäß durch eine
Verbindungsleitung, die vom Kopf des Gefäßes wegführt, zu außerhalb befindlichen,
trocken oder mit Flüssigkeiten arbeitenden Abscheidern für Feinteilchen und von
dort zurück in den unteren Teil des Gefäßes geleitet werden, wobei das vertikale
Gefäß und die außerhalb befindlichen Abscheider für Feinteilchen so miteinander
verbunden sind, daß sie einen endlosen luftdichten Fließweg für die darin gehaltenen
und im Kreislauf geführten trockenen Wirbelgase bilden.
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Die Erfindung kann besonders zur Gewinnung von agglomeriertem Phosphorsäureanhydrid
(P2O5) aus einem Reaktionsgemisch angewendet werden, das durch Oxydation von elementarem
Phosphor in trockener Luft gebildet wird. Dieses Reaktionsgemisch ist ein heißes
Gas mit einer Temperatur von 300 bis 6000 C, das merkliche Mengen an Luft und Stickstoff
enthält. Da P205 außerordentlich hygroskopisch und ferner ein sublimierbarer Stoff
ist, ist es aus dem Reaktionsgemisch nur schwierig in fester Form zu kondensieren.
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Das beanspruchte Verfahren stellt eine Verbesserung und Weiterentwicklung
des im Hauptpatent beschriebenen und beanspruchten Verfahrens dar, bei dem man den
heißen gasförmigen Strom, der sublimiertes Phosphorsäureanhydrid enthält, durch
eine Wirbelschicht von P2O5-Teilchen leitet, die unterhalb der Kondensationstemperatur
von P2OS gehalten wird. Durch die besondere Konstruktion der zur Durchführung des
vorliegenden Verfahrens verwendeten Apparatur ermöglicht dieses die kontinuierliche
Kondensation von P205 ohne nennenswerten Verlust an letzterem in die Atmosphäre.
Bei nur geringer Wartung der Apparatur ist es sehr wesentlich, das keine gesonderte
Zufuhr von Aufwirbelungsgasen notwendig ist. Hierdurch entfällt die bisher erforderliche
aufwendige Trocknung der Gase.
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Bisher ist es zum Kondensieren von gasförmigem P205 erforderlich,
daß dieses durch große Oberflächenkühler oder »Silos« geführt wird, wo sich feste
P£O5-Teilchen in dem gekühlten Gas bilden,
die allmählich so groß werden, daß sie
sich als feinteiliges Material abscheiden. Da die Abgase aus dem gasförmigen Gemisch
gewöhnlich von den Oberflächenkühlern in die Atmosphäre abgelassen werden, ist der
Kondensationsweg lang, wenn eine im wesentlichen vollständige Gewinnung an P205
sichergestellt sein soll. Selbst dann ist die verwendete Anlage nicht sehr wirksam,
da sie gewöhnlich nicht mehr als etwa 900/0 der theoretisch erwarteten Ausbeute
als feinverteiltes P205 liefert. Außerdem arbeitet sie ungleichmäßig, was zu einem
häufigen Stillegen zur Entfernung von unerwünschten P,Oa Krusten führt, die sich
unterschiedlich über den Wärmeaustauschflächen bilden. Diese Krusten wirken isolierend,
vermindern den Wärmeaustausch und führen zu einer Herabsetzung der Kühlkapazität.
Da die Anlage gegen die Atmosphäre offen ist, ist es schwierig, jegliche Feuchtigkeit
auszuschließen, wodurch sich das Material in großem Umfang zersetzt.
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Das Verfahren ist also unrentabel.
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Durch die vorliegende Erfindung wird die kontinuierliche Kondensation
von sublimiertem, hygroskopischem
Phosphorsäureanhydrid in im wesentlichen
trockener Atmosphäre ermöglicht. Bei der erfindungsgemäß verwendeten Anlage werden
die Vorteile eines hohen Wärmeaustausches in einer aufgewirbelten Schicht, was zu
einer Herabsetzung der Anlagengröße führt, ausgenutzt, wobei die aufgewirbelte Schicht
zugleich der Behandlung der hygroskopischen Materialien dient, von denen die Wärme
abgeleitet werden soll.
