DE121182C - - Google Patents
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- DE121182C DE121182C DENDAT121182D DE121182DA DE121182C DE 121182 C DE121182 C DE 121182C DE NDAT121182 D DENDAT121182 D DE NDAT121182D DE 121182D A DE121182D A DE 121182DA DE 121182 C DE121182 C DE 121182C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L5/00—Local operating mechanisms for points or track-mounted scotch-blocks; Visible or audible signals; Local operating mechanisms for visible or audible signals
- B61L5/06—Electric devices for operating points or scotch-blocks, e.g. using electromotive driving means
- B61L5/065—Construction of driving mechanism
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Transmission Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Getriebe zum Umstellen und Verriegeln
bezw. Entriegeln von Weichen, Schiebebühnen und allen sonstigen Vorrichtungen, bei welchen
durch Drehung einer mechanisch oder von Hand bewegten Antriebswelle ein umzustellender
Theil zuerst in die Verschlufsstellung gebracht und sodann erst verriegelt bezw. bei
entgegengesetzter Drehrichtung der Antriebswelle zuerst entriegelt und sodann wieder aus
der Verschlufsstellung herausbewegt werden soll. Diese Wirkung wird bei der vorliegenden
Erfindung durch eine auf der Antriebswelle angeordnete Reibungskupplung erzielt,
welche zum Gleiten kommt, wenn der umzustellende Gegenstand die Verschlufsstellung erreicht
hat und infolge dessen durch das Bewegungsgetriebe einen starken Widerstand auf
die Antriebswelle auszuüben beginnt. Die Relativbewegung der beiden an einander gleitenden
Kupplungshälften wird hierbei zur Bewegung einer Mutter auf einer Spindel und hierdurch
zur Inbetriebsetzung der Verriegelungsvorrichtung benutzt. Bei entgegengesetzter
Drehrichtung der Antriebswelle wird die Kupplung durch eine Bremse, welche bei der Verriegelung
angezogen worden war, so lange zum Gleiten gebracht und hierdurch eine Rückbewegung
der erwähnten Mutter veranlafst, bis die Verriegelung völlig gelöst ist, worauf die
Bremse durch die Wirkung von Anschlägen oder dgl. selbsttätig aufser Wirksamkeit gesetzt
und nunmehr der umzustellende Gegenstand aus der Verschlufsstellung selbstthätig
herausbewegt wird.
Das neuartige Umstellgetriebe ist in einer Ausführungsform in Fig. 1 bis 3 der beiliegenden
Zeichnungen veranschaulicht, während in den Fig. 4 und 5 als Beispiel eine durch
dieses Umstellgetriebe zu bewegende Weiche für einschienige Schwebebahnen nebst Verriegelungsvorrichtung
dargestellt ist.
In Fig. ι ist ein Grundrifs, in'Fig. 2 eine
Seitenansicht und in Fig. 3 eine Vorderansicht des Umstellgetriebes zur Darstellung gebracht.
Durch den Motor α wird mittels eines Schneckenradgetriebes b c die Antriebswelle d
in Umdrehung versetzt, auf welcher die beiden Reibungskupplungen e f bezw. g h angeordnet
sind. Von den letzteren ist die Kupplung ef diejenige, deren Wirkungsweise in erster Linie
für die vorliegende Erfindung in Betracht kommt, während die Kupplung g h, wie noch
gezeigt werden soll, lediglich als Sicherheitsvorrichtung
dient, indem sie bei zu lang dauerndem Laufen des Motors bezw. bei falscher Drehrichtung desselben zu gleiten beginnt.
Die auf der Antriebswelle d mit Feder und
Nuth längsverschiebbaren Kupplungshälften e und g werden durch die Kraft von Federn
oder Gewichten gegen die anderen Kupplungs-
hälften f und h angedrückt. Mit der Kupplungshälfte f steht das Zahnrad i in fester
Verbindung, welches in das gleich grofse Zahnrad k eingreift und hierdurch die Drehung
der Antriebswelle auf die Welle Z überträgt. Die genannte Welle / steht durch ein beliebiges
Getriebe mit dem umzustellenden Gegenstande derart in Verbindung, dafs derselbe
durch die beim Vorwärtsgang des Motors bewirkte Drehung der Welle / in die Verschlufsstellung
bewegt wird. Bei der in Fig 4 und 5 veranschaulichten Weichenanlage ist beispielsweise
die Welle / durch die Zahnräder m, die Welle n, die Kegelräder 0 0, die Welle p,
die Kegelräder q q, die Welle r und das Stirnrad s (Fig. 5) mit dem im Zungendrehpunkt t
gelagerten Zahnsegment u, an welchem die Weichenzunge ν befestigt ist, in Verbindung
gesetzt, so dafs bei der erwähnten Drehrich-. tung der Welle I die Zunge ν gegen die
Hauptschiene ψ bewegt und an letztere zum
Anliegen gebracht wird.
