DE124562C - - Google Patents
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- DE124562C DE124562C DENDAT124562D DE124562DA DE124562C DE 124562 C DE124562 C DE 124562C DE NDAT124562 D DENDAT124562 D DE NDAT124562D DE 124562D A DE124562D A DE 124562DA DE 124562 C DE124562 C DE 124562C
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-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02P—CONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
- H02P1/00—Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters
- H02P1/02—Details of starting control
- H02P1/04—Means for controlling progress of starting sequence in dependence upon time or upon current, speed, or other motor parameter
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- Power Engineering (AREA)
- Motor And Converter Starters (AREA)
Description
kLl CHE S
PATENTAMT.
Selbstthätige Anlasser für Elektromotoren werden meist angewendet, wenn es sich darum
handelt, entweder Motoren durch ungeschultes Personal anzulassen und abzustellen (z. B. für
elektrische Spills, elektrische Aufzüge) oder wenn der Vorgang des Anlassens und Abstellens
überhaupt nicht von Hand eingeleitet werden kann, sondern selbstthätig, z. B. durch
den Wasserstand eines Behälters, erfolgt.
Die Kraft zur allmählichen Bewegung des Anlafscontacthebels wird bei derartigen Anlassern
entweder dem Hauptmotor (vergl. E. T. Z. 1896, Fig. 10, S. 521, D. R. P. 99538
u. A.) oder einem besonders zu dem Zwecke angeordneten Hülfsmotor entnommen (vergl.
U. S. P. 519, 117, D. R. P. 74378, Ernst,
Hebezeuge, Band Π, S. 352, Fig. 218).
Im ersteren Falle mufs dem Motor gleich beim Beginn des Anlassens so viel Strom zugeführt
werden, dafs er sicher anläuft. Diese Anordnung ist daher mit Rücksicht auf Spannungsschwankungen nur für kleinere
Motoren zulässig, während diese Beschränkung sich auf selbstthätige Anlasser mit Hülfsmotor
nicht erstreckt. Wenn der Anlafshebel in seiner Endlage (Motor voll eingeschaltet) angekommen
ist, so mufs die Triebkraft für die Bewegung des Anlafshebels abgestellt werden.
Dieses geschieht entweder durch mechanische Entkuppelung oder durch Unterbrechung des
Hülfsmotorstromkreises. Die Rückführung des Anlafshebels in seine Nullstellung (Motor, ausgeschaltet)
geschah ferner bislang entweder durch Federkraft und magnetische Auslösung oder durch Veränderung der Umdrehungsrichtung und erneute Einschaltung des Hülfsmotors,
der in der Nullstellung des Anlafshebels sich selbstthätig wieder ausschalten mufste.
Die vorstehend gekennzeichneten bekannten Anordnungen von selbsttätigen Anlassern
zeigen nun besonders für gröfsere Motoren folgende Uebelstände: Die Rückführung des
Anlafshebels beim Ausschalten durch Federkraft ist unsicher infolge der nicht unerheblichen
Reibung an den Stromschlufsflächen, auch ist damit eine plötzliche und unzulässige
Entlastung des Stromerzeugers verbunden. Die Rückführung des Anlafshebels durch Reversirung
des Hülfsmolors ist mit Rücksicht auf die verwickeiteren Einrichtungen umständlich, und
ferner würde bei gleicher Geschwindigkeit des Hülfsmotors die Ausschaltung dieselbe Zeit erfordern
wie die Einschaltung, während im Interesse geringerer Funkenbildung am Anlasser eine beschleunigte Bewegung erwünscht ist.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf einen selbsttätigen Anlasser, der auch für
die gröfsten Motoren geeignet und von den genannten Mängeln frei ist.
Derselbe benöthigt eine Umkehrung der Drehrichtung des Hülfsmotors beim Ausschalten
des Hauptmotors nicht, wodurch sich die Contacteinrichtungen für ersteren sehr einfach
gestalten; er gestattet ferner eine beschleunigte Ausschaltung des Motors, indem der Anlafs-
contacthebel während der Ausschaltbewegung über eine geringere Anzahl Stromschlufsstücke
gleitet. Diese Vortheile sind dadurch erreicht, dafs die von dem Hülfsmotor eingeleitete Einwie
Ausschaltbewegung in gleichem Drehungssinne erfolgt, in der Weise, dafs die Schaltkurbel
des Anlassers während einer Einschaltung und darauf folgenden Ausschaltung des Hauptmotors
z. B. eine ganze Kreisbewegung macht, und dafs der Stromkreis des Hülfsmotors am
Ende der Einschalt- wie der Ausschaltbewegung selbstthätig unterbrochen wird.