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Die kontinuierliche Kondensation von Phosphorsäureanhydrid in großtechnischem
Maßstab in einer Anlage erfordert die Entfernung der unerwünschten Krusten oder
die Vermeidung der Krustenbildung.
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Bei der erfindungsgemäß verwendeten Anlage werden durch die erwähnten
Abscheider Vorkehrungen zur Verhinderung der Krustenbildung getroffen, die sonst
auf den Innenflächen der Anlage auftreten würde. Die dichte Wirbelschicht streicht
über die freiliegenden Flächen in der Verfahrenszone und hält sie von Krusten frei,
und die Stelle der Zuführung des Beschickungsgases und sein Fließweg sind so angeordnet,
daß die Verkrustung erst gar nicht auftritt.
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Gemäß der Zeichnung enthält die verwendete Anlage neben den bereits
genannten Teilen eine Verbrennungskammer, einen Zyklonabscheider, einen Waschturm,
einen Gaskühler und ein Gasgebläse.
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Der Einfachheit halber sind in der Zeichnung die Einheiten, dei keine
neuen, erfindungsgemäßen Kennzeichen aufweisen, nur schematisch dargestellt.
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Flüssiger elementarer Phosphor gelangt durch Leitung 1 in die Verbrennungskammer
und wird durch die durch Leitung 2 einströmende trockene Luft oxydiert. Das Oxydationsprodukt
ist ein gasförmiges Gemisch, das gewöhnlich zur Sicherstellung der vollständigen
Verbrennung etwas überschüssige Luft außer dem aus der umgesetzten Luft stammenden
Stickstoff und dem gasförmigen P205 enthält.
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Dieses unter mäßig erhöhtem Druck gebildete Gemisch fließt aus der
Verbrennungskammer durch die Leitung 3 in den Kollektor. Zur Verhinderung eines
Zurückfließens in Leitung 3, d. h. des Zurückfließens von aufgewirbelten Feststoffteilchen
aus dem Kollektor in die Verbrennungskammer, wenn die letztere nicht in Betrieb
ist, können verschiedene bekannte Modifikationen zur Anwendung kommen. Die Verbrennungskammer
kann oberhalb des oberen Randes der Wirbelschicht 7 in dem Kollektor angeordnet
sein, oder, wie in der Zeichnung gezeigt wird, kann die Leitung 3 einen nach unten
geöffneten Bogen bilden, der bis über den oberen Schichtrand ansteigt und dann nach
unten bis zu dem Punkt abfällt, wo sie die Kollektorwandung berührt.
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Die Zuführungsleitung weist vorzugsweise noch ein anderes Merkmal
auf, nämlich einen Fortsatz 5, der mit dem Rohr 3 verbunden ist und in das Innere
des Kollektors hineinragt, wodurch das Gas unmittelbar in die Schicht an einem Punkt,
der von der Kollektorwandung entfernt liegt, geleitet werden kann. Die vorteilhaftesten
Ergebnisse werden dadurch erzielt, daß man den Fortsatz 5 nach abwärts führt, wobei
seine Öffnung an einer Stelle in die Schicht führt, die etwa 15 bis 45 cm oberhalb
der horizontalen Trennwand 12 liegt. Der Fortsatz 5 vermindert wesentlich die Ablagerung
von klebrigen, halbfesten Verkrustungen, die normalerweise bei einer üblichen an
der Wandung aufhörenden Zuführungsleitung die Öffnung beengen und das Durch-
fließen
des Beschickungsgases in die Wirbelschicht behindern oder sogar unterbrechen würden.
Bei dem nachfolgend im Zusammenhang mit der gekühlten Wirbelschicht 7 erläuterten
Kreislaufsystem ist es vorteilhaft, wenn das gasförmige P206 unmittelbar in die
Schicht und nicht, wie es gewöhnlich bei etwa gleichartigen Anlagen der Fall ist,
indirekt durch die Öffnungen der Gasverteilungsplatte 12 geführt wird.
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Durch dieses ungewöhnliche Zuführungssystem wird das nachteilige Verkrusten
der Einlaßöffnung vermieden, was einen besonderen Vorteil der vorliegenden Erfindung
darstellt.
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Der Kollektor enthält eine horizontale Gasverteilungsplatte 12 mit
einer darunter befindlichen Kammer 13, die als Windkammer für die Aufwirbelungsgase
dient, und einer darüber befindlichen Kammer zur Aufnahme einer Wirbelschicht 7.
