DE1245112B - Vorrichtung zum Einsetzen von Haltestiften in einen Kraftfahrzeugreifen - Google Patents

Vorrichtung zum Einsetzen von Haltestiften in einen Kraftfahrzeugreifen

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DE1245112B DEST20814A DEST020814A DE1245112B DE 1245112 B DE1245112 B DE 1245112B DE ST20814 A DEST20814 A DE ST20814A DE ST020814 A DEST020814 A DE ST020814A DE 1245112 B DE1245112 B DE 1245112B
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    • B29D30/06Pneumatic tyres or parts thereof (e.g. produced by casting, moulding, compression moulding, injection moulding, centrifugal casting)
    • B29D30/52Unvulcanised treads, e.g. on used tyres; Retreading
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
B29h
Deutsche Kl.: 39 a6 -17/38
Nummer: 1245112
Aktenzeichen: St 20814 X/39 a6
Anmeldetag: 3. Juli 1963
Auslegetag: 20. Juli 1967
Seit langem versucht man, für den Winter besonders sichere, d. h. die Spur haltende und rutschfeste Reifen zu entwickeln, die nicht nur bei Matsch und Schnee, sondern auch auf Schneeglätte und Eis ihre Fahrsicherheit beibehalten. Hierzu bedient man sich des grundsätzlichen Gedankens, Körper aus einem harten Material in die Lauffläche des Reifens so einzubringen, daß sie teilweise in Form von Greiferelementen über die Laufflächen-Oberseite überstehen. Aus diesem Grunde wurden in den vergangenen Jahrzehnten schon in vielen Abwandlungen Vorschläge unterbreitet, Drahtspiralen, Drahtgeflechte, Nägel, Nieten usw. in die Lauffläche des Reifens einzuschrauben, einzunieten oder heiß einzuvulkanisieren.
Bei den seit einiger Zeit auf dem Markt befindlichen mit Haltestiften bewehrten Winterreifen werden diese Stifte in Löcher eingesetzt, die entweder bei der Vulkanisation des Reifens eingeformt oder nachträglich in den Reifen eingeschnitten werden. Die mit einem verhältnismäßig großen Kopf versehenen Stifte werden dabei nach vorübergehendem Aufweiten des Loches in dieses eingesetzt und meist dadurch festgehalten, daß der Durchmesser des Loches im Reifen beträchtlich geringer als der des Haltestiftes ist, eine Methode, die bereits beim Einsetzen von Reparaturkörpern in schlauchlose Reifen bekannt ist. Gegebenenfalls kann der Sitz der Haltestifte im Reifen auch noch dadurch verbessert werden, daß vor dem Einsetzen in das Loch eine Vulkanisierlösung oder -paste eingebracht wird, die eine Vulkanisationsverbindung des Reifens mit dem mit einer entsprechenden Schicht aus vulkanisierbarem Kautschuk überzogenen Mantel des Haltestiftes ermöglicht.
Das Einsetzen der Haltestifte, auch Eisspikes genannt, geschah bisher entweder durch einfaches Einschlagen mit dem Hammer, mittels eines Preßlufthammers durch Einpressen mit Hilfe mechanischer oder hydraulischer Pressen oder mit Hilfe elektrischer Handbohrmaschinen, in die ein spezieller Montierungsdorn eingesetzt wurde.
