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Abschmelzmaschine für Hohlglasgegenstände mit einem rotierenden Kranz
von radial verstellbaren Brennerdüsen Die Erfindung bezieht sich auf eine Abschmelzmaschine
für Hohlglasg enstände mit einem rotierenden Kranz von Brennerdüsen, die auf einem
drehbaren Träger zur Drehachse hin nach innen oder entaegengesetzt nach außen radial
verstellbar gelagert sind, wobei als Antriebsorgane für eine solche Verstellung
Anschläge bzw. eine Steuerkurve dienen, welche auf an den Brennerdüsen angebrachte
Verstellorgane, wie etwa Rollen, einwirken.
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Eine solche Abschmelzmaschine ist aus der USA.-Patentschrift 2
513 542 bekannt. Die hierbei voraesehenen Brennerdüsen besitzen auf ihrer
Unterseite mit Rollen versehene Stifte, die einerseits in radialen Schlitzen mindestens
einer ringförmigen Platte, andererseits in im wesentlichen spiralförmig anaeordneten
Schlitzen einer weiteren, koaxial zu der erstgenannten Platte angeordneten ringfönnigen
Platte geführt sind. Beide Platten sind zusammen mit den Brennerdüsen um ihre gemeinsame,
mit der Werkstückachse zusammenfallende Achse drehbar. Die RadialversteHung der
Brennerdüse erfolgt in diesem Fall durch Verdrehung der beiden erwähnten Platten
im Bezug aufeinander. Diese Drehung ist naturgemäß nur bei stillstehendem Brennerkranz
auszuführen, so daß die Maschine erst nach Einsetzen des Werkstücks an der entsprechenden
Stelle bzw. nach Einstellung der Brennerdüsen in Gane, aesetzt werden kann. Neben
einem hierdurch bedingten Zeitverlust ist dabei vor allem der Umstand nachteilig,
daß zunächst, d. h. bei noch stillstehendem Brennerkranz, eine ungleichförmige
Erwärmung des Werkstücks im Abschmelzbereich stattfindet, die zu Spannungen im Glas
und zu unsauberen Abschmelzrändern, gegebenenfalls sogar zum Ausschuß führen kann.
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Weiterhin ist durch die USA.-Patentschrift 2 554 339 eine Abschmelzmaschine
bekanntgeworden. bei der der ebenfalls umlaufende Brennerkranz in zwei Hälften geteilt
ist, die ihrerseits mit feststehenden Brenne rdüsen versehen sind. Neben dem Nachteil,
daß eine solche Maschine nur für ganz bestimmte Abbrenndurchmesser in Frage kommt
- die Abschmelzflamme muß stets möglichst nahe an das Glas herangebracht
werden - tritt auch hier der Nachteil auf, daß das Schließen und damit die
betriebsfähige Einstellung des Brennerkranzes noch vor Ingangsetzen der Maschine
vorgenommen werden muß und andererseits voraussetzt, daß sich das Werkstück. bereits
in der für das Abbrennen erforderlichen Lage befindet.
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Die Erfindung hat sich demgegenüber zur Aufgabe 4D t2 aesetzt, eine
Abbrennmaschine zu schaffen, die einen möglichst gleichzeitigen Ablauf der einzelnen
dem eigentlichen Abbrennvorgang vorausgehenden Arbeitsgänge erlaubt und zudem einen
weiten Einstellbereich für alle möglichen vorkommenden Glasformen und -durchmesser
besitzt.
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Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Anschläge
bzw. die Steuerkurve am ortsfesten Maschinengestell gelagert und derart in die Umlaufbahn
der Verstellorgane hineinragend angeordnet sind, daß diese und damit die Brenner
düsen bei ihrer Verstellung auf die Anschläge bzw. die Steuerkurve auflaufen und
nach innen oder außen verschoben werden.
