DE128018C - - Google Patents
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- DE128018C DE128018C DENDAT128018D DE128018DA DE128018C DE 128018 C DE128018 C DE 128018C DE NDAT128018 D DENDAT128018 D DE NDAT128018D DE 128018D A DE128018D A DE 128018DA DE 128018 C DE128018 C DE 128018C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B42—BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
- B42B—PERMANENTLY ATTACHING TOGETHER SHEETS, QUIRES OR SIGNATURES OR PERMANENTLY ATTACHING OBJECTS THERETO
- B42B2/00—Permanently attaching together sheets, quires or signatures by stitching with filamentary material, e.g. textile threads
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- Textile Engineering (AREA)
- Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
M 128018 KLASSE 11 c. /
Bogenlagen.
Wo die Bogenlagen in fortlaufendem Arbeitsvorgang durch Bücherheftmaschinen geheftet
und mit einander vereinigt wurden, war es immer schwierig, diejenige Stelle zu bestimmen,
an welcher die Bogenlagen in Bände getrennt werden sollen. In manchen Fällen wurde ein
Klebstoff auf die beiden letzten Bogenlagen des Bandes und auch auf die ersten beiden Bogenlagen
des nächsten Bandes mit der Hand aufgetragen, wodurch die Heftfäden gehalten wurden und es dem Buchbinder ermöglicht
wurde, die Bände zwischen diesen Paaren von Bogenlagen zu trennen, ohne die Fäden in den
Bogenlagen zu lockern.
Mit dem Gegenstande der Erfindung wird nun bezweckt, den Klebstoff selbstthätig an die
Fäden abzugeben, wenn die Bogenlagen geheftet werden. Dabei ist die Vorrichtung so
eingerichtet, dafs sie sich für Bände mit einer veränderlichen Zahl von Bogenlagen verwenden
läfst.
Bei der Vorrichtung nach der Erfindung kommt ein hin und her verschobener Gummirer
zur Verwendung, der einem Klebstoff behälter den Klebstoff in genügender Menge entnimmt,
um denselben an die gehefteten Fäden auf der Bogenlage abzugeben, so dafs die Fäden an
dem Papier anhaften und die Bogenlagen zusammenkleben, wenn die aufgelegte Bogenlage
gegen die vorher geheftete Bogenlage geprefst wird. Bei dieser Vorrichtung kommt ein
Regler zur Verwendung, der die Vorrichtung zum Abgeben von Klebstoff selbstthätig zur
Wirkung bringt, nachdem die gewünschte Anzahl von Bogenlagen zusammengeheftet worden
ist. Mit den gekennzeichneten Vorrichtungen kommen noch Einrichtungen zur Verwendung,
welche es ermöglichen, dafs ohne Vorheriges Auftragen von Klebstoff eine Bogenlage dargeboten und geheftet wird, und dafs, wenn die.
zweite Bogenlage dargeboten, geheftet und-Klebstoff auf dieselbe aufgetragen ist, zwei
Paare von Bogenlagen mit einander vereinigt werden können, wobei ein Zwischenspalt verbleibt,
an dem sich Klebstoff nicht befindet. Hierdurch erkennt der Buchbinder sofort das
Ende des einen Bandes und den Anfang des nächsten Bandes.
In beiliegender Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand veranschaulicht, und zwar stellen
dar:
Fig. ι in Ansicht und theilweisem Schnitt die gekennzeichnete Erfindung und die Theile
der Bücherheftmaschine, bei welcher dieselbe zur Verwendung kommt,
Fig. 2 eine Stirnansicht des einen Endes der Maschine,
Fig. 3 einen wagerechten Schnitt nach Linie x-x in Fig. i.
Fig. 4 zeigt eine Einzelheit im Schnitt.
Die gefalzten Rücken der Bogenlagen werden durch die Bogenlagenschiene a in Arbeitsstellung
gebracht, und während sie in dieser Stellung sich befinden, kommt die Heftvorrichtung
in Thätigkeit, die aber einen Theil der vorliegenden Erfindung nicht bildet.
