DE1233112B - Verfahren zum Aufwickeln von Glasfasern in Form eines Stranges von Glasfaeden - Google Patents

Verfahren zum Aufwickeln von Glasfasern in Form eines Stranges von Glasfaeden

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DE1233112B
DE1233112B DEP24124A DEP0024124A DE1233112B DE 1233112 B DE1233112 B DE 1233112B DE P24124 A DEP24124 A DE P24124A DE P0024124 A DEP0024124 A DE P0024124A DE 1233112 B DE1233112 B DE 1233112B
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Description

  • Verfahren zum Aufwickeln von Glasfasern in Form eines Stranges von Glasfäden Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufwickeln von Glasfasern in Form eines Stranges von Glasfäden, bei welchem eine Anzahl von Fäden aus dem Schmelzfluß abgezogen und über einen Sammler einem Querführungsstück zugeführt wird, das eine geringfügige Querbewegung des Stranges bewirkt und von dem der Strang auf ein umlaufendes Aufwickelrohr gelangt.
  • Ein Verfahren zur Herstellung kontinuierlicher Spinnfasern aus Glasfäden ist beispielsweise in der USA.-Patentschrift 2 391 870 beschrieben und zeichnerisch veranschaulicht. Bei diesem Verfahren wird eine große Anzahl von Glasfäden aus einem Glasschmelzfluß mit hoher Geschwindigkeit, d. h. etwa 1524 bis 6120m je Minute, abgezogen. Das Glas geht durch Öffnungen in einer Büchse hindurch und bildet an den Enden der Öffnungen Glaskegel. Die einzelnen Fäden werden aus dem Glaskegel herausgenommen und beim Überlaufen eines Führungsstücks in Gruppen zu einem Strang zusammengefaßt.
  • Der Strang wird schließlich in einem offenen Wickel auf ein sehr rasch umlaufendes Formrohr aufgewickelt.
  • Der so geformte Strang besitzt keinen Drall, und vor dem Aufwickeln des Stranges auf das Aufwickelrohr wird ein Bindemittel auf die Fäden gegeben, um diese miteinander zu verbinden und die Unversehrtheit des Stranges zu erhalten. Einem offenen Wickel wird gegenüber einem Parallel- bzw. Horizontalwickel auf dem Formrohr der Vorzug gegeben, um das Abnehmen des Stranges von dem Rohr zu erleichten. Bei Verwendung eines Parallel- bzw. Horizontalwickels ist der unverdrallte Strang sehr schwer abnehmbar, wenn die Glasfäden gebrochen sind. In diesem Fall verwickeln sich aufeinanderfolgende Windungen des Stranges miteinander, und es wird allmählich unmöglich, den Strang abzuspulen und ihn von dem Aufwickelrohr abzunehmen. Der offene Wickel ist so beschaffen, daß der verdrallte Strang für verhältnismäßig wenige Windungen des Stranges auf dem Rohr über die gesamte Längenausdehnung des Rohres hin- und herbewegt wird, das sind zwei bis fünf oder auch mehr Windungen auf eine etwa 18 bis 25 cm lange Lage je Querlage auf die Gesamtlänge des Rohres gerechnet. Bei dieser Art der Aufwickelung kreuzen sich die aufeinanderfolgenden Windungen des Stranges unter einem Mindestwinkel von 5°.
  • Die wendelförmige Traverse aus Draht nach der USA.-Patentschrift 2 870 hat sich als ausreichend erwiesen, um einen Strang mit der hohen Geschwindigkeit zuverlässig hin- und herzubewegen, die be- nötigt wird, um den Strang auf ein Formrohr aufzuwickeln. Die Traverse wird zusätzlich zu der Drehbewegung um ihre eigene Achse in axialer Richtung hin- und herbewegt, um den Strang über die gesamte Länge des Rohres zu verteilen. Eine solche Ausführungsform der Traverse oder des Querführungsstücks erfordert eine bestimmte Mindestspannung in dem Strang, wenn er über die Nocken der Traverse läuft, um ihn auf den Nocken festzuhalten, wenn diese den Strang gegen eines der beiden Enden des Formrohres zu drücken suchen. Es besteht ferner eine natürliche Tendenz für den Strang, zum Mittelpunkt des Formrohres zurückzukehren, und es gibt auch eine Mindestspannung, die erforderlich ist, um diese Tendenz zu überwinden und den Strang in seiner richtigen Lage auf dem Nocken zu halten, um den gewünschten offenen Wickel zu erzeugen. Wird diese Spannung jedoch zu groß, dann entsteht ein schwierig zu lösendes Problem, weil die einzelnen Fäden des Stranges infolge der allzu großen Reibung beim Überlaufen des Sammlers zum Brechen neigen. Gewöhnlich bricht der ganze Strang, wenn erst einmal ein einzelner Glasfaden gebrochen ist.
