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Vorrichtung zum Trennen eines Gemisches aus Käsemasse und Molke Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Trennen eines Gemischs aus Käsemasse und
Molke und zum Formen der KäserTiasse, bestehend aus eineng Zentrifugenrotor, der
an seinem Umfang mit perforierten Käseformen versehen ist, deren Einfüllöffnung
zur Mitte des Zentrifugenrotors gerichtet ist und der von einem Gehäuse zuni Auffangcn
der von der Käsemasse getrennten Molke unigebe:i ist, und aus einer innerhalb des
Zentrifugenrotors vorgesehener. Einrichtung zum Zuführen des zu trennenden Gemisches
zu den Käseformen mit mindestens einer öffnung, welche zti den Öffnungen der Käseformen
gerichtet und radial innerhalb sowie axial firn Bereich der Einführöffnungen der
Käseformen ar."eordnet ist. Bei der von Käse wird Milch mit Lzb in einer Käsewanne
gemischt, uni die Milch zum Gerinnen zu bringen. Wenn @artäsesorien hergestellt
werdei, sollen, wird die dickgelegte h:assc in ';leine Würfel zerteilt, die durch
Verrühren noch weiter zerkleinert werden. Dabz#i tritt die Molke aus der Käseinasse
-aus, so daß ein- Gemisch aus Käsebruch und Molke in der Käsewanne erhalten wird.
Die auf diese Weise gewonnene Kä seinasse wird dann in Käseformen überführt und
in einer Presse gepreßt.
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Wenn die durch Zerkleinern und Rühren gewollii-nen Bruchwürfel sich
in der Käsewanne absetzen können, bevor die Molke abgeleitet ist, backen sie ohne
Luftzutritt zusairinen und könncii zu einer kompakten Käseniassa unterhalb des h:olkespiegels
gepreßt werden. Solcherart gewonnene Käsemasse ergibt Käse finit großlochiger oder
glatter Struktur.
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Wenn da g--gen die 1Vfolke von der Käsemasse vor dem Einbringen derselbün
in die Formen getrennt wird, kann Luft in die Käsemasse gelangen. Aus dieser Käsemasse
geformte und gepreßie Käse weisen eine kleinlochige Strul;tilr auf.
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Es ist bekannt, zur Beschleunigung des Absonderns der Moli;e v-oin
Käsebruch Zentrifugen zii verwenden, <<"obei durch die Zeritrifugall;r2cft
die nach Abscheiden der Molke verbleibe=nde Käsemasse auch 1,ci-cliclitet wird.
Bei einer bzkaiinien Ausführun;;sfon@i einer dei-ai-tigen Zen,riftige erfolgt das
Absetzen des Käsebruclics aus der Molke, ähnlich dem Vorgang in der Käsewanne, etwa
nach deal Prinzip einer SChlarimzentr!ftige. Das Gemisch "vird in ein: dichte Zentrifti,7eilti-ommel
eingebracht, in der die Trennung erfolgt, v"obci die Molke einerseits und die Käsemasse
andererseits durch in elftsprechendem Radialabstarid angeordnete S.eii^lrolire von
Käse ohne Löcher oder mit großen Löchern, nicht aber zur Herstc'lung von feinlochigeni
Käse geeignet.
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Bei einer anderen b#"l-arinten Einriclituilg sind am Umfang einer
Sclileiidertroniniel aus Siebböden und -seitenwänden b--stehende Kä sefornicii angeordnet,
in welche das zu trennende Gemisch niittzls von innen her auf die of eben Seiten
der Formen zu gorichteten Füllrohren eingebracht wii-ü.
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Diese bcl;annte Anordnung ist nur zuni Herstellen von großlochigem
Käse, d. h. von einer im il@olb:ebad verdichteten Käsemasse; geeignet.
