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Verriegelungsvorrichtung für einen hochschwenkbaren Oberwalzen-Trag-
und Belastungsarm von Spinnmaschinen-Streckwerken Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung
zum Verriegeln eines um eine ortsfeste Achse hochschwenkbaren Oberwalzen-Trag- und
Belastungsarmes von Spinnmaschinen-Streckwerken in der Betriebs- und Außerbetriebsstellung
durch wechselweise je eine übertotpunktsperre bildende Hebelpaare nach Patent 1
190 848 mit einer Feineinstellung des in der Betriebsstellung befindlichen Trag-
und Belastungsarmes.
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Bei der Vorrichtung des Hauptpatentes erfolgt die Verriegelung des
Trag- und Belastungsarmes mittels eines übertotpunktgesperres, das zwei im Abstand
voneinander um je einen ortsfesten Lagerbolzen schwenkbare Hebel aufweist, denen
je ein zweiter Hebel oder ein gemeinsamer Hebel zugeordnet ist. Diese zweiten Hebel
bzw. der ,gemeinsame Hebel stehen nur einerends mit den ortsfest gelagerten Hebeln,
mit dem anderen Ende hingegen mit dem Trag-und Belastungsarm in gelenkiger Verbindung,
so daß sowohl in der Betriebs- als auch in der Außerbetriebsstellung desselben wechselweise
je ein Hebelpaar ein übertotpunktgesperre bildet. Die beiden Hebelpaare sind dabei
mittels eines Bedienungshebels betätigbar. .
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Betriebsstellung (Betriebslage)
des mit einer solchen Verriegelungsvorrichtung ausgestatteten Trag- und Belastungsarmes
fein einstellbar zu machen. Die Feineinstellung von Trag- und Belastungsarmen ist
an sich bereits bekanntgeworden. In einem Falle ist die Schwenkachse des Trag- und
Belastungsarmes ein mit exzentrischen Enden versehener Bolzen. Der mittlere zentrische
Teil dieses Bolzens ist in einer Stütze gelagert, und auf den exzentrischen Enden
dieses Bolzens ist der Trab und Belastungsarm angeordnet. Mittels eines Schieberiegels
läßt sich derselbe an der Stütze verriegeln und durch Drehen des beschriebenen Bolzens
in der Höhe und nach vorn und hinten verstellen. Diese Feineinstellung des Trag-
und Belastungsarmes geschieht in diesem Falle nicht unmittelbar an den Verriegelungsmitteln
desselben. Sie muß im unverriegelten Zustand des Trag- und Belastungsarmes erfolgen.
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In einem anderen Falle besteht das den Trag- und Belastungsarm in
der Betriebsstellung an einer Stütze verriegelnde Mittel aus einem üblichen Schwenkriegel,
der mittels einer Stellschraube in einer Vertiefung auf dem hinteren Teil des Trag-
und Belastungsarmes abgestützt ist. Diese Stützstelle des Schwenkriegels ist also
die Lagerstelle desselben, so daß durch Drehen der Schraube die Lage des Trag-und
Belastungsarmes zur Stütze verändert wird. In diesem Falle erfolgt die Feineinstellung
des Trag-und Belastungsarmes unmittelbar an einem denselben in der Betriebsstellung
verriegelnden Glied. Dies hat den Vorteil, daß die Feineinstellung des Trag- und
Belastungsarmes im verriegelten Zustand erfolgen kann. Der Trag- und Belastungsarm
führt dabei eine Schwenkung um den seine Lage nicht verändernden Schwenkzapfen aus.
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Nach der Erfindung erfolgt die Feineinstellung des Trag- und Belastungsarmes
dadurch, daß die wirksame Länge des den Trag- und Belastungsarm in der Betriebsstellung
in einer übertotpunktlage verriegelnden Hebelpaares veränderbar ist.
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Zum Verändern der wirksamen Länge dieses Hebelpaares ist vorteilhaft
mindestens ein Lager- oder Gelenkpunkt desselben, am besten der die ortsfeste Lagerstelle
des unteren Hebels darstellende Bolzen, annähernd in Strecklagenrichtung des Hebelpaares
verstellbar. Der verstellbare Bolzen ist zweckmäßig drehbar gelagert und besteht
aus zwei Teilen, von denen der eine ortsfest, der andere hingegen verstellbar ist,
wobei der untere Hebel mittels eines Langloches auf diesem Bolzen geführt ist. Der
Verstellung des beweglichen Bolzenteiles dient hierbei am besten eine in den ortsfesten
Bolzenteil eingeschraubte Schraube.