Alle diese Arbeitsweisen sind einerseits recht langwierig und gewährleisten andererseits nicht das saubere und exakte Eindrücken der Haltestifte bis auf den Grund des Loches im Reifen. Wegen der erforderlichen Sorgfalt können sie nicht von ungelernten Arbeitskräften durchgeführt werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, um die Haltestifte wesentlich einfacher, schneller und sicherer in die Reifen einzusetzen, die zudem so narrensicher ist, daß auch ungelernte Arbeitskräfte ohne weiteres für diese Arbeit herangezogen werden können,
Vorrichtung zum Einsetzen von Haltestiften in
einen Kraftfahrzeugreifen
Anmelder:
Stahlgruber, Otto Gruber & Co.,
München 8, Rosenheimer Str. 17
Als Erfinder benannt:
Georg Gottauf, München
Beanspruchte Priorität:
Internationale Handwerksmesse
15. Messe des Handwerks und der
Zulieferindustrie, München
München, Eröffnungstag 16. Mai 1963
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einsetzen von Haltestiften in einen Kraftfahrzeugreifen, der zur Aufnahme der Stifte Löcher von wesentlich geringerem Durchmesser als dem der einzusetzenden Stifte aufweist, an einer an einem Montagetisch zu befestigenden Halteeinrichtung für den Reifen, die erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, daß die Halteeinrichtung für den Reifen, die mittels eines Halterohres an dem Montagetisch befestigt ist, eine im wesentlichen dreieckige Platte mit einem an einer der Dreieckseiten angebrachten, sphärisch gekrümmten, gegebenenfalls auswechselbaren Auflageblech zur Auflage für den Reifen und mit einem an einer anschließenden Dreiecksseite angeordneten Haltearm mit einer mit diesem verstellbar verbundenen Rollengabel aufweist, an der ein aus einer Hülse und einer Büchse gebildetes Schwenklager zur Aufnahme einer Haltegabel für das eine Ende eines Haltearmes angeordnet ist, an dessen anderem Ende mittels eines Klemmstückes die Kolbenstange einer pistolenförmigen, pneumatisch betätigten Spreiz- und Einsetzeinrichtung für die Stifte befestigt ist.
Die Vorrichtung ist im folgenden an Hand der Zeichnung näher beschrieben, in welcher darstellt
F i g. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung in stark verkleinertem Maßstab,
Fig. 2 eine Ansicht in Pfeilrichtung A in Fig. 1,
Fig. 3 eine teilweise Ansicht der Vorrichtung in Pfeilrichtung B in F i g. 2, teilweise geschnitten,
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3 4
F i g. 4 die Verbindungsteile zur gelenkigen Verbin- einer Kolbenstange der Spreiz- und Einsetzeinrichtung
dung eines Tragarmes mit der Halteeinrichtung für 39 eingeklemmt ist.
den Reifen, Diese Einrichtung, die vorzugsweise pistolenförmig
F i g. 5 einen Schnitt durch das pistolenartige Werk- ausgebildet ist, ist in F i g. 5 im Schnitt näher darzeug zum Aufspreizen der Löcher und Einführen der 5 gestellt.
Haltestifte. Sie besteht im wesentlichen aus dem Griffstück 40,
Der mit Löchern zur Aufnahme der Haltestifte ver- dem darüber angeordneten etwa zylindrischen Teil 41
sehene Reifen 1 wird zunächst auf eine Halteeinrich- und darüber wiederum einer Schmiereinrichtung 42.
