DE12241C - Federkraft-Motor mit rückkehrendem Räderwerk - Google Patents
Federkraft-Motor mit rückkehrendem RäderwerkInfo
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- DE12241C DE12241C DENDAT12241D DE12241DA DE12241C DE 12241 C DE12241 C DE 12241C DE NDAT12241 D DENDAT12241 D DE NDAT12241D DE 12241D A DE12241D A DE 12241DA DE 12241 C DE12241 C DE 12241C
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F03—MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F03G—SPRING, WEIGHT, INERTIA OR LIKE MOTORS; MECHANICAL-POWER PRODUCING DEVICES OR MECHANISMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR OR USING ENERGY SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F03G1/00—Spring motors
- F03G1/02—Spring motors characterised by shape or material of spring, e.g. helical, spiral, coil
- F03G1/022—Spring motors characterised by shape or material of spring, e.g. helical, spiral, coil using spiral springs
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Description
1880.
Klasse 46.
JOSEPH SCHREIBER und FRANZ HEINRICH MOLDENHAUER in WIEN. Federkraftmotor mit rückkehrendem Räderwerk,
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. Juli 1880 ab.
Das eine Ende der Spiralfeder ist bei a, Fig. 4, an der Wellet, das andere bei b an
der inneren Wand des Federhauses befestigt. Die Welle A geht lose durch den Mittelpunkt
der Seitehwände des Federhauses, so dafs, ehe die Feder befestigt ist, das Federhaus sich frei
um die Welle bewegen kann. Die Welle selbst ruht in zwei festen Axenlagern bei c und d.
Auf dem Federhause sitzt ein Zahnrad B, in welches ein kleineres Zahnrad C eingreift.
Wird die Axe A festgehalten und das Federhaus durch das sich in der Richtung q drehende
Zahnrad C in der Richtung p gedreht, so wird die Feder um die Welle A aufgewickelt. Verhindert
man nun durch einen in das Zahnrad B eingreifenden Sperrhaken die aufgezogene Feder
am Zurückschnellen und giebt die Axe A frei, so versetzt die Feder die Axe A in Umdrehung
in derselben Richtung p, in welcher sich das Federhaus während des Aufziehens bewegte.
Auf der verlängerten Welle A ist ein Zahnrad D aufgekeilt; dieses überträgt ebenfalls nach
der Richtung p die Kraft der Feder auf einen anderen Mechanismus.
Das Kraft abgebende Rad D bewegt zwei auf einer und derselben Axe sitzende Räder E
und F, welche in die beiden Räder B und D eingreifen. Durch das Rad D wird das Rad F
nach der Richtung q gedreht, dieses nimmt das Rad E in derselben Richtung mit, und letzteres
setzt das Rad B des Federhauses in der Richtung/ in Bewegung. Hierdurch wird nach der
Meinung der Erfinder die überschüssige Kraft des Rades D, also der aufgewundenen Spiralfeder, dazu verwendet, um diese selbst theilweise
neu aufzuziehen.
Je kleiner das Rad D gegen das Rad B, je gröfser also das Rad F gegen das Rad E wird,
um desto mehr Kraft wird die Feder abgeben, desto kürzere Zeit wird aber ihr Ablauf dauern,
und umgekehrt. Durch diese Anordnung hat man es demnach ganz in seinem Belieben, durch
Vergröfserung oder Verkleinerung des Rades D und entsprechende Verkleinerung oder Vergröfserung
des Rades F einen länger dauernden Gang bei geringerer Kraftabgabe oder eine
gröfsere Kraftäufserung bei kürzerer Ablaufdauer der Feder hervorzubringen.
Da während des Aufziehens der Feder durch das Rad C die Axe des Federhauses und sonach
auch das Rad D feststeht, so können die Räder E und F erst nach erfolgter Aufziehung
der Feder in die Räder B und D eingreifen, z. B. durch eine Hülse, auf welcher die
Räder E und F aufgekeilt sind, und welche um eine excentrische Welle drehbar ist. Um
aber die Räder E und F fortwährend in die Räder B und D eingreifen zu lassen, ist das
Rad F so eingerichtet, dafs es während des Aufziehens der Feder leer läuft und erst dann
in Thätigkeit tritt, wenn die Feder anfängt, sich abzuwickeln. Dadurch ist es ferner möglich,
nicht allein das Aufzugsrad C unnöthig zu machen und das Rad E als Aufzugsrad zu benutzen,
sondern auch die Feder während ihrer Abwicklung nachzuziehen, ohne dafs das Rad D
angehalten werden mufs. Bei schwachen Federn wird es aber meistens vorzuziehen sein, die
Feder durch directe Drehung der Axe, also in der der Richtung des ablaufenden Federhauses
entgegengesetzten Richtung aufzuwinden.