Nachdem die Bogenlage geheftet ist, kommt der Stöfser b zur Wirkung und stöfst die ge-
heftete Bogenlage nach rückwärts, um in der üblichen Weise Platz zur Einführung der
nächsten Bogenlage zu scharfen. An diesem Stöfser b befindet sich eine Mulde oder ein
Behälter c zur Aufnahme von aufgelöstem Gummi, Kleister oder einer anderen geeigneten
Klebstoffmasse. In der Decke des genannten Behälters sind kleine Schlitze oder Löcher 4
vorgesehen, durch welche die Klebstoffmasse nach oben ■ gelangt. Die hin- und hergehenden
Gummirer d rutschen eng anliegend über dem Behälter c hin und her, so dafs die Enden
der Gummirer die geeignete Menge Klebstoff aufnehmen, denselben weiterschaffen und in
nächster Nähe des gefalzten Rückens der Bogenlage an die Heftfäden abgeben können. Wenn
der nächste Bogen aufgelegt, geheftet und zurückgeschoben wird, bewirkt der Klebstoff
ein Zusammenhaften beider Bogenlagen, wobei der Klebstoff die Schleifen des Fadens mit
einander und mit dem Papier verbindet, so dafs die Heftung sich nicht lockert, wenn die
Fäden beim Trennen der Bände durchschnitten werden.
Von einem Behälter 0 (Fig. 1 und 3) führt ein Rohr zum Gummiaufnahmebehälter c. Jener
Behälter ο kann sich zur Schaffung des nöthigen Druckes in einer gewissen Höhe befinden, um
den Gummi von oben her durch die Löcher im Behälter c hindurchtreten zu lassen, wenn
die Gummirer d zurückgezogen werden. Es empfiehlt sich aber die Verwendung eines Cylinders
ρ und eines in diesen eingesetzten Kolbens ig, der durch einen beweglichen
Theil der Maschine verschoben wird. Zu diesem Zwecke kann auf die Wiegewelle e ein
Arm 20 aufgesetzt werden, welcher den Kolben 19 verschiebt. Die Theile sind so zu
einander gestellt, dafs der Kolben einen Druck auf den Gummi in dem Behälter c ausübt,
wenn die Gummirer d zurückgezogen sind, so dafs der Gummi durch die Löcher 4 hindurch
nach oben treten und dann durch die Gummirerd
weggenommen und an geeigneter Stelle auf die Bogenlage aufgebracht werden kann, wenn die
Gummirer mit dem Stöfser b nach vorwärts bewegt werden. Beim Zurückziehen des Kolbens
ig wird der Gummi aus den Löchern 4 wieder zurückgezogen.
Die Gummirer d entsprechen hinsichtlich ihrer Zahl und ihres Platzes den Heftlinien
und werden in geeigneter Weise in Thätigkeit gesetzt. Zweckmäfsig werden die Gummirer d
durch gebogene Blattfedern 5 mit den auf einer Wiegewelle e sitzenden Armen 6 verbunden.
Diese Theile gehen zusammen mit dem Stöfser b nach vor- und rückwärts. Hierbei
wird aber die Welle e noch zeitweise in Thätigkeit gesetzt, um die Gummirer d zurückzuziehen
und den Klebstoff annehmen zu lassen. Derselbe wird dann selbstthätig nach derjenigen Stelle befördert, an der der Klebstoff
an die Bogenlage abgegeben werden soll. Die Wiegewelle e findet ihre Lagerung auf den
am Stöfser b befestigten Armen 25. In die Welle e ist ein Stift 16 eingesetzt und um
sie herum ist eine Schraubenfeder 17 gelegt, deren eines Ende an der Welle e und deren
anderes Ende an dem einen der als. Lager für die Welle e dienenden Arme 25 befestigt ist.
Diese Schraubenfeder dreht die Wiegewelle in ihre Ausgangsstellung zurück, nachdem letztere
in der später beschriebenen Weise gedreht worden ist. Durch die Schubstange g ist mit
dem Drehhebel h ein Arm f verbunden, welcher drehbar auf dem 'Ueberrohr / sitzt. Die
Schubstange g trägt einen rohrförmigen Ansatz, der auf einem langen Zapfen 23 am Drehhebel
h lose sitzt, so dafs sich die Schubstange g auf dem Zapfen 23 frei hin und her
verschieben kann. Der Drehhebel h sitzt auf einer Wiegewelle i und trägt, wie in Bücherheftmaschinen
üblich, die Vorrichtungen zum Straffziehen des Fadens; beim jedesmaligen Heften einer Bogenlage und beim Straffziehen
der Fäden beim Heftvorgang durch die Drehung der Wiegewelle i wird dem Drehhebel h eine
Bewegung ertheilt und dadurch der Arm f hin- und hergeschwungen.
