DE128432C - - Google Patents

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DE128432C
DE128432C DENDAT128432D DE128432DA DE128432C DE 128432 C DE128432 C DE 128432C DE NDAT128432 D DENDAT128432 D DE NDAT128432D DE 128432D A DE128432D A DE 128432DA DE 128432 C DE128432 C DE 128432C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P1/00Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters
    • H02P1/02Details of starting control
    • H02P1/022Security devices, e.g. correct phase sequencing
    • H02P1/026Means for delayed starting

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Security & Cryptography (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Connection Of Motors, Electrical Generators, Mechanical Devices, And The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
M 128432 KLASSE 21 c.
Die Erfindung betrifft einen elektrischen selbstthätigen Schalter und Stromunterbrecher, insbesondere zum Betriebe von Motoren. Die bisherigen Apparate dieser Art sind complicirt und unzuverlässig. Es wird deshalb mit vorliegender Erfindung bezweckt, die Herstellungskosten zu vermindern und zugleich einen selbstthätigen Schalter von möglichst einfacher Bauart und zuverlässiger Wirkung zu schaffen. Von den bekannten selbstthätigen Schaltern von der in der amerikanischen Patentschrift 645809 beschriebenen Art mit Festhaltung des Schaltarmes durch eine magnetische Bremse unterscheidet sich der vorliegende Schalter dadurch, dafs bei diesem der die Bremse beeinflussende Hebel unter der Differentialwirkung einer Haupt- und Nebenschlufsspule steht, während nach der amerikanischen Patentschrift der Hebel einzig und allein durch die Nebenschlufsspule beherrscht wird und keine Hauptschlufsspule zum Lösen der Bremsen vorhanden ist, sondern letztere lediglich durch Aufhebung der Errregung der Nebenschlufsspule gelöst wird.
Bei dem Schaltapparat nach vorliegender Erfindung wird bezweckt, Treibmaschinen gegen übermäfsige Ströme bei übermäfsiger Belastung der Maschine zu sichern. Beim Vorkommen einer Ueberlastung wirkt hier die Hauptschlufsspule dahin, den Hebel herabzuziehen und die Nebenschlufsspule zu überwinden, so dafs dadurch die Bremse gelöst und der Schaltarm durch seine Feder im Sinne einer Unterbrechung des Stromkreises zurückbewegt wird.
In den Zeichnungen stellen Fig. 1 und 2 eine Vorder- und Seitenansicht des Schalters dar.
Fig. 3 ist eine Vorderansicht einer geänderten Ausführungsform, bei welcher der Schaltarm nur in der vollen Ein- oder vollen Ausschaltstellung gelassen werden kann.
Fig. 4 zeigt den verbesserten Schalter. als Regelungsschalter einer Treibmaschine ausgebildet.
Bei der in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführung sitzt auf der Achse a des Schalthebels b eine Bremsscheibe c, die lose auf der Achse α befestigt ist. Um diese Bremsscheibe ist eine Band- oder Kettenbremse f gelegt, deren Enden an einem auf der Grundplatte j gelagerten Hebel i angreifen, wobei dieser Hebel durch zwei Elektromagnete oder Solenoide k bezw. / beherrscht und gedreht wird; von diesen besteht das eine aus einer Hauptschlufsspule k, die den Hebel i in der einen Richtung dreht, während das andere aus einer Nebenschlufsspule / besteht, die den Hebel in der entgegengesetzten Richtung dreht. Der Schaltarm b ist mit einer Feder m ausgestattet, welche die Neigung hat, ihn zurückzubewegen, und trägt aufser der Bürste η ein Stromschlufsstück 0, welches den Stromkreis des Nebenschlufsmagneten / schliefst, ehe der Hauptstrom eingeschaltet wird. Die Spule k ist in den Hauptstromkreis eingeschlossen und so eingerichtet, dafs sie nur dann auf den
Hebel i wirkt, wenn eine vorher bestimmte Stromstärke erreicht ist. Im Falle der Anwendung eines Nebenschlufsmotors befindet sich die Nebenschlufsspule I in dem Feldstromkreis des Motors und die Hauptschlufsspule im Hduptstromkreis.