Die horizontale Gasverteilungsplatte 12 ist mit der Kollektorwandung an ihrer Peripherie
verbunden und enthält eine Vielzahl von Öffnungen, durch die das Wirbelgas, das
unter Druck in die untere Kammer 13 geführt wird, fließt. Die Öffnungen in der horizontalen
Trennwand müssen zu einer gleichmäßigen Verteilung der in die Wirbelschicht aufströmenden
Gase führen, so daß eine gleichförmige Aufwirbelung der Teilchen gewährleistet und
die Bildung von Ruhezonen vermieden wird, wodurch eine lokalisierte Überhitzung
stattfinden und ein wirksamer Betrieb des Verfahrens unterbrochen werden könnte.
Die Anlage enthält eine oder mehrere vertikale Kühlplatten8, die oberhalb des horizontalen
Gasverteilungsgitters 12 angeordnet sind und innere Kanäle oder Öffnungen zur Zirkulation
eines flüssigen Materials aufweisen. Diese Platten befinden sich innerhalb der Schicht
7, jedoch können sie etwas in den darüber befindlichen Raum hineinragen. Sie dienen
als Wärmeableiter. Obgleich keine spezifische Anordnung dieser Platten erforderlich
ist, ist gewöhnlich bei Verwendung einer großen Anzahl von Platten eine gewisse
Symmetrie von Vorteil. Eine vorteilhafte Anordnung, insbesondere bei einem großen
Kollektor, besteht darin, daß man die Platten radial anordnet, d. h. so, daß ihre
langen horizontalen Achsen entlang von Linien verlaufen, die vom Inneren der Schicht
zu deren Peripherie führen. Eine Kühlflüssigkeit, gewöhnlich Wasser oder eine andere
Flüssigkeit, gelangt zu den vertikalen Platten 8 durch die Rohre 9, und nach der
Aufnahme von Wärme verläßt die Flüssigkeit die Platten durch die Rohre 10. Beide
Rohre 9 und 10 führen außerhalb des Kollektors zu Zuführungs- und Sammelvorrichtungen,
die jedoch in der Zeichnung nicht gezeigt sind, da ihre Ausgestaltung nur von untergeordneter
Bedeutung ist. Diese Rohre können an den an der Kollektorwandung befindlichen Flanschen
11 befestigt werden. Die Flansche bieten den Vorteil, daß sie eine luftdichte Abdichtung
an der Öffnung der Wandung bilden, durch die die Kühlplatten und die damit verbundenen
Rohre leicht aus dem Kollektor entnommen werden können.
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Bei der Kondensation des gasförmigen P205 aus dem phosphorigen Oxydationsgemisch,
das vorstehend beschrieben wurde, besteht die Schicht aus aufgewirbelten P2O5-Teilchen,
die als Kondensationskerne wirken.
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Eine übliche Einlaßvorrichtung 6, die mehrere Möglichkeiten zur Speisung
der Schicht bietet, wird nur schematisch gezeigt. Diese Einlaßvorrichtung
kann
während der Inbetriebnahme der Anlage verwendet werden, um den Kollektor mit einer
Schicht aus feinverteilten Feststoffen zu füllen, oder während des kontinuierlichen
Verfahrens, um feinverteilte Feststoffe nachzuführen.
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Das in die Windkammer 13 eingeführte Aufwirbelungsgas steigt durch
die Verengungen in der horizontalen Gasverteilungsplatte 12 und durch die Schicht
7 aufwärts. Das die Schicht 7 verlassende Gas fließt aufwärts durch einen darüber
befindlichen Hohlraum 14 und verläßt den Kollektor durch das Rohr 15. Die in diesen
Gasen suspendierten großen Teilchen werden in einem Zyklonabscheider getrennt und
durch das Rohr 16 in die Schicht 7 zurückgeführt. Infolge des fluostatischen Druckes
fließen feinverteilte Produktteilchen aus der Schicht durch das Rohr 33 ab, das
einen Rotator oder ein Sternventil 34 enthält. Innerhalb der gesamten Anlage wird
vorzugsweise ein statischer superatmosphärischer Druck angewendet, um Lufteinbrüche
in die Anlage durch undichte Paßstücke oder eines der mit der Außenatmosphäre in
Verbindung stehenden Rohre zu vermeiden. Auf diese Weise wird verhindert, daß Feuchtigkeit
zuströmt und das hygroskopische Produkt zersetzt, was bei den bisher verwendeten
Anlagen keineswegs der Fall war.