Bei der dargestellten Ausführung des Federkraftmotors, Fig. i, 2 und 3, greift die in einer
Führung senkrecht gehende Zahnstange ef in das Sperrrad G, welches dieselbe Construction
hat wie das Sperrrad F, Fig. 2. Beim Heben der Zahnstange läuft das Rad G leer, beim
Herabdrücken derselben dreht sich das Rad G in der Richtung p und giebt dem auf derselben
Welle aufgekeilten Rade E^ eine Bewegung in derselben Richtung p. Dadurch wird das in
das Zahnrad E% eingreifende Zahnrad E1 , sowie
das' mit letzterem auf derselben Welle sitzende Zahnrad E in der Richtung q bewegt.
E greift wieder in - das auf dem Federhause befestigte Zahnrad B ein, giebt diesem die
Drehung nach γ und windet dadurch die Feder um die Axe A auf. Am Zurückschnellen wird
die Feder durch die beiden Sperrhaken 5 und £1
verhindert.
Wird nun die Bremse gelöst und die Welle A freigegeben, so erfolgt die Drehung derselben
in der Richtung/, das auf der Federaxe auf-
gekeilte Rad D dreht sich ebenfalls nach / und
greift in das Sperrrad F ein, dieses dreht das auf derselben Axe sitzende Aufzugsrad E, und
letzteres bewirkt durch das Rad B die Drehung des Federhauses nach der Richtung p und somit
nach Auffassung der Erfinder das Nachziehen der Spiralfeder.
In das Rad D greift zugleich ein anderes Zahnrad H ein, dessen Axenlager unterhalb des
Trägers T angebracht ist, welches dem mit ihm auf der gleichen Welle sitzenden Zahnrade J
die Drehung nach der Richtung q ertheilt. In das Rad J greift ferner das Zahnrad K, welchem
dadurch wieder die Drehung nach j> gegeben wird. Auf der Welle des Rades K ist
das Kegelrad L befestigt; dieses greift in das Kegelrad M, und durch dessen Drehung wird
die auf der stehenden Axe desselben befestigte Reibungsscheibe NN in der Richtung r in Umlauf
versetzt. Rechtwinklig zur Scheibe NN steht auf derselben das Reibungsrad O, welches
sammt der Stufenscheibe P auf der Welle g h sitzt. Durch Drehung des Rades O dreht sich
die Stufenscheibe P und treibt mittelst Seil- oder Riemenübertragung eine Nähmaschine oder
andere Vorrichtungen, z. B. kleine Schleifwerke, zahntechnische Maschinen, Ventilatoren, Musikspielwerke,
Harmoniums etc.
Am Ende der Welle g h bei g ist der Regulator angebracht, um bei plötzlich unterbrochener
Arbeit der mit dem Federmotor in Verbindung gesetzten Maschine ein zu rasches Ablaufen der
Feder zu verhindern. Die im Mittelpunkt durchbohrte Scheibe des Regulators dient zugleich
als Lager der Welle g h.
Das Lager h der Welle g h ist beweglich und läuft in einem in den Ständer eingeschnittenen
senkrechten Schlitz, um durch das Gewicht von Lager und Welle das Rad O fortwährend auf
die Scheibe NN zu drücken. Um der Scheibe P einen langsameren oder schnelleren Gang zu
geben, ist das Rad O, Fig. i, 3 und 6, auf einer mit einem Längsschnitt versehenen Hülse
befestigt, welches sich um die Axe g h dreht und durch eine Hebelvorrichtung, Fig. 6 (in
der Zeichnung Fig. 1 und 3 beispielsweise von der Tischplatte einer Nähmaschine aus), vor- und
rückwärts schieben läfst. Der in dem Schlitz der Hülse laufende und in der Welle g h eingeschraubte
Stift i vermittelt die Drehung der letzteren.
Je mehr der Hebel Fig. 6 in der Richtung nach t gedreht wird, um so mehr schiebt sich
das Reibungsrad O nach dem Mittelpunkt der Scheibe NN, und um so langsamer wird die
Drehung von O und P. Je mehr die Bewegung des Hebels nach ί zu erfolgt, um so schneller
drehen sich O und P, bis schliefslich, wenn O
an den Stift i anstöfst und die beiden an dem durchbohrten Stücke / (welches an dem
Hebel t hängt und in welchem sich g h frei drehen kann) ansitzenden Haken m m an die
äufsere der auf der Hülse festsitzenden Scheiben k k angeprefst werden, ein vollständiger Stillstand
des ganzen Mechanismus erfolgt.