Die Bremsscheibe c ist lose auf der Schalterachse α befestigt und mit einer Sperrklinke d versehen, die mit einem auf der Schalterachse befestigten Zahnrade e in Eingriff steht. Infolge dieser Anordnung wird bei Erregung des Nebenschlufsmagneten / und der Senkung der rechten Hebelhälfte i die Bremse f angezogen und die Bremsscheibe c nebst Sperrklinke d festgehalten. Bei fortgesetzter Bewegung des Schalthebels b im Sinne der Einschaltung bewegt sich das Sperrrad e unterhalb der Sperrklinke d, welche, da sie, wie oben beschrieben, gehalten wird, verhindert, dafs der Hebel unter der Wirkung seiner Feder in die Ausschaltstellung zurückgeht. Für den Fall einer vorherbestimmten Ueberlastung des Motors ist die Hauptschlufsspule k in dem Mafse erregt, dafs ihre Wirkung auf den Hebel i diejenige des Nebenschlusses überwindet, so dafs der Hebel in der entgegengesetzten Richtung bewegt und die Bremse f aufser Wirkung gesetzt wird. Das Bremsrad c und die Sperrklinke d sind jetzt freigegeben und gestatten der Feder, den Schaltarm in die Ausschaltstellung zurückzubewegen , wobei die nunmehr lose Bremsscheibe und die Sperrklinke infolge der Sperrradverbindung mit dem Schaltarme zurückgehen. Für den Fall, dafs der Speisestrom unterbrochen werden sollte, indem die Nebenschlufsspule abgeschaltet wird , wird der Stromkreis ebenfalls unterbrochen, so dafs die Bremse gelöst wird, wenn der Schaltarm freigegeben wird, wie beschrieben.
Bei der Ausführungsform des Anlafsschalters nach Fig. 3 ist durch Aendern der Anschlüsse und Theilung der Nebenschiufsschiene o1 in o2 und o3 bewirkt, dafs die Bremse f nicht eher angezogen wird, als bis der Schaltarm b in die volle Einschaltstellung bewegt worden ist; auf diese Weise wird verhindert, dafs der Bedienende etwa die Widerstände beschädigt, indem er den Schalter in irgend einer anderen als der vollen Einschaltstellung belä'fst. Zu diesem Zwecke ist die Schiene o1 in der Nähe der Einschaltstellung unterbrochen oder getheilt, während die Nebenschlufsbürste 0 ausreichend breit gemacht ist, um die Unterbrechungsstelle zu überbrücken. Bei dieser Anordnung wird der Nebenschlufsstromkreis, welcher durch die gestrichelten Linien u angedeutet ist, zunächst in der gewöhnlichen Weise hergestellt, ohne dafs die Nebenschlufsspule des Schalters sich im Stromkreise mit der Feldwickelung des Motors befindet. Sobald aber die Nebenschlufsbürste 0 die Unterbrechungsstelle überbrückt, wird die Nebenschlufsspule / des Schalters bei der vollen Einschaltstellung in den Stromkreis eingeschaltet und die Bremse angezogen. Auf diese Weise dient die Bremse dazu, um den Schaltarm in der vollen Einschaltstellung allein festzuhalten, und in diesem Falle ist die Klinkensperrvorrichtung bezw. die in der einen Richtung wirkende Klauenvorrichtung zwischen dem Schaltarme b und dem Bremsrade c, welch letzteres an dem Schaltarme befestigt ist, entbehrlich.
Erforderlichenfalls kann die Maximalstromspule dazu eingerichtet sein, um den Schaltarm von dem Handgriff zu lösen und ihn während irgend eines Theiles seiner Bewegung in die Ausschaltstellung zurückbringen zu lassen, falls beim Einschalten eine Ueberlastung eintreten sollte.
Eine derartige Anordnung ist ebenfalls in Fig. 3 gezeigt, wobei ein selbstständiger Handgriff w mit dem Schaltarm durch eine federnde Klinke χ verbunden ist, welche einen Endtheit x1 besitzt, der sich für gewöhnlich während seiner Bewegung aufser Eingriff mit einem durch die Hauptschlufsspule k bezw. den Hebel / bewegten bogenförmigen Hebel \ befindet; demnach wirkt, falls zu irgend einer Zeit während der Vorwärtsbewegung des Armes b eine Ueberlastung eintreten sollte, die Hauptschlufsspule auf den Hebel \ und erfafst den Endtheil der Klinke x, so dafs diese übergekippt wird oder den Arm von dem Handgriffe löst, worauf ersterer sofort in die Ausschaltstellung zurückgebracht wird, indem seine Feder m den Widerstand auf seinem Wege einschaltet. Der Handhebel kann auch durch ein Zahn- und Sperrrad oder durch Zwischengetriebe mit dem Schaltarm verbunden sein, um die Bewegungsgeschwindigkeit des Schaltarmes zu verringern, wenn dieser mittelst des Handgriffs bewegt wird.