tung 2 aufgebracht. Die Halteeinrichtung besteht aus In das Griffstück 40 münden zwei Schlauchleitungen
einer im wesentlichen dreieckförmigen Platte 3, an io 43 und 44, von welchen die Schlauchleitung 43 direkt
welcher an der kürzesten Seite ein spärisch gewölbtes, und die Schlauchleitung 44 über ein fußbetätigtes
etwa der Innenfläche eines Reifens entsprechendes Ventil (nicht dargestellt) mit einer Druckluftquelle
Auflageblech 4 angebracht ist, während die anderen verbunden sind. Die Schlauchleitung 43 setzt sich im
Außenkanten von einem Blechstreifen 5 umsäumt Inneren des Griffstückes in einer Druckluftleitung 45
sind. Das Auflageblech 4 kann auswechselbar sein, 15 fort, die von einem Ventilzylinder 46 unterbrochen
so daß es in seiner Größe und Wölbung verschiede- ist. Das Druckmittel kann dabei durch eine Bohrung
nen Reifengrößen entsprechend gewählt werden kann. 47 in den Zylinder 46 einströmen und gelangt bis in
An der Platte 3 ist ein Halterohr 6 angeschweißt, das einen durch eine Aussparung im Kolben 48 gebildeten
in einem Winkelstück 7 endet. Dieses weist Schraub- Ringraum 49. Im Ruhezustand wird der Kolben durch
löcher 8 auf, mittels welcher es an einem Montage- ao eine Feder 50 zur Anlage an eine Gewindemuffe 51
tisch 9 angeschraubt werden kann. gedrückt. Eine Taste 52, die bei 53 drehbar am Griff-
An einer Seitenkante der Platte 3 ist ein Haltearm stück 40 befestigt ist, wirkt auf das abgerundete Ende 10 vorgesehen, der mit einem Schlitzloch 11 versehen 54 der Kolbenstange 55 des Kolbens 48. Bei gedrückist. Über den Haltearm 10 kann eine aus zwei Teilen ter Taste verschiebt sich der Kolben gegen den Druck bestehende Rollengabel 12 geschoben und mittels 25 der Feder 50, so daß das Druckmedium durch die einer Knebelschraube 13 innerhalb des Bereiches des Bohrung 47 eintreten, den Ringraum 49 durchströmen Schlitzloches 11 in verschiedenen Höhen festgestellt und durch eine Austrittsbohrung 56 in den zweiten werden. Zwischen den gabelförmig gespreizten Enden Teil der Leitung 45 strömen kann. Dichtungsringe 57 14 der Rollengabel 12 sind Rollen 15 vorgesehen, die und 58 aus elastischem Material verhindern ein Entan der Innenfläche des Reifens 1 anliegen. Durch ent- 30 weichen von Druckluft aus dem Zylinder 46. Als sprechende Verstellung der Rollengabel 12 innerhalb Widerlager für die Feder 50 dient eine weitere des Schlitzloches 11 kann somit erreicht werden, daß Schraubmuffe 59.
Reifen verschiedenen Durchmessers verhältnismäßig Ein in das Griffstück 40 eingesetzter Zylindermanplan auf der Fläche des Auflagebleches 4 aufliegen tel 60 weist in seinem Umfang eine Ringnut 61 auf, und trotzdem leicht in Richtung des Reifenumfanges 35 die es der aus der Schlauchleitung 44 in eine Druckverschoben werden können. luftleitung 62 einströmenden Druckluft gestattet,
Etwa im Mittelpunkt des stark gekrümmten Teiles durch die Ringnut 61 in den zweiten Teil der Leitung
16 der Platte 3 ist eine rohrförmige Hülse 17 an die 62 zu fließen.
Platte 3 angeschweißt, in welche drehbar eine Büchse In den an das Griffstück 40 anschließenden Teil 41 18 eingesetzt ist. Auf das eine Ende der Büchse 18 40 sind zwei Zylinder 63 und 64 eingeformt, die entist eine weitere Hülse 19 geschoben und mittels eines weder direkt durch Bohrungen im Teil 41 gebildet Stiftes 20 verdrehungssicher mit der Büchse 18 ver- werden können, sofern der Hauptkörper der Einrichbunden. An der Außenfläche der Hülse 19 ist ein tung 39 aus Gußeisen oder Stahl besteht, oder aber Druckfinger 21 angeschweißt, der durch ein Schlitz- vorzugsweise eingepreßte oder eingegossene Stahlloch 22 in eine über eine Zwischenplatte 23 mit dem 45 büchsen 65 und 66 sind, wobei das Gerät hauptsäch-Halterohr 6 verbundene Hülse 24 greift. Im Inneren lieh aus Leichtmetall oder Kunststoff gefertigt · sein der Hülse 24 ist eine Druckfeder 25 angeordnet, deren kann. In den Zylinder 63 ist ein Kolben 67 