-
Vorrichtung zum Öffnen und Schließen eines über Kopf schwenkbaren
Flügels für Türen oder Tore Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Öffnen und
Schließen eines über Kopf schwenkbaren Flügels für Türen oder Tore, insbesondere
von Garagen.
-
Es sind solche Vorrichtungen bekannt, bei denen zur Führung des Flügels
beiderseitige, um feste Lager schwenkbare doppelarmige Lenker angeordnet sind, deren
eines Ende mit dem Flügel verbunden ist, während das andere Ende mit einer Gewichtsausgleichsvorrichtung
versehen ist. Diese gleicht bei bekannten Bauarten das vom Flügel ausgeübte Schwenkmoment
meist nur zum Teil aus, während zum Öffnen des Flügels eine weitere Kraft auf Öffnen
speicherbar und nach Lösen einer Sperre an den doppelarmigen Lenker anschaltbar
ist.
-
Betätigungsvorrichtungen für einen über Kopf schwenkbaren Flügel für
Türen und Tore, insbesondere von Garagen der beschriebenen Gattung, sind nach einem
vergleichbaren Lösungsprinzip bereits bekanntgeworden, hauptsächlich eine solche,
bei der das Außenende der schwenkbaren doppelarmigen Lenker mit einem Gewichtsausgleich
versehen ist, derart, daß das vom Flügel ausgeübte Schwenkmoment stets nur zum Teil
ausgeglichen wird. Zum Öffnen des Flügels ist bei dieser Bauart eine weitere Kraft
auf Öffnen speicherbar und nach Lösung einer Sperre an den doppelarmigen Lenker
anschaltbar. Bei dieser Bauart sind jedoch in der Praxis verschiedene Nachteile
nicht zu vermeiden, nämlich eine leichte Verschmutzung und damit eine Behinderung
des Eingriffes des Riegels mit dem zusammenwirkenden Anschlag und hauptsächlich
ein ungünstiger Kraftangriff der Federn, welche die Schwenkbewegung des Torblattes
einleiten müssen. Unter Berücksichtigung des großen Trägheitsmomentes solcher Garagentore
einschließlich der im Gebrauch unvermeidlichen Reibungskräfte lassen einen selbsttätigen
Anlauf als kaum möglich erscheinen.
-
Hier setzt die Erfindung ein. Ihr liegt die Aufgabe zugrunde, ein
in die Offenstellung hochschwenkbares Garagentor von selbst zu öffnen und zu schließen,
sobald eine entsprechende Sperre gelöst ist.
-
Zur Lösung dieser Aufgabe sind die bekannten Vorrichtungen zum Öffnen
und Schließen eines über Kopf schwenkbaren Flügels der erläuterten Gattung nach
der Erfindung derart ausgebildet, daß die Gewichtsausgleichsvorrichtung aus einem
Gegengewicht besteht und daß die weitere Kraft zum Öffnen des Flügels von einem
Zusatzgewicht ausgeübt wird, das auf einer um das feste Lager des doppelarmigen
Lenkers schwenkbaren Schaltstange befestigt ist. Diese Schaltstange ist mit dem
doppelarmigen Lenker in der mit einem Riegel festlegbaren Schließstellung des Flügels
lösbar verbunden. Nach dem Erreichen der Offenstellung des Flügels ist sie hingegen
von dem doppelarmigen Lenker lösbar, von Hand in die Ausgangsstellung zurückführbar
und dort mit einer Sperrklinke zu verriegeln, während der Flügel in der Offenstellung
festgelegt ist.
-
Dadurch wird erreicht, daß die Bewegung des Torflügels ohne Zuhilfenahme
fremder Antriebe und ohne kostspieligen Aufwand an technischen Hilfsmitteln bei
gleichzeitiger Vermeidung ungewollter Betätigung erfolgt.
-
Eine Verbesserung der Vorrichtung besteht darin, daß das Zusatzgewicht
am Ende der neben dem das Gegengewicht tragenden doppelarmigen Lenker auf dem festen
Lager drehbar gelagerten Schaltstange angeordnet ist. Diese ist am anderen Ende
als Handgriff ausgebildet und mit dem Unterteil der seitlich befestigten Sperrklinke
zum Öffnen auf den benachbarten doppelarmigen Lenker und zum Schließen mit dem Oberteil
der Sperrklinke auf einen Wanddorn aufsetzbar. Dort wird sie kurz vor dem Zuschlagen
des Flügels von dem freien Ende des doppelarmigen Lenkers erfaßt und mitgenommen.