Bei der in Fig. 1 und 3 gezeigten Anordnung kann man, falls der Speisestrom ausgeschaltet ist, wenn der Bedienende anfängt einzuschalten, den Schaltarm in die Einschaltstellung bewegen; würde man in diesem Falle den Speisestrom plötzlich einschalten, so könnte der Motor beschädigt werden. Um dies zu vermeiden, kann eine federnde.Klinke t verwendet werden, die auf einen unter Federdruck stehenden Arm t1 des Hebels b (Fig. 1 und 3) wirkt. Die federnde Klinke t befindet sich an demjenigen Ende des Hebels, welches durch die Nebenschlufsspule / beherrscht wird, und wirkt dahin, den Schaltraum für gewöhnlich in der Ausschaltstellung zu halten, ihn aber dann freizugeben, wenn die Nebenschlufsspule den Hebel behufs Feststellung der Bremse nach unten zieht. Wie ersichtlich, gleitet die Klinke t, indem sie sich im Sinne eines um den Mittelpunkt g beschriebenen
Kreisbogens bewegt, von dem Hebel t1 ab, wenn der Hebel i herabgezogen wird; dagegen bewirkt die Bewegung des Schaltarmes ein Lösen der Klinke nicht. Infolge dieser Anordnung kann der Schalter nicht eher in Thätigkeit gesetzt werden, als bis der Speisestrom eingeschaltet ist.
Die beschriebene Anordnung kann auch, wie in Fig. 4 gezeigt, eingerichtet werden, indem man einen Contactschlüssel ν zum Kurzschliefsen der Nebenschlufs- und Hauptschlufsspulen auf dem Wege, welcher durch die mit u und r bezeichneten Linien angedeutet ist, anbringt, wodurch die Bremse frei wird und der Schaltarm b in irgend eine Stellung gebracht und alsdann festgestellt werden kann, indem man den vorerwähnten Contactschlüssel auslöst und der Nebenschlufsspule gestattet, den Schalter mittelst der Bremse f festzustellen.

Claims (4)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Anlafsschalter für Elektromotoren mit einem durch eine Bandbremse sperrbaren, unter .Federwirkung stehenden Schalthebel, dadurch gekennzeichnet, dafs die Ein- und Ausrückung der Bremse ff) durch einen Hebel (i) erfolgt, der unter der Differentialwirkung einer Nebenschlufs- und einer Hauptstromspule steht, von denen die erste (e) die Einrückung und die zweite (k) bei Ueberlastung des Motors die Ausrückung der Bremse bewirkt.
  2. 2. Anlafsschalter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs die Bremsspule (c) lose auf der Schalterachse (a) befestigt und mit einer Sperrklinke (d) versehen ist, die mit einem auf der Schalterachse befestigten Zahnrade (e) derart in Eingriff steht, dafs sie die Bewegung des Schalthebels (b) bei angezogener Bremse in der Richtung der Einschaltbewegung freigiebt, in entgegengesetzter Richtung aber sperrt.
  3. 3. . Anlafsschalter nach Anspruch 1, dadurch
    gekennzeichnet, dafs die Bremsscheibe (c) fest auf der Schaltachse (a) angebracht ist und erst durch Schliefsung der Nebenschlufsspule (I) festgestellt wird, wenn der Schalthebel (b) die Endstellung erreicht hat (Fig. 3) oder wenn ein Kurzschlufs zu den beiden Spulen durch einen Handschalter (v) aufgehoben ist (Fig. 4).
  4. 4. Anlafsschalter nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dafs der Handhebel (n>) und der Schalthebel (b) durch eine Sperrklinke (χ) verbunden sind, die in jeder Stellung des Schalthebels bei übermäfsiger Stromstärke durch Wirkung der Hauptstromspule (k) ausgeschaltet wird, so dafs der Schalthebel unabhängig vom Bedienenden unter Federwirkung in die Offenstellung zurückkehrt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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