Die von der Antriebswelle d in Umdrehung versetzte Kupplungshälfte h sitzt am Ende einer
Schraubenspindel x, auf deren Gewinde eine mit einem Zahnrady fest verbundene Mutter ■{
sitzt. Das Zahnrad y greift in das gleich grofse und eine bedeutende Breite besitzende
Zahnrad 1 ein, welches auf der Welle I befestigt
ist. Da nun das Zahngetriebe y 1 in Bezug auf seine Uebersetzung genau dem Zahngetriebe
i k entspricht, so wird das Zahnrad y mit der Mutter ^ vom Zahnrad 1 genau in derselben
Richtung und mit derselben Geschwindigkeit in Umdrehung versetzt wie die Schraubenspindel
χ von der Antriebswelle d, und es findet daher eine Bewegung der erwähnten
Mutter vorerst nicht statt.
Sobald jedoch der umzustellende Gegenstand seine Verschlufsstellung erreicht hat, d. h. sobald
die Weichenzunge ν in Fig. 4 zum festen Anliegen an die Backenschiene w gekommen
ist, kommt die Kupplung ef zum Schleifen, indem die getriebene Kupplungshälfte f durch
den von der Weichenzunge ausgeübten Widerstand festgehalten wird. Die nunmehr stillstehende
Welle / verhindert durch den Eingriff der Zahnräder 1 und y eine Drehung der
Mutter £, während die Schraubenspindel χ durch
die Antriebswelle d und die Kupplung g h weiter in Umdrehung versetzt wird, und es
veranlafst somit die Relativbewegung der an einander gleitenden Kupplungshälften e und f
eine Bewegung der Mutter j, wobei das Zahnrad y an den Zähnen des breiten Zahnrades 1
entlang gleitet. Diese achsiale Bewegung der Mutter \ wird nun — etwa mittels des abwärts
reichenden Doppelhebels 2 (Fig. 3 und 5), dessen oberes Ende die Mutter gabelförmig
erfafst — zur Verriegelung benutzt. Bei der in den Fig. 4 und 5 dargestellten Weichenanlage
wird beispielsweise die achsiale Verschiebung der Mutter ζ durch den genannten
Doppelhebel 2, die Stange 3, den Doppelhebel 4, das Gestänge 5, 5, den Hebel 6 und das Zahngetriebe
7, 7 auf die Welle 8 übertragen, bei deren Drehung der mit einem Schraubengang
versehene. Kopf 9 den an der Weichenzunge befestigten Theil 10 fest einwärts zieht und
hierdurch eine Verriegelung der Zunge bewirkt.
Die Bewegung des umzustellenden Gegenstandes einerseits und der Verriegelungsvorrichtung
andererseits stehen also in einer solchen Abhängigkeit von einander, dafs die Verriegelungsvorrichtung
nicht früher in Thätigkeit treten kann, als bis der umzustellende Theil
seine Schlufsstellung wirklich erreicht hat und mit kräftigem Druck in die letztere hineingedrückt
worden ist. Erst dann, wenn (in Fig. 4 und 5) durch kräftiges Andrücken der Weichenzunge
an die Backenschiene der Widerstand so stark wird, dafs das zur Bewegung der Weichenzunge dienende Getriebe stehen1 bleibt
und ein Gleiten in der Kupplung ef eintritt, setzt im gleichen Zeitpunkt selbstthätig die Verriegelung
der Zunge ein. Sobald die Verriegelung beendet ist, gelangt die Mutter ^ bei
ihrer von links nach rechts gerichteten Bewegung in die in Fig. 1 gezeichnete, durch die
Berührung der Anschläge 11, 11 begrenzte
rechte Endstellung, worauf nunmehr auch die Kupplung g h zu gleiten beginnt und der
Motor lediglich noch auf die beiden Kupplungen arbeitet, so lange, bis er ausgeschaltet
wird. Um hierbei ein unnöthig langes Gleiten der Kupplungen zu vermeiden, kann zweckmäfsig
die Beendigung der Verriegelung dem Weichensteller durch selbstthätig in Wirksamkeit
tretende elektrische Glockensignale bekannt gegeben werden.
