DE1230251B - Reihenduengerstreuer fuer Kartoffellegemaschinen - Google Patents
Reihenduengerstreuer fuer KartoffellegemaschinenInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01C—PLANTING; SOWING; FERTILISING
- A01C9/00—Potato planters
Landscapes
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- Environmental Sciences (AREA)
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
AOIc
Deutsche Kl.: 45 b-9/00
Nummer: 1230 251
Aktenzeichen: M 56455 m/45 b
Anmeldetag: 11. April 1963
Auslegetag: 8. Dezember 1966
Die Erfindung betrifft Reihendüngerstreuer für Kartoffellegemaschinen mit einem Schar zum Einbringen
der Kartoffeln für jede Reihe sowie zweier Düngerstreifen beiderseits der Kartoffelreihe, wobei
jedes Schar zwei keilförmig zueinander gestellte, in ihrem vorderen Teil verkürzte Seitenwände aufweist,
denen im verkürzten Bereich ein Kartoffelfurchenzieher mittig vorangesetzt ist und wobei zwei Düngerrinnen
vom Vorratsbehälter zu den Seitenwänden des Schars führen.
Es ist bekannt, ein Düngerstreugerät und eine Kartoffellegemaschine auf einem gemeinsamen Fahrgestell
zu kombinieren, wobei das Düngerschar und der Kartoffelfurchenzieher in weitem Abstand hintereinander
angeordnet sind und völlig unabhängig voneinander arbeiten mit dem Ubelstand, daß infolge
der unvermeidlichen Nickbewegungen der Maschine die Düngerbänder teils oberhalb, teils unterhalb der
Kartoffelreihe zu liegen kommen, und zwar je nach den Schwankungen in unkontrollierbarer Weise. Ein
beträchtlicher Düngeranteil wird dadurch unvorteilhaft in den Boden gebracht und nur unvollständig
genutzt. Zur Vermeidung dieses Ubelstandes hat man deshalb Düngerstreuer und Legemaschinen so miteinander
verbunden, daß Kartoffelfurchenzieher und Düngerschare zwecks Sicherung einer optimalen Lage
der Düngerbänder zu einer gemeinsamen Baueinheit zusammengefaßt wurden. Das nahe Beieinander von
Düngerschar und Kartoffelfurchenzieher führte aber zu der Schwierigkeit, daß die hinteren Schare in der
von den vorderen Scharen verursachten Bodenströmung arbeiten müssen, so daß entweder Dünger
schädigend in die Kartoffelfurche einfloß oder daß die Pflanzkartoffeln in die Düngerfurchen rollten.
Diese Schwierigkeiten suchte man bekanntermaßen dadurch zu vermeiden, daß jedes Düngerband von
einem einzelnen schiffchenf örmigen Düngerschar ausgebracht wurde. Es standen dann also zwei Düngerschare
eng nebeneinander, nur getrennt durch einen schmalen, langen Kanal, durch den sich der Boden
hindurchzwängen mußte. Der Bodenstrang reißt in dieser engen Passage aber sehr leicht ab, besonders
wenn er mit Pflanzenteilen oder Steinchen durchsetzt ist, und Verstopfungen sind die Folge. Eine haltbare
Kartoffelfurche kann in diesem Zwischenstreifen jedenfalls nicht geformt werden. Ein weiterer Nachteil
dieser bekannten Schare bestand darin, daß ihre nach unten offenen schiffchenförmigen Düngerausläufe
beim Einsetzen der Maschine Bodenstopfen ausstanzten, die den Düngerweg verstopften und
schwer zu beseitigen waren.
Die Erfindung vermeidet diese Nachteile dadurch, Reihendüngerstreuer für Kartoffellegemaschinen
Anmelder:
Maschinenfabrik Cramer Inh. Cramer & Söhne,
Leer (Ostfriesl.), Reimersstraße
Als Erfinder benannt:
Dr.-Ing. Hans Zödler, Leer (Ostfriesl.)
daß der im Boden arbeitende untere Teil des Schars zwischen den Seitenwänden frei von festen Einbauten
ist und daß die Düngerrinnen innerhalb des Schars nach hinten schräg abwärts zu den Düngerausläufen
führen, die sich oberhalb der ungekürzten Enden der Seitenwände mit Abstand über dem Boden nach
hinten öffnen. Dadurch greifen die Schare lediglich mit den nicht gekürzten hinteren Enden der Seitenwände
in den Boden und ziehen Düngerrinnen, in die der Dünger aus den darüberliegenden Düngerausläufen
hineinfällt. Das Schar selbst besitzt also keinen stopfanfälligen Kanal, der den glatten Bodenfluß
stören könnte.
Das erfindungsgemäße Schar hat weiterhin den Vorteil, daß die nach hinten offenen Düngerausläufe
mit Abstand über der Bodenfläche angeordnet sind, so daß beim Einsetzen des Gerätes in den Boden
kein Anlaß zu Verstopfungen besteht. Hinter den Düngerausläufen sind Verschlußklappen* befestigt, die
sich beim Rückstoßen der Maschine gegen die Düngerausläufe legen und auch in diesem Fall ein
Verstopfen der Düngerausläufe und Düngerrinnen verhindern.
Eine Beispielsausführung des Erfindungsgedankens ist in den F i g. 1 bis 3 wiedergegeben.
F i g. 1 zeigt die Scharanordnung in Seitenansicht, wobei die linke Seitenwand des Düngerschares zur
besseren Darstellung der Düngerleitungen längs einer Bruchlinie teilweise ausgebrochen ist;
F i g. 2 zeigt die gleiche Scharanordnung in Draufsich und
F i g. 3 aus der Sicht von vorn, wobei sich die Schare in Arbeitsstellung im Boden befinden.