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Es ist die der Erfindung,- ztigi'Liiici:c li°gende Aufgab, eine Vorrichtun@c
zum Trenn= eines Gemisches aus Käsemasse- und Molke und zum Verdichten der Käsemasse
zu sch: iifen, bei der die Verdichtung dei- Käsemasse je nach deni herzustellenden
Käse wahlweise im NIolkcbad oder mit Lufteiilfiihi-t!ng erfolgen kann. Gemäß der
Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß an, Gehäu@c der Zentrifuge radial innerhalb
und außerhalb der Käseform verschließbare Atis?ätife für die itIolke aneebracht
sind. Bei dieser erfinduu@sa;;niäßen Aiiordnling kann nach Wunsch durch Öffnen der
radial außen liegeirden Abläufe die Molke ständig abgeführt t#..rld damit die Käseniasse
unter Lufteinführuii,' verdichtet werdün, während beim Verschließen der äußeren
Abläufe und Öfi'ilen der inneren Abläufe sieh ein Molkering arcl Innenumfang des
Geli«uses der Z@11ti'ituce bildet, in 1\'ellal@n die @i:Sef@r'n@@31 eintauc?1;11,
so daß die Vei-diclitiiiln der Käserir:sse im 1@-Ioi@-cbad, d. i1. unter @uftabsclllul@,
erfolgt.
| aus der 7enti-iftigentro:rniel ausgetragen vvird. Die |
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| BADn6ttild hing ist ledi@#licli ziir llers!elitina |
Die Käseformen sind vorzugsweiss. Einzelformen, deren Seitenwände
und Boden fiüssigkeitsdurcblässig sind. Durch diese erfindungsgemäße Ausbildung
der Käseformen wird ein wesentlich besserer Ablauf der Molke erreicht als bei der
oben beschriebenen bekannten Z.eatrifuge, bei der nur der Boden und zwei Seitciiwäiide
der Käseformen flüssigkeitsdurchlässig sind. Die Welle des Zentrifuenrotors kann
entweder im Gehäuse der Zentrifuge drehbar gelagert sein, oder aber sie kann mit
dem Gehäuse fest verbunden sein, so daß das Gehäuse sich im letztgenannten Fall
mit dem Zenti,i[tigenrotor dreht.
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Die Böden der Käseforr,7.en können durch in an diesen angebrachten
Rahmen verschiebbare Platten gebildet sein, oder der Boden jeder Käseform. kann
aus v,enigstens einer an der Seitenwand der Käseform angelenkten Platte bestehen.
Bei dieser erfindungsgemäßen Ausbildung der Käseformen wird eine sehr einfache Entleerung
der Käseformen möä ]ich, indem die verschlußschieberartigen, im Rahmen. geführten
Platten herausgezogen bzw. die nach Art einer Flügeltür an den Käseformen angelenkten
Platten aufgeklappt werden.
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Uni ein selbsttätiges Entleeren der Käseformen durch Drehen des Zentrifu-enrotors
nach dein Öffnen der Bodenplatten der Käseformen zu ermöglichen, ohne daß die gepreßte
Käsenasse beschädigt wird, ist vorzugsweise in einem Abstand vorn Boden jeder Käseform
und zwischen diesem und dem zum Zentrifugenrotor konzentrischen Teil des Gehäuses
der Vorrichtung eine ortsfeste Auffangplatte angeordnet. Auf diese Auffangplatte
fällt die gepreßte Käsemasse aus der Käseform, wenn nach den. Öffnen d,-,r Bodenplatte
der Käseformen der Zentrifugenrotor angefahren wird. Die Austrittsöffnungen der
Einrichtung zuin Zuführen der Käsemasse zti den Käseformen können zur Welle des
Zentrifugenrotor3 etwa parallel oder auch etwa senkrecht liegende Schlitze sein.
-Die Einrichtung zum Zuführen der Käsemasse zu den Käseformen kann entweder feststehend
oder auch in der gleichen Richtung wie der Zentrifugenrotor oder entgegengesetzt
zu diesem drehbar sein.