eingesetzt, eines Ende an der Stirnseite der Hülse 24 anliegt, dessen Kolbenstange 68 in einer aufgeschraubten abwährend in das andere Ende ein Druckpilz 26 einge- gerundeten Kappe 69 endet. Der Kolben 67 wird setzt ist, gegen dessen erweitertes Teil 27 das halb- 50 durch eine Feder 70 in eine Endstellung gedrückt. Er kreisförmig abgerundete Ende 28 des Druckfingers kann sich unter dem Einfluß der bei gedrückter Taste 21 anliegt. Ein Anschlag 29 begrenzt die Bewegung 52 durch die Schlauchleitung 43 und die Leitung 45 des Druckfingers 21 unter der Einwirkung der Ver- im Griffstück fließenden Druckluft verschieben, so stellkraft der Feder 25. Diese Einrichtung dient in daß seine abgerundete Kappe 69 die in der Zeich-Verbindung mit den im folgenden beschriebenen EIe- 55 nung strichpunktiert angedeutete Lage einnimmt, also menten dazu, das Gewicht der pistolenförmigen Ein- über das Ende einer Spreizhülse 71 herausragt. Die richtung zum Spreizen der Löcher und zum Einführen Spreizhülse 71 ist auswechselbar auf das Abschlußder Haltestifte auszugleichen. stück 72 des Zylinders 63 aufgeschraubt, das mittels
In das Innere der Büchse 18 ist eine Haltegabel 30 Schrauben 73 und 74 mit dem Teil 41 verbunden ist.
mit ihrem Zapfen 31 eingesetzt, dessen Ende 32 als 60 In das Abschlußstück 72 mündet eine Leitung 75, die
Bajonettverschluß ausgebildet ist. Der Bajonettver- mit der später noch beschriebenen Schmiereinrichtung
schluß umgreift den Stift 20, der die Hülse 19 mit der 42 in Verbindung steht. Durch die Leitung 75 können
Büchse 18 verbindet. Zwischen den gabelförmigen bei zurückgezogenem Kolben 67 durch Betätigung der
Teilen 33 α und 33 b der Haltegabel 30 ist das Ge- Schmiereinrichtung einige Tropfen einer Gleitflüssig-
lenkstück 34 eines Haltearmes 35 eingesetzt und mit- 65 keit, beispielsweise Gummilösung, vor die abgerun-
tels eines Bolzens 35 a drehbar mit der Haltegabel dete Kappe 69 der Kolbenstange 68 gelangen, die ein
verbunden. Der Arm 35 endet in einem Klemmstück leichtes Eindringen der Spreizhülse 71 in das Loch im
36, welches mittels einer Schraube 37 das Ende 38 Reifenprofil ermöglicht. Die Kolbenstange 68 weist
5 6
ringförmige Vertiefungen 21 auf. Diese haben Die Spreizhülse 71 ist auswechselbar, wobei verden Zweck, etwaige Reste eingetrockneter Gleit- schiedene Längen entsprechend verschieden langen flüssigkeit bei der Hin- und Herbewegung der Haltestiften vorgesehen sind. Sie kommt nach EinKolbenstange 68 zwischen sich aufzunehmen und führen in die zur Aufnahme der Stifte vorgesehenen in einen Raum 77 zu transportieren, von wo aus sie 5 Löcher mit einer Fläche 106 auf der Reifenoberfläche durch eine Öffnung 78 ins Freie fallen können. Auf zur Anlage. Die Hubbewegung des Kolbens 67 ist so diese Weise wird eine Behinderung der Bewegung bemessen, daß die Kappe 69 auch bei der längsten der Kolbenstange 68 durch Gleitmittelrückstände Spreizhülse noch über diese hinausragt,
vermieden. Mit der Vorrichtung wird folgendermaßen gear-
Ein Schlitzloch 79 im Abschlußstück 72 dient zum io beitet:
Einführen der Haltestifte, die in einem magazinähn- Zunächst wird der Reifen über die Halteeinrichlichen Behälter bevorratet werden können. Unterhalb tung 3 gelegt und durch Verstellen der Rollengabel 12 des Schlitzloches 79 ist eine Vertiefung 80 eingeformt, zur gleichmäßigen Anlage auf dem sphärischen Aufin welche das durch den tellerartigen Verankerungs- lageblech 4 gebracht. Daraufhin wird in das zur Aufteil verdickte Ende eines Haltestiftes zu liegen kommt, 15 nähme eines Haltestiftes vorgesehene Loch im Reifen so daß sich die Achse des Stiftes nach dem Einbringen eine Vulkanisierflüssigkeit oder -paste eingeführt. Dadurch das Schlitzloch 79 mit der Kolbenstangenachse nach erfolgt durch Betätigung des Druckhebels 100 deckt. die Förderung einige Tropfen Gleitflüssigkeit vor die
Der zweite Zylinder 64 ist durch ein eingeschraub- Kappe 69.