Auf diesem Arm f ist eine doppelte Schaltklinke k mit einem Hebelarm 7 drehbar gelagert.
Die Schaltklinke k greift in die Zähne q des Ueberrohres / ein, das zur Aufnahme der
Schraubenspindel η an seiner Innenfläche mit Gewinde versehen ist. Das hin- und hergeschobene
Ueberrohr I ist in dem getheilten Lager 18 gelagert. Durch Anziehen der
Schraube dieses Lagers kann genügend grofse Reibung hervorgerufen werden, welche verhindern
soll, dafs das Ueberrohr / bei der Rückwärtsbewegung der Schaltklinke k gedreht
werden kann. Das eine Ende einer gebogenen Feder 8 ist am Arm f und deren anderes
Ende an der Schaltklinke k befestigt. Diese Feder 8 hält die Schaltklinke k in der in Fig. 1
in vollen Linien ersichtlichen Stellung, wenn das mit Innengewinde versehene Ueberrohr /
sich in der einen Richtung dreht, oder in der in dieser Figur in strichpunktirten Linien ersichtlichen
Stellung, wenn sich das Ueberrohr in der anderen Richtung dreht. Die Schraubenspindel
η ist durch das Gestell m der Maschine hindurchgeführt, wird aber an einer Verdrehung
in letzterem durch einen Stift verhindert (Fig. 4), der in eine in der Schraubenspindel
η angebrachte Längsnuth hineinragt.
Um den glatten Theil der Schraubenspindel η ist eine Feder 12 herumgelegt, welche zwischen
dem Gestell m und einem Bundring 11 gehalten wird. Die Feder 12 sucht die Schraubenspindel
11 in Fig. 2 bis 4 nach links zu verschieben.
Der Hebel 13 ist bei 14 drehbar an einem
vom Maschinengestell vorstehenden Arm 22 gelagert (Fig. 2 und 3). In den Langschlitz des
Hebels 13 ragt ein Stift 15 der Spindel η hinein.
Das Ende des Hebels 13 steht neben dem Ansatz 16 der Welle e.
Im Gestell m kann sich ein verstellbarer Anhalter 9 verschieben. Auf diesem Anhalter 9
sitzt eine Klemmschelle, deren nach unten vorstehender Zapfen in einen Schlitz im Hebel 13
hineinragt, so dafs sich der Anhalter 9 zusammen mit dem Hebel 13 bewegen kann.
Ein zweiter Anhalter 10 kann in einem Klemmlager an einer Verlängerung des Gestelles
m in Längsrichtung verstellt werden. Dieser Anhalter 10 mufs so gestellt sein, dafs
bei Verschiebung des Ueberrohres / nach rechts (Fig. 2 und 3) der Hebelarm 7 der Schaltklinke
k gegen ihn antrifft, nachdem die Hälfte der einen Band bildenden Bogenlagen geheftet
worden ist. Durch dieses Antreffen des Hebelarmes 7 an den Anhalter 10 wird die Schaltklinke
k, durch die Feder 8 unterstützt, um ihren Drehzapfen herumgeschwungen, so dafs
sie in die Stellung der Fig. 1 gelangt und das Ueberrohr Z nach links (Fig. 2 und 3) verdreht,
während die die andere Hälfte des Bandes bildenden Bogenlagen geheftet werden.