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Sehr feine Teilchen, die zu klein sind, um durch den Zyklonabscheider
abgetrennt zu werden, werden in einem Flüssigkeitsabscheider abgetrennt, der mit
einer Flüssigkeit arbeitet, die kein merkliches Naßwerden verursacht. Dieser Wäscher
kann, wie in der Zeichnung gezeigt, aus einer vertikalen Einheit mit einer gepackten
Schicht 18 bestehen, in der die Gase mit einer geeigneten Flüssigkeit in Berührung
gebracht werden. Die Waschflüssigkeit muß nicht vollständig wasserfrei sein, soll
jedoch eine geeignete Zusammensetzung aufweisen, so daß eventuell enthaltendes Wasser
nur einen geringen Dampfdruck aufweist. Um den Dampfdruck auf ein Minimum herabzusetzen
und gleichfalls die Kühlung der im Kreislauf geführten Gase zu unterstützen, kann
diese Flüssigkeit vor ihrer Verwendung im Waschturm gekühlt werden. Da es oft erwünscht
ist, die Kühlkapazität der Vorrichtung durch äußere Kühlung der aufwirbelnden Gase
zu verbessern, kann dieses zwei Zwecken dienende Waschverfahren, von Vorteil sein.
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Zum Kondensieren von gasförmigem P206 ist Überphosphor- oder Polyphosphorsäure
mit einem P2Os-Gehalt von etwa 77°/o eine sehr geeignete Waschflüssigkeit, die praktisch
das gesamte P2Oß aus den im Kreislauf geführten Gasen löst.
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Dispergierte P2O5-Teilchen können, falls sie nicht entfernt wurden,
bei dem erfindungsgemäßen Verfahren, das unter Verwendung von im Kreislauf geführten
Gasen arbeitet, sehr störend wirken. Die im Kreislauf geführten Gase werden bei
einer Temperatur gehalten, die gewöhnlich wesentlich unter dem Kondensationspunkt
von P2OS liegt, und etwaiges feindispergiertes P2O5 neigt gewöhnlich dazu, sich
auf frei liegenden Oberflächen abzulagern oder zu kondensieren. Dieses Phänomen
tritt besonders am Propeller des Gebläses, an den Verengungen in der Gasverteilungsplatte
und an den Wärmeaustauschflächen außerhalb der Wirbelschicht auf. Diese können in
einem solchen Ausmaß verschmutzt werden, daß eine kostspielige und längere Stillegung
der Anlage zur Reinigung erforderlich ist. In Anbetracht dieser Schwierigkeiten
sind die Vorrichtungen zum
Reinigen des im Kreislauf geführten Aufwirbelungsgases
sehr wichtig.
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Die den Zyklonabscheider durch Leitungl7 verlassenden Abgase gelangen
in den Waschturm in der Nähe des unteren Teils desselben, steigen durch eine gepackte
Schicht aus Raschig-Ringen 18 in demselben auf, wobei sich die Schicht auf einer
üblichen Unterlage 19 befindet. Die Höhe dieser gepackten Schicht muß entsprechend
groß sein, um ein gründliches Waschen zu gewährleisten und hängt bei dem einzelnen
Verfahren von der Art des Lösungsmittels, der Temperatur, Durchsatz usw. ab. Am
oberen Teil des Waschturms unmittelbar unterhalb des Gas aus lasses ist in der Nähe
der Wandung ein Sieb 20 angeordnet, das den horizontalen Querschnitt der Einheit
ausfüllt. Die Waschflüssigkeit gelangt durch Rohr 21, das zwischen der gepackten
Zone 18 und dem Sieb 20 angeordnet ist, in die Einheit und wird nach abwärts auf
die Schicht gesprüht, durch die sie infolge der Schwerkraft nach unten fließt. Aus
dem unteren Teil der Packschicht tropft die Flüssigkeit in den Bodenteil des Waschturms,
aus dem sie durch Leitung 22 abgezogen wird. Für die Waschflüssigkeit kann eine
Regenerierungsanlage verwendet werden, die jedoch für die vorliegende Erfindung
nicht von Bedeutung ist und daher in der Zeichnung nicht gezeigt wird. Der Weg der
im Kreislauf geführten Gase in dem Waschturm wird in Aufwärtsrichtung gezeigt, im
Gegenstrom zu der nach abwärts fließenden Flüssigkeit, und die Gase verlassen die
Einheit durch Rohr 23, das sich am Kopf der Einheit befindet.
