DE128018C - - Google Patents

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DE128018C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42BPERMANENTLY ATTACHING TOGETHER SHEETS, QUIRES OR SIGNATURES OR PERMANENTLY ATTACHING OBJECTS THERETO
    • B42B2/00Permanently attaching together sheets, quires or signatures by stitching with filamentary material, e.g. textile threads

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
M 128018 KLASSE 11 c. /
Bogenlagen.
Wo die Bogenlagen in fortlaufendem Arbeitsvorgang durch Bücherheftmaschinen geheftet und mit einander vereinigt wurden, war es immer schwierig, diejenige Stelle zu bestimmen, an welcher die Bogenlagen in Bände getrennt werden sollen. In manchen Fällen wurde ein Klebstoff auf die beiden letzten Bogenlagen des Bandes und auch auf die ersten beiden Bogenlagen des nächsten Bandes mit der Hand aufgetragen, wodurch die Heftfäden gehalten wurden und es dem Buchbinder ermöglicht wurde, die Bände zwischen diesen Paaren von Bogenlagen zu trennen, ohne die Fäden in den Bogenlagen zu lockern.
Mit dem Gegenstande der Erfindung wird nun bezweckt, den Klebstoff selbstthätig an die Fäden abzugeben, wenn die Bogenlagen geheftet werden. Dabei ist die Vorrichtung so eingerichtet, dafs sie sich für Bände mit einer veränderlichen Zahl von Bogenlagen verwenden läfst.
Bei der Vorrichtung nach der Erfindung kommt ein hin und her verschobener Gummirer zur Verwendung, der einem Klebstoff behälter den Klebstoff in genügender Menge entnimmt, um denselben an die gehefteten Fäden auf der Bogenlage abzugeben, so dafs die Fäden an dem Papier anhaften und die Bogenlagen zusammenkleben, wenn die aufgelegte Bogenlage gegen die vorher geheftete Bogenlage geprefst wird. Bei dieser Vorrichtung kommt ein Regler zur Verwendung, der die Vorrichtung zum Abgeben von Klebstoff selbstthätig zur Wirkung bringt, nachdem die gewünschte Anzahl von Bogenlagen zusammengeheftet worden ist. Mit den gekennzeichneten Vorrichtungen kommen noch Einrichtungen zur Verwendung, welche es ermöglichen, dafs ohne Vorheriges Auftragen von Klebstoff eine Bogenlage dargeboten und geheftet wird, und dafs, wenn die. zweite Bogenlage dargeboten, geheftet und-Klebstoff auf dieselbe aufgetragen ist, zwei Paare von Bogenlagen mit einander vereinigt werden können, wobei ein Zwischenspalt verbleibt, an dem sich Klebstoff nicht befindet. Hierdurch erkennt der Buchbinder sofort das Ende des einen Bandes und den Anfang des nächsten Bandes.
In beiliegender Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand veranschaulicht, und zwar stellen dar:
Fig. ι in Ansicht und theilweisem Schnitt die gekennzeichnete Erfindung und die Theile der Bücherheftmaschine, bei welcher dieselbe zur Verwendung kommt,
Fig. 2 eine Stirnansicht des einen Endes der Maschine,
Fig. 3 einen wagerechten Schnitt nach Linie x-x in Fig. i.
Fig. 4 zeigt eine Einzelheit im Schnitt.
Die gefalzten Rücken der Bogenlagen werden durch die Bogenlagenschiene a in Arbeitsstellung gebracht, und während sie in dieser Stellung sich befinden, kommt die Heftvorrichtung in Thätigkeit, die aber einen Theil der vorliegenden Erfindung nicht bildet.
