DE1255558B - Magnetkern aus Lithiumferrit und Verfahren zur Herstellung eines solchen Magnetkernes - Google Patents

Magnetkern aus Lithiumferrit und Verfahren zur Herstellung eines solchen Magnetkernes

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DE1255558B
DE1255558B DE1963R0034238 DER0034238A DE1255558B DE 1255558 B DE1255558 B DE 1255558B DE 1963R0034238 DE1963R0034238 DE 1963R0034238 DE R0034238 A DER0034238 A DE R0034238A DE 1255558 B DE1255558 B DE 1255558B
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magnetic core
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sintered
core
molybdenum
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DE1963R0034238
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Howard Lessoff
Eugene George Fortin
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    • C04B35/26—Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics based on ferrites
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description

  • Magnetkern aus Lithiumferrit und Verfahren zur Herstellung eines solchen Magnetkernes Die Erfindung betrifft Magnetkerne aus Lithiumferrit mit einem Rechteckigkeitsverhältnis Rs von mindestens 0,070 und einem Verfahren zur Herstellung solcher Magnetkerne.
  • Es sind bereits Lithium-Zink-Ferrite bekannt, die jedoch magnetisch weich sind.
  • Es sind ferner magnetisch harte Lithium-Nickel-Ferrite, Lithium-Kupfer-Ferrite und Lithium-Mangan-Ferrite mit einem Rechteckigkeitsverhältnis Rs von mindestens 0,70 bekannt. Diese bekannten magnetisch harten Lithiumferrite haben zum Teil auch Curietemperaturen über 590°C. Solche hohen Curietemperaturen sind sehr erwünscht, da die magnetischen Eigenschaften von Bauelementen aus solchen Ferriten dann im normalen Betriebstemperaturbereich verhältnismäßig konstant sind.
  • Die bekannten magnetischen harten Lithiumferrite haben jedoch den Nachteil, daß sie sich im Betrieb, also beim Ummagnetisieren, ziemlich stark erwärmen. Dies ist unerwünscht, da die Packungsdichte hierdurch begrenzt und gegebenenfalls eine Kühlung oder Temperaturregelung erforderlich wird.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, Magnetkerne aus Lithiumferrit mit einem Rechteckigkeitsverhältnis Rr von mindestens 0,70 und einer Curietemperatur Te von mindestens 590°C anzugeben, die sich im Betrieb im Vergleich zu den bekannten Magnetkernen aus Lithiumferrit nur wenig erwärmen.
  • Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß der Lithiumferrit die molare Zusammensetzung Lio,SMnwMexFey04 bat, wobei Me mindestens eines der Elemente Cadmium, Zink, Magnesium oder Molybdän, w = 0,00 bis etwa 0,15, x etwa 0,005 bis 0,05, wenn Me mindestens eines der Elemente Cadmium, Zink oder Magnesium ist, und etwa 0,005 bis 0,02, wenn Me Molybdän ist, und y etwa 2,35 bis 2,50 ist.
  • Vorzugsweise ist w = 0,005-x und y = 2,45 bis 2,50. Me ist vorzugsweise ausschließlich Molybdän. Ein Verfahren zum Herstellen eines Magnetkernes der obengenannten Art, bei dem Ausgangsstoffe, die die gewünschte molare Zusammensetzung des Ferrits ergeben, gemischt, die Mischung kalziniert, in Form eines Kernes gepreßt und dann gesintert wird, ist gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die gepreßte Mischung bei Temperaturen zwischen 1050 und 1150°C gesintert wird. Vorzugsweise wird das Sintern in einer Atmosphäre durchgeführt, die im wesentlichen aus einem Neutralgas und Sauerstoff' im Volumenverhältnis von etwa 9: 1 bis 99: 1 besteht. Der gesinterte Kern wird vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 900 und 1100°C in einer Atmosphäre nachgeglüht, die im wesentlichen aus einem Neutralgas und Sauerstoff' im Volumenverhältnis von etwa 4: 1 bis 6 : 1 besteht.
  • Das Kalzinieren wird vorzugsweise bei einer Temperatur zwischen etwa 800 und 1000°C durchgeführt Die Nachglühtemperatur ist vorzugsweise geringer als die Sintertemperatur.