  • Das Problem der Strangspannung wird durch den Wunsch der Fabrikanten erschwert, das Verfahren zur Herstellung und zum Aufwickeln von Glasfasern vollständig auf einem Stockwerk vorzunehmen, während es früher immer in zwei verschiedenen Stockwerken durchgeführt wurde. Bei den früheren Verfahren waren Ziehbüchse und Formrohr so weit entfernt voneinander angeordnet, daß die Ziehbüchse und der Sammler in einem Stockwerk untergebracht werden konnten und das Formrohr und das Querführungsstück in einem darunterliegenden Stockwerk lagen. Die auf zwei Stockwerke verteilte Installation hielt man wegen der Einhaltung der richtigen Winkel für die Fäden auf ihrem Weg aus der Ziehbüchse über das Führungsstück und auf das Formrohr zu für unbedingt erforderlich. Für das bekannte Verfahren benötigte man in jedem Stockwerk einen besonderen Bedienungsmann. Heute besteht der Wunsch, das Verfahren zur Fadenbildung auf einem Stockwerk durchzuführen und die Ziehbüchse und das Aufwickelrohr näher beieinander anzuordnen, damit ein einziger Bedienungsmann das gesamte Verfahren leiten kann. Eine solche Anordnung bringt allerdings schwierige Bedingungen für die Einhaltung der Winkel und der Faden- bzw.
  • Strangspannung mit sich.
  • Aus der Technik der Spinn- und Spulvorrichtung für Kunstfäden ist es ferner bekannt, Fäden so aufzuwickeln, daß der Abstand zwischen den lotrechten Ansätzen des Führungsstücks und der Traversenstelle auf der Achse des Rohres während der relativen Hin-und Herbewegung der Traversenführung zwischen der Traversenstelle und dem Rohr praktisch konstant gehalten wird (deutsche Patentschrift 334464 und französische Patentschrift 789 563).
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Aufwickeln von Glasfasern in Form eines Stranges von Glasfäden zu schaffen, bei welchem der Abstand zwischen Ziehbüchse und Aufwickelrohr möglichst klein sein soll. Zur Zielsetzung der Erfindung gehört es ferner, möglichst lange Lagen aus Glasfasersträngen auf einem Formrohr entstehen zu lassen. Dabei soll während des Aufwickelns von Glasfasern in die Form eines Stranges von Glasfäden die Strangspannung möglichst klein sein.
  • Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird dadurch gelöst, daß während des Aufwickelvorgangs die relative Lage des Sammlers zu dem Querführungsstück konstant gehalten wird, während die relative Lage des Querführungsstücks zu dem Aufwickelrohr durch axiale Verschiebung des einen oder des anderen Teils laufend geändert wird.
  • Vorzugsweise wird das Verfahren so geleitet, daß das Querführungsstück und der Sammler ortsfest bleiben, während das Aufwickelrohr axial hin- und herbewegt wird.
  • Bei einer anderen Ausführungsform des Verfahrens nach der Erfindung werden das Querführungsstück und der Sammler längs Achsen hin- und herbewegt, die parallel zu der Achse des Aufwickelrohres verlaufen, während das Aufwickelrohr ortsfest gehalten wird.
  • Die Anordnung kann auch so getroffen werden, daß das Aufwickelrohr während des Aufwickelvorganges in axialer Richtung hin- und herbewegt und der Sammler in einer vorbestimmten Stellung festgehalten wird.
  • In dem nun folgenden Beschreibungsteil soll die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung im einzelnen näher erläutert werden. Es ist F i g. 1 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung, F i g. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung nach Fig. 1 und F i g. 3 eine abgeänderte Ausführungsform der Vorrichtung nach F i g. 1.
  • In F i g. 1 ist ein Glasschmelzofen mit Vorherd 10 dargestellt, der einen Glasvorrat 11 enthält und eine Ziehbüchse 13, die am Boden der Wanne befestigt ist. Die Ziehbüchse weist eine Reihe von Öffnungen in Form von Düsen 14 auf, durch die das geschmolzene Glas herausfließt und kleine Kegel oder Kölbel 15 entstehen läßt, die aus den Düsenöffnungen der Mündungen 14 herabhängen. Die Düsen sind im allgemeinen in einer Anzahl von Reihen, beispielsweise vier bis sechs oder mehr, angeordnet und enthalten immer eine größere Anzahl von Düsen je Reihe, so daß die Gesamtzahl von Düsen ungefähr 204 oder 408 beträgt.