Nachdem die Bogenlage geheftet ist, kommt der Stöfser b zur Wirkung und stöfst die ge-
heftete Bogenlage nach rückwärts, um in der üblichen Weise Platz zur Einführung der nächsten Bogenlage zu scharfen. An diesem Stöfser b befindet sich eine Mulde oder ein Behälter c zur Aufnahme von aufgelöstem Gummi, Kleister oder einer anderen geeigneten Klebstoffmasse. In der Decke des genannten Behälters sind kleine Schlitze oder Löcher 4 vorgesehen, durch welche die Klebstoffmasse nach oben ■ gelangt. Die hin- und hergehenden Gummirer d rutschen eng anliegend über dem Behälter c hin und her, so dafs die Enden der Gummirer die geeignete Menge Klebstoff aufnehmen, denselben weiterschaffen und in nächster Nähe des gefalzten Rückens der Bogenlage an die Heftfäden abgeben können. Wenn der nächste Bogen aufgelegt, geheftet und zurückgeschoben wird, bewirkt der Klebstoff ein Zusammenhaften beider Bogenlagen, wobei der Klebstoff die Schleifen des Fadens mit einander und mit dem Papier verbindet, so dafs die Heftung sich nicht lockert, wenn die Fäden beim Trennen der Bände durchschnitten werden.
Von einem Behälter 0 (Fig. 1 und 3) führt ein Rohr zum Gummiaufnahmebehälter c. Jener Behälter ο kann sich zur Schaffung des nöthigen Druckes in einer gewissen Höhe befinden, um den Gummi von oben her durch die Löcher im Behälter c hindurchtreten zu lassen, wenn die Gummirer d zurückgezogen werden. Es empfiehlt sich aber die Verwendung eines Cylinders ρ und eines in diesen eingesetzten Kolbens ig, der durch einen beweglichen Theil der Maschine verschoben wird. Zu diesem Zwecke kann auf die Wiegewelle e ein Arm 20 aufgesetzt werden, welcher den Kolben 19 verschiebt. Die Theile sind so zu einander gestellt, dafs der Kolben einen Druck auf den Gummi in dem Behälter c ausübt, wenn die Gummirer d zurückgezogen sind, so dafs der Gummi durch die Löcher 4 hindurch nach oben treten und dann durch die Gummirerd weggenommen und an geeigneter Stelle auf die Bogenlage aufgebracht werden kann, wenn die Gummirer mit dem Stöfser b nach vorwärts bewegt werden. Beim Zurückziehen des Kolbens ig wird der Gummi aus den Löchern 4 wieder zurückgezogen.
Die Gummirer d entsprechen hinsichtlich ihrer Zahl und ihres Platzes den Heftlinien und werden in geeigneter Weise in Thätigkeit gesetzt. Zweckmäfsig werden die Gummirer d durch gebogene Blattfedern 5 mit den auf einer Wiegewelle e sitzenden Armen 6 verbunden. Diese Theile gehen zusammen mit dem Stöfser b nach vor- und rückwärts. Hierbei wird aber die Welle e noch zeitweise in Thätigkeit gesetzt, um die Gummirer d zurückzuziehen und den Klebstoff annehmen zu lassen. Derselbe wird dann selbstthätig nach derjenigen Stelle befördert, an der der Klebstoff an die Bogenlage abgegeben werden soll. Die Wiegewelle e findet ihre Lagerung auf den am Stöfser b befestigten Armen 25. In die Welle e ist ein Stift 16 eingesetzt und um sie herum ist eine Schraubenfeder 17 gelegt, deren eines Ende an der Welle e und deren anderes Ende an dem einen der als. Lager für die Welle e dienenden Arme 25 befestigt ist. Diese Schraubenfeder dreht die Wiegewelle in ihre Ausgangsstellung zurück, nachdem letztere in der später beschriebenen Weise gedreht worden ist. Durch die Schubstange g ist mit dem Drehhebel h ein Arm f verbunden, welcher drehbar auf dem 'Ueberrohr / sitzt. Die Schubstange g trägt einen rohrförmigen Ansatz, der auf einem langen Zapfen 23 am Drehhebel h lose sitzt, so dafs sich die Schubstange g auf dem Zapfen 23 frei hin und her verschieben kann. Der Drehhebel h sitzt auf einer Wiegewelle i und trägt, wie in Bücherheftmaschinen üblich, die Vorrichtungen zum Straffziehen des Fadens; beim jedesmaligen Heften einer Bogenlage und beim Straffziehen der Fäden beim Heftvorgang durch die Drehung der Wiegewelle i wird dem Drehhebel h eine Bewegung ertheilt und dadurch der Arm f hin- und hergeschwungen.
