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Vorrichtung zum Zerkleinern und/oder Trennen inhomogener Stoffe Die
Erfindung betrifft: eine Vorrichtung zum Zerkleinern und/oder Trennen inhomogener
Stoffe, bestehend aus einem in einem Gehäuse umlaufenden, mit Schlagarmen bestückten
Rotor, über dem eine Trennkammer mit Abscheideraum für unzerkleinerbare Bestandteile
des Stoffgemisches vorgesehen ist.
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Solche Vorrichtungen werden vorzugsweise zur Verarbeitung städtischen
Mülls verwendet. Eine bekannte Vorrichtung dieser Art weist am unteren Ende eines
senkrechten Turmes von großer Höhe eine um eine horizontale Achse rotierende Hammermühle
bzw. Prallmühle auf. Das zu bearbeitende Material wird oberhalb des Rotors eingegeben.
Sand, Staub und andere Substanzen geringer Teilchengröße mit nur geringer Elastizität
fallen durch die Schlägermühle hindurch nach unten, während gröbere Gegenstände,
wie Blechdosen, Metallstücke, Gummiteile u. dgl. von den Schlagarmen abgeschleudert
werden. Nach ein- oder mehrmaligem Aufprall werden die unzerkleinerbaren groben
Teile aus dem Turm ausgeworfen. Um zu gewährleisten, daß nur die unzerkleinerbaren,
groben, verhältnismäßig elastischen Gegenstände nach oben ausgeworfen werden, muß
der Turm relativ hoch sein. Andererseits wird der Turm im Betrieb leicht verstopft.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile auszuschalten,
also eine Vorrichtung der angegebenen Art zu schaffen, die bei gedrängter, kompakter
Bauart möglichst störungsfrei arbeitet. Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch
gelöst, daß die Welle des zumindest teilweise in die mit schräg nach oben und außen
gerichteten Leitflächen versehene Trennkammer ragenden Schlägerrotors im wesentlichen
vertikal angeordnet ist und daß eine Einrichtung vorgesehen ist, die zwischen dem
Schlägerrotor und der Innenwand des Gehäuses eine nach unten gerichtete Luftströmung
erzeugt.
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Durch den nach unten gerichteten Luftstrom werden die feineren Substanzen
schneller nach unten geführt und somit schneller von den groben, nicht zerkleinerbaren
Partikeln getrennt. Die gröberen Teile werden durch die um eine vertikale Rotorachse
umlaufenden Schlagarme im Verein mit den schrägen Leitflächen der Trennkammer aufgeschlossen
und schließlich in den Abscheideraum befördert.
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Der nach unten gerichtete Luftstrom wird gemäß einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung durch die Schlagarme erzeugt, die erfindungsgemäß entsprechend aerodynamisch
geformt sind.
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Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels an Hand der Zeichnung. F i g. 1 zeigt schematisch eine
Seitenansicht einer vorzugsweisen Ausführungsform der Erfindung; F i g. 2 und 3
stellen Einzelheiten der erfindungsgemäßen Vorrichtung dar.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem
Antrieb 13, 14, einem Schlägerrotor 15, 31, 41 und dem Gehäuse mit Zerkleinerungsgitter
12, Trennkammer 10 und Abscheideraum 11.
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Die Rotorwelle 15 ist in einer Bodenplatte 16 und in einem Tragkreuz
17 gelagert. Die Bodenplatte 16 ruht auf einem Grundrahmen 18. Unterhalb der Bodenplatte
befindet sich der Riementrieb 14, der den Rotor mit dem Antriebsmotor 13 vor, etwa
70 PS verbindet.
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Der untere Teil des Schlägerrotors ist von einem im wesentlichen zylindrischen
Zerkleinerungsgitter 12 umgeben. Der obere Teil des Schlägerrotors ragt in eine
sich nach oben im wesentlichen konisch erweiternde Trennkammer 10. Seitlich am oberen
Rand dieser Trennkammer 10 ist ein Abscheideraum 11
angeordnet. Zwischen
der Trennkammer 10 und dem zylindrischen Gehäuseteil mit dem Zerkleinerungsgitter
12 ist das Tragkreuz 17 angeordnet, dessen Tragarme die Lagerung für die Rotorwelle
15 mit einem äußeren Tragring verbinden.
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Eine Hülse 19 mit quadratischem bzw. rechteckigem Querschnitt umschließt
den oberen Teil der Welle 15 und dient als Abstandshalterung für vier Rotorscheiben
21 bis 24. An ihrem oberen Teil ist eine Abschlußkappe 20 vorgesehen. Zwischen jeweils
zwei dieser Scheiben 21 bis 24 ist eine Anzahl von Schlagarmen 31
vorgesehen. Die Schlagarme sind entweder starr an den Scheiben befestigt oder schwenkbar
auf einer sich zwischen den Scheiben erstreckenden
Achse angeordnet.
