DE1265672B - Spruehdose zum Verspruehen von Fluessigkeiten mittels Treibgas - Google Patents

Spruehdose zum Verspruehen von Fluessigkeiten mittels Treibgas

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DE1265672B
DE1265672B DEB84512A DEB0084512A DE1265672B DE 1265672 B DE1265672 B DE 1265672B DE B84512 A DEB84512 A DE B84512A DE B0084512 A DEB0084512 A DE B0084512A DE 1265672 B DE1265672 B DE 1265672B
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Description

  • Sprühdose zum Versprühen von Flüssigkeiten mittels Treibgas Sprühdosen zum Versprühen von Flüssigkeiten mittels Treibgas mit einem von einem dosenförmigen Behälter oder einem zusammendrückbaren Beutel gebildeten, ein Rückschlagventil aufweisenden Treibgasraum sind bekannt. Unter Zugrundelegung der bestehenden Sicherheitsvorschriften können in allen diesen bekannten Sprühdosen jedoch nur bestimmte Treibgase verwendet werden, deren Partialdruck auch bei unvorhergesehenem Erwärmen der Sprühdose nicht über einen bestimmten Wert ansteigt, bei dem die Gefahr eines Platzens der Sprühdose besteht.
  • Für bestimmte Sprühgüter ist es jedoch erwünscht, in dem Treibgasraum der Sprühdose einen höheren Innendruck zu erhalten, als er bei Verwendung der genannten Treibgase erreichbar ist. Im Fall eines über Normaltemperatur hinausgehenden Erhitzens von Sprühdosen derartiger Treibgase mit höherem -Partialdruck würde jedoch die Gefahr eines Platzens der Sprühdose bestehen, sofern man hierfür bisher bekannte und allgemein verwendete Sprühdosen benutzt.
  • Aufgabe der Erfindung war es daher, eine Sprühdose zum Versprühen von Flüssigkeiten mittels Treibgas zu erhalten, in der Treibgase mit erhöhtem Partialdruck ohne Verletzung der Sicherheitsvorschriften und ohne die Gefahr eines Platzens der Sprühdose untergebracht werden können. Es ist ein Einfüllventil für Flüssiggasbehälter bekannt, das gleichzeitig als Sicherheitsventil arbeitet, wenn im Innern des Flüssigkeitsbehälters infolge Temperaturerhöhung ein Überdruck herrscht. Dieses Einfüllventil ist jedoch für die Verwendung auf einem völlig anderen technischen Gebiet bestimmt und derart kompliziert gebaut, daß der Fachmann auf dem Gebiet der Sprühdosen aus dieser Patentschrift keine technische Lehre für sein Fachgebiet ziehen konnte.
  • Aus fertigungstechnischen und wirtschaftlichen Gründen ist es ausgeschlossen, kompliziert gebaute und aufwendig herzustellende Ventile an Sprühdosen anzubringen, die billige Massenartikel sein müssen.
  • Die Sprühdose zum Versprühen von Flüssigkeiten mittels Treibgas mit einem von einem dosenförmigen Behälter oder einem zusammendrückbaren Beutel gebildeten, ein Rückschlagventil aufweisenden Treibgasraum nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß das Rückschlagventil gleichzeitig als Überdruckventil ausgebildet ist.
  • Bei Verwendung dieser neuen Sprühdose ist es nunmehr möglich, auch Treibgase zu verwenden, die wegen der Explosionsgefahr bei erhöhter Temperatur, beispielsweise durch Sonneneinstrahlung, nicht benutzt werden konnten. Bestimmte Treibgastypen wie Frigen 22 oder Mischungen von Frigen 12 und 22, die bei Temperaturen von 500 C Dampfdrücke von 15 bis 20atü entwickeln, konnten für Sprühdosen bisher nicht verwendet werden, da eine druckfeste Ausführung von Sprühdosen im Gegensatz zu anderen Flüssigkeitsbehältern zu kostspielig wäre.
  • Zum Beispiel müßte eine Sprühdose bei der Befüllung mit reinem Frigen 22 einen Prüfdruck von 30 atü bei 500 C aushalten, was einem Zerreißdruck von 40 atü entspräche. Zu einem erträglichen Preis wären solche Dosen, die diesen Drücken standhalten, nicht herzustellen.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform besitzt das Überdruck-Rückschlagventil ein zylindrisches Ventilgehäuse und einen in dem Ventilgehäuse beweglich gelagerten kegelförmigen Ventilkörper, der an seiner Umfangsfläche mit in Umfangsrichtung voneinander beabstandeten, vor dem Ventilkörpersitz endenden Längsnuten versehen ist. Derartige Ventile sind ohne großen fertigungstechnischen Aufwand herstellbar und an Sprühdosen anbringbar, so daß der Gesamtaufwand für die Herstellung der Sprühdosen durch solche Ventile nur geringfügig erhöht wird.