-
Ferner hat es sich für die Praxis als vorteilhaft erwiesen, die Sperrklinke
als Hebel auszubilden, der zum Auflaufen auf den Wanddorn am Oberende eine schräge
und eine unter diese anschließende Schulter aufweist, wobei der Hebel ferner im
mittleren Bereich an der Schaltstange angelenkt ist, derart, daß sein Oberteil in
der Ruhelage mittels einer Feder gegen einen Anschlag gezogen ist, und das untere
Hebelende
zwecks Aushakens des Oberteils vom Wanddorn zum Auflaufen und Aufsetzen eines an
dem doppelarmigen Lenker befestigten Dorns abgeschrägt und daneben als tiefster
Dornsitz ausgebildet ist. Die Ergiebigkeit der Lösung zeigt sich weiterhin an ergänzenden
Verbesserungen, die Gegenstand der Ansprüche 4 bis 11 sind.
-
Die Erfindung wird nachstehend an Hand von Ausführungsbeispielen mit
Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert. In diesen ist F i g. 1 eine perspektivische
Darstellung einer mit einer Vorrichtung zum selbsttätigen Öffnen und Schließen des
Tores ausgerüsteten Garage, teilweise geschnitten, F i g. 2 eine Seitenansicht einer
Tragstange und einer Schaltstange zur Erläuterung der Wirkungsweise des erfindungsgemäß
vorgeschlagenen Mitnehmers zwischen beiden, F i g. 3 die Draufsicht auf eine Auffang-
und Dämpfungsrampe für eine Tragstange mit sämtlichen zur Betätigung der Rampe erforderlichen
Teilen, F i g. 4 eine Seitenansicht der Auffangrampe im Schnitt entlang der Linie
IV-IV von F i g. 3, F i g. 5 und 6 je eine Seitenansicht von verschiedenen Schaltschwellenausführungen
im Schnitt; F i g. 7 bis 10 zeigen schematisch den Aufbau und verschiedene Arbeitsstellungen
der Vorrichtungsteile für die Handbedienung sowie zum Abschließen des Tores; F i
g. 11 bis 16 zeigen schematisch die Wirkungsweise der Vorrichtung zum selbsttätigen
Öffnen und Schließen des Garagentores mit Fernauslösung durch einen Kraftwagen in
mehreren Stufen.
-
In F i g. 1 ist eine Garage 9 teilweise dargestellt, deren Toröffnung
1 mit einem hochschwenkbaren Torflügel 2 geschlossen ist. Der starre einstückige
und in üblicher Weise mit Sicken ausgestattete Torflügel ist mit einem etwa in halber
Höhe des Torflügels verlaufenden Schaltarm 7 fest verbunden. An beiden Seiten des
Torflügels 2 sind zweckmäßig vom Schaltarm 7 abstehende doppelarmige Lenker 12 befestigt,
die an den Innenseiten der Garage in festen Lagern 6 drehbar aufgehängt sind. Der
Verlauf der doppelarmigen Lenker 12 ist der Wandform der Garage angepaßt; so weist
in dem in F i g. 1 verwendeten Beispiel der mit dem Torflügel 2 verbundene Arm hierfür
eine Abwinkelung 10 a auf. Die doppelarmigen Lenker 12, von denen in F i
g. 1 lediglich einer sichtbar ist, tragen an ihrem freien Arm ein verstellbares
Gegengewicht 3. Die Lage des festen Lagers 6 sowie der Winkel zwischen dem Torflügel
und den doppelarmigen Lenkern richtet sich nach der Raumaufteilung und ist unter
dem Gesichtspunkt zu wählen, daß der Torflügel 2 in der geschlossenen Lage entweder
senkrecht (vgl. F i g. 7) oder nahezu senkrecht die Toröffnung verschließt und sich
in seiner höchsten Lage nahezu waagerecht unter den Torsturz 11 legt. Hierbei ist
besonders darauf zu achten, daß die Oberkante des Torflügels gegenüber der Garagendecke
genügend freien Raum zur Ausführung der Schwenkbewegung hat. Dies Erfordernis wird
in den meisten Fällen zu einem spitzen Winkel zwischen den doppelarmigen Lenkern
12 und dem Oberteil des Türflügels 2 führen.