  • Die Glasfäden 16 werden aus den Kegeln oder Kölbeln 15 aus Glas mit einer sehr hohen Geschwindigkeit, beispielsweise 1524 bis 6120 m je Minute, gezogen und auf ein rasch umlaufendes Formrohr aufgewickelt, dessen Außendurchmesser annähernd 25,24 bis 17,78 cm beträgt und mit einer Geschwindigkeit von annähernd 2000 bis 10 0000 Umdrehungen je Minute umlaufen kann. Die Glasfäden sind in einem Strang 19 zusammengefaßt, wenn sie über den Sammler 20 laufen, bevor sie auf das Aufwickelrohr 18 aufgewickelt werden. Im allgemeinen wird ein flüssiges Bindemittel und ein Schmiermittel, beispielsweise eine Kombination aus Stärke und Pflanzenöl, auf die Fäden in dem Strang gegeben, wenn sie über eine Filzbahn auf dem Führungsstück laufen, die mit dem Bindemittel und dem Schmiermittel getränkt ist.
  • Das Bindemittel und das Schmiermittel können mit Hilfe des Verteilers 22 auf die Bahn geträufelt werden.
  • Sobald der Strang 19 auf das Aufwickelrohr 18 aufgewickelt ist, wird er schnellstens in einem offenen Wickel längs der Längenausdehnung des Rohres mit Hilfe des Querführungsstücks 24 verwunden.
  • Das Querführungsstück besteht aus einer Welle oder Spindel 26, auf der ein Paar komplementär und wendelförmig angeordneter Konusse in Form von Drahtnocken 27 angeordnet ist. Die Welle wird von einem Motor 29, der auf einer Grundplatte 30 angeordnet ist, mit 1000 bis 2500 Umdrehungen je Minute angetrieben. Die Achse der Welle 26 verläuft parallel zu der Achse des Aufwickelrohres 18. Das Querführungsstück 24 ist in der Nähe des Rohres 18 an einer Stelle angeordnet, an der es den Strang kreuzt bzw. erfaßt, wenn er aus dem Sammler heraus auf den Umfang des Aufwickelrohres 18 zu läuft. Das Querführungsstück 24 ist bei dem Verfahren und der Vorrichtung nach der USA.-Patentschrift 2391 870 so ausgeführt, daß es in Richtung seiner Achse hin-und hergeht, wenn diese Achse bewegt wird, wobei der Motor und die bewegliche Grundplatte, auf welcher der Motor befestigt ist, sich natürlich mitbewegen müssen.
  • Der Sammler 20 liegt unmittelbar unterhalb des Mittelpunktes der Ziehbüchse 13. Diese Anordnung ist deshalb gewählt, damit der Winkel n auf einem Mindeswert gehalten werden kann; es ist dies der Winkel zwischen dem außenliegenden Faden und einer vertikalen Linie, die von dem Kegel aus gezogen ist, aus dem der Außenfaden herauskommt.
  • Das Formrohr muß gegenüber einer vertikalen Linie versetzt sein, die von der Ziehbüchse durch das Führungsstück verläuft, derart, daß ein Winkel ß eingehalten wird, welcher der Winkel zwischen der vertikalen Linie und einer Verbindungslinie von dem Führungsstück zum Umfang des Rohres ist, auf welches der Strang aufgewickelt wird. Der Winkel ß muß immer etwas größer sein als der Winkel oc, um den außenliegenden Faden 40 in der Nut des Sammlers 20 zu halten. Der Winkel ß wird durch die Höhe der Nocken auf dem Querführungsstück um einen kleinen Betrag rasch und stetig vergrößert, wenn sich der Strang auf den Nocken vorwärts und rückwärts bewegt.
  • Es ist auch noch ein anderer Winkel zu beachten.
  • Es ist dies der Winkel, der die relative Lage von Sammler, Querführungsstück und Formrohr festlegt; er ist mit di bezeichnet und wird von einer Linie, die den Sammler mit dem Mittelpunkt der Stranglage auf dem Rohr verbindet, und einer Linie von dem Sammler zu dem Ende der Stranglage auf dem Rohr eingeschlossen. Der Winkel 0 liegt in einer Ebene, die mit der Ebene, in der die Winkel a und ß liegen, einen bestimmten Winkel einschließt. Die Höhe der Zugspannung, die auf den Strang ausgeübt wird, ist durch die Größe der Winkel os, ß und di festgelegt.