Soll der in die Verschlufsstellung gebrachte Theil aus-'derselben wieder herausbewegt werden,
d. h. im vorliegenden Falle: soll die Weiche, nachdem sie durch den Zug befahren
wurde, wieder geöffnet werden, so ist bei Umkehrung der Drehrichtung des Motors bezw. der Antriebswelle d zunächst die Entriegelung
zu bewirken. Es ist also dafür zu sorgen, dafs hierbei zunächst wieder eine Rückbewegung
der Mutter % in ihre Anfangsstellung erfolgt, was nur beim Gleiten der Kupplungshälften e und f an einander eintritt. Dieses
Gleiten wird beim Rückwärtslauf der Antriebswelle d durch auf den Umfang der Kupplungshälfte f einwirkende und die letztere festhaltende
Bremsbacken 12, 12 (Fig. 2) erzwungen,
welche vorher bei der Verriegelung der Weichenzunge, d. h. beim Rechtsgang der Mutter ^,
an die feststehende .Kupplungshälfte f angedrückt worden waren. Dies wurde durch
einen dem Hebel 2 ähnlichen, die Mutter \
mit seinem einen Ende erfassenden Doppelhebel 13 (Fig. 1) bewirkt, dessen anderes Ende
mittels der Stange 14 ein Keilstück 15 (Fig. 3)
nach links zog. Das auf letzterem aufruhende Gewicht 16, welches am Ende des auf der
Welle 17 befestigten Hebels 18 sitzt, wurde
hierbei angehoben und infolge dessen die genannte Welle 17 in Theildrehung versetzt,
welche Bewegung durch den am anderen Ende der Welle 17 sitzenden Hebel ig, die Stange 20
und den Hebel 21 auf die Welle 22 übertragen wurde. Der auf letzterer befestigte Gewichtshebel 23 (Fig. ι und 2) wurde hierdurch zum
Sinken gebracht, so dafs durch die Kraft des Gewichtes 24 unter Vermittlung des Bremsgestänges
25, 26, 27 (Fig. 2) die oben erwähnten Bremsbacken 12, 12 angezogen und
fest gegen den Umfang der stillstehenden Kupplungshälfte f angedrückt wurden. Das
Gewicht 16, welches so schwer ist, dafs es durch die Vermittelung des erwähnten Getriebes
das Gewicht 24 anheben kann, wurde durch das Keilstück 15 so hoch gehoben und
hierdurch die Welle 17 so weit gedreht, bis das . Ende der auf der letzteren befestigten
Knagge 28 in die am Ende des Stützhebels 29 befindliche Nuth einschnappte (Fig.- 3). Der
genannte Stützhebel 29, welcher auf der Welle 30 befestigt ist, steht mittels des auf
derselben Welle sitzenden Hebels 31, des Gestänges 32, 32, des Hebels 33 und der Welle 34
unter der Einwirkung eines Gewichtshebels 35, 35, welcher den Stützhebel für gewöhnlich
nach rechts zu drehen sucht.