-
In F i g. 1 ist ferner eine Schaltstange 13 erkennbar, die ebenfalls,
durch das Lager 6 drehbar gehalten, zwischen der Garageninnenwand und dem doppelarmigen
Lenker 12 angeordnet ist. Sie ist an ihrem der Toröffnung 1 zugewandten Ende als
Handgriff 14 ausgebildet und trägt an ihrem anderen Ende ein Zusatzgewicht
4.
-
Aus F i g. 2 geht hervor, daß zwischen einem Arm 10 des doppelarmigen
Lenkers 12 und der Schaltstange 13 eine Verbindung über eine Sperrklinke
15 hergestellt werden kann.
-
Die Sperrklinke 15 ist in ihrem mittleren Bereich im Punkt 17 seitlich
an die Schaltstange 13 angelenkt und wird von einer Zugfeder 22 gegen einen auf
der Schaltstange 13 angeordneten Anschlag 23 gezogen, sofern keine anderen Teile
oder Kräfte auf die Sperrklinke 15 wirksam sind.
-
Für das Zusammenwirken mit einem Wanddorn 16 weist die Sperrklinke
1.5 oben eine Schräge 20 auf, unterhalb der eine scharf abgewinkelte Schulter 21
liegt. Für ein Zusammenwirken mit einem am Arm 10 befestigten Dorn 24 ist die Sperrklinke
15 unten ebenfalls mit einer Schräge 26 ausgerüstet, an die sich ein vertiefter
Dornsitz 25 anschließt. Die Geltungsweise der eben beschriebenen Konstruktion wird
später im Zusammenhang mit der Arbeitsweise der gesamten Vorrichtung näher erläutert.
-
An beiden Innenseiten der Garage sind oberhalb des festen Lagers 6
rampenförmige Auflaufschienen 30 angeordnet, deren genaue Lage von der Stellung
der doppelarmigen Lenker 12 beim Abschluß des Hochschwenkens des Torflügels 2 abhängt.
Die Form und Befestigung der Auflaufschienen 30 geht aus den F i g. 3 und
4 hervor. Eine zweckmäßig aus einem U-Profil geschnittene Platte, die die eigentliche
rampenförmige Schiene darstellt, ist an ihrem einen Ende mittels einer waagerechten
Achse 38 schwenkbar auf einer Grundplatte 33 befestigt. An der Hinterkante der Schiene
30 ist ein Mitnehmer 34 mit einem darunter angeordneten Anschlag 37 in abgewinkelter
Lage befestigt. Der Anschlag 37 ist mittels einer Madenschraube gegenüber der Grundplatte
33 verstellbar.
-
Die Schiene 30 weist einen rechteckigen Ausschnitt 50 auf,
dessen Winkellage gegenüber der rechteckigen Form der Schiene 30 hängt von
der Lage des doppelarmigen Lenkers 12 gegenüber der Schiene 30 in
ihrer obersten Stellung ab. Nach Möglichkeit soll die Längsachse des Ausschnittes
50 senkrecht zum doppelarmigen Lenker 12 in ihrer obersten Lage verlaufen.
In den Ausschnitt 50 ist eine weitere Rampe eingelassen und bildet einen gefederten
Schienenteil 51, dessen eine Auflaufschräge 57 eine davon im stumpfen Winkel abgebogene
Sperrschräge 56 aufweist. Das freie Ende der Auflaufschräge 57 ist unterhalb des
Randes des Ausschnittes 50 an dessen Schmalseite mittels eines Gelenkes 58 drehbar
gelagert, während das freie Ende der Sperrschräge 56 abgewinkelt ist und unter den
Rand der anderen Stirnseite des Ausschnittes 50 greift. Zwischen den Schenkeln
59 a der rampenförmigen Auflaufschiene 30 ist an der Unterseite ein Steg
59 befestigt. Dieser bildet das Widerlager einer Druckfeder 38 a, die sich auf der
Grundplatte 33 abstützt und die Schiene 30 um die waagerechte Achse 38 bis zum Aufsetzen
des Anschlages 37 auf der Platte 33 in der Ruhelage verdreht.
-
Auf dem Steg 59 stützt sich ferner- eine einstellbare Feder 54 ab,
die den gefederten Schienenteil 51 mit einstellbarer Federkraft nach oben drückt,
bis das abgewinkelte Ende des Schienenteils 51 gegen den unteren Rand 55 des Ausschnitts
50 drückt.
