DE123674C - - Google Patents

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DE123674C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G1/00Weighing apparatus involving the use of a counterweight or other counterbalancing mass
    • G01G1/18Balances involving the use of a pivoted beam, i.e. beam balances
    • G01G1/26Balances involving the use of a pivoted beam, i.e. beam balances with associated counterweight or set of counterweights
    • G01G1/36Balances involving the use of a pivoted beam, i.e. beam balances with associated counterweight or set of counterweights wherein the counterweights are slideable along the beam, e.g. steelyards
    • G01G1/38Balances involving the use of a pivoted beam, i.e. beam balances with associated counterweight or set of counterweights wherein the counterweights are slideable along the beam, e.g. steelyards with automatically-driven counterweight

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die in der Patentschrift 44605 beschriebene selbsttätige Laufgewichtswaage besitzt die Eigenthümlichkeit, dafs die das Gleichgewicht herstellenden Laufgewichte Bewegungen in solchen Grenzen und solchen Richtungen ausführen, dafs dadurch jeweils die Gleichgewichtslage überschritten und das der Abstufung der Laufgewichte entsprechend immer kleiner werdende Uebergewicht abwechselnd von der Lastseite auf die Gewichtsseite und von dieser auf jene verlegt wird.
Das Wesen vorliegender Erfindung besteht nun darin, dafs die einzelnen Laufgewichte während des Abwägens alle in derselben Richtung, und zwar von der Lastseite nach der Gewichtsseite bewegt und durch besondere Vorrichtungen so zeitig zum Stillstand gebracht werden, dafs für die folgenden Laufgewichte noch ein entsprechender Bruchtheil der Last zum Abwägen übrig bleibt.
Eine in der Zeichnung dargestellte Ausführungsform soll die Erfindung näher erläutern.
In dem Rahmen α (Fig. 1 und 2) sind treppenförmig unter einander vier Waagebalken b 1Wb^b* gelagert, welche durch Gehänge zu einem zusammenhängenden Hebelsystem verbunden sind. An einem Ende des Systems ist die Zugstange c, an welcher die Last entweder mittelbar oder unmittelbar angreift, an dem anderen ein Tarirschälchen d oder dergl. angehängt. Auf den ^3^ f
gg
g gleiten Laufgewichte e1 e2
4 welche durch Triebwerke und die senkWaagebalken b[
rechten Schieber Z1/2/3/4 vorwärts bewegt werden. Damit diese Bewegungen stets gleichmäfsig erfolgen, werden die Schieber/1/2/3/4 bei ihrer Abwärtsbewegung durch Sperrrädchen g1 g1 g3 gi (Fig. 2) mit der Welle h gekuppelt, an deren Ende ein Ankerhemmwerk mit Pendel angebracht ist. Die Schieber/ werden in ihrer höchsten Stellung, welche der Nulllage der Laufgewichte entspricht, durch Sperrhebel z1 z2 z'3 z'4 festgehalten.
An dem letzten Waagebalken bl ist seitlich eine Schiene k befestigt, auf welcher vier gleich lange Schrauben k1 k2 k3 k* sitzen. Auf diese Schrauben k1 bis &4 drücken vier Hebel Z1 Z2 Z3 Z4, die um einen gemeinsamen, am Rahmen a befestigten Bolzen Z drehbar sind, mit verschiedener Kraft. Diese Drücke werden, wenn sich der Waagebalken £4 senkt, einer nach dem anderen durch die staffeiförmig angeordneten, am Gestell λ befestigten Schrauben WJ1W2Wi3Wi4 aufgenommen. Der Hebel Z4 ist durch die Stange w.4 mit dem Winkelhebel o4 verbunden, auf welchem die Sperrklinke^4 ruht; diese ist an dem zweiarmigen Hebel qi aufgehängt, auf dessen anderem Arm der Ansatz r3 des Sperrhebels z3 ruht. Die Einrichtung ist nun so getroffen, dafs in dem Augenblick, in welchem sich der Hebel Z4 infolge der Senkung des Waagebalkens auf die Schraube mi legt, die Klinke j»4 durch die Abwärtsbewegung der Stange w.4 und die Drehung des Winkelhebels o4 ausgelöst wird und in die Zähne des Schiebers/4 einfällt (vergl.
