DE121105C - - Google Patents
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-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03C—SHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
- D03C9/00—Healds; Heald frames
- D03C9/02—Healds
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- Textile Engineering (AREA)
- Ropes Or Cables (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE
Die meisten bisher gebräuchlichen Weblitzen werden aus zwei einzelnen dünnen Drähten
zusammengeflochten, so dafs in der Mitte ein Auge, das sogenannte Maillon zum Durchführen
des Kettenfadens entsteht. Man hat nun auch schon Drahtlitzen aus einem einzigen Draht
hergestellt, indem man z. B. um die Mitte des Drahtes ringförmige Oesen zusammenfaltete,
oder auch kleine Röhrchen aufsetzte, die man ebenso . wie den Theil des umfafsten Drahtstückes,
aber nach verschiedenen Seiten, ausbauchte und mit dem Draht verlöthete. Diese Drahtlitzen bestanden also immer noch aus
zwei Theilen, dem eigentlichen Draht und der Oese bezw. dem Röhrchen.
Eine Litze aus einem einzigen Stück, ohne jedes Beiwerk von gröfstmöglichem dünnen
Stabquerschnitt bei hinreichend grofser Festigkeit des Maillons und der Aufhängeaugen,
sowie das Verfahren zur Herstellung solcher Litzen bilden den Gegenstand der vorliegenden
Erfindung.
Der Zweck des Erfindungsgegenstandes oder der Erfindungsgedanke beruht darauf, aus einem
äufserst dünnen Stäbchen, welches an denjenigen Stellen, wo das Maillon und die Befestigungsaugen
eingestanzt werden sollen, zur Erreichung der nothwendigen Festigkeit verdickt
erscheint, eine haltbare. Litze für die feinsten zu verarbeitenden Gespinste, wie
Seide, herzustellen.
Ein äufserst einfaches und billiges Herstellungsverfahren ist durch die beiliegende
Zeichnung, welche die Litze in ihrem Entwickelungsgang darstellt, gekennzeichnet wie
folgt:
Ein Draht von verhältnifsmäfsig grofsem Durchmesser (Fig. 1) wird von der Mitte aus
nach beiden Seiten bis auf den Durchmesser, welchen die fertige Litze aufweisen soll, gestreckt,
so zwar, dafs in der Mitte auf einer bestimmt langen Strecke a-b der ungeschwächte
Durchmesser des Drahtes stehen bleibt (Fig. 2). Dieser^ ungeschwächten Theil α b stöfst man
hierauf unter einer Stampfe flach, so dafs der bearbeitete Draht nach Fig. 3 erscheint, und
stanzt endlich in den flachen Theil das Auge c ein (Fig. 4). Dieses Auge weist nirgendwo
Ecken oder scharfe Kanten auf, es ist vielmehr überall rund; infolge dessen können Knoten
in den Kettenfäden durch dasselbe leicht hindurchgehen, und ein Durchschneiden der letzteren
ist ausgeschlossen.
Das Material um das Auge herum wird durch das infolge des Plattstampfens verursachte Verdichten
sehr widerstandsfähig, ebenso wie die ganze Litze durch das Strecken eine bedeutende
Festigkeit erlangt.
Auf ganz gleiche Weise können die zum Aufhängen der Litze bestimmten Augen an
beiden Enden der Litze hergestellt werden.
Das Strecken des Drahtes kann auf einer zu diesem Zwecke etwas abgeänderten Streckmaschine,
wie sie in Nadelfabriken bei der Herstellung von Maschinennadeln und Fahrradspeichen
in Anwendung sind, geschehen. Die Herstellung der vorliegenden Weblitze ist nun nicht durch das vorstehend beschriebene
Verfahren beschränkt", es ergiebt sich vielmehr die Tragweite der gegenwärtigen Erfindung
aus der anfangs dieser Beschreibung gegebenen Erläuterung des zu Grunde liegenden Erfindungsgedankens,
wo es sich darum handelt, eine Litze aus einem Stück mit äufserst geringem
Durchmesser des Schaftes mit hinlänglich widerstandsfähigen Maillon und Augen zu
erhalten. Bedingung hierfür ist die im Verhältnifs zum Schaftdurchmesser hinlänglich verdickte
Stelle, welche flach geschlagen und mit dem Auge bezw. Maillons versehen wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Verfahren zur Herstellung von metallenen Weblitzen aus einem Stück, dadurch gekennzeichnet, dafs aus einem Stäbchen dickeren Querschnittes ein solches dünneren Querschnittes hergestellt wird, wobei in der Mitte und gegebenenfalls an beiden Enden der ungeschwächte dickere Querschnitt verbleibt, worauf diese dickeren Stellen abgeplattet und mit Augen versehen werden, um widerstandsfähige Maillons und Aufhängeösen an Litzen von geringem Stabdurchmesser zu bilden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE121105C true DE121105C (de) |
Family
ID=390124
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT121105D Active DE121105C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE121105C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2166139A1 (de) | 2008-09-23 | 2010-03-24 | Groz-Beckert KG | Jacquardlitze mit geprägtem Fadenaugenbereich |
-
0
- DE DENDAT121105D patent/DE121105C/de active Active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2166139A1 (de) | 2008-09-23 | 2010-03-24 | Groz-Beckert KG | Jacquardlitze mit geprägtem Fadenaugenbereich |
| EP2166138A1 (de) | 2008-09-23 | 2010-03-24 | Groz-Beckert KG | Jacquardlitze mit geprägtem Fadenaugenbereich |
| US7963301B2 (en) | 2008-09-23 | 2011-06-21 | Groz-Beckert Kg | Jacquard heald with embossed thread eye region |
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