tes Abschlußstück 81 abgeschlossen, in welches eine 20 Als nächster Schritt wird die Taste 52 betätigt, wor-
Büchse 82 eingesetzt ist, in welcher wiederum die auf durch die Schlauchleitung 43 und die Leitung 45
Kolbenstange 83 eines Kolbens 84 gleitet. Das äußere Druckluft in den Raum hinter dem Kolben 67 treten
Ende 38 der Kolbenstange 83 ist, wie schon beschrie- kann, so daß dieser sich gegen die Wirkung der Feder
ben, in das Klemmstück 36 des Haltearmes 35 einge- 70 bewegt und die Kolbenstange 68 in ihre Endlage
spannt. Unter der Einwirkung der durch die Schlauch- 25 verschiebt, wobei die Kappe 69 über das Ende der
leitung 44 und die Leitung 62 strömenden Druckluft Spreizhülse 71 hinausragt. Die Kappe 69 wird dann
wird, da der Kolben 84 über die Kolbenstange 83 auf das zur Aufnahme eines Haltestiftes bestimmte
starr mit dem Haltearm 35 verbunden ist, die gesamte Loch im Reifen aufgesetzt und der in der Zeichnung
pistolenförmige Einrichtung 39 in Pfeilrichtung C auf nicht dargestellte Fußhebel betätigt, der die Druckluft-
den Reifen zu bewegt. Dichtungen 85 und 86 aus 30 zufuhr zu der Schlauchleitung 44 freigibt. Durch
elastischem Material verhindern ein Entweichen von diese und die Leitung 62 dringt die Druckluft hinter
Druckmittel. den Kolben 84, wodurch, wie schon erwähnt, die
Oberhalb der Zylinder 63 und 64 ist die bereits ganze Einrichtung 39 in Pfeilrichtung C verschoben mehrfach erwähnte Schmiereinrichtung 42 angeord- wird, was zur Folge hat, daß die Spreizhülse 71 in das net. Sie besteht aus einem rohrförmigen Hauptkörper 35 Loch im Reifen eindringt, bis sie mit der Fläche 106 87, in dessen Zylinder 88 zwei Kolben 89 und 90 an der Reifenoberfläche zur Anlage kommt. Auf diese gleiten. Auf die Enden des Körpers 87 sind Abschluß- Weise wird das Loch im Reifen auf ein Mehrfaches stücke 91 und 92 aufgeschraubt. Die Kolben 89 und seines ursprünglichen Durchmessers gespreizt.