An dem dem Mitnehmer 34 gegenüberliegenden Ende
40 der Auflaufschiene 30 ist eine Einstellschraube 60 angeordnet,
die zum Eingriff mit einem schwenkbaren Lenker bestimmt ist. Dieser ist an seinem
einen Ende auf einer Achse 64 gegenüber der Grundplatte 33 drehbar
gelagert und mittels eines Federzuges 36 gegen einen Anschlag 65 gezogen. In dieser
Lage des schwenkbaren Lenkers 35 kann sich die Schiene 30 über die Einstellschraube
60 auf dem Lenker 35 abstützen.
-
Auf der Grundplatte 33 ist neben dem Lenker 35
ferner
ein Hebel 41 auf einer Schwenkachse 66 drehbar gelagert und mittels
einer Zugfeder 42 gegen einen Anschlag 67 gezogen. Der Hebel
41 besteht aus dem um die Schwenkachse 66 drehbaren Teil
41 b und einem an dem Anlenkpunkt der Zugfeder 42
gegenüberliegenden
Ende des Teils 41 b angelenkten Verriegelungsteil 41 a, dessen freies
abgebogenes Ende 68 in einer bestimmten Schaltlage der Vorrichtung mit dem
Lenker 35 an dessen Stelle 69 im Eingriff steht.
-
Die Auflaufschiene 30 und die ihr angeschlossenen Teile werden
mittels Seilzügen geschaltet. Ein Seilzug 43, der am Ende des Hebels
41 in Punkt 43 a befestigt und über eine Umlenkrolle 62 a geführt
ist, zieht gegen die Kraft der Zugfeder 42 das untere Teil des Hebels
41 nach links (vgl. hierzu F i g. 3), wodurch der Lenker 35 um die Achse
64 nach rechts und damit außerhalb des Bereichs der Auflaufschiene geschwenkt wird,
wenn das freie abgebogene Ende des Verriegelungsteils 41a im Eingriff mit
dem schwenkbaren Lenker 35 steht. Die Verbindung zwischen dem Lenker 35 und
dem freien Ende 68 wird gelöst, wenn ein Seilzug 63, der über eine Umlenkrolle
62 geführt ist, das Verriegelungsteil 41 a nach oben zieht.
-
Aus den F i g. 5 und 6 in Verbindung mit F i g. 1 ist zu sehen, daß
die Schaltschwelle 5 im Abstand vor der Toröffnung in einem in den Boden
eingelassenen Schwellenkasten 70 eingebaut ist. Die in dem Kasten
70 vertikal verschiebbare und mit bekannten Mitteln gegen Verkanten gesicherte
Schaltschwelle 5 wird von Druckfedern 76 getragen, die sich am Boden des
Schwellenkastens 70 abstützen. Der Druck der Federn ist der Achslast des
Wagens, der in der Garage 9 untergebracht werden soll, dahingehend anzupassen, daß
eine geringere Kraft als die kleinste Achslast dieses Fahrzeuges die Schaltschwelle
5 nicht nach unten drücken kann. An die Unterseite 5 a der Schaltschwelle 5 ist
ein Schaltarm 71 angelenkt, der eine im Schwellenkasten 70 drehbar gelagerte Seilrolle
73 verdreht und zu diesem Zweck über die Gelenkverbindung 72 auf der Rolle
73 angelenkt ist. An der Seilrolle 73 ist der Seilzug 74 befestigt,
der durch eine Öffnung im Schwellenkasten 70 hindurch und innerhalb des Rohres
8 unterirdisch zum Schnappriegel 75 geführt ist.
-
Die Ausführungsform in F i g. 6 unterscheidet sich von der eben beschriebenen
Ausführungsform in F i g. 5 dadurch, daß die Schaltschwelle 5 von einem Sperrahmen
80 umgeben ist, der ebenso wie die Schaltschwelle 5 vertikal in dem Schwellenkasten
70 geführt und verschiebbar ist. Auch bei dieser Ausführungsform wird bei Niederdrücken
der Schaltschwelle 5 mit dem Schaltarm 71 eine Seilrolle
73
verdreht, an welche der Seilzug 74 angeschlossen ist. Der wesentliche
Unterschied besteht darin, daß bei der in F i g. 6 gezeigten Ausführungsform die
Schaltschwelle 5 nur dann betätigt werden kann, wenn zuvor der Rahmen
80 niedergedrückt worden ist. Der Sperrahmen 80, der ebenso wie die
Schaltschwelle 5 abgefedert ist, ist über einen an seiner Unterseite 81
angelenkten
Hebel 82 mit einer drehbar innerhalb des Schwellenkastens 70 gelagerten
Sperrwelle 83 verbunden, deren Sperrglied 84 das Niederdrücken der
Schaltschwelle 5 verhindert, wenn der Rahmen 80
nicht niedergedrückt
ist. Für die Auslegung der Federung dieser Ausführungsform gilt das gleiche wie
für die in F i g. 5 dargestellte.
