DE124985C - - Google Patents

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DE124985C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23JPROTEIN COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS; WORKING-UP PROTEINS FOR FOODSTUFFS; PHOSPHATIDE COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS
    • A23J1/00Obtaining protein compositions for foodstuffs; Bulk opening of eggs and separation of yolks from whites
    • A23J1/18Obtaining protein compositions for foodstuffs; Bulk opening of eggs and separation of yolks from whites from yeasts

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Mycology (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Coloring Foods And Improving Nutritive Qualities (AREA)
  • Medicines Containing Material From Animals Or Micro-Organisms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
aus Hefe.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur vollkommenen und erschöpfenden Extraction des Zellprotoplasmas der Hefe, indem dasselbe in verdautes Albumin .(eine Mischung von Albumosen und Peptonen) umgewandelt wird, während der Ueberschufs der vorhandenen Kalisalze ausgeschieden wird.
Das Verfahren besteht im Wesentlichen darin, die vorher durch geeignete Waschungen (vortheilhaft mittels essigsäurehaltigen Wassers) gereinigte Hefe mit einer wässerigen Lösung von Weinsäure zu behandeln, wobei eine bestimmte Concentration und eine bestimmte Temperatur eingehalten wird. Die Menge der Säure und die höchste Grenze der Temperatur, auf welche die Mischung während der Behandlung gebracht wird, ist durch den Versuch festzustellen, so dafs man die möglichst vollständige Umwandlung der Albumine in eine Mischung von Albumosen und Peptonen in dem gewonnenen Extract erreicht und die Notwendigkeit, die angewendete Säure nach der Behandlung zu neutralisiren, vermeidet.
Zu dem angeführten Zwecke sind bereits verschiedene andere Säuren, namentlich Salzsäure und Milchsäure, verwendet worden, aber diese Säuren zeigen den Uebelstand, in den Extracten grofse Mengen der Kalisalze zurückzulassen. Die Weinsäure hat die Eigenschaft, die Kalisalze in Bitartrate überzuführen, die wenig löslich sind und sich ausscheiden, worauf sie durch Filtration abgeschieden werden können.
Nach dem vorliegenden Verfahren versetzt man 100 Gewichtsfheile trockner Hefe, die vorher durch geeignete Waschungen gereinigt wurde, mit 800 Gewichtstheilen Wasser und 2 (höchstens 4) Theilen Weinsäure. Dann wird die Mischung geschüttelt, um die Bestandtheile in genügende Berührung zu bringen.
0,5 pCt. Weinsäure genügen immer zur Umwandlung der Eiweifsstoffe und zur theilweisen Fällung der Kalisalze, ohne dafs später, eine Neutralisation stattzufinden braucht.
Die Menge der zuzufügenden Weinsäure wechselt nach dem Gehalte der Hefe an Kalisalzen, der durch Analyse festgestellt ist. Bei den meisten Hefen ist das angestrebte Resultat mit 0,2 pCt. Weinsäure erreicht worden.
Die Mischung wird zuerst langsam auf 600C. gebracht, um die Hefe abzutödten und eine Sterilisation zu bewirken. Dann wird die Temperatur auf 45 bis 50 ° C. erniedrigt und hierbei 12 bis 15 Stunden gehalten. Gegen das Ende des Verfahrens steigert man die Temperatur auf 70° C, um von Neuem zu sterilisiren und eventuell die noch nicht in Lösung gebrachten Albumine zu coaguliren.
Nach dem Erkalten filtrirt man und dampft das Filtrat langsam bis zur Syrup- oder Pastenconsistenz ein.
Die pastenartige Masse wird in 2 1J2 Theilen Wasser gelöst und von Neuem filtrirt. Das erhaltene Filtrat wird bis zur gewünschten Consistenz eingedampft. Die Analyse des Filtrates und der auf dem Filter gebliebenen Rückstände zeigt, dafs ein Drittel der Kalisalze aus dem Hefenextract ausgeschieden worden ist.
In einem nach dem vorliegenden Verfahren erhaltenen Filtrat wurden nur 3,90 g Kali gefunden, während in dem Ausgangsmaterial 6,24 g vorhanden waren.
Die Analyse der durch die Behandlung mit Weinsäure erhaltenen Paste, die durch Erhitzen auf ioo° C. zur vollkommenen Trockne gebracht war, ergab
Mineralbestandtheile ι3->°5·>
Organische Bestandtheile 86,95.
Die organischen Bestandtheile enthalten:
Peptone 11,60,
Albumosen 47>12;
Gelatine 2,10,
Amidoderivate u. dergl 1Vj1S-
Aufser den angeführten Vortheilen bietet die Anwendung der Weinsäure den besonders für Extracte, die zur Ernährung bestimmt sind, sehr wichtigen Vortheil, Producte zu liefern, die einen bedeutend angenehmeren Geschmack haben als diejenigen, die durch Behandlung mit anderen Säuren erhalten wurden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Gewinnung von Albumosen, Peptonen und anderen stickstoffhaltigen Körpern aus Hefe, dadurch gekennzeichnet, dafs die Hefe in bekannter Weise bei einer Temperatur von 45 bis 500 C. mit einer 0,2 bis 0,5 proc. wässerigen Weinsäurelösung behandelt wird.
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