DE1276C - Vorrichtung an Drehbänken zur Herstellung rotirender Schneidwerkzeuge mit sinkenden Zähnen konstanten Radialprofils - Google Patents

Vorrichtung an Drehbänken zur Herstellung rotirender Schneidwerkzeuge mit sinkenden Zähnen konstanten Radialprofils

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DE1276C
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Description

1877,
Klasse 49.
CARL FALK in DÜSSELDORF-OBERBILK.
Vorrichtung an Drehbänken zur Herstellung rotirender Schneidewerkzeuge mit sinkenden Zähnen constanten Radprofils.
Patentirt im Deutschen Reiche vom ig. September 1877 ab.
Ein Schneidewerkzeug, sei es ein Gewindebohrer, Fräser, Reibahle, Schneidebacke etc., wird dann am vortheilhaftesten arbeiten, wenn nicht allein die schneidende Fläche frei arbeiten kann, d. h. wenn jeder Punkt der schneidenden Fläche höher liegt, als der direct nächste, hinter der Fläche liegende, sondern die Schnittcurve auch so construirt ist, dafs beim Stumpfwerden und Abschleifen der schneidenden Fläche der nun neu entstehende Querschnitt der Schnittfläche genau derselbe wird. Die Spiralcurve eignet sich für diesen vorliegenden Fall am besten, weil
1. weil jeder folgende Punkt der Curve um ein ganz Bestimmtes von dem vorliegenden Punkt tiefer liegt und
2. die Curve sehr leicht auf einer Maschine erzeugt werden kann; und zwar dadurch, dafs der Stichel eines Supports mit gleichmäfsiger Geschwindigkeit sich dem Mittelpunkt der Planscheibe einer Drehbank nähert.
Auf Grund dieser Festseüung ist nun folgende Vorrichtung gebaut:
Eine gewöhnliche Leitspindeldrehbank, Fig. 1, ■ erhält aufser ihrer Räderübersetzung α nach der; Leitspindel zum Fortbewegen des Supports noch eine zweite Räderübertragung b nach einer gewöhnlichen Zugspindel c, welche, an der hinteren Seite der Drehbank liegend, mit einem Support d, mittelst konischer Räder <?,· in Verbindung steht.
Der Support, Fig. 2, besteht aus drei .!'heilen, und zwar: ■
1. dem Untertheil/, welcher durch die Leitspindel vorgeschoben wird;
2. dem Mitteltheil g, welcher durch die Schraube ohne Ende h, mittelst der Welle i und "der konischen Räder e in dem Untertheile /hin- und herbewegt wird (die Bewegung wird durch die Steigung der Curvenrinne begrenzt) und
3. dem Stichelhalter k, welcher durch die Spindel / dem Werkstück genähert und von demselben entfernt werden kann.
Richte ich nun die Räderübersetzung b nach der Zugspindel c so ein, dafs letztere dieselbe Umdrehung erhält, wie die Hauptspindel, so wird auch mittelst der konischen Räder die Schraube ohne Ende // eine Umdrehung machen, den Stichel also bei einer Umdrehung des Werkstücks einmal vorgeschoben haben und so eine Spirale erzeugen; richte ich jedoch die Räderübersetzung so ein, dafs die Umdrehungen der Zugspindel 2, 3 ... η mal so grofs sind, als die der Arbeitsspindel, so wird auch der Stichel 2, 3 .... η mal sich dem Werkstück genähert haben, bevor dasselbe eine Umdrehung gemacht hat. Jeder einzelne Vorgang erzeugt genau dieselbe Curve, weil die Rolle m, welche in der Curvenrinne geführt ist, die Steigung derselben genau auf den Stichel überträgt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Die Anwendung einer Curvenrinne, welche auf jeder Drehbank leicht hergestellt werden kann.
2. Die feste Führung des Stichels mittelst einer Rolle und' der Curvenrinne; hierdurch wird der" Stichel gezwungen, . selbst die härteren Stellen des Materials wegzu-
. nehmen, was bei. den Copirwerken nicht möglich ist, weil, der Stichel durch Federn oder Gewichte an das Werkstück gedrückt wird und deshalb stets nachgeben kann und, wie die Erfahrung gezeigt hat, auch stets nachgiebt.
Die Vorrichtung in ihrer ganzen Construction ist als eine Universalvorrichtung zu betrachten, welche an jeder vorhandenen Drehbank leicht und billig angebracht werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1276DA 1877-09-18 1877-09-18 Vorrichtung an Drehbänken zur Herstellung rotirender Schneidwerkzeuge mit sinkenden Zähnen konstanten Radialprofils Expired - Lifetime DE1276C (de)

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