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende:
Es wird eine Bogenlage auf den als Halter für die Bogenlagen dienenden Arm α gelegt
und letzterer in die Stellung der Fig. 1 angehoben, wonach das Heften in der üblichen
Weise sich vollzieht. Der Arm α wird dann nach unten aus der Bogenlage herausbewegt
und die geheftete Bogenlage wird durch den Stöfser b zurückgeschoben. Derselbe wird
dann zurückbewegt, um Platz für eine neue Bogenlage zu schaffen, die durch den Arm a
nach oben bewegt wird. Nachdem eine jede Bogenlage geheftet ist, wird der Heftfaden
durch die Bewegung der von der Wiegewelle i aus bewegten Fadenspannvorrichtungen straff
gezogen. Bei jedesmaliger Bewegung der Wiegewelle i wird der Hebel f vom Arm h
und der Schubstange g nach vor- und rück-■ wärts bewegt. Infolge dessen wird auch
durch die Schaltklinke k, deren Drehzapfen am Hebel f befestigt ist, das Ueberrohr Z jedesmal
um einen gewissen Bogen gedreht und daher um eine gewisse Länge vorgeschoben, da das
Ueberrohr Z auf die Schraubenspindel η aufgeschraubt ist.
Wird die erste Hälfte des Bandes geheftet, so steht die Schaltklinke k in der in Fig. 1
strichpunktirt angegebenen Stellung und dreht das Ueberrohr Z auf der Schraubenspindel n,
so dafs es sich nach rechts (Fig. 2 und 3) bewegt, wobei der Army mit der Schaltklinke k,
sowie die Schubstange g sich ebenfalls nach rechts verschieben. Wenn die letzte Bogenlage
der ersten Hälfte des Buches geheftet ist, so sind die Theile so weit nach rechts verschoben
worden, dafs der Arm 7 der Schaltklinke k gegen den Anhalter 10 antrifft. Dieser
bewegt die Schaltklinke k aus der strichpunktirt angedeuteten Stellung in die in vollen Linien
angedeutete Stellung der Fig. 1. In dieser Stellung wird die Schaltklinke k durch die
Feder 8 gehalten.
Beim Heften der anderen Buchhälfte dreht die Schaltklinke k, wenn sie durch die Wiegewelle
i unter Vermittelung des Armes h, der Schubstange g und des Hebels f vor- und
zurückgeschwungen ist, das Ueberrohr Z auf der Schraubenspindel η und verschiebt dieses
Ueberrohr nach links (Fig. 2 und 3). Hierbei bewegen sich die Schaltklinke k, der Arm f
und die Schubstange g zusammen mit dem Ueberrohr Z in gleicher Richtung mit. Kommt
das Ende des Ueberrohres Z gegen das Gestell m zu liegen, so bewirkt die Drehung des Ueberrohres
eine Verschiebung der Schraubenspindel η nach rechts, wodurch die Feder 12 zusammengedrückt
wird. Der auf der Schraubenspindel η sitzende Stift 15 dreht den Hebel 13 um
seine Drehachse 14, so dafs das äufsere Ende dieses Hebels in eine Linie mit dem Ansatz 16
der Wiegewelle e zu liegen kommt. Dieser Fall tritt dann ein, wenn der Stöfser b in seiner
vordersten Stellung sich befindet und eine kurz vorher geheftete Bogenlage an die vorher gehefteten
herangeschoben hat. Wenn der Stöfser b und die Wiegewelle e zurückbewegt werden,
so trifft der Ansatz 16 an das Ende des Hebels 13 an. Die Wiegewelle e wird hierdurch
entgegen der Wirkung der Feder 17 in Richtung des Pfeiles der Fig. 1 gedreht. Hierbei
werden die Gummirer d zurückgezogen und dadurch die Löcher 4 im Deckel des Behälters
c freigelegt, wobei eine genügend grofse Menge Klebstoff aus diesen Löchern heraustritt.
Wenn der Stöfser b wieder nach vorwärts bewegt wird, um die nächste geheftete Bogenlage
zurückzuschieben, so wird die Wiegewelle e durch die Feder 17 entgegengesetzt zu
der in Fig. 1 gezeichneten Pfeilrichtung gedreht. Die Gummirer d werden dadurch nach
vorwärts über die Löcher 4 hinweggeschoben und nehmen mit ihren Enden den Klebstoff
mit, den sie bei der durch den Stöfser b bewirkten Verschiebung der Bogenlage von rückwärts
an diese . Lage abgeben. Wird die nächste, die letzte Bogenlage des Bandes nach oben gebracht und geheftet, so wird die
Schraubenspindel η noch weiter nach rechts bewegt (Fig. 2 und 3) und der Hebel 13 wird
so bewegt, dafs sich sein Ende seitlich (rechts) vom Ansatz 16 einstellt. Die letzte Bogenlage
■wird gegen die vorher gummirte Bogenlage angedrückt und vollendet mit den beiden
letzten, durch Klebstoff fest mit einander ver-
bundenen Bogenlagen den aus Bogenlagen gebildeten Buchband.