Das Düngerschar 1 besteht aus den beiden Seitenwänden 2 und 3, die keilförmig zueinander stehen,
wobei ihre verbindende Vorderkante 4 bei der Arbeit etwa senkrecht zum Boden steht. Die Seitenwände
werden von der winkelförmigen Halterung 5 getragen, deren senkrechter Stiel 6 in eine am Legerohr 7 vorn
609 730/51
befindliche Tasche 8 greift und dort von der Druckschraube
9 höhenverstellbar gehalten wird. Von der Maschine sind außer der Scharanordnung und einem
Teil des Legerohres 7 keine weiteren Teile gezeichnet, weil das zur Darstellung des Erfindungsgedankens
nicht erforderlich ist.
Am unteren Teil der Vorderkante 4 des Düngerschares sitzt der Kartoffelfurchenzieher 10. Er ist mit
zwei Stegen 11 versehen, die sich unter der Wirkung der Senkschraube 12 gegen die Vorderkante pressen
und den Furchenzieher in seiner senkrechten Lage sichern. Der Kartoffelfurchenzieher formt im Boden
eine Kartoffelfurche von etwa dreieckigem Querschnitt, in welche die aus dem Legerohr 7 fallenden
Kartoffeln gelegt werden und dort gegen seitliches Verrollen geschützt sind.
Die Seitenwände 2 und 3 sind unten in ihrem vorderen Teil derart gekürzt, daß der vordere etwa
waagerechte Teil 13 höher liegt als der hintere Teil 15. Der Übergang vom vorderen zum hinteren Teil
erfolgt in der schräg verlaufenden Kante 14. In der Frontsicht bildet der Verlauf der Kanten 13-14-13
den Umriß eines Bodendammes, der beiderseits der Kartoffelfurche stehen bleibt, weiterhin von anderen
Teilen des Düngerschares nicht mehr berührt wird und die Kartoffelfurche dadurch sicher bewahrt, bis
die Pflanzkartoffel eingelegt ist. An einer im oberen Teil zwischen den Düngerscharen eingeschweißten
Querwand 16 ist mittig das lotrecht verlaufende Düngerzulaufrohr 17 angeordnet, welches den Dünger
zu gleichen Teilen den beiden Düngerrinnen 18 zuteilt, die an den Innenflächen der Seitenwände sitzen.
Die Düngerrinnen leiten den Dünger zu den Düngerausläufen 19, von wo er in die schmalen Bodenfurchen
fällt, die von den Unterkanten 14 und 15 in den Boden geschnitten wurden. Die Kartoffelfurchenzieher
10 lassen sich am Düngerschar mittels der Senkschraube 12 auch in höherer oder tieferer
Stellung befestigen, wodurch man die Höhenlage der Düngerstreifen in bezug auf die Kartoffelreihe regelt.
Hinter den Düngerausläufen 19 hängen die Verschlußklappen 20 und verhindern beim Rückstoßen
der Maschine ein Eindringen von Bodenteilcheh in die Düngerausläufe.
Claims (2)
1. Reihendüngerstreuer für Kartoffellegemaschinen mit einem Schar zum Einbringen der
Kartoffeln für jede Reihe sowie zweier Düngerstreifen beiderseits der Kartoffelreihe, wobei jedes
Schar zwei keilförmig zueinander gestellte, in ihrem vorderen Teil verkürzte Seitenwände aufweist,
denen im verkürzten Bereich ein Kartoffelfurchenzieher mittig vorangesetzt ist und wobei
zwei Düngerrinnen vom Vorratsbehälter zu den Seitenwänden des Schars führen, dadurchgekennzeichnet,
daß der im Boden arbeitende untere Teil des Schars zwischen den Seitenwänden (2 und 3) frei von festen Einbauten ist
und daß die Düngerrinnen (18) innerhalb des Schars nach hinten schräg abwärts zu den
Düngerausläufen (19) führen, die sich oberhalb der ungekürzten Enden (15) der Seitenwände mit
Abstand über dem Boden nach hinten öffnen.
2. Düngerstreuer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Düngerrinnen (18) an
den Innenflächen der Seitenwände befestigt sind und daß hinter den Düngerausläufen (19) Verschlußklappen
(20) schwenkbar befestigt sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 808 516.
Deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 808 516.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 730/51 11.66 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM56455A DE1230251B (de) | 1963-04-11 | 1963-04-11 | Reihenduengerstreuer fuer Kartoffellegemaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|
| DE1230251B true DE1230251B (de) | 1966-12-08 |
Family
ID=7308622
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEM56455A Pending DE1230251B (de) | 1963-04-11 | 1963-04-11 | Reihenduengerstreuer fuer Kartoffellegemaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1230251B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP3108735A1 (de) * | 2015-06-23 | 2016-12-28 | Grimme Landmaschinenfabrik GmbH & Co. KG | Verfahren zur düngerausbringung im kartoffelanbau und dafür vorgesehene einrichtung |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1808516U (de) * | 1958-12-19 | 1960-03-24 | Cramer & Soehne Maschf | Duengerstreuvorrichtung mit bodenstuetzrad. |
-
1963
- 1963-04-11 DE DEM56455A patent/DE1230251B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1808516U (de) * | 1958-12-19 | 1960-03-24 | Cramer & Soehne Maschf | Duengerstreuvorrichtung mit bodenstuetzrad. |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP3108735A1 (de) * | 2015-06-23 | 2016-12-28 | Grimme Landmaschinenfabrik GmbH & Co. KG | Verfahren zur düngerausbringung im kartoffelanbau und dafür vorgesehene einrichtung |
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