DE1222421B - Verfahren zum Sintern von keramischem Gut in einer Wirbelschicht - Google Patents

Verfahren zum Sintern von keramischem Gut in einer Wirbelschicht

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Publication number
DE1222421B
DE1222421B DEN22568A DEN0022568A DE1222421B DE 1222421 B DE1222421 B DE 1222421B DE N22568 A DEN22568 A DE N22568A DE N0022568 A DEN0022568 A DE N0022568A DE 1222421 B DE1222421 B DE 1222421B
Authority
DE
Germany
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fluidized bed
sintered
ceramic
ceramic material
sintering
Prior art date
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Application number
DEN22568A
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English (en)
Inventor
Ong Tjing Gie
Hans Tielrooy
Lodewijk Joseph Maria Biemans
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Koninklijke Philips NV
Original Assignee
Philips Gloeilampenfabrieken NV
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Publication date
Application filed by Philips Gloeilampenfabrieken NV filed Critical Philips Gloeilampenfabrieken NV
Publication of DE1222421B publication Critical patent/DE1222421B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B15/00Fluidised-bed furnaces; Other furnaces using or treating finely-divided materials in dispersion

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)

Description

  • Verfahren zum Sintern von keramischem Gut in einer Wirbelschicht Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Sintern von keramischem Gut in einer Wirbelschicht, in der sich außer dem zu sinternden Gut noch ein anderer kornförmiger Stoff befindet, der sich gegenüber jenem wie ein inerter Stoff verhält.
  • Wie bekannt, werden keramische Gegenstände gewöhnlich dadurch hergestellt, daß ein gegebenenfalls vorbehandeltes Ausgangsmaterial, dem ein Bindemittel zugefügt ist, in die gewünschte Form gebracht wird und die so erhaltenen vorgebildete. Körper in einem Ofen .erhitzt werden. Die Körper ruhen dann auf oder hängen an Erhitzungsplatten bzw. Stützgliedern im Ofen. Es ist meistens nicht einfach, besonders bei Verwendung verhältnismäßig großer Öfen, für eine derartige Temperaturhomogenität im Ofen zu sorgen, daß die darin vorhandenen Körper alle gleich stark erhitzt werden. Auch gibt es oft eine Streuung in der Wärmezuführung an verschiedenen Teilen der Oberfläche ein und desselben Körpers, einerseits infolge von Gasströmungen im Ofen, andererseits weil die Wärmezuführung an diejenigen Teile der Oberfläche der zu sinternden Körper, die unmittelbar mit der Erhitzungsplatte oder dem Stützglied in Berührung sind, auf etwas andere Weise erfolgt als an die übrige Oberfläche.
  • Die obigen Nachteile sind bei der Herstellung vieler keramischer Gegenstände nicht entscheidend. Anders ist dies jedoch, wenn es sich darum handelt, keramische Gegenstände für elektrotechnische Anwendung, z. B. keramische Kondensatoren, Widerstände, Magnetkerne und Magnete, herzustellen. Diese müssen meistens sehr genauen Anforderungen genügen, während die gewünschten elektrotechnischen Eigenschaften in hohem Maße reproduzierbar sein und innerhalb gewisser, oft sehr enger Toleranzgrenzen bleiben müssen.
  • Für die Herstellung keramischer Pulver durch Erhitzen bei Temperaturen bis etwa 900 bis 1000° C eines granulierten Gemisches der Ausgangsstoffe hat man das sogenannte »Wirbelschichtverfahren« angewendet. Dabei erhitzt man das Granulat in Form einer welligen Schicht aus feinen Körnern auf einem Gitter, durch das in Aufwärtsrichtung ein Gas, z. B. Luft, geblasen wird. Die Gaszuführungsgeschwindigkeit liegt dabei zwischen genau zu wählenden Grenzen. Dieses Wirbelschichtverfahren gewährleistet eine allseitig gleichmäßige Wärmezuführung an die zu erhitzenden Körner und auch einen hohen Wärmewirkungsgrad. Versucht man jedoch, diese Verfahren zur Herstellung keramischer Gegenstände aus vorgebildeten Körpern anzuwenden, zu welchem Zweck im allgemeinen Temperaturen erforderlich sind, die beträchtlich höher als 1000° C, z. B. 1200 bis 1500° C, sind, so erhält man den Nachteil, daß diese Körper eine starke Neigung zum Zusammenbacken und/oder zum Festbacken an der Ofenwand aufweisen. Dieser Nachteil ist derart, daß er bis jetzt die praktische Anwendung des Wirbelschichtverfahrens zur Herstellung keramischer Gegenstände verhindert.