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Eine solche Ausbildung der auf die Brennerdüsen einwirkenden Steuerorgane
erlaubt deren radiale Einstellung während des Umlaufes der Brennerdüsen, so daß
einmal die Einstellung der Düsen gleichzeitig mit derjenigen des Werkstücks, vorgenommen
werden kann, zum anderen, daß das Werkstück zu keiner Zeit einer unregelmäßigen
Erhitzung auf dem Abschmelzumfang unterworfen ist.
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Eine besonders vorteilhafte Bauweise ergibt sich, wenn die erfindungsgemäße
Abschmelzmaschine mit einer automatisch arbeitenden Steuervorrichtung für die Einstellung
der Brennerdüsen vorgesehen ist, durch welche die Einstellung der letzteren automa-Lisch
und in Abhängigkeit von der Einstellung des Werkstückes vorgenommen wird.
Die letzterwähnte Maßnahme ist an sich bereits aus der deutschen Patentschrift
1126 080 bekannt, findet dort jedoch bei einer andersarti-en Abschmelzmaschine
Anwendung, bei welcher das Werkstück umläuft, während der Brennerkranz stillsteht.
An Hand der folgenden Beschreibung des in den Figuren dar-Cre , stellten
Ausführungsbeispiels ist die Erfindung näher erläutert.
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F i g. 1 läßt in einer Gesamtansicht die wichtigsten Teile
einer erfindungsgemäßen Abschmelzmaschine erkennen, F i g. 2 zeigt in einer
Draufsicht einen Teil der Brenner des Kranzes mit der Verstelleinrichtung für die
Brennerdüsen.
Die Abschmelzmaschine gemäß der Erfindung weist vor
allem eine mittels des Handrades 1 gegenüber dem Maschinengestell auf und
ab bewegliche Klemmeinrichtun- 2 auf, die, wie in F i g. 1 angedeutet, den
Glasgegenstand 3 am oberen Rand hält. Für das Abschmelzen der unteren Kappe
4 des Glasgegenstandes 3 wird derselbe gemäß F i g. 1 so weit in den
Kranz von Brennern 5 eingeführt, daß der Glasgegenstand durch die Flammen
der Brenner in einer schmalen Ringzone 6 erhitzt wird. Mittels des Kii-ellagers
7 ist der Brennerkranz am Maschinengestell um die vertikale Symmetrielinie
8
drehbar, wobei die Zuführung des Brennstoff-Sauerstoffgemisches vom Fußteil
der Maschine mittels eines rotierenden gabelförmigen Rohres 9 erfolg gt,
dessen beide vertikale Arme mit dem am Innenlaufrinc, des Kugellagers
7 befestigten Brennerkranz 10 fest verbunden sind, wobei die Verteiluna
des Gemisches auf die einzelnen Brenner mittels einer Ringnut 11 der drehbaren
Einheit vor sich geht, von welcher, am Umfang verteilt, Abzweigstutzen 12 für den
Anschluß je einer Brennerdüse 5
unter Zwischenschaltuna, eines Schlauchstückes
11 a
ausgehen.
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Das Abschmeizen der Kappe 4 des Glasgegenstandes 3 geht so
vor sich, daß nach der Erhitzung in der schmalen Ringzone 6 mittels einer
Greifvorrichtung 13 in der Art einer Zange die untere Kappe 4 erfaßt und
durch Abwärtsbewegung der Greifervorrichtung nach unten gezogen wird. Hierbei erfolgt
eine Streckung des Materials im Bereich der Rin,-zone 6 und damit eine Verminderung
des Glasquerschnitts an dieser Stelle, so daß schließlich die Kappe 4 völlig abgeschmolzen
wird. Man läßt r> C
nach diesem Abnehmen der Kappe den Glasgeggenstand noch
kurze Zeit im Bereich der Brenneer, um den so entstandenen Rand abzurunden. Die
Greifvorrichtuna 13 läDt sich nach völligem Absenken öffnen, so daß die abgezogene
Kappe 4 in einen Scherbenkasten fallen kann.