90 weisen ringförmige Ansätze 93 und 94 auf, an Nach dem Einführen der Spreizhülse in das Loch welchen Federn 95 und 96 anliegen, die das Bestre- 40 im Reifen wird sowohl der Fußhebel als auch die ben haben, die Kolben gegeneinander zu bewegen. Taste 52 losgelassen. Da der Kolben 84 nicht unter Oberhalb des Körpers 87 sitzt ein Gleitmittelbehälter der Einwirkung einer ihn in seine Ursprungslage zu-97, der durch einen Deckel 98 verschlossen ist. Er rückdrängenden Feder steht, behält die Spreizhülse steht über eine Bohrung 99 mit dem Zylinder 88 in 71 ihren Sitz im aufgespreizten Loch bei. Der Kolben Verbindung. Die Schmiereinrichtung wird mittels 45 67 jedoch wird unter der Einwirkung der Feder 70 eines Druckhebels 100 betätigt, dessen Drehpunkte in seine Ausgangslage zurückbewegt,
bei 101 beiderseits der Schmiereinrichtung 42 liegen Hierauf wird durch das Schlitzloch 79 ein Haltestift und der über eine Druckplatte 102 auf das abgerun- vor die Kappe 69 gebracht und durch erneutes Bedete Ende 103 des Kolbens 89 einwirkt. Bei Betäti- tätigen der Taste 52 in das gespreizte Loch im Reifen gung des Druckhebels 100 wird der Kolben 89 gegen 50 geschoben. Dabei wird durch die Bewegung der KoI-die Wirkung der Feder 95 verschoben und bewegt sich benstange 68, die das Einführen des Haltestiftes beauf den Kolben 90 zu. Dabei wird das durch die Boh- wirkt, gleichzeitig die gesamte Einrichtung 39 in rung 99 in den Zylinder 88 geflossene Gleitmittel zu Pfeilrichtung D bewegt, wobei auch der mit dem Ende einem geringen Teil wieder durch die Bohrung 99 in 38 seiner Kolbenstange 83 in das Klemmstück 36 des den Behälter 97 zurückgedrückt, der größere Teil 55 Armes 35 eingespannte Kolben 84, auf den ja nach staut sich aber in den Raum zwischen den beiden Loslassen des Fußhebels keine Druckluft mehr einKolben 89 und 90 und bewirkt ein Zurückgleiten des wirkt, in seine Ausgangslage zurückfährt. In gleicher Kolbens 90 gegen die Wirkung der Feder 96, und Weise erfolgt dann das Einsetzen der übrigen Haltezwar so lange, bis eine in der Zylinderwandung des stifte.
Körpers 87 vorgesehene Bohrung 104 freigegeben 60 Mag auch die Arbeitsweise, wie sie im vorstehenwird, an welche die bereits erwähnte, in das Abschluß- den beschrieben wurde, etwas umständlich erscheistück 72 mündende Leitung 75 angeschlossen ist und nen, so ist dies auf die ausführliche Beschreibung der durch die einige Tropfen des Gleitmittels, wie bereits einzelnen Teile der Vorrichtung zurückzuführen, vorher beschrieben, vor die Kappe 69 der Kolben- während in der Praxis das Einsetzen der Haltestifte stange 68 fließen können. 65 mit der Vorrichtung so einfach und leicht ist, daß sie Die Schmiereinrichtung 42 ist mittels einer Klemm- jederzeit von ungelernten Arbeitern, ja selbst von einrichtung 105 auf der Oberseite des Teiles 41 be- Frauen und Lehrlingen, ohne Schwierigkeit durchgefestigt, führt werden kann.