Als die letzte Bogenlage gerade geheftet wurde, wurde der Arm 7 . der Schaltklinke k
mit dem Anhalter 9 in Berührung gebracht und die Schaltklinke k in die in Fig. 1 strichpunktift
angedeutete Stellung übergeführt, so dafs die Klinke k in dieser Stellung das Ueberrohr
/ auf der Schraubenspindel η verdrehte und dasselbe nach rechts (Fig. 1 und 2) verschob,
während die erste Hälfte eines zweiten , Bandes Bogenlagen geheftet wird. Zu gleicher
Zeit verschob die Feder 12 die Schraubenspindel η nach links (Fig. 2 und 3), wobei der
Hebel 13 um seine Drehachse 14 mittelst des Stiftes 15 so bewegt wurde, dafs das Ende
des Hebels 13 mit dem Ansatz 16 wieder in eine Linie zu stehen kam, so dafs, wenn der
Stöfser b die letzte Bogenlage des ersten Bandes nach rückwärts verschob, die Wiegewelle e
wiederum so wie vorher gedreht wurde und die Gummirer d zurückgezogen wurden, um
die Löcher 4 freizulegen und ein Austreten des Klebstoffes zu ermöglichen. Wenn also die
erste Bogenlage des zweiten Bandes vom Stöfser b verschoben wurde, so kann Klebstoff
an dieselbe abgegeben werden. Bei weiterer Drehung des Üeberrohres / wird die Schraubenspindel
η durch die Feder 12 noch nach links (Fig. 2 und 3) bewegt, hierdurch auch der
Hebel 13 vom Ansatz 16 nach links, infolge dessen die zweite Bogenlage der ersten Hälfte
des zweiten Bandes Klebstoff nicht erhält. Die zweite Bogenlage haftet aber an der ersten
Bogenlage an, wenn der Stöfser b die zweite gegen die erste Bogenlage verschiebt. Die
Gummirer d gelangen nicht wieder in Thätigkeit, bis die letzten beiden Bogenlagen des
zweiten Bandes geheftet sind.
Wird die Vorrichtung in der vorbeschiebenen Weise in Thätigkeit gesetzt, so müssen demnach
die beiden ersten und die beiden letzten Bogenlagen eines jeden Bandes an einander
haften. Soll der Gummi der Reihe nach an mehrere Bogenlagen abgegeben werden, so
mufs der Ansatz 16 für das Ende des Hebels 13
von solcher Länge sein, dafs er so lange mit dem Ansatz 16 in Berührung kommt, bis
einige Bogenlagen gummirt sind.
Die Zahl des mehrmaligen Antreffens des Hebels 13 an den Ansatz 16 wird durch die
Stellung des Anhalters 9 bestimmt, 'der nachstellbar mit dem Hebel 13 verbunden ist und
sich mit demselben bewegt.
Sollen nur die beiden letzten Bogenlagen eines jeden Bandes durch Klebstoff verbunden
werden, so mufs der Anhalter 9 so gestellt sein, dafs der Arm 7 der Schaltklinke k gegen
den Anhalter 9 antrifft und die Schaltklinke umstellt, nachdem der Hebel 13 einmal an den
Ansatz 16 antrifft.
Soll der Gummi an jede geheftete Bogenlage abgegeben werden, so braucht man nur die
Schubstange g von dem Zapfen am Arm f abzustreifen und den Hebel 13 in der Bahn
des Ansatzes 16 zu belassen; dann wird die Welle e jedesmal verdreht, wenn der Stöfser
zurückgezogen wird, und dadurch die Gummirer ai jedesmal in Bewegung gesetzt.'