Gemäß F i g. 3 ist wenigstens der unterste Schlagarm 31 aus zwei einander überlappenden
Rechteckstücken zusammenaeschweißt. Bei der Drehung dieses Schlagarmes in Pfeilrichtung
wird ein nach unten gerichteter Luftstrom erzeugt. In ähnlicher Weise können über
den Umfang der Scheiben 21 bis 24 verteilt mehrere Gruppen von Schlagarmen übereinander
angeordnet sein. Vorteilhaft sind es vier solcher Gruppen von übereinander befindlichen
Schlagarmen.
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In ähnlicher Weise sind unterhalb des Tragkreuzes 17 zwischen je zwei
Scheiben 26 bis 29 drei Sätze von Zerkleinerungswerkzeugen angebracht, die aus Schlagelementen
41 bestehen, die an Gelenkarmen 40 befestigt sind.
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In dem zvlindrischen Abschnitt des Gehäuses zwischen Tragkreuz 17
und Bodenplatte 16 ist ein Zerkleinerungsritter 12 angeordnet, wobei die Zerkleinerung
des Materials zwischen diesem Gitter und den Schlagelementen erfolgt. Die Schlagelemente
41 sind derartig in bezug auf ihre Drehrichtung ausgebildet, daß sie einen nach
unten gerichteten Luftstrom erzeu2en. Bei Bedarf können hierzu zusätzlich Ventilatorschaufeln
vorgesehen sein.
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Gemäß F i g. 2 sind am übergang von der Trennkammer L0 zu dem zylindrischen
Gehäuseabschnitt ybdeckplatten 35 aus widerstandsfähigem Material vorgesehen. Hierdurch
wird dem besonders hohen Verschleiß in dieser Zone Rechnung getragen. Die oberen
Kanten der Abdeckplatten 35 stehen gegenüber der Wandung der trichterförmigen Trennkammer
10 nach innen vor und bewirken somit eine 1Jmlenkang des nach unten gleitenden Materials
auf die Zerkleinerungswerkzeuge 40, 41 zu. Auf diese Weise kann zwischen diesen
und den Platten 35 ein verhältnisrriäßia breiter Ringraum freigelassen sein, durch
den die feineren Partikel ohne weiteres in den unteren Abschnitt gelangen können.
Der untere Teil jeder Abdeckplatte kann wieder nach außen gebogen sein, um den Durchtritt
des Materials nach unten zu förd-Lrri. Durch entsprechende Formgebung gelangt das
,grobe 'Material aus der Trennkammer 10 in den oben seitlich einmündenden
Abscheideraum 11. Vorzugsweise sind hierfür Leitbleche 45 angeordnet. Durch diese
wird verhindert, daß das Material innerhalb einer kreisförmigen Bahn in der Trennkammer
10 umläuft.
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Das züi verarbeitende Material wird der Vorrichtung durch einen Fülltrichter
oberhalb der Trennkammer 10 aufgegeben und fällt auf die Schlagarme 31. Die in dem
inhomogenen Materialgemisch befindlichen schwereren und elastischeren, nicht zerbrechlichen
Teile werden von den Schlagarmen 31 nach oben und auswärts geschleudert. Nach wenigstens
einem Aufprall auf die Schlagarme 31, bei dem das feine, zerkleinerbare Material
von dem groben, unzerkleinerbaren Material abgetrennt wird, gelangt das grobe, unzerkleinerbare
Material in den Abscheideraum 11 und ins Freie. Die feineren Partikel gelangen unter
dem Einfiuß der Schwerkraft und des nach unten gerichteten Luftstromes durch das
Tragkreuz 17 hindurch in den unteren Abschnitt 12 der Vorrichtung. Dort werden diese
leichteren Substanzen zwischen den Zerkleinerungswerkzeugen 40, 41 und dem
Zerkleinerungsgitter zermahlen.
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Je nach den Verhältnissen bzw. der Natur des zu verarbeitenden Materials
kann die unterhalb des Tragkreuzes 17 vorgesehene Hammermühle auch entfallen und
gegebenenfalls durch Ventilatorschaufeln ersetzt werden. Das Material kann auch
in einer weiteren Vorrichtung nachzerkleinert werden.
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Auf Grund ihrer gedrängten, kompakten Bauart kann die erfindungsgemäße
Vorrichtung auf einen Lastwagen montiert werden, so daß die Vorrichtung beliebi-
orts-v-eränderlich ist. Hierbei kann zweckmäßig ein zum Einfülltrichter führendes
Förderband vorgesehen sein.