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Eine Kühlvorrichtung für die im Kreislauf geführten Gase kann in
vielen Fällen von Vorteil sein, weshalb sie in der Zeichnung angegeben ist. Im wesentlichen
liegt der Vorteil einer äußerlichen Kühlung darin, daß in der Wirbelschicht zusätzliche
Kühlkapazität vorhanden ist. Die aus der Kühlvorrichtung in die Schicht zurückkehrenden
Wirbelgase absorbieren Wärme, wenn sie durch die wärmere Masse aufsteigen, und verstärken
die Kühlung durch die vertikalen Platten 8. Falls es erwünscht ist, die im Kreislauf
geführten Gase auf eine ziemlich niedrige Temperatur zu kühlen, kann die durch die
Verwendung einer Kühlflüssigkeit in dem Waschturm bewirkte Kühlung unter Umständen
nicht ausreichen.
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In der Zeichnung wird gezeigt, wie der im Kreislauf geführte Strom
in den Gaskühler durch Leitung 23 eingeführt wird und diesen durch Leitung 25 verläßt,
während die Kühlflüssigkeit in diese Einheit durch die Leitung 26 eintritt und sie
durch Leitung 27 verläßt. Vorzugsweise wird der Kühler hinter der Waschanlage angeordnet,
wo die Gefahr, daß seine Wärmeaustauschflächen verschmutzen, nicht mehr so groß
ist.
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Ein vorzugsweise positives Verdrängungsgebläse sorgt für den notwendigen
Druckanstieg in den im Kreislauf geführten Gasen, wodurch der Widerstand überwunden
wird, der sich dem Gasfluß im gesamten Kreislaufsystem und dem Kollektor entgegensetzt.
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Eine ein normalerweise geschlossenes Ventil enthaltende Leitung 28,
die mit der Leitung 25 in Verbindung steht, arbeitet als Lufteinlaß zur Inbetrieb
nahme der Anlage. Komprimierte Gase aus dem Gebläse werden durch Leitung 29 in die
untere Abteilung 13 geführt. Rohrleitungen zur Ableitung von überschüssigen Gasen
aus dem im Kreislauf geführten Strom sind mit Leitung 29 sowie mit der Verbrennungskammer
und der Atmosphäre verbunden.
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Die Ventile 30 und 31 sind normalerweise offen, während das Ventil
32 normalerweise geschlossen ist, so das das Gas in die äußere Atmosphäre abströmen
kann. Unter geänderten Verfahrensbedingungen können jedoch die abgelassenen Gase
in die Verbrennungskammer zurückgeführt werden. Dies wird dadurch bewirkt, daß die
Ventile 30 und 32 geöffnet werden und das Ventil 31 entweder gedrosselt oder geschlossen
wird.
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Die mit Ventilen versehenen Leitungen 4 und 24, die mit den Leitungen
3 und 23 verbunden sind, dienen als Zuführungsleitung zur Einführung von gasförmigen
Reaktionsteilnehmern, die zur Reinigung der Anlage dienen können.
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Die Kondensation eines gasförmigen P2O5-Gemisches in der neuen Anlage
ergibt etwa 99 0/o (und mehr) der theoretischen stöchiometrischen Ausbeute in Form
von feinverteilten P2O5-Feststoffteilchen.
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Im wesentlichen ist die gesamte Menge brauchbar und frei von großen
Fremdstoffteilchen oder PoO5-Krusten. Der größte Teil des sehr kleinen Verlustes
entsteht dadurch, daß das P205 in der Waschflüssigkeit gelöst wird, und ist daher
kein wirklicher Verlust, sondern eine Umwandlung von P205 in eine andere, gleichfalls
brauchbare Form. Vernachlässigbar kleine Verluste werden durch die abgeleiteten
Gase oder die Bildung von P205-Krusten verursacht.