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Die Brennerdüsen 5 sind in radial gerichteten Nuten des Brennerkranzes
10 längsverschieblich e-C 9
lagert und in denselben reibungskraftschlüssig
durch die Schraubendruckfedern 14 gehalten, die sich mit ihrem - enüberliegenden
Ende am Boden der Bohrung eines Halters 15 für diese Federn abstützen. Ein
Stüclz zum rückwärtigen Ende der Brennerdüse versetzt, weist dieselbe eine um einen
Tragzapfen drehbare Rolle 16 ruf, welche zur Verstellung der betreffenden
Brennerdüse während des Abschmelzvorgangs in der im folgenden näher geschilderten
Weise dient.
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Im Maschinen-estell ist mittels der vertikalen Schwenkachse
17 eine Steuerkurve bzw. ein Kurvenstück- 18 gelagert, das im wesentlichen
aus einem Blech mit unten angesetzten Rändern 19, 20 an der Innen- und Außenseite
besteht, auf welchen die Rollen 16 der einzelnen Brenner bei der Rotation
des Brenneilkranzes in der Richtuna, des Pfeiles 21 zwecks Verstellung auflaufen.
Diese Steuerkurve 18
spielt dabei die Rolle einer Weiche, die in der nach
innen -eschwenkten Lage (in F i 2 gestrichelt gezeichnet) die vorher radial nach
außen versetzten Brennerdüsen nach innen schiebt, indem die Rolle einer jeden Brenncrdüs--
dieselbe, den Rand 20 entlang ,laufend, nach innen drückt. Wird dagegen die Steuerkurve
18 in die mit vollen Linien dargestellte äußere Stellung verschwenkt, so
laufen die Rollen 16
der zunächst in der inneren Stellung befindlichen Brennerdüsen
auf dem Rand 19 der Steuerkurve auf und ziehen dabei nacheinander die Düsen
in die äußere Endstellung. Für diese Hin- und Herverstellung der Steuerkurve
18 ist an derselben ein Längsschlitz 22 angebracht, in den ein Zapfen
23 der Kolbenstange 24 eines im Zylinder 25 radial hin- und herbeweglichen
Betätigungskolbens 26 eingreift. Dieser ist seiner Länge nach verstellbar
aus zwei Teilkolben 26 a, 36 b zusammengesetzt, deren
gegenseiti-,-er Abstand mittels eines Gewindes an der Kolbenstange 24 bei Bedarf
beliebig änderbar ist. Auf diese C
Weise läßt sich der gesamte Verstellweg
des Kolbens el 26 durch Vergrößerung des gegoenseitigen Abstandes der Teilkolben
26 a und 26 b verringern, und umgekehrt. Eine solche. Änderuno, des
maximalen Hubes des Kolbens 26 und damit des Schwenkwinkels der Steuerkurve
18 wird bei Bearbeitung einer neuen Serie von Glasgegenständen init anderem
Durchmesser vorgenommen. Der erforderliche maximale Hub des Kolbens 26 muß
etwa der halben Durchmesserdifferenz des zu bearbeitenden Glasgegenstandes im Bereich
von dessen Kappe 4 bzw. im Bereich der schmalen Ringzone 6 sein.
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Um auch die in F i g. 2 gestrichelt gezeichnete innere Endstellung
der Steuerkurve 18 und damit den minimalen Durchmesser des Kranzes von Brennerdüsen
verändern und an den Durchmesser des Glasgegenstandes anpassen zu können. ist der
Zylinder 25
seinerseits mittels des Schraubgewindes 27 in einen am
Gestell der Maschine befestigten Schraubteil 28
in radialer Richtung vor-
oder zurückschraubbar einae , setzt. Die Zuführung des den Kolben
26 nach innen oder außen bewegenden Druckmittels erfolgt durch die im Innern
der Kolbenstarae 24 länes derselben -verlaufenden Kanäle 29, j0. die, wie
in F i g. 2 ge-
zeigt, in zwei seitliche Stutzen 31 bzw.
32 ausmünden, auf die Druckschläuche für das abwechselnde Einleiten von Druckluft
aufgesteckt sind.
