DE1246846B - Anschluss fuer gekuehltes, koaxiales Starkstromkabel - Google Patents
Anschluss fuer gekuehltes, koaxiales StarkstromkabelInfo
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Description
- Anschluß für gekühltes, koaxiales Starkstromkabel Die Erfindung betrifft einen Anschluß für ein gekühltes, koaxiales Starkstromkabel, insbesondere ein Zuleitungskabel für mittel- oder hochfrequente induktive Erwärmungsanlagen.
- Für die übertragung von Strömen höherer Frequenzen werden vielfach gekühlte, koaxiale Starkstromkabel verwendet, deren Innen- und Außenleiter aus Litzenleitern bestehen und deren Außenleiter an der Innenseite mit einer Isolierstoffschicht ausgekleidet ist, die- mit radialem Abstand den Innenleiter koaxial umfaßt und als Durchfluß für das Kühlmittel dient. Der Außenleiter wird koaxial und mit radialem Abstand von einem isoliermantel umfaßt, der mit dem Außenleiter einen weiteren Kühlkanal bildet.
- Nach einem neuen Vorschlag können derartige Starkstromkabel dadurch einfacher und handlicher ausgeführt werden, daß bei direkter Kühlung des Innenleiters der Außenleiter lediglich indirekt gekühlt wird. Hierfür wird der Außenleiter durch innere und äußere Druckmittel zum satten Anliegen an den Isoliermantel des Innenleiters gebracht.
- Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine leicht lösbare Verbindung zwischen einem Koaxialkabel der letztgenannten Art und dem Energievcrbraucher oder der Energieeinspeisung zu schaffen. Insbesondere soll die Verbindung neben der Stromfortleitung auch die Weiterleitung des Kühlmediums ermöglichen.
- Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß als Kupplungsglieder koaxial angeordnete Anschlußrohre dienen, wobei das eine Ende des inneren Anschlußrohres zu einem Teil vom Innenleiter und zu einem größeren Teil vom Isoliermantel des Koaxialkabels umfaßt wird, während das andere Ende flüssigkeits- oder druckgasdicht und lösbar, beispielsweise verschraubbar, an den Innenpol des Verbrauchers oder der Einspeisung anschließbar ist, und das eine Ende des äußeren Anschlußrohres mittels einer Klemmverbindung an den Außenleiter des Koaxialkabels angeschlossen und das andere Ende stoffschlüssig mit dem Außenpol des Verbrauchers oder der Einspeisung verbunden ist. Mit Vorteil wird das innere Anschlußrohr zum Teil koaxial von einem Rohrstück umfaßt, welches mit einem weiteren, den Innenpol des Verbrauchers oder der Einspeisung umfassenden Rohrstück und einem zwischenliegenden Dichtelement eine flüssigkeits- oder druckgasdichte Schraubverbindung bildet. über diese wird einerseits ein guter Stromilbergang vom Kabelinnenleiter zum Innenpol der Einspeisung oder des Verbrauchers geschaffen und durch das Dichtelement eine verlustlose Fortführung des Kühlmediums gewährleistet. Ferner ist es vorteilhaft, daß zur elektrischen Trennung des Außen- und des Innenpols der Einspeisung oder des Verbrauchers zwischen das Rohrstück des Innenpols und das äußere Anschlußrohr ein Isolierrohr eingesetzt ist. Mit Vorteil dient als Kleinniverbindung eine Schlauchklemme. Schließlich ist es vorteilhaft, daß die Schlauchklemme isoliert auf dem Außenleiter befestigt ist.
- Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden an einem Ausführungsbeispiel an Hand der Zeichnung näher erläutert.
- In der Zeichnung ist ein gekühltes, koaxiales Starkstromkabel dargestellt, das leicht lösbar an einen Verbraucher, beispielsweise einen Induktor, angeschlossen ist.