Auf diesem Arm f ist eine doppelte Schaltklinke k mit einem Hebelarm 7 drehbar gelagert. Die Schaltklinke k greift in die Zähne q des Ueberrohres / ein, das zur Aufnahme der Schraubenspindel η an seiner Innenfläche mit Gewinde versehen ist. Das hin- und hergeschobene Ueberrohr I ist in dem getheilten Lager 18 gelagert. Durch Anziehen der Schraube dieses Lagers kann genügend grofse Reibung hervorgerufen werden, welche verhindern soll, dafs das Ueberrohr / bei der Rückwärtsbewegung der Schaltklinke k gedreht werden kann. Das eine Ende einer gebogenen Feder 8 ist am Arm f und deren anderes Ende an der Schaltklinke k befestigt. Diese Feder 8 hält die Schaltklinke k in der in Fig. 1 in vollen Linien ersichtlichen Stellung, wenn das mit Innengewinde versehene Ueberrohr / sich in der einen Richtung dreht, oder in der in dieser Figur in strichpunktirten Linien ersichtlichen Stellung, wenn sich das Ueberrohr in der anderen Richtung dreht. Die Schraubenspindel η ist durch das Gestell m der Maschine hindurchgeführt, wird aber an einer Verdrehung in letzterem durch einen Stift verhindert (Fig. 4), der in eine in der Schraubenspindel η angebrachte Längsnuth hineinragt.
Um den glatten Theil der Schraubenspindel η ist eine Feder 12 herumgelegt, welche zwischen dem Gestell m und einem Bundring 11 gehalten wird. Die Feder 12 sucht die Schraubenspindel 11 in Fig. 2 bis 4 nach links zu verschieben.
Der Hebel 13 ist bei 14 drehbar an einem vom Maschinengestell vorstehenden Arm 22 gelagert (Fig. 2 und 3). In den Langschlitz des Hebels 13 ragt ein Stift 15 der Spindel η hinein. Das Ende des Hebels 13 steht neben dem Ansatz 16 der Welle e.
Im Gestell m kann sich ein verstellbarer Anhalter 9 verschieben. Auf diesem Anhalter 9 sitzt eine Klemmschelle, deren nach unten vorstehender Zapfen in einen Schlitz im Hebel 13 hineinragt, so dafs sich der Anhalter 9 zusammen mit dem Hebel 13 bewegen kann.
Ein zweiter Anhalter 10 kann in einem Klemmlager an einer Verlängerung des Gestelles m in Längsrichtung verstellt werden. Dieser Anhalter 10 mufs so gestellt sein, dafs bei Verschiebung des Ueberrohres / nach rechts (Fig. 2 und 3) der Hebelarm 7 der Schaltklinke k gegen ihn antrifft, nachdem die Hälfte der einen Band bildenden Bogenlagen geheftet worden ist. Durch dieses Antreffen des Hebelarmes 7 an den Anhalter 10 wird die Schaltklinke k, durch die Feder 8 unterstützt, um ihren Drehzapfen herumgeschwungen, so dafs sie in die Stellung der Fig. 1 gelangt und das Ueberrohr Z nach links (Fig. 2 und 3) verdreht, während die die andere Hälfte des Bandes bildenden Bogenlagen geheftet werden.