Fig. 3). Sobald sich nun der Schieber/4 auf den Zahn der Klinke p* aufsetzt, drückt er durch sein Eigengewicht den rechten Arm des Hebels qA herab, während sich der linke Arm hebt und den Sperrhebel z'3 auslöst. In entsprechender Weise sind auch die übrigen Hebel / mit den Stangen und Hebeln η opq verbunden. Es wird hierdurch erreicht, dafs, sobald sich der Hebel Z4 auf die Schraube mi legt, der Schieber/4 durch pi festgestellt und zugleich der Schieber/3 bei z'3 zum Ablaufen freigegeben wird. Infolge dessen bleibt das Laufgewicht e4, welches durch den Schieber/4 bewegt wird, stehen und das Laufgewicht e3 beginnt, durch /3 angetrieben, seinen Lauf.
Die Arbeitsweise der selbsttätigen Laufgewichtswaage wird durch folgendes Beispiel am besten erklärt.
Die Verhältnisse seien so gewählt, dafs das Schiebegewicht e4 eine Last von 20000 kg von 1000 zu 1000 kg, e3 eine Last von 2000 kg von 100 zu 100 kg, e'2 eine Last von 200 kg von 10 zu 10 kg, e1 eine Last von 20 kg von ι zu ι kg auswiegen kann. Der Druck des Hebels Z4 auf die Schraube A:4 sei so gewählt, dafs er einer Belastung von 1350 kg auf der Lastbrücke entspricht, der des Hebels /3 einer Belastung von 135 kg, der des Hebels Z2 einer solchen von 15 kg. Der Druck des Hebels Z1 mufs durch Versuche ermittelt werden; er hängt von dem Zeitraum ab, der erforderlich ist, bisp1 eingefallen ist.
Periode I. Eine Last von 8723 kg sei auf die Lastbrücke aufgelegt. Sämmtliche Laufgewichte befinden sich (vergl. Fig. 1) in der Nullstellung und die Last hat den Balken δ4 in seine höchste Lage gehoben. Durch Umlegen des Sperrhebels i4 wird der Apparat in Thätigkeit gesetzt. Der Schieber /4 sinkt abwärts und treibt das Laufgewicht e* so lange nach rechts, bis Gleichgewicht eintritt und der Balken sich senkt. Da auf dem Balken b* ein Druck von I* + I3 + Z2 + Z1 = 1350 + 135 ~\- 15 -f- ca. ο = 00 1500 kg liegt, so wird der Balken &4 eine Senkung erfahren, sobald e4 an dem Punkte angelangt ist, der einer Belastung von 8723 — 1500 = 7223 kg entspricht, d. h. also zwischen dem Theilstriche 7000 und 8000 kg des Schiebers/4. Der Hebel Z4 legt sich jetzt' auf die Schraube m* (Fig. 4, Stellung II); p4 wird dadurch bei o4 ausgelöst und fällt in die Verzahnung des Schiebers /4 ein. Der Schieber läuft jetzt noch, weil er nur von 1000 zu 1000 kg getheilt bezw. gezahnt ist, bis 8000 kg, drückt dann auf qi und löst dadurch den folgenden Schieber/3 bei i3 aus. Da der Druck des Hebels Z4 (1350 kg) durch Schraube m4 aufgenommen ist und nicht mehr auf den Balken b* wirkt, so schwingt der Balken ύ4 nicht weiter, sondern bleibt in Stellung II stehen.
Periode II. Das Schiebegewicht e4 hat von 8723 kg 8000 kg ausgewogen, so dafs für die folgenden Schiebegewichte noch 723 kg auszuwiegen bleiben. Der Druck Z4 ist aufgenommen, während auf den Balken Z?4 noch Z3 -\- Z2 + Z l = 135 -)- 15 + ca. ο = 00 ι 50 kg wirken. Infolge dessen senkt sich der Balken wieder, wenn das Laufgewicht e3 eine Strecke durchlaufen hat, die einer Belastung von 723 ■—-150 = 573 kg entspricht. Der Balken senkt sich in die Stellung III, Fig. 4, der Druck Z3 wird von der Schraube m3 aufgenommen, n3 senkt sich und p3 wird bei o3 ausgelöst. Die Klinke p3 fällt zwischen den Zähnen 500 und 600 ein, der Schieber/3 läuft bis 600 weiter und löst dann durch p3 qB Γ12 den Schieber/2 bei z'2 aus.