  • Es ist ferner ein Verfahren eingangs erwähnter Art mit einem inerten kornförmigen Zusatzstoff bekannt, mit dem aber nur ein aus ebenfalls sehr kleinen Teilchen bestehendes Material gesintert wird. Während der Sinterung wachsen die Pulverteilchen und behalten somit nicht ihre ursprüngliche Form und Abmessungen bei.
  • Gemäß der Erfindung wird bei einem Verfahren eingangs erwähnter Art dagegen das zu sinternde Gut in Form von vorgebildeten Körpern, die durch das Sintern keine wesentliche Formveränderung erleiden sollen, in die Wirbelschicht eingegeben.
  • Es war nicht zu erwarten gewesen, daß sich im Wirbelschichtverfahren auch vorgebildete Körper in einwandfreier Weise sintern lassen, die erheblich größer sind als die feinpulverigen Teilchen, welche bisher nach diesem Verfahren behandelt wurden. Überraschenderweise hat sich nämlich herausgestellt, daß die auf diese Weise behandelten vorgebildeten Körper ihre ursprüngliche Form beibehalten und nicht allzu stark schrumpfen; sie zerbrechen auch nicht, bekommen keine Risse und wachsen nicht an.
  • Wie bereits ausgeführt, soll sich der kornförmige Stoff gegenüber dem zu sinternden Gut wie ein inerter Stoff verhalten, d. h. nicht mit ihm zusammenbacken und nicht mit ihm chemisch reagieren. Vorzugsweise besteht der kornförmige Stoff aus insbesondere vorgesintertem Aluminium oder Zirkonoxyd.
  • Das feuerbeständige, kornförmige Materialüiiü die zu sinternden Körper können gewünschtenfalls zusammen dem Ofenraum zugeführt werden, aber man kann auch zuerst eine gewisse Menge des kornförmigen Materials dem Ofenraum zuführen und erst dann die zu sinternden Körper, gegebenenfalls zusammenmit einer anderen Menge des obigen Materials, in die schon gebildete Wirbelschicht einbringen. Bei Anwendung der Erfindung werden Zusammenbacken der zu sinternden Körper und Festbacken der zu sinternden Körper an der Ofenwand ganz verhütet und kommen die obererwähnten Vorteile des Wirbelschichtverfahrens (allseitig gleichmäßige Erhitzung;- und hoher Wärmewirkungsgrad) voll zur Geltung.
  • Das Verfahren nach der Erfindung-eignet sich insbesondere zur Herstellung keramischer Körper von verhältnismäßig geringem Gewicht und verhältnismäßig geringen Abmessungen, z. B. keramischen Platten mit einer Stärke von weniger als 100 Mikrtin oder Ferritringen für sogenannte »Magnetspeicher«, welche meistens nicht schwerer sind als einige Milligramm. Im Prinzip kann man selbstverständlich auch etwas größere und schwerere keramische Gegenstände herstellen, wenn man nur die Geschwindigkeit und Gaszuführung, die die Wirbelschicht' aufrechterhalten muß, und gegebenenfalls die Teilchengröße des feuerbeständigen kornförmigen Materials einander :anpaßt.
  • Gewünschtenfalls kann man die Wirbelschicht .in einem anderen Ofen oder einem andern Reaktionsgefäß erzeugen, in dem eine aridere Temperatur herrscht undjoder' iri dem die Gasatmosphäre eine andere Zusammensetzung- hat als im ersten Ofen oder im ersten Reaktion@@gefäß. Diese Maßnahme kann selbstverständlichauchwiederholt werden.
  • Beis-pielI-Aus einem - Gemisch aus 43 Mdlproz, ent Fe2O3, 52 Molprozent-MnC03 und 5 Molprozent Cu0 wird durch Erhitzen auf eine Temperatur von etwa 750° C (sögenanntes »Vörbrennen«) ein Ferritmaterial hergestellt, das gemahlen und dann nach Zusatz eines Bindemittels zu Ringen mit einem Außendurchmesser von 1;59 mm, einem Innendurchmesser von 0,95 mm und einer Stärke von 0,37 mm gepreßt wird.