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ITamit die radiale Verstellung der Brennerdüsen selbsttätig in Abhängigkeit
von der Axialbewegung des abzuschmelzenden Hohlglasg , -egenstandes vor sich
geht, ist an der die Klemmeinrichtung 2 tragenden und m ittcls des Handrades
1 auf und ab beweglichen Führungsstarge 33, an deren oberen, Ende
ein Anschlag 34 angebracht, der in der tiefsten Stellung der Klemmeinrichtung 2,
d. h., wenn sich die Abscbmelzstelle 6 des Glase enstandes
3 gerade in der Ebene der Brennerdüsen 5 befindet, auf den Betätiaungsknopf
35 eines Steuerventils 36 drückt, so daß dasselb#e über nicht dargestellte
Leitungen das vom Netz kommende Druckmittel in den außenliegenden Arbeitsraum
37 des Zylinders 25 eintreten läßt, während der innenlieggende Arbeitsraum
38 druckentlastet ist. Ruht dagegen die Führungsstange 33 nicht mittels
ihres Anschlaues 34 auf dem Betätigungsknopf 35 auf und befindet sich dieser
gegebenenfalls in seiner oberen Ruhelage, so läßt das Ventil 36 dps vom Netz
kommende Druckmittel in den hineren Arbeitsraum 38 des Zylinders eintreten,
während der äußere Arbeitsraum 37 druckentlastet ist. Diese Anordnung hat
zur Folge, daß während der Abwärtsbeweg gung des von der Klemmeinrichtun
9 2 C gehaltenen Glasgegenstandes 3 die Steuerkurve 18 die
in F i g. 2 gezeigte, nach außen geschwenkte Lage einnimmt, in der die Brennerdüsen
in größerem Durchrnesser als dem von Kappe 4 an.geordnet sind, so daß die Mündungen
der Brenner bei in Einführen der abzuschmelzenden
Kappe 4 nicht
hinderlich sind. Erst wenn sich die Führungsstange 33 mit der Klemmeinrichtung
2 in nächster Nähe der unteren Endstellung befindet, wobei also bereits die schmale
Ringzone 6
in der Ebene der Brennerdüsen liegt, drückt der Anschlag 34 auf
den Betätigungsknopf 35, und das Ventil 36 leitet die Druckluft in
den äußeren Arbeitsraum 37 des Zylinders 25, so daß die Steuerkurve
18
nach innen verstellt wird und sich die Mündungen der Brenner auf einen
Kreis kleineren Durchmessers so verschieben, daß die Brenner mit ihrer kurzen spitzen
Flamme in der gewünschten Weise die Ringzone 6 erhitzen. Nach dem Abziehen
der Kappe, wie eingangs geschildert, braucht lediglich mittels des Handrades
1 die Führungsstange 33 wieder angehoben zu werden, wobei sich die
Düsen 5 in ihre äußere Endstellung zurückbewegen, da das Ventil
36 beim Loslassen des Betätigungsknopfes 35 eine entsprechende Umsteuerung
der den Kolben 26 beaufschlagenden Druckluft vornimmt.
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Bei einer einfacheren Ausführungsform ist die Führungsstange
33 für die Klemmeinrichtung 2 nicht mit der Verstelleinrichtung für die Steuerkurve
18 gekuppelt. Man muß dann durch gesonderte Handhabun- die Düsen nach außen
verstellen, bevor die Klemmeinrichtung mittels des Handrades 1 nach unten
bewegt werden kann. Weiterhin können an Stelle der Steuerkurve 18 zwei voneinander
unabhängige und mit je einer Schwenkachse gelagerte Anschläge verwendet werden,
die in der Art des Randes 19 bzw. 20 die Verstellung der Düsen beim Umlauf
des Brennerkranzes vornehmen. Statt der geschilderten hydraulischen oder pneumatischen
Betätigung der Steuerkurve 18 kommt eine gleichwertige Verstellung auf rein
mechanischem Wege oder beispielsgneten in Betracht. weise mittels eines Elektromag