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende:
Es wird eine Bogenlage auf den als Halter für die Bogenlagen dienenden Arm α gelegt und letzterer in die Stellung der Fig. 1 angehoben, wonach das Heften in der üblichen Weise sich vollzieht. Der Arm α wird dann nach unten aus der Bogenlage herausbewegt und die geheftete Bogenlage wird durch den Stöfser b zurückgeschoben. Derselbe wird dann zurückbewegt, um Platz für eine neue Bogenlage zu schaffen, die durch den Arm a nach oben bewegt wird. Nachdem eine jede Bogenlage geheftet ist, wird der Heftfaden durch die Bewegung der von der Wiegewelle i aus bewegten Fadenspannvorrichtungen straff gezogen. Bei jedesmaliger Bewegung der Wiegewelle i wird der Hebel f vom Arm h und der Schubstange g nach vor- und rück-■ wärts bewegt. Infolge dessen wird auch durch die Schaltklinke k, deren Drehzapfen am Hebel f befestigt ist, das Ueberrohr Z jedesmal um einen gewissen Bogen gedreht und daher um eine gewisse Länge vorgeschoben, da das Ueberrohr Z auf die Schraubenspindel η aufgeschraubt ist.
Wird die erste Hälfte des Bandes geheftet, so steht die Schaltklinke k in der in Fig. 1 strichpunktirt angegebenen Stellung und dreht das Ueberrohr Z auf der Schraubenspindel n, so dafs es sich nach rechts (Fig. 2 und 3) bewegt, wobei der Army mit der Schaltklinke k, sowie die Schubstange g sich ebenfalls nach rechts verschieben. Wenn die letzte Bogenlage der ersten Hälfte des Buches geheftet ist, so sind die Theile so weit nach rechts verschoben worden, dafs der Arm 7 der Schaltklinke k gegen den Anhalter 10 antrifft. Dieser bewegt die Schaltklinke k aus der strichpunktirt angedeuteten Stellung in die in vollen Linien angedeutete Stellung der Fig. 1. In dieser Stellung wird die Schaltklinke k durch die Feder 8 gehalten.
Beim Heften der anderen Buchhälfte dreht die Schaltklinke k, wenn sie durch die Wiegewelle i unter Vermittelung des Armes h, der Schubstange g und des Hebels f vor- und zurückgeschwungen ist, das Ueberrohr Z auf der Schraubenspindel η und verschiebt dieses Ueberrohr nach links (Fig. 2 und 3). Hierbei bewegen sich die Schaltklinke k, der Arm f und die Schubstange g zusammen mit dem Ueberrohr Z in gleicher Richtung mit. Kommt das Ende des Ueberrohres Z gegen das Gestell m zu liegen, so bewirkt die Drehung des Ueberrohres eine Verschiebung der Schraubenspindel η nach rechts, wodurch die Feder 12 zusammengedrückt wird. Der auf der Schraubenspindel η sitzende Stift 15 dreht den Hebel 13 um seine Drehachse 14, so dafs das äufsere Ende dieses Hebels in eine Linie mit dem Ansatz 16 der Wiegewelle e zu liegen kommt. Dieser Fall tritt dann ein, wenn der Stöfser b in seiner vordersten Stellung sich befindet und eine kurz vorher geheftete Bogenlage an die vorher gehefteten herangeschoben hat. Wenn der Stöfser b und die Wiegewelle e zurückbewegt werden, so trifft der Ansatz 16 an das Ende des Hebels 13 an. Die Wiegewelle e wird hierdurch entgegen der Wirkung der Feder 17 in Richtung des Pfeiles der Fig. 1 gedreht. Hierbei werden die Gummirer d zurückgezogen und dadurch die Löcher 4 im Deckel des Behälters c freigelegt, wobei eine genügend grofse Menge Klebstoff aus diesen Löchern heraustritt.
Wenn der Stöfser b wieder nach vorwärts bewegt wird, um die nächste geheftete Bogenlage zurückzuschieben, so wird die Wiegewelle e durch die Feder 17 entgegengesetzt zu der in Fig. 1 gezeichneten Pfeilrichtung gedreht. Die Gummirer d werden dadurch nach vorwärts über die Löcher 4 hinweggeschoben und nehmen mit ihren Enden den Klebstoff mit, den sie bei der durch den Stöfser b bewirkten Verschiebung der Bogenlage von rückwärts an diese . Lage abgeben. Wird die nächste, die letzte Bogenlage des Bandes nach oben gebracht und geheftet, so wird die Schraubenspindel η noch weiter nach rechts bewegt (Fig. 2 und 3) und der Hebel 13 wird so bewegt, dafs sich sein Ende seitlich (rechts) vom Ansatz 16 einstellt. Die letzte Bogenlage ■wird gegen die vorher gummirte Bogenlage angedrückt und vollendet mit den beiden letzten, durch Klebstoff fest mit einander ver-
bundenen Bogenlagen den aus Bogenlagen gebildeten Buchband.