Claims (3)
- Patent-An Sprüche:i. Eine Vorrichtung zum Gummiren von in einer Bücherheftmaschine fortlaufend zusammenzuheftenden Bogenlagen, dadurch gekennzeichnet, dafs eine Anzahl von federnden Gummirern auf einen mit flüssigem Klebstoff angefüllten Behälter zwecks Annahme von Klebstoff aufgesetzt und nach den Heftstellen der Bogenlage bewegt werden, um den Klebstoff an diese oder die Heftfäden selbst abzugeben.
- 2. Eine Ausführungsform der Gummirvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs an dem zum Aneinander-, reihen der zusammenzuheftenden Bogenlagen dienenden Stöfser (b) ein mit Klebstoff gefüllter Behälter (c) und eine mit Gummirern (d) besetzte Wiegewelle (e) gelagert ist, bei deren Drehung die Gummirer (d) über die durchbrochene Decke des Klebstoffbehälters (c) hinweggeführt werden, wobei vor letzterem eine Schraubenspindel (n) mit auf derselben drehbarem und verschiebbarem Ueberrohr (I) mit Zähnen (q) gelagert ist, in welche eine mit der eigentlichen Buchheftvorrichtung in Verbindung stehenden Schaltklinke (k) einfällt, die beim Heften der einen Hälfte von Bogenlagen des herzustellenden Buchbandes das Ueberrohr in der einen Richtung verdreht, unter Antreffen an einen Anhalter (10) umgestellt wird und beim Heften der anderen Hälfte des Buchbandes das Ueberrohr in der anderen Richtung verdreht, um nach Fertigstellung eines jeden Buchbandes durch Antreffen an einen Anhalter (9) von Neuem umgestellt zu werden.
- 3. Eine Ausführungsform der Gummirvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs ein mit der Schraubenspindel (n) in Verbindung stehender Hebel (13) durch die dieser Spindel ertheilte Längsverschiebung in die Bahn eines Ansatzes (16) auf der Wiegeweile (e) tritt, zwecks Drehung der letzteren Und Inthätigkeitsetzens der. Gummirer (d) beim Zurückgehen des Stöfsers (b) mit der an ihm gelagerten Wiegewelle (e), und dafs beim Antreffen der Schaltklinke (k) an einen Anhalter (9) die Drehrichtung des auf die Schraubenspindel (n) aufgeschraubtenUeberrohres (I) umgekehrt wird, so dafs eine Schraubenfeder (12) die Schraubenspindel (η) in entgegengesetzter Richtung verschieben, den Hebel (13) dadurch aus der Bahn des Ansatzes (16) herausbewegen und somit die Thätigkeit der Gummirer (d) verhindern kann.Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs der Klebstoffbehälter (c) auf dem die gehefteten Bogenlagen verschiebenden Stöfser (b) der Maschine Lagerung findet, und dafs seine flache Decke von Löchern (4) zum Heraustreten von Klebstoff durchbrochen ist, welche Durchbrechungen bei der Rückwärtsbewegung der Gummirer (d) freigelegt, dagegen bei der Vorwärtsbewegung derselben von den Gummirern (d) überdeckt werden, um die nöthige Menge Klebstoff aufzunehmen und bei der Bewegung der Gummirer (d) an die Bogenlage bezw. an die Heftfäden abzugeben.
Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verbindung des Klebstoffbehälters (c) mit einem hochgestellten Füllbehälter (0) durch ein Rohr, in welches eine Pumpe (p) eingeschaltet ist, welche bei der Drehbewegung der Wiegewelle (e) den Klebstoff in den Behälter (c) hineinprefst.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE128018C true DE128018C (de) |
Family
ID=396572
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT128018D Active DE128018C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE128018C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0603126A1 (de) * | 1992-12-09 | 1994-06-22 | Grapha-Holding Ag | Vorrichtung und Verfahren zum Herstellen von gehefteten Buchblöcken aus Bogen |
-
0
- DE DENDAT128018D patent/DE128018C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0603126A1 (de) * | 1992-12-09 | 1994-06-22 | Grapha-Holding Ag | Vorrichtung und Verfahren zum Herstellen von gehefteten Buchblöcken aus Bogen |
| US5507524A (en) * | 1992-12-09 | 1996-04-16 | Grapha-Holding Ag | Method and apparatus for producing book blocks from a stack of signatures |
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