- Das Kabel besitzt einen Innenleiterl und einen dazu koaxial angeordneten Außenleiter 2. Beide Leiter bestehen aus flexiblen Kupferlitzen, die günstigerweise als Flechtwerk einen Kupferlitzenschlauch ergeben. Koaxial zum Innenleiter 1 ist ein spannungsfester, gut wärmeleitender Isoliermantel 3 mit radialem Abstand zum Innenleiter 1 vorgesehen. Zur Erhöhung der Trittfestigkeit und der Strömungsgeschwindigkeit am Innenleiter 1 können innerhalb des Innenleiters 1 Verdrängungskörper 4, in Form von Kugeln od. dgl., vorgesehen sein. Der Innenleiter 1 ist durch ein Kühlmedium, vorzugsweise Wasser, das mit höherem Druck (etwa 4 bis 5 atü) den Isoliermantel 3 durchströmt, direkt gekühlt. Konzentrisch zum Außenleiter 2 ist ein Schrumpfschlauch oder eine Bandagenwicklung 5 angebracht. Der Außenleiter 2 wird durch äußere und innere Druckmittel (Schrumpfschlauch oder Bandagenwicklung5, Kühlmitteldruck) zum satten Anliegen an den Isoliermantel 3 gebracht und somit direkt gekühlt. Als Kupplungsglieder für den Kabelanschluß an den Energieverbraucher oder die Energieeinspeisung dienen koaxial angeordnete Anschlußrohre 6,7. Wegen der Stromfortleituna sind die Anschlußrohre 6,7 C C glünstigerweise aus Kupfer geformt. Das eine Ende des inneren Anschlußrohres 6 wird zum Teil vom Innenleiter 1 umfaßt. Um eine zugfeste Verbindung zu erzielen, kann der Innenleiter 1 mit einer Drahtwicklung 8, beispielsweise aus Kupferdraht, versehen werden, die anschließend mit dem Innenleiter 1 stoffschlüssig, z. B. durch Weichlötung, verbunden wird. Gleichzeitig kann auch der Innenleiter 1 mit dem Anschlußrohr 6 weich verlötet werden. Das Anschlußrohr 6 wird zum Teil koaxial von einem Rohrstück 9, vorzugsweise aus Messing, umfaßt, das mit dem Anschlußrohr 6 hart verlötet wird. Das eine Ende des Rohrstückes 9 ist mit einem Außengewinde 10 versehen, welches mit einem Innengewinde 11 eines weiteren Rohrstückes 12, vorzugsweise aus Messing, das den Innenpol 13 des Verbrauchers umfaßt, verschraubbar ist. Durch das vorgezogene Anschlußrohr 6 und die Rohrstücke 9, 12 wird eine Kammer gebildet, in welcher ein Dichtelement 14 beim Verschrauben der Rohrstücke 9, 12 eingepreßt wird und zur Abdichtung des Kühlmediums dient. Der Isoliermantel 3 umfaßt einen Teil des Rohrstückes 9 und ist durch einen Schnurbund 15 auf diesem befestigt. Zwischen dem äußeren Anschlußrohr 7 und dem Rohrstück 12 ist zur elektrischen Trennung des Außenpols 16 und des Innenpols 13 des Verbrauchers ein Isolierrohr 17, beispielsweise ein Hartgeweberohr, eingesetzt. Der Außenleiter 2 ist an seinem Ende etwas aufgeweitet und über das äußere Anschlußrohr 7 geführt. Mittels einer konzentrischen Schlauchklemme 18 unter Zwischenfügung eines Isolierschlauches 19 ist der Außenmantel mit dem Anschlußrohr 7 leicht lösbar verbunden. Die Schlauchklemme 18 bleibt durch die Zwischenschaltung des Isolierschlauches 19 spannungsfrei. An das andere Ende des Anschlußrohres 7 ist ein Abflußrolir 20 für das Kühlmedium angelötet, das bei 21 mittels einer Rohrmuffe 22 mit dem Außenpol 16 des Verbrauchers verbunden, vorzugsweise verlötet, ist und gleichzeitig das äußere Anschlußrohr 7 kühlt. Der Isolierschlauch 19 umfaßt auch ein Stück des Schrumpfschlauches 5, so daß das Kabel bis zur Klemmstelle bei 18 vollständig isoliert ist. Die Gewindelänge der Schraubverbindung 10, 11 ist ausreichend zu dimensionieren, weil der Mittel- oder Hochfrequenzstrom über sie hinweg vom Innenleiter des Kabels zum innenpol 13 des Verbrauchers geleitet wird.
- Es ist ersichtlich, daß die Erfindung nicht auf Einzelheiten des Ausführungsbeispieles beschränkt ist. So kann beispielsweise das Rohrstück 9 entfallen, wenn das innere Anschlußrohr 6 entsprechend profiliert und mit einem Gewinde 10 versehen ist. An Stelle der Schraubverbindung 10, 11 könnte der Innenleiter 1 mittels einer Steckverbindung mit dem Innenpol 13 des Verbrauchers oder der Einspeisung lösbar verbunden werden.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Anschluß für ein gekühltes, koaxiales Starkstromkabel, insbesondere Zuleitungskabel für mittel- oder hochfrequente induktive Erwärmungsanlagen, d adurch g ekennz ei ehnet, daß als Kupplungsglieder koaxial angeordnete Anschlußrohre (6,7) dienen, wobei das eine Ende des inneren Anschlußrohres (6) zu einem Teil vom Innenleiter (1) und zu einem größeren Teil vom Isoliermantel (3) des Koaxialkabels umfaßt wird, während das andere Ende flüssigkeits- oder druckgasdicht und lösbar, beispielsweise verschraubbar, an den Innenpol (13) des Verbrauchers oder der Einspeisung anschließbar ist, und das eine Ende des äußeren Anschlußrohres (7) mittels einer Klemmverbindung (18) an den Außenleiter (2) angeschlossen und das andere Ende stoffschlüssig mit dem Außenpol (16) des Verbrauchers oder der Einspeisung verbunden ist.
- 2. Anschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das innere Anschlußrohr (6) zum Teil koaxial von einem Rohrstück (9) umfaßt wird, welches mit einem weiteren, den Innenpol (13) des Verbrauchers oder der Einspeisung umfassenden Rohrstück (12) und einem zwischenliegenden Dichtelement (14) eine flüssigkeits- oder druckgasdichte Schraubverbindung (10, 11) bildet. 3. Anschluß nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen das Rohrstück (12) und das äußere Anschlußrohr (7) ein Isolierrohr (17) eingesetzt ist. 4. Anschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Klemmverbindung eine Schlauchklemme (18) dient. 5. Anschluß nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlauchklemme (18) isoliert auf dem Außenleiter (2) befestigt ist.
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| WO2020148202A1 (de) * | 2019-01-14 | 2020-07-23 | Primetals Technologies Austria GmbH | Vorrichtung zur induktiven erwärmung eines werkstücks in einer walzanlage |
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