-
In den F i g. 7, 8, 9 und 10 ist der zur Handauslösung des Schwenkmechanismus
und zum Abschließen des Tores vorgesehene Mechanismus schematisch dargestellt. Die
Darstellung wurde so gewählt, daß auf die Innenseite des Torflügels 2 gesehen wird,
an der dieser Mechanismus angebracht ist. In halber Höhe des Torflügels
2 bzw. etwas darunter ist eine Scheibe 92 an einem Drehbolzen
91
befestigt, der, innerhalb des Torflügels 2 drehbar gelagert, durch
diesen hindurchgeführt ist und an der gegenüberliegenden Seite einen Handgriff
90 trägt. Am Außenrand der Scheibe 92 ist der bereits genannte und
nach unten zum Schnappriegel 75 führende Seilzug 93 befestigt. Die
Aufgabe dieses Seilzuges wird aus dem Vergleich der F i g. 7 und 8 ersichtlich,
wo dargestellt ist, daß infolge eines Verdrehens des Handhebels 90 im Uhrzeigersinn
der Seilzug 93 angezogen und infolgedessen der Schnappriegel 75 hochgezogen
wird.
-
Das Tor wird abgeschlossen, indem der Handgriff 90 aus der
in F i g. 7 dargestellten Lage etwa um 90° entgegen dem Uhrzeigersinn verdreht wird,
so daß ein auf der Scheibe 92 befestigter Mitnehmer 95 den abgewinkelten Teil
115 einer Schließstange 94 so verdreht, daß der obere abgewinkelte
und leicht gekrümmte Teil 116 der Schließstange das am Torsturz befestigte
Sperrglied 117 hintergreift. Die Schließstange 94 weist verschiedene
Lagerstellen 118 am Innern des Torflügels 2 auf. Wenn der Handgriff
aus der in F i g. 9 dargestellten Lage im Uhrzeigersinn verdreht wird, führt eine
Feder 119 die Schließstange 94 wieder in die in den F i g. 7 und 8 gezeigte
Lage zurück, so daß das am Torsturz befestigte Sperrglied 117 mit dem gekrümmten
Teil 116 der Schließstange 94 außer Eingriff kommt.
-
In F i g. 10 ist der Mitnehmer 95 und der abgewinkelte Teil
115 der Schließstange 94 ersetzt worden durch eine Zahnpaarung, wobei
der untere Teil der Schließstange als Ritzel ausgeführt und die Scheibe
92 mit einem Zahnsegmentstück 121 besetzt ist.
-
Nachfolgend wird an Hand der F i g. 11 bis 16 sowie unter gleichzeitiger
Bezugnahme auf die anderen bereits erklärten Figuren die Wirkungsweise der Gesamtanlage
nach der Erfindung erklärt. Es wurde hierbei auf einen Torflügel zurückgegriffen,
der in der geschlossenen Lage eine Schräglage einnimmt. Die in F i g. 11 dargestellte
Vorrichtung soll sich bei geschlossener Lage des Torflügels 2 in der für
das Hochschwenken erforderlichen Bereitschaftsstellung befinden. Das bedeutet, daß
die Schaltstange 13 und damit das Zusatzgewicht 4 über die Sperrklinke
15 auf dem Arm 10 des einen doppelarmigen Lenkers 12 ruht.
Mit Bezug auf F i g. 2 bedeutet dies, daß die Sperrklinke 15 vom Wanddorn
16 ausgehakt ist und mit seinem Dornsitz 25 auf dem Dorn
24 ruht. In dieser Lage ist der Seilzug 63 locker, so daß sich
das
freie Ende 68 des Verriegelungsteils 41 a im Eingriff mit dem Lenker 35 befindet.