Findet nun durch den Wärter eine Umschaltung des Motors bezw. der Drehrichtung
der Antriebswelle d statt, so kommt die Kupplung e f, deren Hälfte f durch die Bremsbacken
festgehalten wird, zum Gleiten und es tritt somit eine Rückbewegung (nach links) der
Mutter ^ ein, so dafs die Entriegelung der in der Verschlufsstellung befindlichen Weichenzunge
beginnt. Trotz der hierbei erfolgenden Rückverschiebung der Keilfläche 15 kann das
Gewicht 16 infolge der Wirksamkeit der Arretirung 28, 29 vorerst nicht sinken und somit
eine Lösung der Bremsbacken 12,12 nicht bewirken,
so dafs die Rückbewegung der Mutter ^ weiter fortschreitet. Erst wenn die Entriegelung
wirklich erfolgt ist, kommt ein auf der Stange 14 genau einstellbar angebrachter
Anschlag 36 (Fig. 1 und 3) mit einem auf der Welle 34 befestigten Hebel 37 zur Berührung
und zieht infolge dessen unter Anhebung des Gewichtshebels 35 den Stützhebel 29 von der
Knagge 28 zurück, so dafs nunmehr das Gewicht 16 abwärts sinkt, das Bremsgewicht 24
anhebt und eine Lösung der Bremsbacken 12, 12 bewirkt. Die hierdurch freigegebene
Kupplungshälfte f nimmt jetzt an der Drehung der Antriebswelle wieder theil und bewirkt
eine Rückbewegung des umgestellten Theiles, im vorliegenden Falle also ein Oeffnen der
bereits entriegelten Weichenzunge, wobei die Mutter \ in der Nähe ihrer linken Endstellung
stehen bleibt. Sobald die Weichenzunge bei ihrer Rückbewegung von der Hauptschiene
ihre äufserste, durch die Berührung von Anschlägen begrenzte Oeffnungsstellung eingenommen
hat, kommt zunächst die Kupplung e f durch den von der Weichenzunge ausgeübten
Widerstand wieder zum Gleiten, worauf die Mutter \ sich in ihre äufserste Linksstellung
bewegt. Wenn die letztere nach gegenseitiger Berührung der Anschläge 38, 38 erreicht
ist, beginnt auch die Kupplung g h zu gleiten und es ist der Motor nunmehr auszuschalten,
welcher Zeitpunkt dem Weichensteller ebenfalls durch ein elektrisches Glocken
signal selbstthätig angezeigt werden kann.
Claims (2)
1. Ein Umstellgetriebe für Weichen, Schiebe
bühnen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dafs eine auf der Antriebswelle (d) angeordnete
und mittels eines geeigneten Getriebes (iklmnopqrsu) die Bewegung
auf den umzustellenden Gegenstand (Weichenzunge ν) übertragende Reibungskupplung
(e f) bei erreichter Verschlufsstellung des umzustellenden Theiles (v) zum Schleifen
kommt und durch die Relativbewegung der beiden Kupplungshälften die Bewegung
einer mit der Verriegelungsvorrichtung (8, 9, 10, ν w) in Antriebsverbindung (2, 3, 4,
5, 6, 7, 8) stehenden Mutter fo) auf der Spindel (x) veranlafst, so dafs die Verriegelungsvorrichtung
erst dann in Thätigkeit treten kann, wenn der umzustellende Theil mit festem Druck in seine Verschlufsstellung
hineingedrückt worden ist.
2. Eine Ausführungsform des Umstellgetriebes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dafs bei erfolgender Verriegelung- des umzustellenden Gegenstandes dem feststehenden
Kupplungstheile ffJ dicht gegenüberstehende Bremsbacken (12, 12) oder dgl.
mittels eines geeigneten Zwischengetriebes (r3>
H5 15) l6>
·7> l8>
Χ9) 20>
2\-> 22i 2Ii-.
24, 25, 26, 27) angezogen und beim Rückwärtslauf der Antriebswelle (d) behufs Entriegelung
des umgestellten Theiles (v) durch eine Sperrvorrichtung (28, 29, 30, 31, 32,
33) 34) 3 5) s0 lange in der Bremsstellung
festgehalten werden, bis die Rückbewegung der Mutter (\) auf der Spindel (x) und
hierdurch die Entriegelung vollendet ist, worauf durch die Wirkung von Anschlägen
(36, 37) oder dgl. die die Bremse festhaltende Sperrvorrichtung ausgelöst und somit die getriebene Kupplungshälfte (f)
frei gegeben wird, so dafs erst nach
beendeter Entriegelung der umzustellende Theil (v) aus seiner Verschlufsstellung in
die Anfangsstellung zurückbewegt wird.
Eine Ausführungsform des Umstellgetriebes nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs auf der Antriebswelle (d) eine zweite Kupplung (g h) angeordnet ist, welche nach beendeter Wirksamkeit des ganzen Umstell- und Verriegelungsgetriebes ebenfalls zu schleifen beginnt und somit als Sicherheitsvorrichtung gegen den Bruch irgend eines Getriebetheiles dient.
Eine Ausführungsform des Umstellgetriebes nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs auf der Antriebswelle (d) eine zweite Kupplung (g h) angeordnet ist, welche nach beendeter Wirksamkeit des ganzen Umstell- und Verriegelungsgetriebes ebenfalls zu schleifen beginnt und somit als Sicherheitsvorrichtung gegen den Bruch irgend eines Getriebetheiles dient.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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