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Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der
Zeichnung beschrieben. In dieser zeigt F i g. 1 den rückwärtigen Abschnitt eines
um eine ortsfeste Tragstange hochschwenkbaren Oberwalzen-Trag- und Belastungsarmes
in seiner verriegelten Betriebsstellung,
wobei die Verriegelung
mittels eines eine übertotpunktlage einnehmenden Hebelpaares erfolgt, an dem der
Trag- und Belastungsarm fein einstellbar ist, und F i g. 2 einen Schnitt nach der
Linie II-11 der Fig.1.
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Der Trag- und Belastungsarm 1 ist lose schwenkbar auf der Tragstange
2 gelagert. Eine Stütze 3, die auf dieser Tragstange 2 befestigt ist, dient
der Seitenführung des Trag- und Belastungsarmes 1. Letzterer ist sowohl in seiner
Betriebs- als auch in seiner Außerbetriebsstellung verriegelbar, was mittels des
Bedienungshebels 4 geschieht, der um einen Bolzen 8 des Trag- und Belastungsarmes
1 schwenkbar ist. Die Verriegelung des Trag- und Belastungsarmes 1 in der Betriebsstellung
(Arbeitslage) und in der hochgeschwenkten Stellung geschieht über die Kniehebelpaare
5, 6 bzw. 5, 25, wobei das Hebelpaar 5, 6 die Aufgabe hat,
den Arm 1 in der Betriebsstellung festzulegen. Das Hebelpaar 5, 6 befindet sich
dann in einer übertotpunktlage, wie aus der Zeichnung ersichtlich. Der Gelenkpunkt
9 befindet sich etwas oberhalb der Strecklage, die durch die Verbindungslinie 7,
8 gegeben ist. Die Lage des Punktes 9 ist durch Anschlag des Bedienungshebels 4
am Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm 1 gesichert. Der Hebel 5 ist die rückwärtige
Verlängerung des Bedienungshebels 4. Die Hebel 5 und 25 sind durch den Bolzen 30
gelenkig verbunden. Die Hebel 6 und 25 sind um die Bolzen 7 und 26 schwenkbar. Der
Bolzen 26 sitzt fest in der Stütze 3, der Bolzen 7 ist drehbar in der Stütze gelagert.
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Zur Feineinstellung des Trag- und Belastungsarmes 1 in der Betriebsstellung
ist die wirksame Länge des Hebelpaares 5, 6 veränderlich. Im Ausführungsbeispiel
ist der Lagerpunkt 7 b in Strecklagenrichtung verstellbar. Hierzu ist der Bolzen
7 drehbar in der Stütze 3 angebracht und besteht aus zwei Teilen 7 a und
7 b. Der Teil 7 a ist ortsfest angeordnet in der Stütze gelagert (F
i g. 2), der Teil 7 b hingegen in Strecklagenrichtung des Hebelpaares
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verstellbar. Dieser Veränderung dient eine Schraube 41, die in den ortsfesten
Teil 7 a eingeschraubt ist und mit ihrem nach oben gerichteten Ende in den Teil
7 b hineingreift (F i g. 2). Auf dem aus den Teilen 7 a und 7 b bestehenden
Bolzen 7 ist der Hebel 6 mittels eines Langloches 42 so geführt, daß er sich zusammen
mit dem verstellbaren Teil 7 b in Strecklagenrichtung bewegen kann. Wird der Teil
7 b durch Hineinschrauben der Stellschraube 41 in Strecklagenrichtung auf den Schwenkpunkt
8 zu bewegt, so führt der Bolzen 8 und damit der Oberwalzen-Trag-und Belastungsarm
1 eine Schwenkung um die Tragstange 2 aus, die den Trag- und Belastungsarm nach
vorn und unten bewegt. Wird die Stellschraube herausgedreht, so bewegt sich der
Schwenkzapfen 8 und damit der Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm 1 unter dem Einfluß
der Belastungsfedern um die Haltestange nach oben und hinten.