Es sind zwar von Hand bediente Anlafsapparate bekannt, bei denen die Ausschaltung
einer Weiterdrehung im Sinne der Einschaltung, entspricht; aber in der Uebertragung dieser
Anordnung auf Anlasser, welche durch Hülfsmotoren bewegt werden, liegt eine wesentliche
Neuerung, da sich dadurch die complicirte Reversirung des Hülfsmotors erübrigt und die
Möglichkeit der zwangläufig beschleunigten Ausschaltung bietet.
Weitere Verbesserungen bei dieser Anordnung mit Hülfsmotor sind dadurch erzielt, dafs ein
Stehenbleiben des Schalthebels auf einer anderen als der Kurzschlufs- oder Ausschaltstellung vermieden
wird, selbst wenn der Contact, durch welchen die Bewegung des Hülfsmotors eingeleitet
wurde, unterbrochen wird.
Fig. ι der beiliegenden Zeichnungen stellt die Ein- und selbsttätige Ausschaltung des Hülfsmotors
dar unter Wegfall der eigentlichen Anlassercontacte. Die Einschaltung erfolgt in
der angegebenen Pfeilrichtung von α nach e (Kurzschlufscontacf — in Betrieb), die Ausschaltung
von e nach α (Ausschaltestelle — aufser Betrieb).
Wenn z. B. vom -)--Pol aus mittelst des
Schalters ä der Stromschlufs mit u hergestellt
wird, . so wird der Hülfsmotor von -\- über
Contact μ, Schiene g Strom erhalten und vermittelst Schnecke und Schneckenrad den Contacthebel
in der Pfeilrichtung von der Kurzschlufsstellung e nach der Ausschaltstellung α bewegen,
woselbst der Stromkreis des Hülfsmotors unterbrochen und gleichzeitig für die Einschaltung ein zweiter Stromkreis zur Steuerung
des Hülfsmotors für die darauf folgende Bewegung vorbereitet wird. Nach Umschalten
des Schalters auf Steuercontact t empfängt der Hülfsmotor abermals Strom, und zwar von
-f- über f und Schiene h, und bewegt dadurch
den Contacthebel von der Ausschaltstellung nach dem Kurzschlufscontact, woselbst analog
dem Vorgesagten gleichzeitig für die Ausschaltung ein Stromkreis zur Steuerung des
Hülfsmotors und für die darauf folgende Bewegung vorbereitet wird.
Aus Fig. 2 ist unter Weglassung der Anlassercontacte die oben erwähnte Vorrichtung
zur Vermeidung des Stehenbleibens des Contacthebels auf einer anderen als der Ausschaltstelle
bezw. dem Kurzschlufscontact zu ersehen.' Die Einschaltung erfolgt ebenfalls von α nach e,
die Ausschaltung von e nach a.
Wenn man von + ausgehend mittelst des Schalters s den Stromkreis über Contact u
schliefst, so erhält der Hülfsmotpr von -j- über u,
Schienenstück c Strom und bewegt den Schalthebel bis zur Ausschaltstelle a. Gleich nach
Beginn der Ausschaltung tritt jedoch die Bürste b von c auf die beständig mit -j- in
Verbindung stehende Schiene k-i über, wodurch der Hülfsmotor unter Umgehung des
Steuerschalters s direct Strom erhält und infolge dessen auch bei vorzeitiger Unterbrechung des
Steuerschalters bezw. Contactes u den Schalthebel bis zur Ausschaltstelle bewegen mufs.
Nach vollendeter Ausschaltung des Hülfsmotors geht die Bürste b von k auf d über und unterbricht
den Hülfsmotor, zugleich für die nächste Einschaltbewegung den Stromkreis des ΕΊ Li 1 fs motors
vorbereitend. Stellt man nunmehr mittelst des Steuerschalters über Contact t den
Stromschlufs für den Hülfsmotor her, so erfolgt die Einschaltung in gleicher Weise wie
die Ausschaltung. Statt die Bewegung des Anlafshebels durch einen nicht umkehrbaren
Hülfsmotor zu bewirken, kann auch die Kraft einer stets in gleichem Sinh durchlaufenden
Transmission unter Zuhülfenahme einer elektromagnetischen Kupplung entnommen werden.