  • In der schematischen Zeichnung stellt 1 einen Ofen dar, der mit einem elektrischen Erhitzungskörper 2 versehen ist. Unten im Reaktionsgefäß 3 mit Wänden aus hitzebeständigem Stahl wird Luft durch das Rohr 4 geblasen. Statt Luft kann auch, je nach der Art der herzustellenden keramischen Gegenstände, ein stärker oder weniger stark oxydierendes oder sogar reduzierendes Gasgemisch in .das Reaktionsgefäß ;geblasen werden; gewünschtenfalls kann auch die Zusammensetzung des Gasgemisches beim Betrieb des Ofens geändert werden. Die untere Ab= teilung des Reaktionsgefäßes ist durch eine zusätzliche Wand 5 ,aus feuerfestem Material und.durch- eia Gitter 6 begrenzt. Dieses Gitter besteht aus einer Anzahl mit Aussparungen versehtner gegeneinander angeordneter Fliesen aus einem hitzebeständigen keramischen Material. In der unteren Abteilung des Reaktionsgefäßes, die mit Kugeln 1 aus hitzebestäncligern keramischem Material gefüllt ist, wird das durch das Rohr 4 zufließende Gas erhitzt und gleichmäßig über die :ganze Oberfläche d es Gitters 6 verteilt.
  • Nachdem die Temperatur im Reaktionsgefäß 3 über dem Gitter 6 auf etwa 1250° C eingestellt ist, streut man vorgesinterte Körner aus Aluminiumoxyd auf das Gitter und regelt den Lufstrom derart, daß die Körner auf .dem Gitter -in wellenartiger Bewegung bleiben, mit anderen Worten, auf ihm eine Wirbelschicht bilden. In diese Wirbelschicht 8 streut man die obererwähnten Ferritringe, gegebenenfalls zusammen mit einer weiteren Menge der obererwähnten Alumini#umoxydkörner.
  • Nach einiger Zeit wird die Temperatur der Wirbel-Schicht von etwa 1250°C auf etwa 900°C herabgesetzt. Nach noch einigen Minuten gießt man dann den heißen Ofeninhalt in einen Stahltrog aus, in dem man ihn weiter abkühlen läßt. Nachdem die gesintert' ten Ferritringe ,auf Zimmertemperatur gekühlt sind; können siez mittels eines Magnets leicht von Aluminiumoxyd getrennt werden. Sie haben eine im wesentlichen rechteckige Hystereseschleife und sind zur Verwendung in Magnetspeichern geeignet.
  • Beispiel 11 Aus einem durch Vörbrennen eines Gemisches aus 44,5 Molprozent BaC03, 2,8 Molprozent CaS04, 43,1 Molprozent BaCO3, . 2,8 Molprozent ZrO und nach folgendem Mahlen erhaltenen Produkt preßt man nach Zusatz - eines Bindemittels . Platten -mit einem Durchmesser von 10 mm .und einer Stärke von 200 Mikron. ,Diese Platten streut man zusammen mit einer Menge aus kornförmigen Aluminiumoxyd, wie im Beispiel I erwähnt, auf das Gitter 6 -des -im Beispiel I beschriebenen Ofens. Auf diesem Gitter -bildet sich unter Einfluß.eines aufwärts gerichteten Luftstromes eine Wirbelschicht".deren Temperatur man auf etwa 1360° C einstellt. -, Nach einigen Minuten wird der Ofeninhalt in einen Stahltrog gegossen. Die :gesinterten Platten werden mittels eines Siebes von Aluminiumoxyd getrennt. Sie können als Dielektrikum in-Kondensatoren verwen, det werden.

Claims (1)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Sintern von keramischem Gut in einer Wirbelschicht, in der sich außer dem zu sinternden Gut noch ein anderer kornförmiger Stoff befindet, der sich gegenüber jenem wie ein inerter Stoff verhält, d a d u r c h g ek e n n z e i c h n e t, daß das zu sinternde Gut in Form von vorgebildeten Körpern, die durch das Sintern keine wesentliche Formveränderung erleiden sollen, in die Wirbelschicht eingegeben wird. -2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß der kornförmige Stoff aus Aluminiumoxyd besteht.
DEN22568A 1962-01-10 1963-01-05 Verfahren zum Sintern von keramischem Gut in einer Wirbelschicht Pending DE1222421B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1608023B1 (de) * 1967-01-23 1970-10-22 Heurtey Sa Ofen mit bewegtem Einsatz zur thermischen Behandlung von grobkoernigem Gut

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1608023B1 (de) * 1967-01-23 1970-10-22 Heurtey Sa Ofen mit bewegtem Einsatz zur thermischen Behandlung von grobkoernigem Gut

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