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Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnungen an Ausführun-sbeispielen
näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt F i g. 1 eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung im senkrechten Schnitt, F i g. 2 die gleiche Vorrichtung, gesehen von
oben im waagerechten Schnitt nach der Linie II-II in Fig.1, F i g. 3 eine weitere
Ausführungsform der Erfindung im senkrechten Schnitt und F i g. 4 eine Ansicht im
waagerechten Schnitt nach der Linie IV-IV in F i g. 3.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung besitzt einen Zentrifugenrotor 1,
der an einer Welle ?. befestigt und von einem Gehäuse umgeben ist, das im wesentlichen
aus zwei Teilen 3 und 4 besteht, welche auseinandergenornmen und wieder zusammengebaut
werden können und mittels nicht -ezeigter Schrauben mit Flügelmutteni S, Spanuliakcn
od. dgl. dicht gegeneinander gehalten v -,i-den.
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Die Welle 2 des Zentrifugenrotors ist durch das Gehäuse 3, 4, z. B.
durch den Teil 3, geführt, so daß sich der Rotor beim Zentriftiginren rin feststehenden
Gehäuse dreht. Die Welle des Zerrtrifugenrotors kapii auch am Gehäuse 3, 4 befestigt
sein, so daß sich das Gehäuse beim Zentrifugieren zusammen finit dem Rotor dreht.
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Die Vorrichtung besitzt ferner eine oder mciirere Einric,#tungen 9
für die Zufuhr des zu trennenden Gemisches von Bruch und Molke zum Zentrifugenrotor
und einen oder mehrere Abläufe 10 und 12 od. dgl. zum Austragen der Molke aus der
Zentrifuge.
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Der Zeutriftigeni*otor ist an seinem Umfang mit an den Seitenwänden
perforierten Käseformen 7 versehen, deren Öffnunen zur Mitte des Zentriftigenrotors
gerichtet sind'.- Diese Käseformen 7 sind am Zentrifugenrotor fest oder lösbar angebracht,
und ihre Öffnungen haben gleichen Abstand zur Rotormitte und lieben dicht beieinander,
so daß jede Öffnung mit ihrer einen Kante an eine Kante der benachbarten Öffnung
anschließt. Bei der beschriebenen Ausführungsform haben die Käseformen 7 einen rechteckigen
Querschnitt, jedoch können sie auch eire andere Querschnittsform, z. B. eine. kreisförmige,
haben, wobei die Öffnung jeder Käseforri die Gestalt eines Trichters haben kann,
dessen der Rotormitte zugekehrte Öffnung einen rechteckigen Querschnitt hat.
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Auch der Boden der Käseformen 7 kann perforiert sein, wobei die Perforationen
so bemessen sind, daß die abgetrennie Molke, jedoch nicht der Bnich, d. 1i. die.
Käsemasse, aus den Käseformen austreten kann.
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Die Einrichtun- zum Zuführen des zu trennenden Gemisches zu den Käseformen
ist vorzugsweise feststellend und weist Öfrnungen 21, 22 auf, so daß bei bestimmter
Unilatifgeschwindigkeit des Zentrifugen= rotors 1 und bei bestimmter Zufuh,-menge
des Bruch-Molkegemisches eine bestimmte Menge Gemisch in jede Käseform 7 gefüllwird,
wenn sich die letztere vor der Einrichtung S vorbeibev.egt. Um jedoch die erwähnte
Füllmenge auf einem bestimmten @:Vert halten zu können, wenn die Umlaufgeschwindigkeit
des Zentrifugenrotors aus irgendeinem Grund;: verändert werden muß, kann sich die
Einrichtung F in der gleichen Richtung wie der Zentriftigenrotor oder in der entgegengesetzten
Richtung drehen.