  • Beim Erreichen eines vorbestimmbaren Druckes in der Dose oder dem elastischen Beutel öffnet dieses Überdruckventil selbsttätig, so daß das Treibgas entweichen kann und eine Explosionsgefahr vermieden ist.
  • Die Erfindung wird anschließend an Hand der Zeichnungen eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht eines Treibgasbehälters und von diesem gelöst eine Dose zur Aufnahme der Sprühfiüssigkeit mit einem eingesetzten elastischen Beutel zur Aufnahme des Treibgases, an dem das erfindungsgemäße Oberdruck-Rückschlagventil vorgesehen ist, F i g. 2 eine Schnittansicht einer weiteren Ausführungsform des Überdruck-Rückschlagventils, F i g. 3 noch eine weitere Ausführungsform des Überdruck-Rückschlagventils, F i g. 4, 5 und 6 je eine besondere Anordnung des erfindungsgemäßen Überdruck-Rückschlagventils an einem elastischen Beutel zur Aufnahme des Treibgases.
  • Das in der F i g. 1 gezeigte tSberdruck-Rückschlagventil besteht aus einem zylindrischen Ventilgehäuse 1 aus Kunststoff oder Metall, in dem wahlweise ein aus Metall oder Kunststoff bestehender kegelförmiger Ventilkörper 2 beweglich gelagert ist. Das Ventilgehäuse 1 kann im Fall der Kunststoffausführung am Flansch la mit dem alls Treibgas dienenden und aus mehrschichtiger Kunststoff-Aluminiumfolie bestehenden Beutel 3 verschweißt werden. Das Ventilgehäuse 1 ist ferner abgedichtet mit der Dose 4 verbunden, beispielsweise durch Einbördeln des Gehäuses 1 in eine zentrale Öffnung der Dose 4, die bei diesem Ausführungsbeispiel zur Aufnahme der Sprühflüssigkeit dient. Die Dose 4 kann mit dem Treibgasbehälter 5 auf verschiedene Weise verbunden werden, wobei beim Aufsetzen des Ventilgehäuses 1 auf den Treibgasbehälter 5 über einen am Ventilkörper 2 vorgesehenen Ansatz 2a ein Rückschlagventil6 geöffnet wird, so daß im vorliegenden Fall an Stelle einer Gasphase eine kleine Menge von Flüssigkeit 7 über das Steigrohr 8 und dem geöffneten Ventil 1, 2 in den Beutel 3 einströmen kann, was zur Erreichung relativ hoher Drücke über längere Zeitspannen und zur optimalen Nutzung des Treibgases besonders erwünscht ist.
  • Der kegelförmige Ventilkörper 2 ist an seiner Umfangsfiäche mit in Umfangsrichtung voneinander beabstandeten, nicht durchgehenden und parallel zur Achse des Ventilkörpers verlaufenden Längsnuten 9 versehen, die kurz vor dem Ventilkegelsitz 10 enden.
  • Die Auswahl des Kunststoffes für das Ventilgehäuse 1 und/oder den Ventilkörper 2 ist in Verbindung mit dem Abstand der Enden der Längsnuten von dem Ventilkegelsitz 10 so getroffen, daß bei beispielsweise einem maximalen Innendruck von 12 bis 15 atü der Ventilkörper 2 durch Nachgeben des elastischen Kunststoffmaterials so weit nach außen gedrückt wird, daß die Nuten 9 über den Ventilkegelsitz 10 gleiten und eine Verbindung des Innenraums des Beutels 3 mit der Atmosphäre herstellen. Dadurch lassen sich Treibgastypen einsetzen, die bei einer Temperatur von 200 C bereits einen Dampfdruck von 8 oder 9 atü entwickeln, während die üblichen Treibgase lediglich 4 bis 5 atü bei 200 C aufbringen, so daß für die Zerstäubung der Sprühflüssigkeit wesentlich höhere Dampfdrücke bei einer Temperatur von 200 C zur Verfügung stehen, während gleichzeitig durch das Überdruckventil eine Explosionsgefahr ausgeschaltet und den geltenden Sicherheitsvorschriften Rechnung getragen ist.