Periode III. Die Laufgewichte e4 und e3 haben von 8723 kg 8600 kg ausgewogen,' so dafs für e'2 und el noch 123 kg übrig bleiben. Der Druck auf den Balken beträgt noch Z2 -f-Z1 = 00 15 kg, so dafs sich der Balken senkt, wenn e2 an der Stelle 123 — 15 = 108 angelangt ist; hier legt sich Z2 auf m2 und der Balken senkt sich in die Stellung IV, Fig. 4. Während sich Z2 senkt, hebt sich n2 und löstp2 durch o2 aus. Die Klinke p2 fällt zwischen den Zähnen 100 und 110 ein, der Schieber/2 läuft auf 110 weiter und löst dann durch p2 q* r1 den Schieber/1 bei z'1 aus.
Periode IV. Die Schiebegewichte e4, e3 und e2 haben von 8723 kg jetzt 8000 -\- 600 -]- 110 = 8710 kg ausgewogen, so dafs für el noch 13 kg übrig bleiben. Der Druck von Z1 ist nun so gewählt, dafs die letzte Senkung des Balkens &4 um so viel früher erfolgt, als der Auslöse- und Sperrmechanismus n1 olpl Zeit braucht, auf den Schieber/1 zu wirken. Sobald sich b* weitersenkt, wird die Klinke p[ durch Z1 nl ol ausgelöst und fällt in den 13. Zahn des Schiebers/1 ein. Die Waage ist jetzt in Ruhe gekommen und ihre Laufgewichte stehen auf 8000, 600, 11 o, 13. Dies entspricht genau der Belastung von 8723 kg;
Durch ein geeignetes Registrirwerk können die Ergebnisse der einzelnen Schiebegewichte zu einer Zahl vereinigt und durch ein besonderes Windewerk darauf der gesammte Mechanismus wieder in seine Nullstellung zurückgebracht werden.
Es sind natürlich auch andere Ausführungsformen der Erfindung möglich.

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche:
  2. i. Selbstthätige Laufgewichtswaage mit mehreren nacheinander zur Wirkung gelangenden Laufgewichten, gekennzeichnet durch die Anordnung von Belastungshebeln (I) oder ähnlichen Mechanismen, welche während des Ablaufens der einzelnen Laufgewichte (e) dem Hebelsystem der Waage jedesmal so zeitig eine Bewegung ertheilen,
  3. dafs das betreffende Laufgewicht schon vor Erreichung der Gleichgewichtslage aufgehalten wird und den folgenden Laufgewichten ein entsprechender Theil der Last zum Auswiegen übrig bleibt.
    Ausführungsform der Laufgewichtswaage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs die Hebel (I) mit Uebergewichten versehen sind und im Anfang der Bewegung des Hebelsystems der Waage dieses belasten, vor der Erreichung der Gleichgewichtslage aber nacheinander durch feste Anschläge aufgenommen werden, so dafs die weiteren Bewegungen der Waage ohne das Uebergewicht der ausgeschalteten Hebel (I) erfolgen und ein entsprechender Theil der Last (gemä'fs Anspruch i) den folgenden Laufgewichten zum Auswiegen übrig bleibt. Ausführungsform der Laufgewichtswaage nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, dafs sä'mmtliche Uebergewichtshebel (I) den letzten Waagebalken (b4) belasten und bei dessen Senkung nacheinander zur Auflage auf feste Anschläge (m) gelangen.
  4. 4. Ausführungsform der Laufgewichtswaage nach Anspruch 1 bis 3, bei der die Hebel (I) den Eingriff der einzelnen Sperrklinken (p) mit den entsprechenden Antriebsschiebern (f) für die Laufgewichte und dadurch die Hemmung der einzelnen Laufgewichte in dem Zeitpunkt veranlassen, in welchem die Wirkung des betreffenden Hebels (I) auf das Hebelsystem der Waage aufhört.
  5. 5. Ausführungsform der unter 1. bis 4. gekennzeichneten Laufgewichtswaage, bei der die Sperrklinken (p'2 bis p^) der Antriebsschieber (f2 bis /*; auf Hebeln (q* bis q*) so gelagert sind, dafs die Auslösung jedes Schiebers unter dem Einflufs des Eigengewichts oder der Triebkraft des vorhergehenden erfolgt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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