Claims (6)

Durch die schon früher beschriebene Verbindung des die Einrichtung 39 tragenden Haltearmes 35 über die mit einem Bajonettverschluß versehene Haltegabel mit der aus den Teilen 19 bis 29 bestehenden Federungseinrichtung wird zudem das Gewicht der Einrichtung 39 praktisch ausgeglichen, da der Bajonettverschluß der Haltegabel 30 so ausgebildet ist, daß ein Absenken des Armes 35 gegen die Wirkung der Druckfeder 25 erfolgt. Es versteht sich von selbst, daß die vorbeschriebene Vorrichtung nicht nur zum Einsetzen von im Wege der Kaltvulkanisation mit dem Reifen zu verbindenden Haltestiften verwendet werden kann, sondern daß sie ebensogut zum Einsetzen von rein metallischen oder nur mit einer Ummantelung aus Gummi umgebenen Haltestiften dienen kann. Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Einsetzen von Haltestiften
in einen Kraftfahrzeugreifen, der zur Aufnahme der Stifte Löcher von wesentlich geringerem Durchmesser als dem der einzusetzenden Stifte aufweist, an einer an einem Montagetisch zu befestigenden Halteeinrichtung für den Reifen, dadurch gekennzeichnet, daß die Halte- einrichtung für den Reifen, die mittels eines Halterohres (6) an dem Montagetisch (9) befestigt ist, eine im wesentlichen dreieckige Platte (3) mit einem an einer der Dreieckseiten angebrachten, sphärisch gekrümmten, gegebenenfalls auswechselbaren Auflageblech (4) zur Auflage für den Reifen und mit einem an einer anschließenden Dreiecksseite angeordneten Haltearm (10) mit einer mit diesem verstellbar verbundenen Rollengabel (12) aufweist, an der ein aus einer Hülse (17) und einer Büchse (18) gebildetes Schwenklager zur Aufnahme einer Haltegabel (30) für das eine Ende eines Haltearmes (35) angeordnet ist, an dessen anderem Ende (38) mittels eines Klemmstückes (36) die Kolbenstange (83) einer pistolenförmigen, pneumatisch betätigten Spreiz- und Einsetzeinrichtung (39) für die Stifte befestigt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zapfen (31) der Haltegabel (30) als Bajonettverschluß ausgebildet ist und über einen Stift (20) und einen Druckfinger (21) einer Druckfeder (25) angeordnet ist, die mit dem Halterohr (6) verbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spreiz- und Einsetzeinrichtung (39) aus zwei Hauptteilen, einem Griffstück
(40) und einem darüber angeordneten zylindrischen Teil (41) besteht, wobei in dem Griffstück zwei Druckluftleitungen (45,62) angeordnet sind, von welchen der einen Leitung (45) zur Unterbrechung eine mittels einer Taste (52) betätigbare Ventileinrichtung zugeordnet ist, während in dem zylindrischen Teil (41) zwei Zylinder (63, 64) mit Kolben (67, 84) angeordnet sind, wobei der eine Zylinder (63) mit dem Kolben (67) eine abgerundete Kappe (69) zur Erleichterung des Einführens einer Spreizhülse (71) aufweist, während der andere Zylinder (64) mit dem Ende (38) seiner Kolbenstange (83) in das Klemmstück (36) des Haltearmes (35) eingespannt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Spreizhülse (71) auswechselbar ist, wobei ihre Länge bis zu einer Fläche (106) der Länge des einzusetzenden Haltestiftes bzw. der Tiefe des im Reifen vorgesehenen Loches entspricht.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine oberhalb des zylindrischen Teiles
(41) angeordnete Schmiereinrichtung (42), bestehend aus einem rohrförmigen Hauptkörper (87), in dessen Zylinder (88) zwei unter Federbelastung stehende Kolben (89, 90) zum Verschließen und Freigeben von Bohrungen (99, 104) angeordnet sind sowie einem auf den Hauptkörper (87) aufgesetzten, mit dem Zylinder (88) durch die Bohrung (99) in Verbindung stehenden Gleitmittelbehälter (97), einem beiderseits des Teiles (41) gelagerten Druckhebel (100), dessen Druckplatte (102) dem abgerundeten Ende (103) des Kolbens (89) zugeordnet ist und einer Leitung (75), die die Bohrung (104) in dem Zylinder (88) mit einer Öffnung in einem den Zylinder (63) abschließenden Abschlußstück (72) verbindet.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange (68) des Kolbens (67) ringförmige Vertiefungen (76) zur Aufnahme eingetrockneten und durch eine Öffnung (78) im Abschlußstück (72) ausstoßbaren Gleitmittels aufweist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschrift Nr. 338 364;
französische Patentschrift Nr. 1309 751;
Zeitschrift »Die Gummibereifung«, 1963, 4, S. 57.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 617/223 7.67 © Bundesdruckerei Berlin
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