Als die letzte Bogenlage gerade geheftet wurde, wurde der Arm 7 . der Schaltklinke k mit dem Anhalter 9 in Berührung gebracht und die Schaltklinke k in die in Fig. 1 strichpunktift angedeutete Stellung übergeführt, so dafs die Klinke k in dieser Stellung das Ueberrohr / auf der Schraubenspindel η verdrehte und dasselbe nach rechts (Fig. 1 und 2) verschob, während die erste Hälfte eines zweiten , Bandes Bogenlagen geheftet wird. Zu gleicher Zeit verschob die Feder 12 die Schraubenspindel η nach links (Fig. 2 und 3), wobei der Hebel 13 um seine Drehachse 14 mittelst des Stiftes 15 so bewegt wurde, dafs das Ende des Hebels 13 mit dem Ansatz 16 wieder in eine Linie zu stehen kam, so dafs, wenn der Stöfser b die letzte Bogenlage des ersten Bandes nach rückwärts verschob, die Wiegewelle e wiederum so wie vorher gedreht wurde und die Gummirer d zurückgezogen wurden, um die Löcher 4 freizulegen und ein Austreten des Klebstoffes zu ermöglichen. Wenn also die erste Bogenlage des zweiten Bandes vom Stöfser b verschoben wurde, so kann Klebstoff an dieselbe abgegeben werden. Bei weiterer Drehung des Üeberrohres / wird die Schraubenspindel η durch die Feder 12 noch nach links (Fig. 2 und 3) bewegt, hierdurch auch der Hebel 13 vom Ansatz 16 nach links, infolge dessen die zweite Bogenlage der ersten Hälfte des zweiten Bandes Klebstoff nicht erhält. Die zweite Bogenlage haftet aber an der ersten Bogenlage an, wenn der Stöfser b die zweite gegen die erste Bogenlage verschiebt. Die Gummirer d gelangen nicht wieder in Thätigkeit, bis die letzten beiden Bogenlagen des zweiten Bandes geheftet sind.
Wird die Vorrichtung in der vorbeschiebenen Weise in Thätigkeit gesetzt, so müssen demnach die beiden ersten und die beiden letzten Bogenlagen eines jeden Bandes an einander haften. Soll der Gummi der Reihe nach an mehrere Bogenlagen abgegeben werden, so mufs der Ansatz 16 für das Ende des Hebels 13 von solcher Länge sein, dafs er so lange mit dem Ansatz 16 in Berührung kommt, bis einige Bogenlagen gummirt sind.
Die Zahl des mehrmaligen Antreffens des Hebels 13 an den Ansatz 16 wird durch die Stellung des Anhalters 9 bestimmt, 'der nachstellbar mit dem Hebel 13 verbunden ist und sich mit demselben bewegt.
Sollen nur die beiden letzten Bogenlagen eines jeden Bandes durch Klebstoff verbunden werden, so mufs der Anhalter 9 so gestellt sein, dafs der Arm 7 der Schaltklinke k gegen den Anhalter 9 antrifft und die Schaltklinke umstellt, nachdem der Hebel 13 einmal an den Ansatz 16 antrifft.
Soll der Gummi an jede geheftete Bogenlage abgegeben werden, so braucht man nur die Schubstange g von dem Zapfen am Arm f abzustreifen und den Hebel 13 in der Bahn des Ansatzes 16 zu belassen; dann wird die Welle e jedesmal verdreht, wenn der Stöfser zurückgezogen wird, und dadurch die Gummirer ai jedesmal in Bewegung gesetzt.'