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Wenn auch in der Zeichnung eine Verbrennungskammer gezeigt wird,
soll darauf hingewiesen werden, daß ebenso vorkondensierte Feststoffe sublimiert
und dann durch Leitung 3 in die Wirbelschicht 7 geleitet werden können. Diese Beschickung
kann mit den abgeleiteten Gasen, die aus der Leitung 29 durch geeignete Wärmeautauschleitungen
erhalten werden, verdünnt werden oder in reiner unverdünnter Form kondensiert werden,
wodurch das Ablassen der im Kreislauf geführten Gase völlig unnötig wird.
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Tatsächlich kann es notwendig sein, aus praktischen Gründen kleine
Mengen an Außenluft in den im Kreislauf geführten Strom durch die mit einem Ventil
versehene Leitung 28 einzulassen, wenn ein völlig kondensierbarer Strom zugeführt
wird.
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Die Führung des Gases im Kreislauf und die Konditionierung, die bereits
beschrieben wurden, stellen wesentliche Kennzeichen der vorliegenden Erfindung dar,
da dadurch eine trockene Atmosphäre zus ammen mit einer Wirbelschicht aufrechterhalten
und somit die Kühlung und/oder Kondensation gefördert wird. Zur kontinuierlichen
Kondensation ist eine bestimmte Zuführungsstelle für die Beschickung, die Entfernung
von sehr feinen Teilchen aus dem im Kreislauf geführten Gas und das Ablassen der
überschüssigen Gase, die mit dem Einsatzmaterial in das System gelangen, erforderlich.
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Beispiel Das im Patent 1 924 beschriebene Verfahren wurde in der
in der Zeichnung dargestellten Anlage zur Kondensation von Phosphorsäureanhydriddämp
fen, die durch Oxydation von elementarem Phosphor in trockener Luft hergestellt
worden waren, angewendet.
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Diese Anlage bestand aus allen in der Zeichnung gezeigten Bestandteilen
mit Ausnahme des Abzugssiebs und des Gaskühlers, und es wurde Superphosphorsäure
(770/0 P2O5) als Waschmedium verwendet.
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Die Wärmeaustauschanlage bestand aus zwei flachen Plattenwindungen,
die vertikal und einander gegen-
überliegend in der Schicht angeordnet waren, so
daß sie teilweise die Schicht in zwei Kammern mit etwa gleich großem Volumen unterteilten.
Eine vorher hergestellte Schicht aus granularem Phosphorsäureanhydrid, die in der
gleichen Anlage hergestellt worden war, wurde bis zu einer Dichte von etwa 640 kg/m3
aufgewirbelt. Die Aufwirbelung wurde mit im Kreislauf geführten Gase bewirkt, die
durch die dichte Schicht mit einer Geschwindigkeit von etwa 18 cm/Sek. aufwärts
strömten. Phosphorsäureanhydriddampf mit einem Gehalt von 11 bis 170 Teilen/ Million
Wasserdampf wurde in der Verbrennungskammer gebildet und durch eine Leitung in das
Innere der Wirbelschicht in der Nähe des unteren Teils derselben geleitet, wo er
mit einer Temperatur von etwa 510 bis 5700 C eintrat. Leitungswasser wurde durch
die Kühlplatten mit einer solchen Geschwindigkeit geführt, daß die Schichttemperatur
129+10 C betrug. Unter diesen Bedingungen wurde die Kondensation viele Stunden fortgesetzt.
Ein konstanter Fluß von P2O5-Dämpfen wurde aufrechterhalten, und kondensierte P2O5-Feststoffteilchen
wurden aus der Schicht mit etwa der gleichen Geschwindigkeit abgezogen. Nach Abschluß
des Versuches wurde festgestellt, daß die Wände und Kühlflächen in der Wirbelschichtkammer
und im Kreislaufsystem völlig frei von Krusten oder Ablagerungen waren. Die Gesamtproduktion
lag bei etwa 80 kg/Std./m3 des Wirbelschichtvolumens. Das Produkt war frei fließendes,
im wesentlichen staubfreies, hexagonales P205 in Form von Kügelchen oder Perlen.
Die Schüttdichte dieses Materials betrug etwa 1072 bis 1184kg/m3.