In Fig. 3 ist der selbsttätige Anlasser mit
seinen wesentlichen Bestandteilen schematisch dargestellt. Als Beispiel ist der Antrieb eines
Spills gewählt, von dessen Pedalen ρ q der Steuerschalter s bedient wird.
In der in Fig. 3 dargestellten Stellung des Anlassers war durch Treten auf Pedal ρ der
Hülfsmotor kurz zuvor eingeschaltet worden, welcher von -f, Schiene / über Bürste b,
Schienenstück d, Steuercontact t und die im Schema ersichtlichen Leitungen Strom erhält
und in der für Fig. 1 und 2 beschriebenen Weise den Contacthebel nach der Kurzschlufsstelle
bewegt, zugleich aber auch von der Stromzuführungsschiene n, Bürste f, über die
Einschaltcontacte ο dem Anker des Hauptmotors stufenweise Strom bezw. Spannung
zuführt, während gleichzeitig von -f-, Schiene /
über die Bürste b und Schiene m die Magnete des Motors voll erregt werden. In der Kurzschlufsstelle
angelangt, wird die Bewegung des Contacthebels bezw. der Hülfsmotor selbstthätig
unterbrochen, während der Hauptmotor weiterläuft. Soll letzterer abgestellt werden, so hat
der das Spill bedienende Mann auf das Pedal ρ zu treten, wodurch der Contact für den Hülfsmotor
von -|-, Schiene /, Bürste b, Schienenstück
c, Steuercontact u abermals geschlossen wird und der Contacthebel über die mit den
Anlafscontacten 0 bezw. Widerstandsstufen ent-
sprechend verbundenen Ausschaltcontacte r nach der Ausschaltstelle transportirt wird.
Fig. 4 giebt ein anderes Beispiel für die Verwendung des Apparates, wobei die Einleitung
der Ein- und Ausschaltbewegung nicht von Hand, sondern selbstthätig erfolgt. Es ist hier ein hydraulischer Accumulator angenommen,
der durch eine elektrisch betriebene Pumpe gespeist wird. Der Unterschied gegenüber
Fig. 3 besteht lediglich darin, dafs an Stelle der von Hand eingeschalteten Stromschlufsstücke
s t u in Fig. 4 ein durch das Steigen und Fallen des Wasserspiegels selbstthätig
bewegter Kipphebel bei t oder u Stromschlufs herstellt.
Beim Steigen des Wasserspiegels über die höchste zulässige Stellung wird der Motor
bezw. die Pampe durch den selbsttätigen Anlasser mit Hülfsmotor ausgeschaltet und
beim Fallen des Wassers unter eine bestimmte tiefste Marke selbstthätig wieder eingeschaltet.
Die Einrichtung des Anlassers ist dieselbe wie in Fig. 3.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Selbsttätiger, durch einen Hülfsmotor oder eine durchlaufende Transmission unter Vermittelung einer magnetischen Kupplung angetriebener Anlasser für Elektromotoren mit einem während der Einschaltung und der darauf folgenden Ausschaltung stets im gleichen Sinn angetriebenen Anlafsschalthebel, dadurch gekennzeichnet, dafs der Schalthebel bei jedem Doppelspiel eine volle Kreisbewegung macht und nach jedem Doppelspiel an seinem Ausgangspunkt wieder anlangt, so dafs eine Umsteuerung des Hülfsmotors unnöthig wird.
Selbsttätiger Anlasser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs durch ungleichmäfsige Theilung der im Kreise angeordneten Stromschlufsschienen die Ausschaltung bei gleicher Geschwindigkeit des Hülfsmotors schneller bewirkt werden kann als die Einschaltung.Selbstthätiger Anlasser nach Anspruch 1, bei welchem durch Verlängerung des Stromschlusses, der den Schalthebel in Bewegung setzt, mit Hülfe einer Nebenschliefsung das Stehenbleiben des Schalthebels in einer Zwischenstellung während der Ein- oder Ausschaltung des Hauptmotors verhindert wird, dadurch gekennzeichnet, dafs an den Ruhepunkten des Schalthebels kurze Stromschlufsstücke c d vorgesehen sind, die über die Contacte t u mit der einen Zuleitung verbunden sind, während zwischen den Stromschlafsstücken c d leitende Ringsegmente i k liegen, welche unmittelbar mit derselben Zuleitung verbunden sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE124562C true DE124562C (de) |
Family
ID=393343
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT124562D Active DE124562C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE124562C (de) |
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