In Verbindung mit einer Nähmaschine ist noch, um während der Arbeit den freien Gebrauch
beider Hände zu gestatten, an der unteren Seite von /, Fig. 1 und 3, ein kleiner
Haken angebracht, welcher mit dem Fufshebel der Nähmaschine durch eine Schnur verbunden
ist. Bei schwachem Anziehen der Schnur kann ■ der Gang der Nähmaschine beliebig regulirt
oder angehalten werden.
Für den Betrieb schwererer Maschinen, z. B. von Nähmaschinen für Sattler, werden die
Scheibe NN und das Rad O durch Kegelräder ersetzt, und die Regulirung erfolgt durch eine
um die Welle g h greifende Backenbremse.
Man kann auch die Axen des Federhauses und der Räder senkrecht stellen, so dafs die
Endpunkte der Axen nach Art der Turbinen in Körnerspitzen auf Stahl- oder Steinlagern
laufen, Federhaus und Räder also waagrecht zu liegen kommen.
Wir gehen zur Beschreibung einzelner Constructionstheile über.
1. Das Sperrrad, Fig. 5 (F und G in Fig. 1,
3 und 5). Aus dem voll gegossenen Zahnrade F ist der mittlere Theil iikk fortgenommen.
Im Innern des übrig gebliebenen Radkranzes ist dann eine Rinne Imn 0 eingedreht.
In diese Rinne sind je nach der Gröfse des Rades eine gewisse Anzahl von Sperrklinken
leicht drehbar auf den kleinen Axen χy befestigt.
Auf diese Klinken sind nach dem Innern der Rinne zu kleine Stahlfedern aufgenietet,
welche das Bestreben haben, die Spitzen der Klinken nach dem Centrum des Rades zu
drücken.
Wird nun in die ausgedrehte Cylinderflächez?^
des Radkranzes ein cylindrischer Kern iikk eingeschoben, und sind in der Mitte der Cylinderfläche
11 ο ο zahnförmige Vertiefungen ζ ζ eingeschnitten, welche bei dem Drucke der
Federn den Stahlklinken gestatten, sich in sie hinein zu legen, so wird der Kern iikk mit
der in ihm festsitzenden Axe X Y in der Richtung/ gedreht, wenn der Radkranz sich nach/
zu bewegt. Dreht sich aber der Radkranz nach q, so schleifen die Klinken lose um den
Kern i i k k, und Kern und Axe X Y stehen
still, Fig. 5 b.
2. Der Regulator, Fig. 7. Durch eine feststehende Scheibe V mit aufrechtstehendem'
Rande ν läuft eine drehbare Axe g h. Auf dieser Axe sitzt ein Ring W, in welchem zwei
oder mehrere Stangen w fest eingelassen sind. Auf diese Stangen sind Backen lose aufgesteckt,
welche mit einer dem Querschnitte der Stangen entsprechenden Längsöffnung versehen sind.
Bei Drehung der Axe g h werden die Backen
an den Rand υ der Scheibe geschleudert und üben einen gröfseren oder geringeren Druck
auf dieselbe aus, je nach dem schnelleren oder langsameren Umlauf der Axe. Um bei richtiger
Drehgeschwindigkeit der letzteren das Schleifen zu verhüten, ist jeder Backen mit dem Ringe W
durch eine leichte Stahldrahtfeder verbunden, welche sich nur bei zu grofser Drehgeschwindigkeit
aus einander zieht und dem Backen das Anpressen an den Rand υ gestattet.
Claims (1)
- Patent-AnSprüche:
i. Das beschriebene und in Fig. 4 ersichtlich gemachte rückkehrende Räderwerk, wonach die nicht benutzte, überschüssige Kraft einer aufgezogenen Spiralfeder zum theilweisen Wiederaufziehen derselben verwendet wird. Die beschriebene, durch Fig. 1, 2 und 3 dargestellte Construction eines Federkraftmotors zum Betriebe von Nähmaschinen und anderen kleinen Vorrichtungen, sowie die beschriebenen Abänderungen dieser Construction.Die beschriebene und durch die Fig. 5 und 7 erläuterte Construction eines Sperrrades und eines Regulators.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE12241C true DE12241C (de) |
Family
ID=289466
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT12241D Active DE12241C (de) | Federkraft-Motor mit rückkehrendem Räderwerk |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE12241C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4499847A (en) * | 1981-08-12 | 1985-02-19 | Driam Metallprodukt Gmbh & Co. Kg | Apparatus for coating granules such as dragee pellets with a hardenable substance |
-
0
- DE DENDAT12241D patent/DE12241C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4499847A (en) * | 1981-08-12 | 1985-02-19 | Driam Metallprodukt Gmbh & Co. Kg | Apparatus for coating granules such as dragee pellets with a hardenable substance |
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