  • Der Winkel a ist durch die Breite w der Ziehbüchse und durch den Abstand a zwischen der Ziehbüchse 13 und dem Sammler 20 bestimmt. Macht man w größer und/oder wird a kleiner gemacht, dann wird a größer. Bei dem früheren Verfahren war der Abstand a von der Größenordnung 1 m und der Abstand w von der Größenordnung 10,16 bis 30,48 cm. Wird nun der Winkel d: größer, dann muß auch der Winkel ß größer werden, weil, wie oben bereits gesagt worden ist, ß immer etwas größer sein muß als a, um den außenliegenden Faden 40 an dem Filmkissen und dem Sammler zu halten.
  • Die Größe des Winkels ß hängt aber auch noch von der Entfernung b und dem Winkel 0 ab. Der Abstand b ist gleich dem Abstand zwischen dem Sammler und dem Aufwickelrohr und betrug bei dem früheren Verfahren etwa 2 m oder ganz ungefähr das Zweifache des Abstandes a. Wird nun b kleiner, dann wird für eine bestimmte vorgegebene Breite der Traverse t auf dem Rohr der Winkel sP größer. Der Strang bewegt sich an dem Querführungsstück zurück und vorwärts, wenn dieses rotiert. Wie aus dem Inhalt der USA.-Patentschrift 2391 870 hervorgeht, bewegt sich die Traverse selbst auf einer parallel zu der Achse des Rohres verlaufenden Bahn nach vorn und zurück. Wird der Winkel ç größer, dann neigt der Strang während seiner Querbewegung in verstärktem Maß dazu, auf die Mittellinie zurückzukehren, die von dem Sammler zum Mittelpunkt der Lage auf dem Rohr verläuft, und es ist sehr viel schwieriger, den Strang auf dem vorgesehenen Punkt des Drahtnockens des Querführungsstücks zu halten, wenn dieses umläuft. Um den Strang an dem vorgesehenen Punkt an dem Querführungsstück zu halten, insbesondere an den äußersten Enden des Querführungsstücks, ist es erforderlich, die auf den Strang zwischen dem Sammler und dem Rohr ausgeübte Spannung zu vergrößern. Dies geschieht durch Vergrößerung des Winkels fl.
  • Um dieses Verfahren von einem Zweistockverfahren in ein Einstockverfahren zu verwandeln, müssen die Entfernungen a und b verringert werden, und es wird vorgeschlagen, daß sie auf einen Punkt reduziert werden, wo sie nur 70 bzw. 82 cm betragen. Es ist ferner erwünscht, die Breite w der Ziehbüchse zu vergrößern, um die Anzahl von Öffnungen und Fäden zu vergrößern, die aus einer einzigen Ziehbüchse herauskommen können. Es ist ferner erwünscht, das Verfahren dadurch zu verbessern, daß man eine längere Stranglage auf dem Aufwickelrohr herstellt. Es leuchtet ohne weiteres ein, daß jede dieser Maßnahmen die Wirkung einer Vergrößerung der Winkel cu, fl und 0 hat und daß dadurch die Spannung auf dem Strang und die Reibung an dem Strang beim Überlaufen des Sammlers 20 vergrößert werden.
  • F i g. 2 zeigt eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, die zur Durchführung eines abgeänderten Verfahrens nach der Erfindung geeignet ist. Diese Ausführungsform ermöglicht es, den Betrag des Winkels 0 auf einen Mindestwert herabzusetzen und damit den Wert für den Winkel ß auf dessen kleinsten Betrag zurückzuführen, der erforderlich ist, um den Außenfaden 40 an dem Sammler zu halten. Dies wird dadurch erreicht, daß man das Querführungsstück 24 in einer festen Stellung gegenüber einer Linie hält, die von dem Führungsstück zum Mittelpunkt der zu bildenden Lage auf dem Aufwickelrohr führt. Das Querführungsstück 24 läuft um, führt aber keine hin- und hergehende Bewegung in axialer Richtung aus. Der Winkel 0 wird dadurch auf seinem Mindestwert gehalten. Um die Stranglage über die gesamte Länge des Rohres zu formen, wird das Aufwickelrohr 18 längs seiner Achse hin- und herbewegt, wenn es sich dreht. Dies wird dadurch erreicht, daß die bewegbare Grundplatte, auf welcher der Motor 44 angeordnet ist, hin- und herbewegt wird; es ist dies der Motor, der die Welle antreibt, auf der das Rohr angeordnet ist. Die Hin- und Herbewegung wird mit Hilfe eines reversiblen Motors 46 erzielt, der in Wirkungseingriff mit der Grundplatte 42 gebracht ist, um die Grundplatte in dem Gleitstück 48 hin- und herzubewegen.