  • In der F i g. 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt, bei dem das Ventilgehäuse 11 mit einer Dosei2a zur Aufnahme des Treibgases fest verbunden ist. In die Dose 12 werden nicht ge- zeigte elastische mehrschichtige Kunststoff-Aluminiumfolien-Beutel mit der Sprühflüssigkeit abgedichtet eingebracht. In dem zylindrischen Innenraum des Ventilgehäuses 11 ist ein Ventilkörper 12 untergebracht, der ebenfalls Längsnuten 9 aufweist und im übrigen die gleichen Eigenschaften und Funktionen besitzt wie der Ventilkörper 2 gemäß der Ausführung nach F i g. 1. Der Ventilkörper 12 ist bei dieser Ausführung jedoch durch eine Druckfeder 13 in Schließrichtung vorgespannt.
  • Die Fig. 3 zeigt eine der Fig. 1 ähnliche Anordnung eines Ventilgehäuses 14 an einem elastischen Beutel 15 zur Aufnahme des Treibgases. Der Ventilkörper 2 mit den Längsnuten9 ist hier jedoch in einem zylinderförmigen Ansatz 16 des Ventilgehåuses 14 gelagert.
  • Der Ventilkörper 2 nach den Fig. 1 und 3 ist ferner an seiner von der Ventilöffnung 17 abgelegenen Stirnseite mit einer T-förmigen Druckplatte 18 versehen, die zur Regelung des Ventilkörperanpreßdruckes an der Ventilöffnung 17 verschieden groß bemessen sein kann und an dem Ventilkörper angespritzt oder sonstwie nachträglich mechanisch angeformt wird.
  • In den Fig. 1 und 3 ist der elastische Beutel 3 bzw. 15 an seiner einen Schmalseite mit dem Ventilgehäuse abgedichtet verbunden. Bei der Ausführung nach den Fig. 4 bis 6 ist das Ventilgehäuse 19 mit einem relativ großen viereckigen Befestigungsflansch 20 versehen, der bei Ausführung des Ventilgehäuses 19 aus entsprechendem Kunststoff unmittelbar an der Seitenfläche des Beutels 21 angeschweißt ist. In der F i g. 6 ist der als Flachbeutel ausgebildete Kunststoff-Aluminiumfolien-Beutel in einem Dosenteil 22 vermittels des Ventilgehäuses 19 eingeschraubt. Der Dosenteil 22 wird mit einem nicht gezeigten weiteren Dosenteil zu einem Behälter zur Aufnahme der Sprühflüssigkeit verbunden. Diese Art der Befestigung des Ventilgehäuses 19 an dem Beutel 21 erleichtert die Fließband- bzw. Massenherstellung dieser Teile.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Sprühdose zum Versprühen von Flüssigkeiten mittels Treibgas mit einem von einem dosenförmigen Behälter oder einem zusammendrückbaren Beutel gebildeten, ein Rückschlagventil aufweisenden Treibgasraum, d a d u r c h gekennzeichnet, daß das Rückschlagventil gleichzeitig als Überdruckventll ausgebildet ist.
  2. 2. Sprühdose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das tSberdruck-Rückschlagventil ein zylindrisches Ventilgehäuse (1, 11, 16) und einen in dem Ventilgehäuse beweglich gelagerten kegelförmigen Ventilkörper (2, 12) besitzt, der an seiner Umfangsfiäche mit in Umfangsrichtung voneinander beabstandeten, vor dem Ventilkörpersitz endenden Längsnuten (9) versehen ist.
  3. 3. Sprühdose nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (2) an seiner von der Ventilöffnung abgelegenen Stirnseite mit einer T-förmigen Druckplatte (18) versehen ist.
  4. 4. Sprühdose nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (12) durch eine Feder (13) in Schließstellung gedrückt ist.
  5. 5. Sprühdose nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (2) an seiner der Ventilöffnung zugekehrten Seite mit einem dornartigen Ansatz (2 a) versehen ist.
  6. 6. Sprühdose nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilgehäuse (1) mit einem Befestigungsfiansch (1a) versehen ist, an dem im Fall der Verwendung eines elastischen Beutels, vorzugsweise aus einer mehrschichtigen Kunststoffolie, der Beutel anschweißbar ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 917 240; französische Patentschrift Nr. 1 278 877; USA.-Patentschriften Nr. 2578 821, 3 169 670.
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FR83542A FR1499739A (fr) 1965-11-15 1966-11-14 Dispositif pour pulvériser des liquides au moyen d'un gaz propulseur
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