  • Beispiel Ein ferromagnetischer Kern gemäß der Erfindung kann nach dem folgenden Verfahren hergestellt werden. Die folgenden Bestandteile werden zu einer Masse vermischt:
    Molare Teile 1 Bestandteile
    0,5 Liz0 als Lithiumkarbonat, Mallin-
    krodt, chemisch reines Pulver
    0,04 MnO als MnC0, Reagensqualität,
    gemäß B a k e r analysiert
    0,01 Mo0, Reagensqualität, gemäß
    B a k e r analysiert
    2,45 Fe2O3, als Mapico-Rot-Fez03
    Nr. 110-2
    Die Masse wird etwa 2 Stunden lang in Äthylalkohol zerrieben und dann getrocknet und gesiebt. Die zerriebene Mischung wird während etwa 4 Stunden in Luft bei etwa 900°C kalziniert. Die kalzinierte Masse wird während etwa 2 Stunden in Äthylalkohol zerrieben und dann getrocknet. In der trockenen kalzinierten Masse werden etwa 3 Gewichtsprozent eines geeigneten organischen Bindemittels gleichmäßig dispergiert. Ein geeignetes Bindemittel ist beispielsweise Flexalyn in Methyl-Äthyl-Keton. Die kalzinierte Masse mit dem zugesetzten Bindemittel wird durch ein 80-mesh-Sieb gesiebt. Die gesiebte kalzinierte Masse wird dann zu Toroidkernen gepreßt. Die gepreßten Kerne werden dann während etwa 8 Stunden bei etwa 1100°C in einer Atmosphäre aus 80 Volumteilen Stickstoff und 1 Volumteil Sauerstoff gesintert. Die gesinterten Kerne werden auf etwa 1000°C abgekühlt und etwa 5 Stunden bei dieser Temperatur in einer Atmosphäre aus 5 Volumteilen Stickstoff und 1 Volumteil Sauerstoff ausgeglüht. Nach dem Ausglühen werden die Kerne in der Ausglühatmosphäre auf Zimmertemperatur abgekühlt.
  • Ein typischer gesinterter Toroidkern besitzt etwa die folgenden Abmessungen: Äußerer Durchmesser .... 0,203 cm (0,080 inch) Innerer Durchmesser ..... 0,127 cm (0,050 inch) Dicke . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,064 cm (0,025 inch) Der gemäß dem Beispiel hergestellte Kern zeigt eine typische Hysteresisschleife. Die Daten des nach dem Beispiel hergestellten Kerns sind in den Tabellen 1 und 2 aufgeführt.
  • Bei dem obigen Beispiel können folgende Variationen hinsichtlich Zusammensetzung und Verfahren durchgeführt werden. Die molare Zusammensetzung der Kerne der Erfindung ist Lio,5MnwMexFey04. Me ist mindestens eines der Elemente Cadmium, Zink, Magnesium oder Molybdän. Me kann aus irgendeiner Kombination der Elemente dieser Gruppe bestehen. Der Wert von iv kann zwischen 0,00 und 0,15 sein. Der Wert von x kann etwa 0,005 bis 0,05 sein, wenn Me mindestens eines der Elemente Cadmium, Zink oder Magnesium ist, und es kann etwa 0,005 bis 0,02 sein, wenn Me Molybdän ist. Der Wert von y kann etwa 2,35 bis 2,50 betragen.
  • Die Masse kann aus den sie bildenden Metalloxyden oder aus Verbindungen hergestellt werden, welche die Metalloxydbestandteile durch chemische Reaktion während des Kalzinierens der Masse oder während des Sinterns des Kerns ergeben. Typische Verbindungen können beispielsweise Karbonate, Oxyde oder Acetate der die Bestandteile bildenden Metalle sein. Es ist ein hoher Reinheitsgrad wünschenswert, vorzugsweise sollen die Substanzen chemisch rein sein.
  • Die Stufen zum Vermischen, Kalzinieren, Zerreiben, Trocknen und Sieben gemäß dem Beispiel sollen eine innige Mischung der Bestandteile gewährleisten und Gase, Wasser und flüchtige organische, in der Masse enthaltene Bestandteile entfernen.
