DE127961C - - Google Patents

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DE127961C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63BSHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING 
    • B63B23/00Equipment for handling lifeboats or the like
    • B63B23/38Transport of boats to davits or the like

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)
  • Ship Loading And Unloading (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Einrichtung zum Festhalten und Lösen von Deckbooten, welche auf einem in seiner Längsrichtung verschiebbaren beweglichen Träger auf Deck eines Schiffes derart gehalten werden, dafs sie nach Lösen der Haltevorrichtung schnell in See gelassen werden können.
Die Aufstellung der Träger auf Deck ist beliebig.
In der Zeichnung zeigt Fig. 1 die Seitenansicht eines Bootes mit dem Träger,
Fig. 2 ist ein Querschnitt nach der Linie 4-4 der Fig. 1,
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch den Träger,
Fig. 4 ist ein theilweiser Querschnitt und Längsschnitt und
Fig. 5 die .Qberansicht der Vorrichtung zum Freimachen des Bootes von dem Träger.
Der Träger A besteht aus zwei E-förmigen Balken α und a1 (Fig. 2-bis 5), welche mit ihren oberen Schenkeln auf Rollen B eines auf Deck angeordneten Lagers aufruhen. Zwischen den beiden Balken α und a1 des Trägers A befinden sich Leitrollen D, welche den Kiel E des Bootes F aufnehmen (vergl. Fig. 3).
Der Träger A wird gegen Abrutschen durch zwei Bolzen α2 α3 an seinen Enden gesichert (Fig. 1), welche in in der Zeichnung nicht dargestellten Gabeln an den oberen Enden zweier Hebel oder pendelnder Ständer, deren untere Enden an festen Punkten an der Kante des Oberdeckes des Schiffes gehalten werden, ruhen. Das Boot F wird mit dem Träger A durch eine Schraube J (Fig. 1 und 2) gehalten, welche durch ein im Innern des Bootes F befindliches Handrad K bewegt werden kann. Die Schraube J durchdringt den Kiel E des Bootes und greift in ein mit dem Lager C bei /drehbar verbundenes Stück L ein (Fig. 1, 2 und 3). Hierdurch wird das Boot mit dem Träger auf Deck gesichert.
Wird dagegen die. Schraube J gelöst, so wird der Träger mit dem Boote frei und er kann sich, durch das Rollen des Schiffes oder auch unter Einwirkung einer besonders hierfür bereit gehaltenen Einrichtung (wie Federn oder dergl.) in seiner Längsrichtung bewegen, die Bolzen a2 a3 an den Enden des Trägers verlassen die Gabeln an den oberen Enden der pendelnden Ständer und das vorwärts gerichtete Ende des Trägers neigt sich, eine schiefe Ebene bildend, über welche das Boot, die Spitze nach vorn, ins Wasser gleitet, wobei der bewegliche Baum selbst gleichzeitig oder unmittelbar hinterher in das Wasser fällt und verloren geht.
Um zu verhüten, dafs das Boot F den Träger verläfst, bevor er die zum Ablaufen erforderliche Lage eingenommen hat, sind zwischen den Balken des Trägers auf jeder Seite des Lagers C Sperrklinken W angeordnet (Fig. 4 und 5).
Jede der aufwärts gerichteten Sperrklinken W ist am Träger A gelenkig angebracht, und zwar so, dafs sie in eine Aussparung im Kiel des
Bootes eingreift (Fig. 4). Diese winkelförmig gestalteten Sperrklinken W werden für gewöhnlich in geschlossener Stellung, wie sie Fig. 4 zeigt, durch einen quergestellten federnden Arm Y gehalten, welcher am Träger A bezw. einem seiner Balken α oder a1 gelenkig angebracht ist. Der horizontale Arm der Sperrklinke W legt sich dann gegen diesen durch die Feder Z in der quer zur Richtung des Trägers A gestellten Lage gehaltenen Arm Y. Sobald nun bei der Bewegung des Trägers der eine Arm Y ausweicht, d. h. sobald er in die in Fig. 5 punktirte schräge Lage gelangt, wird der horizontale Arm der Sperrklinke W frei und diese selbst kann dem Druck des gleitenden Bootes nachgeben. Der unter dem Einflufs der Feder Z stehende Arm Y ist an einem der den Träger A bildenden Balken a oder a1 angelenkt und reicht noch durch den anderen Langträger al oder α hindurch. Bei der Bewegung des Trägers stöfst der Arm Y mit seinem aus dem einen Balken herausragenden Ende auf den Rollen B gegen diese und mufs unter Ueberwindung der Federn Z ausweichen. Erst dann, wenn also der Träger selbst sich bereits verschoben hat, wird das Boot freigegeben. Die Sperrklinke ist zu beiden Seiten des Lagers c vorgesehen, da der Baum sich nach beiden Seiten neigen kann, je nach welcher das Boot abgelassen werden soll. Die dabei von hinten getroffene zweite Sperrklinke (in der Richtung des Abgleitens des Bootes) stellt demselben kein Hindernifs entgegen.
Das Boot wird vortheilhaft mit einem äufseren hervorstehenden Rande Q. versehen, welcher in seinem mittleren Theil an festen, am Schiff angebrachten Führungen gleitet, welche in ihrem oberen Theile entsprechend geformt sind, so dafs das Boot während des Gleitens ins Wasser aufrecht erhalten wird. Diese gekrümmten Führungen sind derart geformt, dafs ein theilweise abgelassenes Boot infolge Rollens des Schiffes in seine frühere Stellung nicht mehr zurückgehen kann. Der vorstehende Rand Q. ist mit Führungsrollen 5 auf jeder Seite ausgerüstet, welche in Nuthen der gekrümmten Führungen laufen. Sobald diese Rollen S und die Schraube J frei gemacht sind, verläfst das Boot infolge der Seitenschwankungen des Schififes^selbstständig.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Sperr- und Auslösevorrichtung für auf einem längsverschiebbaren Träger gelagerte und mit diesem ablaufende Boote, dadurch gekennzeichnet, dafs das Boot (F) erst dann vom Träger (A) freigegeben wird, wenn der letztere sich bereits um ein bestimmtes Stück aus seiner Mittelstellung auf einem auf dem Deck festen Lagerbock (C) herausbewegt hat.
  2. 2. Eine Sperr- und Auslösevorrichtung für Boote nach Anspruch 1, gekennzeichnet, durch am Träger (A) beweglich angeordnete, in entsprechende Aussparungen des Kiels des Deckbootes fassende und zu beiden Seiten des Lagerbockes (C) angeordnete Sperrklinken (W), welche durch je einen horizontal ausweichenden, an dem einen der beiden den Träger bildenden Balken (a bezw. a1) angelenkten, durch den anderen Langträger hindurchreichenden Arm (Y) in aufrechter Stellung, d. h. in einer Aussparung im Kiel des Bootes erhalten werden, während die Sperrklinken (W) das Boot freigeben, wenn beim Verschieben des Trägers der aus dem einen Balken herausragende Theil des am anderen Balken angelenkten Armes (Y). und damit auch dieser selbst von am Lagerbock (C) vorgesehenen Rollen (B) verstellt wird und dadurch die zugehörige Sperrklinke freigiebt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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