Claims (3)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Eine Vorrichtung zum Gummiren von in einer Bücherheftmaschine fortlaufend zusammenzuheftenden Bogenlagen, dadurch gekennzeichnet, dafs eine Anzahl von federnden Gummirern auf einen mit flüssigem Klebstoff angefüllten Behälter zwecks Annahme von Klebstoff aufgesetzt und nach den Heftstellen der Bogenlage bewegt werden, um den Klebstoff an diese oder die Heftfäden selbst abzugeben.
  2. 2. Eine Ausführungsform der Gummirvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs an dem zum Aneinander-, reihen der zusammenzuheftenden Bogenlagen dienenden Stöfser (b) ein mit Klebstoff gefüllter Behälter (c) und eine mit Gummirern (d) besetzte Wiegewelle (e) gelagert ist, bei deren Drehung die Gummirer (d) über die durchbrochene Decke des Klebstoffbehälters (c) hinweggeführt werden, wobei vor letzterem eine Schraubenspindel (n) mit auf derselben drehbarem und verschiebbarem Ueberrohr (I) mit Zähnen (q) gelagert ist, in welche eine mit der eigentlichen Buchheftvorrichtung in Verbindung stehenden Schaltklinke (k) einfällt, die beim Heften der einen Hälfte von Bogenlagen des herzustellenden Buchbandes das Ueberrohr in der einen Richtung verdreht, unter Antreffen an einen Anhalter (10) umgestellt wird und beim Heften der anderen Hälfte des Buchbandes das Ueberrohr in der anderen Richtung verdreht, um nach Fertigstellung eines jeden Buchbandes durch Antreffen an einen Anhalter (9) von Neuem umgestellt zu werden.
  3. 3. Eine Ausführungsform der Gummirvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs ein mit der Schraubenspindel (n) in Verbindung stehender Hebel (13) durch die dieser Spindel ertheilte Längsverschiebung in die Bahn eines Ansatzes (16) auf der Wiegeweile (e) tritt, zwecks Drehung der letzteren Und Inthätigkeitsetzens der. Gummirer (d) beim Zurückgehen des Stöfsers (b) mit der an ihm gelagerten Wiegewelle (e), und dafs beim Antreffen der Schaltklinke (k) an einen Anhalter (9) die Drehrichtung des auf die Schraubenspindel (n) aufgeschraubten
    Ueberrohres (I) umgekehrt wird, so dafs eine Schraubenfeder (12) die Schraubenspindel (η) in entgegengesetzter Richtung verschieben, den Hebel (13) dadurch aus der Bahn des Ansatzes (16) herausbewegen und somit die Thätigkeit der Gummirer (d) verhindern kann.
    Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs der Klebstoffbehälter (c) auf dem die gehefteten Bogenlagen verschiebenden Stöfser (b) der Maschine Lagerung findet, und dafs seine flache Decke von Löchern (4) zum Heraustreten von Klebstoff durchbrochen ist, welche Durchbrechungen bei der Rückwärtsbewegung der Gummirer (d) freigelegt, dagegen bei der Vorwärtsbewegung derselben von den Gummirern (d) überdeckt werden, um die nöthige Menge Klebstoff aufzunehmen und bei der Bewegung der Gummirer (d) an die Bogenlage bezw. an die Heftfäden abzugeben.
    Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verbindung des Klebstoffbehälters (c) mit einem hochgestellten Füllbehälter (0) durch ein Rohr, in welches eine Pumpe (p) eingeschaltet ist, welche bei der Drehbewegung der Wiegewelle (e) den Klebstoff in den Behälter (c) hineinprefst.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0603126A1 (de) * 1992-12-09 1994-06-22 Grapha-Holding Ag Vorrichtung und Verfahren zum Herstellen von gehefteten Buchblöcken aus Bogen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0603126A1 (de) * 1992-12-09 1994-06-22 Grapha-Holding Ag Vorrichtung und Verfahren zum Herstellen von gehefteten Buchblöcken aus Bogen
US5507524A (en) * 1992-12-09 1996-04-16 Grapha-Holding Ag Method and apparatus for producing book blocks from a stack of signatures

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