Der Mechanismus zum Verschließen des Tores wird in der der F i g. 7 entsprechenden
Stellung angenommen, d. h., das Tor ist unverschlossen. Lediglich der Schnappriegel
75
hindert den Torflügel 2 daran, hochzuschwenken. Sobald ein Kraftwagen
in Vorwärts- oder Rückwärtsfahrt die Schaltschwelle 5 niederdrückt und damit über
den Seilzug 74 den Schnappriegel 75 löst, wird die Schwenkbewegung
des Torflügels 2 eingeleitet, denn die Summe der von den Gewichten 3 und
4 ausgeübten Drehmomente ist größer als das Drehmoment infolge des Torgewichtes
um die Drehachse des festen Lagers 6.
-
In F i g. 12 ist dargestellt, wie der Torflügel 2
bereits nahezu
die Hälfte seines Weges nach oben zurückgelegt hat. Zu diesem Zeitpunkt etwa strafft
sich der Seilzug 63, da sich die Schaltstange 13, von der Umlenkrolle 62 aus gesehen,
nach unten entfernt. Dadurch wird das Verriegelungsteil 41 a hochgezogen
und mit dem schwenkbaren Lenker 35 außer Eingriff gebracht.
-
Kurz vor dem Erreichen der Endlage des Torflügels 2 unterhalb
des Torsturzes 11 laufen die doppelarmigen Lenker 12 auf die rampenförmige
Auflaufschiene bzw. auf die Auflaufschrägen 57 des gefederten Schienenteils
51 auf. Diese geben infolge Einfedems der Feder 54 nach, lassen die
Lenker 12
passieren und schnappen anschließend wieder ein, wobei die Sperrschrägen
56 sich vor die Lenker 12 legen und dadurch den Torflügel in der oberen Lage sicher
festhalten. Der Bremsvorgang ist mittels der Stellschraube 60 regulierbar,
von deren Stellung der Winkel der Auflaufschiene 30 abhängt: Aus seiner oberen Lage
kann der Torflügel auch durch Windeinflüsse nicht ungewollt entfernt werden. Dafür
sorgen einerseits die beiden Gewichte 3 und 4 sowie andererseits die Auflaufschienen
30 mit dem gefederten Schienenteil 51.
-
Während in F i g. 13 das Einfahren des Kraftfahrzeuges in die Garage
nach dem Hochschwenken des Torflügels 2 dargestellt ist, zeigt die F i g. 14 die
Bereitschaftsstellung der Vorrichtung zum Schließen. Wie deutlich zu erkennen ist,
ist in F i g. 14 die Schaltstange 13 durch Herabziehen am Handgriff
14
nach oben geschwenkt worden, so daß ihre Sperrklinke 15 hinter dem Wanddom
16 eingehakt ist und das Zusatzgewicht 4 nicht mehr auf das Drehsystem wirkt.
Die Gewichte sind so groß gewählt, daß nun der Torflügel 2 ein Übergewicht,
d. h. ein größeres Drehmoment ausübt als das Gewicht 3. Infolgedessen hindern lediglich
die Auflaufschienen 30 den Torflügel n am Herabschwenken. Sobald nun, wie in F i
g. 15 gezeigt ist, der aus der Garage herausfahrende Kraftwägen die Schaltschwelle
5 überfährt, wird über den Seilzug 74, den Seilzug 43 unter Mitwirkung
der Seilrollen 43 a und 62 a der Hebel 41 im Uhrzeigersinn
verdreht, so daß der Verriegelungsteil 41 a den Lenker 35 aus dem
Bereich der Schiene 30
nach rechts schwenkt. Denn durch das Hochlegen der
Schaltstange 13 ist der Verriegelungsteil 41 a wieder mit dem Lenker 35 in Eingriff
gekommen, da der Seilzug 63 keiner Zugbeanspruchung mehr unterlag.
-
Wenn der Lenker 35 beiseiteschwenkt, verliert die Stellschraube 60
ihre Unterstützung über die Schiene 30 und schwenkt unter dem Druck der eingeklemmten
doppelarmigen Lenker 12 um die waagerechte Drehachse 38 in Richtung auf die
Grundplatte 33. Auf diese Weise gelangen die Lenker 12 außer Eingriff mit
den Sperrschrägen 56 des gefederten Schienenteils 51, und der Torflügel 2 schwenkt
nach unten.