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Die für das Austragen der Ivfolke aus dem Zentrifugenrotor bestimmten
Abläufe 10, 12 bestehen aus Röhren, die am Gehäuse 3, 4, vorzugsweise im Gehäuseteil
3, radial innerhalb und/oder außerhalb der Käseform 7 angeordnet sind.
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Die Abläufe 10 und 12 sind mit Ventilen 11 und 13 zum Verschließen
der Abläufe bzw. zum RPgltlieren des Abflusses der Molke aus dem Gehäuse 3, 4 versehen.
Wenn das Ventil 13 geschlossen u.id das Ventil 11 offen ist und das Gemisch
aus Bruch und Molke in die ain Zentrifugenrotor 1 angeordneten Käseformen 7 eingeleitet
wird, füllt die vom Bruch abgetrennte Molke das Gehäuse 3, 4 von dessen Umfang bis
zum Ablauf 10. Weiter zugeführte Molke wird durch den Ablauf 10 aus dein Gehäuse
ausgetragen. Die Käseformen und damit die in diesen Formen enthaltene Käsemasse
sind daher völlig von Molke umgeben, so daß keine Luft mit der Käsemasse vermischt
werden kann, während diese in die Käseformen eingefüllt und geformt wird, wodurch
ein Käse von großlockiger oder glatter Struktur erhalten wird.
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Wenn andererseits das Ventil 13, ebenso wie das Ventil 11,
offen ist, während das Gemisch aus Bruch und Molke in die Käseformen eingebracht
wird, wird die Molke durch den Ablauf 12 abgefiilirt, so daß sich Luft mit der Käsem;
sse b2ini Einfüllen und
Formen derselben in den Käseformen vermischt,
wodurch Käse mit einer kleinlcchigen Struktur gebildet wird.
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Bei den in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsformen der Erfindung
ist die Welle 2 des Zentrifugenrotors im Gehäuse 3, 4 so gelagert, daß das letztere
sowie die Abläufe 10, 12 immer feststehend sind, so daß keine besonderen Maßnahmen
zum Auffangen der aus den Abläufen 10 und 12 austretenden Molke getroffen «erden
müssen.
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Wenn andererseits, wie ebenfalls innerhalb des Rahmens der Erfindung
vorgesehen, die Welle 2. des Zentrifugeiirotors fest am Gehäuse 3, 4 befestigt ist,
so daß sich das letztere sowie die Abläufe 10 und 12 gemeinsam mit dem Zentrifugenrotor
drehen, sind die Abläufe 10 und 12 vorzugsweise so angeordnet, daß sie in einen
feststehenden Trichter od. dgl. münden, welcher die Welle des Zentrifugenrotors
konzentrisch umgibt.
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Damit die Käsemasse nach dem Pressen leicht aus den Käseformen 7 herausgenommen
werden kann, wird der Boden der Formen entweder durch eine Platte 15 gebildet, die
in einem Rahmen 14 gleiten kann, oder durch eine oder mehrere Platten 16, welche
beispielsweise an Scharnieren 17 an den Käseformen angelenkt sind und z. B. durch
eine Schraube 18 geschlossen gehalten werden.
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Obwohl nur in F i g. 3 und 14 dargestellt, ist jede Käseform 7 zweckmäßig
mit einer Auffangplatte 20 od. dgl. versehen, die im Abstand vorn Boden der Käseform;
zwischen diesem und dem Gehäusetei14 liegend, am Zentrifugenrotor 1 angebracht ist,
z. B. mit I-lilfe von Führungsschienen 19, auf welchen die gepreßte Käsemasse (die
auf der rechten Seite in F i g. 3. und in F i g. 4 mit strichpunktierten Linien
angedeutet ist) gegen die Auffangplatte gleiten kann, wenn der Zentrifugenrotor
1 wieder in Drehung versetzt wird, nachdem er am Ende des Preßvorganges zum Stillstand
gebracht worden ist und die den Boden der Käseforen bildenden Platten 15, 16 geöffnet
worden sind.