  • Bei der in Fig. 3 wiedergegebenen Ausführungsform wird die Hin- und Herbewegung des Querführungsstücks 24 in Richtung seiner Achse dadurch erreicht, daß die Grundplatte 60 in einer Schlittenführung 62 durch geeignete Mittel bewegt wird, z. B. durch einen auf der Grundplatte angeordneten Motor 64, der die Hin- und Herbewegung hervorruft.
  • Der Sammler 20' wird auf einer Bahn hin- und herbewegt, die parallel zu der Achse des Querführungsstücks 24 verläuft und in Ausrichtung mit der Hin- und Herbewegung des Querführungsstücks 24.
  • Sobald sich das Querführungsstück auf das eine Ende der Lage zu bewegt, bewegt sich auch der Sammler in dieser Richtung, und kehrt das Querführungsstück zum Mittelpunkt zurück und bewegt sich auf das andere Ende der Stranglage zu, dann bewegt sich auch der Sammler in dieser Richtung. Der Sammler bewegt sich während dieser regelmäßigen und stetigen Hin-und Hergänge annähernd um dasselbe Stück wie das Querführungsstück. Dies kann man z. B. dadurch erreichen, daß der Sammler 20' auf Gestellen 72 und 74 angeordnet wird, die starr mit der Grundplatte 62 verbunden sind, auf welcher das Querführungsstück 24 und der dazu gehörige Motor 29 angeordnet sind.
  • Bewegt sich die Grundplatte einwärts und auswärts, um das Querführungsstück hin- und herzubewegen, dann geht auch der Sammler 20' über dieselbe Strecke hin und her. Bei dieser Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes gehen Motor 54 und Rohr 18 nicht hin und her.
  • Die obenstehenden Verfahrensbedingungen sind lediglich als Beispiel zu werten. Der Strang 19 bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 3657 m je Minute und wird auf den Umfang eines Formrohres 18 aufgewickelt, das einen Durchmesser von etwa 16,2 cm hat und mit einer Drehzahl von etwa 7000 Umdrehungen je Minute umläuft. Das Querführungsstück 24 läuft mit einer Geschwindigkeit von etwa 2000 Umdrehungen je Minute um und erfaßt den Strang an dem Rohr auf eine Entfernung von etwa 6,35 bis 12,7 cm je halbe Umdrehung. Das Aufwickelrohr 18 oder das Querführungsstück 24 und der Sammler 20 gehen alle 10 Sekunden vor und zurück, um eine Aufwicklung des Stranges über die gesamte Länge des Aufwickelrohres zu ermöglichen.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Aufwickeln von Glasfasern in Form eines Stranges von Glasfäden, bei welchem eine Anzahl von Fäden aus dem Schmelzfluß abgezogen und über einen Sammler einem Querführungsstück zugeführt wird, das eine geringfügige Querbewegung des Stranges bewirkt und von dem der Strang auf ein umlaufendes Aufwickelrohr gelangt, dadurch g ekennzeichn e t, daß während des Aufwickelvorgangs die relative Lage des Sammlers (20) zu dem Querführungsstück (24) konstant gehalten wird, während die relative Lage des Querführungsstücks zu dem Aufwickelrohr (18) durch axiale Verschiebung des einen oder des anderen Teils laufend geändert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Querführungsstück (24) und der Sammler (20) ortsfest bleiben, während das Aufwickelrohr (18) axial hin- und herbewegt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Querführungsstück und der Sammler längs Achsen hin- und herbewegt werden, die parallel zu der Achse des Aufwickelrohres verlaufen, während das Aufwickelrohr ortsfest gehalten wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufwickelrohr (18) während des Aufwickelvorgangs in axialer Richtung hin- und herbewegt und der Sammler (20) in einer vorbestimmten Stellung festgehalten wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 334 464; französische Patentschriften Nr. 1 625, 789563.
DEP24124A 1958-12-23 1959-12-22 Verfahren zum Aufwickeln von Glasfasern in Form eines Stranges von Glasfaeden Pending DE1233112B (de)

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