DE128533C - - Google Patents

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
- JV* 128533 -KLASSE 31 c.
Gegenstand der Erfindung ist eine Roheisen-Giefsvorrichtung, welche sich durch ein geradlinig hin- und herbewegbares, in sich geschlossenes Formenbett kennzeichnet, dessen reihenweise angeordnete, in jeder einzelnen Reihe in gröfserer Zahl neben einander liegende und gleichzeitig an einer bestimmten Stelle im Hingange kippbare, beim Rückgange an dieser Stelle sich wieder aufrichtende Formen unmittelbar aus dem Schmelzofen, d. h. ohne Benutzung einer Giefspfanne, durch eine heb- und senkbare und zugleich schwenkbare Vertheilungsrinne mit einem Male gefüllt werden.
Hierdurch wird einerseits erreicht, dafs der Auslauf des geschmolzenen Metalles aus dem Ofen möglichst abgekürzt und ein Zähfiüssigwerden des Metalles vor Eintritt in die Formen, sowie die Bildung von Schalen und Krusten in der Pfanne hintangehalten ist, andererseits dafs das Metall in vollem Laufe in die Formen gelangen und daher die Leistung wesentlich gesteigert werden kann, und dies um so mehr, als durch Hin- und Herführung des Formenbettes zwischen Füll- und Entleerungsstelle und abwechselnde Hinausbewegung der Formen über jede dieser beiden Stellen die Weglänge zwischen letzteren möglichst abgekürzt, die richtige Zeitdauer für die Abkühlung trotzdem aber eingehalten werden kann.
Gegenüber bekannten Giefsvorrichtungen, bei welchen die Formen entweder an einer endlosen Kette oder in Radialreihen auf einem sich drehenden Tische angeordnet sind und das geschmolzene Metall zunächst aus einer Giefspfanne in die Vertheilungsrinne Lind aus dem Ausgufsende derselben der Reihe nach in die einzelnen Formen gelangt, bietet die vorliegende Anordnung demnach wesentliche Vortheile.
Beiliegende Zeichnung stellt in Fig. ι die Gesammtanordnung der Giefsvorrichtung dar, während die Fig. 2 und 3 in gröfserem Mafsstabe einen theilweisen Längsschnitt, sowie einen senkrechten Querschnitt durch dieselbe veranschaulichen.
Im Anschlüsse an die Abstichrinne a des Hochofens ist eine mit einer Anzahl Schnauzen versehene Vertheilungsrinne £ angeordnet, welche an einem Ende in einem Kugellager c gelagert ist, während ihr anderes, ein Kettenrad tragendes Ende mittels einer Kette d aufgehängt ist. Durch entsprechende Bewegung dieser Kette kann die Rinne b gehoben oder gesenkt und auch in die Ausgufsstellung geschwenkt werden, um nicht nur die gleichmäfsige Vertheilung des flüssigen Roheisens in die darunter befindlichen Formen y, sondern auch die gleichzeitige Füllung der in je einer Reihe liegenden Formen zu ermöglichen.
Diese Formen, welche vortheilhaft zwecks gleichzeitigen Giefsens mehrerer Schalen in einer Form in mehrere Abtheilungen getheilt sind, sitzen in gröfserer Anzahl reihenweise an Querträgern g", welche sich parallel zur Rinne b erstrecken und an ihren Enden mit Zapfen h auf fahrbaren Längsträgern i lagern.
Die Quer- und Längsträger bilden ein in sich geschlossenes starres Ganzes, das fahrbare Formenbett, welches durch ein an seinen Enden befestigtes, über die Scheiben j geführtes Seil k auf einer geraden, zwischen Vertheilungsrinne und der Entleerungsstelle, sowie beiderseits

Claims (1)

  1. über diese Stellen sich hinaus erstreckende Gleisbahn abwechselnd hin- und hergeführt werden kann, um sämmtliche Formenreihen unter die Vertheilungsrinne zu bringen, gefüllt von dieser weg nach auswärts, sodann durch Umkehrung der Bewegung des Bettes zurück unter der Rinne weg und zur Entleerungsstelle zu führen, wo jede Formenreihe in den Bereich einer das Kippen aller Formen einer Reihe bewirkenden Wendevorrichtung gelangt, hierauf die Reihen gekippter Formen über diese Entleerungsstelle hinaus und durch abermalige Umkehr der Bewegung zurück zur Wendevorrichtung und nach ihrer Aufrichtung unter die Vertheilungsrinne zu bewegen.
    Die Wendevorrichtung besteht aus einem zur Seite eines der Längsträger i angeordneten Bock /, dessen Oberseite als Zahnstange ausgebildet ist, mit welcher Zahnbögen m in Eingriff kommen können, die an Verlängerungen der auf dieser Seite liegenden Lagerzapfen h der Formenreihen sitzen.
    Die Verschiebung des Formenbettes geschieht vortheilhaft mit Hülfe eines Elektromotors n, der durch geeignete, ins Langsame übersetzende Zwischengetriebe die Trommel ο dreht, um welche das Zugseil k des Formenbettes geschlungen ist.
    Pate nt-A ν Spruch:
    Roheisen-Giefsvorrichtung, welche die gleichzeitige Füllung mehrerer Formen ohne Benutzung einer Giefspfanne unmittelbar aus dem Ofen ermöglicht, gekennzeichnet durch ein geradlinig hin- und herbewegbares, in sich geschlossenes Formenbett, dessen reihenweise angeordnete, in jeder Reihe in gröfserer Anzahl neben einander liegende Formen durch eine heb- und senkbare und zugleich schwenkbare Vertheilungsrinne reihenweise gleichzeitig gefüllt, über diese Rinne hinaus und sodann wieder zurück bis zu einer jenseits der Rinne liegenden Wendevorrichtung bewegt, daselbst reihenweise gekippt und in gestürzter Stellung weiter und wieder zurückgeführt werden, um, durch die Wendevorrichtung wieder aufgerichtet, reihenweise unter die Vertheilungsrinne zwecks neuerlicher Füllung zu gelangen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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