  • Bei dem Beispiel ist die Kalzinierungsstufe wesentlich. Die Kalzinierungstemperatur kann zwischen 800 und 1000°C liegen, vorzugsweise jedoch etwa in der Mitte dieses Bereiches. Die Kalzinierungszeit ist nicht kritisch, obwohl bei höheren Kalzinierungstemperaturen kürzere Zeiten bevorzugt sind. Luft ist die bevorzugte Kalzinierungsatmosphäre. Andere Atmosphären, deren oxydierende Eigenschaften bei der Kalzinierungstemperatur ähnlich denen von Luft sind, können ebenfalls angewandt werden. Bei dem Verfahren gemäß dem Beispiel sind. das Zerreiben des Glühproduktes, die Zugabe eines Bindemittels, das Sieben und Pressen hinsichtlich der magnetischen Eigenschaften des Endproduktes nicht kritisch. Jedoch sollte eine geeignete Auswahl getroffen werden, um die gewünschte Form und Größe des Produktes mit einem Minimum an Verzerrung zu erhalten. Außer Toroidkernen können andere Formen, wie Magnetspeicherplatten und Transfluxorkerne, hergestellt werden.
  • In dem Beispiel kann die Sintertemperatur zwischen etwa 1050 und 1150'C liegen. Die Sinterzeit ist nicht kritisch. Es ist jede Sinterzeit zweckmäßig, die zum vollständigem Sintern des Kerns ausreicht. Eine Zeit von 24 Stunden, vorzugsweise 8 Stunden, hat sich als ausreichende Erhitzungszeit erwiesen.
  • Die Sinteratmosphäre und die Ausglühatmosphäre sind von Bedeutung. Die Kerne können in einer Atmosphäre gesintert werden, die im wesentlichen aus einer Mischung eines neutralen Gases mit Sauerstoff besteht. In der Sinteratmosphäre kann das Volumenverhältnis von neutralem Gas zu Sauerstoff zwischen 9: 1 und 99: 1 liegen. Die Kerne können in einer Atmosphäre ausgeglüht werden, die im wesentlichen aus einer Mischung eines neutralen Gases mit Sauerstoff besteht. In der Ausglühatmosphäre kann das Volumenverhältnis von neutralem Gas zu Sauerstoff zwischen 4 : 1 und 6 : 1 liegen. Einige geeignete neutrale Gase für die Sinterstufe sowie für die Ausglühstufe sind Stickstoff, Argon, Neon, Helium oder deren Mischungen. Die Ausglühtemperatur kann etwa 900 bis 1100°C betragen. Die Ausglühzeit ist nicht kritisch. Eine passende Zeit sind 10 Stunden, vorzugsweise 4 Stunden. Anstatt wie oben beschrieben in einem Erhitzungsarbeitsgang zu sintern und auszuglühen, können die erfindungsgemäßen Kerne auch dadurch hergestellt werden, daß sie in einer Atmosphäre, wie oben beschrieben, gesintert werden, auf Zimmertemperatur abgekühlt werden, dann in einer Atmosphäre, wie oben beschrieben, ausgeglüht werden und schließlich erneut auf Zimmertemperatur abgekühlt werden. Mit diesem Verfahren der zweifachen Erhitzung können magnetische Kerne hergestellt werden, deren Eigenschaften dem Kern des obigen Beispiels ähnlich sind.
  • In den Tabellen 1 und 2 sind einige der Eigenschaften einiger typischer Kerne aus den Massen gemäß der Erfindung aufgeführt. Die Tabelle 1 enthält die folgenden Daten: Die Curietemperatur Te in 'C, die Koerzitivkraft Hc in Oersted und das Rechteckigkeitsverhältnis Rs. Die Tabelle 2 zeigt die folgenden Impulsdaten für einen 203 - 10-3 X 127 -10-3 X 76 - 10-3-cm- (80 - 50 - 30-mil-) Kern: den Vergleichstreiberstrom (comparative drive eurrent) Im in Miniampere und die Schaltzeit t3 in Mikro-Sekunden bei dem Treiberstrom Im. Die Impulsdaten in der Tabelle 2 erhielt man mit Impulsen von einer Anstiegzeit (rise time) von 0,5 Mikrosekunden und einer Impulslänge von 5 Mikrosekunden. Die Tabellen 1 und 2 zeigen ferner weitere Beispiele von Kernen, die nach dem Verfahren des obigen Beispiels hergestellt wurden und sich voneinander nur hinsichtlich der Zusammensetzung unterscheiden. Die erste Masse jeder Tabelle enthält keinen Zusatz und dient zu Vergleichszwecken. Die Kerne der Erfindung zeigen eine geringere Koerzitivkraft He und einen geringeren Treiberstrom Im mit geringer oder gar keiner Einbuße bei den anderen Eigenschaften. Die Curietemperatur liegt für alle Kerne über 590°C. Ein zusätzlicher Vorteil besteht darin, daB der nutzbare Temperaturbereich für die Kerne der Erfindung zwischen -50 und 200°C liegt. Dieser Bereich ist zu vergleichen mit den bisher in der Industrie verwendeten Speicherkernen, bei denen der nutzbare Arbeitstemperaturbereich zwischen 0 und 100°C liegt.
