DE122167C - - Google Patents

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DE122167C
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peptone
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23JPROTEIN COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS; WORKING-UP PROTEINS FOR FOODSTUFFS; PHOSPHATIDE COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS
    • A23J3/00Working-up of proteins for foodstuffs
    • A23J3/30Working-up of proteins for foodstuffs by hydrolysis

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Nutrition Science (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
M 122167 KLASSE 53/.
Durch das im Folgenden beschriebene Verfahren wird ein albumose- und aschefreies Pepton, das nicht zerfliefslich ist, erhalten. Dasselbe hat den ausgeprägten Charakter einer Säure.
Die folgenden Beobachtungen undErwägungen haben zu dem neuen Verfahren geführt.
Zur Darstellung reinen Peptons ist erforderlich, dafs aus den rohen, peptonhaltigen Lösungen andere Spaltungsproducte des Eiweifses, Albumosen und die weit zersetzten Spaltungsproducte, wie Leucin, entfernt werden. Die. Entfernung der Albumosen gelingt durch Aussalzen mit Ammoniumsulfat, Zinksulfat und dergl. bei neutraler, alkalischer und saurer Reaction nicht vollständig. Es ist vielmehr nothwendig, aus dem so nach den bisherigen Methoden erhaltenen ammoniumsulfatgesättigten peptonhaltigen Filtrate noch den Rest der Albumosen durch Zusatz von Ferrisalz bei stark saurer Reaction als Eisenverbindung auszufällen.
Das albumosefreie Filtrat wird bis zur schwach sauren Reaction abgestumpft und mit einem Ferrisalze, z. B. Eisenammoniakalaun, versetzt. Der entstandene Eisenniederschlag wird von der Lösung, in welcher die Hexonbasen gelöst bleiben, abfiltrirt und mit der gesättigten Lösung des zur Ausfällung der Albumosen verwendeten Salzes, z. B. Ammoniumsulfat, gewaschen. Das erhaltene Peptoneisensalz wird mit Kalk oder Baryt behandelt, nachdem es vorher vortheilhaft in Wasser unter Zusatz von Ammoniak oder Schwefelsäure verrührt ist. Aus dem Filtrate wird der Kalk oder Baryt durch baryt- und kalkfällende Substanzen, z. B. durch Schwefelsäure oder Kohlensäure, entfernt. Die Lösung wird hierauf bei niederer Temperatur, am besten im Vacuum, eingedampft oder bis zur Syrupconsistenz eingeengt und direct oder nach Ansäuern, z. B. mit Essigsäure, mittels Alkohols gefällt.
Aus dem Filtrate vom Peptoneisen niederschlage wird durch weiteren Zusatz von Eisensalz und Abstumpfen der Säure, z. B. mit Ammoniak, noch mehr Peptoneisenniederschlag gewonnen, der, wie bereits angegeben, weiter verarbeitet wird. Oder man stumpft gleich bei der Darstellung des Eisenpeptonatniederschlages die Säure vollständig ab und erhält so eine bessere Ausbeute als ohne vollständiges Abstumpfen.
Beispiel:
500 g Eiweifs werden in 3 1 0,3 proc. Sodalösung unter Zusatz von käuflichen Trypsinpräparaten verdaut. Die Lösung wird durch Eintragen festen Ammoniumsulfates mit diesem Salze gesättigt und filtrirt. Zu dem Filtrate wird so lange concentrirte Schwefelsäure gegeben, bis auch bei mehrstündigem Stehen keine Trübung mehr eintritt. Zu dem mit etwas Ammoniak versetzten, noch stark sauer reagirenden Filtrate werden nun 80 g Eisenammoniakalaun gegeben und verrührt.
Im Filtrate von dem entstandenen Niederschlage werden 500 g Eisenammoniakalaun1 verrührt und durch allmählichen Zusatz von Ammoniak die Säure abgestumpft. Der entstandene Eisenpeptonatniederschlag wird abfiltrirt, mit gesättigter Lösung von Ammoniumsulfät gewaschen und unter Zusatz von etwas Arnrnoniak in Wasser verrührt. Durch Barythydrat werden das Eisen und die Schwefelsäure abgeschieden und im Filtrate der überschüssige Baryt durch Kohlensäure gefällt. Das Filtrat wird im Vacuum eingedampft, der Rückstand in verdünnter Essigsäure gelöst und durch Alkohol gefällt.
Selbstverständlich ist das Verfahren nicht auf die in dem Beispiel angegebene Darstellung der Rohpeptonlösung beschränkt. Man kann vielmehr Peptonlösungen beliebiger Herkunft dem Verfahren unterwerfen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von albumose- und aschefreiem Pepton, dadurch gekennzeichnet, dafs man Rohpeptonlösungen mit Ammoniumsulfat, Zinksulfat oder einem anderen albumosefällenden Mittel sättigt, mittels concentrirter Schwefelsäure und Ferrisalzen die letzten Albumosereste entfernt und hierauf aus dem Filtrat durch Ferrisalze unter Abstumpfen der Säure einen Eisenpeptonatniederschlag ausfällt, aus welchem nach dem Abfiltriren und Auswaschen das Pepton durch Umsetzung gewonnen wird.
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