-
Kurz vor dem Anschlag der unteren Torkante am feststehenden Rahmen
erreicht der das Gewicht tragende Arm 10 des hochgehenden Lenkers 12 mit seinem
Dorn 24 die Sperrklinke 15, verdreht diese und schafft auf diese Weise eine Verbindung
zur Schaltstange 13, die nun in den Abschluß der Schwenkbewegung einbezogen
und gleichfalls gehoben wird. Die dabei zu leistende Beschleunigungsarbeit dient
der Dämpfung des Toranschlages. Das Dämpfungsmaß hängt dabei von der Größe des Gewichtes
sowie von dessen Lage zum festen Lager 6 ab und ist auf diese Weise zu beeinflussen.
-
Die Rückkehr der Auflaufschiene 30 in ihre Bereitschaftsstellung wird
dadurch herbeigeführt, daß die doppelarmigen Lenker 12 auf ihrem Wege über die Schiene
30 den Mitnehmer 34 berühren und beiseite drücken, so daß die Auflaufschiene
30 hochschwenkt und der schwenkbare Lenker 35 wieder als Stütze unter die Stellschraube
60 gerät.
-
Dem gleichen Zweck dient die Druckfeder 38 a, die die Auflaufschiene
bis zum Aufsetzen des Anschlages 37 auf die Grundplatte 33 hochdrückt.
-
Wenn der Torflügel 2 zugefallen und der Schnappriegel 75 eingehakt
ist, ist das Tor fest geschlossen, und die Vorrichtung hat eine der F i g. 16 entsprechende
Lage eingenommen. Mit anderen Worten ist die Vorrichtung wieder bereit zum Hochschwenken,
denn die beiden Gewichte 3 und 4 bewirken ein größeres Drehmoment
als der Torflügel 2. Dadurch öffnet sich das Tor wieder, sobald die Schaltschwelle
5 betätigt wird.
-
Die Vorrichtung wäre jedoch zu einseitig, wenn der Torflügel 2 lediglich
durch die Betätigung der Schaltschwelle 5 zu heben wäre. Daher ist der Handgriff
90 nicht nur zum Verschließen des Tores angebracht, sondern auch zur Handauslösung
des Schwenkmechanismus, wie bereits erläutert wurde.
-
Mit Bezug auf die F i g. 3 und 4 sei abschließend darauf hingewiesen,
daß die Feder 38 a unterhalb des Steges 59, die dazu dient, die Schiene 30
bis zum Aufsetzen des Anschlages 37 auf die linke Seite der Grundplatte 33 zu verdrehen,
so ausgelegt ist, daß ihre Druckkraft gerade dazu ausreicht, den Reibungswiderstand
beim Drehen um die waagerechte Achse 38 zu überwinden, und, wenn keine anderen Kräfte
wirken, die Schiene 30 im vorgesehenen Abstand gegenüber der Grundplatte 33 zu halten.
Die Kraft der Druckfeder 38 a setzt den doppelarmigen Lenkern 12 beim Auflaufen
keinen nennenswerten Widerstand entgegen. Das gleiche gilt für den Zustand, wenn
der Lenker 35 unterhalb der Stellschraube 60 zur Seite geschwenkt wird und
die Schiene 30 unter dem Druck der Lenker 12 gegen die Grundplatte
33 bewegt wird. Die Druckfeder 38 a soll gewährleisten, daß der Lenker 35 sicher
unter die Auflaufschiene zurückkehren kann, wenn er in der Torflügelstellung entsprechend
der F i g. 11 beim Überfahren der Schaltschwelle 5 beiseitegezogen wird. Ohne die
Druckfeder 38 a wäre nicht gänzlich ausgeschlossen, daß die Schiene 30 nach
dem Beiseiteschwenken des Lenkers 35 sich der Grundplatte 33 um ein Stück nähert,
so daß der Lenker nicht unter sie zurückkehren kann. Das würde -aber bedeuten, daß
die doppelarmigen Lenker 12 beim Hochschwenken des Torflügels 2 gegen den Mitnehmer
34
stoßen und nicht, wie vorgesehen, auf die Schiene 30 auflaufen
können.
-
Ferner wird darauf hingewiesen, daß die Lage der Schaltschwellen nicht
notwendig parallel zum Torsturz 11 oder zur Drehachse des Torflügels liegen müssen,
sondern dem Verlauf des Anfahrweges zur Garage jederzeit angepaßt werden können.