    Tabelle 1
    Lio,5Mno,o5-xMexFey04
    Me x y TC He Rs
    - 0,0 2,46 615 2,5 0,82
    Cd 0,01 2,46 611 1,6 0,92
    Cd 0,01 2,50 610 1,2 0,80
    Cd 0,02 2,46 - 1,7 0,83
    Cd 0,04 2,46 605 1,6 0,81
    Mg 0,02 2,46 - 1,5 0,72
    Mg 0,05 2,46 615 1,6 0,72
    Zn 0,01 2,50 615 1,1 0,83
    Zn 0,03 2,46 - 1,3 0,95
    Zn 0,05 2,50 598 1,2 0,89
    Mo 0,01 2,45 630 1,6 0,93
    Mo 0,01 2,46 632 1,5 0,92
    Mo 0,01 2,50 625 1,4 0,92
    Tabelle 2
    Lio.5Mno,o5-xMexFey04
    Me x y In: 1 Ts
    0,0 2,46 1350 1,2
    Cd 0,01 2,46 820 1,7
    Zn 0,03 2,46 950 1,5
    Mo 0,01 2,46 820 1,1
    Mo 0,01 2,45 820 1,2
    Tabelle 3
    Li"SMn.wMoxFey04
    w 1 x I y I Tc Hc I Rs
    0,14 0,01 2,35 - 1,6 0,72
    0,09 0,01 2,40 - 1,3 0,92
    0,04 0,01 2,45 630 1,6 0,93
    0,04 0,01 2,46 632 1,5 0,92
    0,04 0,01 2,50 625 1,4 0,92

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Magnetkern aus Lithiumferrit mit einem Rechteckigkeitsverhältnis Rs von mindestens 0,70, dadurch gekennzeichnet, daß der Lithiumferrit die molare Zusammensetzung Lio,5MnwMexFey04 hat, wobei Me mindestens eines der Elemente Cadmium, Zink, Magnesium oder Molybdän, w = 0,00 bis etwa 0,15, x etwa 0,005 bis 0,05, wenn Me mindestens eines der Elemente Cadmium, Zink oder Magnesium ist, und etwa 0,005 bis 0,02, wenn Me Molybdän ist, und y etwa 2,35 bis 2,50 ist.
  2. 2. Magnetkern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß 2 = 0,05-x und y = 2,45 bis 2,50 ist.
  3. 3. Magnetkern nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Me ausschließlich Molybdän ist.
  4. 4. Verfahren zur Herstellung eines Magnetkerns nach Anspruch 1, 2 oder 3, bei dem Ausgangsstoffe, die die gewünschte molare Zusammensetzung des Ferrits ergeben, gemischt, die Mischung kalziniert, in die Form eines Kerns gepreßt und dann gesintert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die gepreßte Mischung bei Temperaturen zwischen 1050 und 1150°C gesintert wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Sintern in einer Atmosphäre durchgeführt wird, die im wesentlichen aus einem Neutralgas und Sauerstoff im Volumenverhältnis von etwa 9 : 1 bis 99: 1 besteht.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der gesinterte Kern bei Temperaturen zwischen etwa 900 und 1100°C in einer Atmosphäre nachgeglüht wird, die im wesentlichen aus einem Neutralgas und Sauerstoff im Volumenverhältnis von etwa 4 : 1 bis 6 : 1 besteht.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 4, 5 oder 6 dadurch gekennzeichnet, daß das Kalzinieren bei einer Temperatur zwischen etwa 800 und 1000°C durchgeführt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 1016 734; belgische Patentschriften Nr. 534 271, 534 272.
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